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Rezensionen

Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.

Autor: E. V. Woods

Erschienen 2025 bei ROWOHLT Taschenbuch
ISBN 978-3-499-01802-2
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Es war wirklich unfassbar atmosphärisch! - 4 Sterne

Ich hab die Atmosphäre ja geliebt. Ich liebe es wenn Tänzerinnen in Büchern so rüberkommen, als könnte man sie wirklich sehen, wie sie der Magie der Tänze erliegen.
Und dann auch noch gepaart mit Magie und Flüchen? Hallo, i'm in.
Ich hab auch sehr mit Emberlyn mitgefühlt. Dieser Innere Konflikt zwischen Kontrolle und Kontrollverlust war für mich sehr gut greifbar.
Also das muss ich der Autorin definitiv lassen. Die düstere Eleganz eines verfluchten Tanzes einfangen, kann sie auf jeden Fall!

Das einzige, was mich gestört hat, war tatsächlich das Erzähltempo. Zwar nicht immer, aber manche Szenen haben sich schon sehr gedehnt angefühlt und ich kam auch nicht immer ganz mit, weil mir einfach auch mal Informationen gefehlt haben. Ich hätte mir schon früher ein paar klarere Einblicke gewünscht. Aber am Ende ist das ja Erzähler-Wahl, wann welche Informationen kommen. Mir hat es beim Lesen nur einen Dämpfer gegeben.
von praja - 2025-11-16 13:22:00

Zu düster - 3 Sterne

„Girls of Dark Divine“ hat mich von der Idee sehr angesprochen: Tänzerinnen, die durch einen Fluch zu Marionetten wurden. Allerdings ist mir die Umsetzung für meinen Geschmack zu düster und deprimierend geworden.

Das Buch ist von einer melancholischen, finsteren Stimmung durchzogen. Die Protagonistin Emberlyn kann sich kaum noch an ihr Leben erinnern, bevor sie von Malcolm Manrow zu einer bloßen Puppe reduziert wurde. Es gibt kein Entkommen, keine Möglichkeit, sich seinen Befehlen zu widersetzen. Doch da stirbt plötzlich eine zweite Marionette an einer seltsamen Krankheit und es wird klar, dass weitere folgen könnten.

Die Tänzerinnen hassen und verabscheuen ihr Leben als lebende Marionetten. Sie halten jedoch zusammen und versuchen, sich gegenseitig eine emotionale Stütze zu sein. Inzwischen sind sie aber alle so demoralisiert, dass jeder Gedanke von Freiheit und Hoffnung eher für Missstimmung sorgt. Emberlyn lässt die Idee jedoch nicht los. Die zarte Romanze zwischen ihr und dem Schatten, mit dem sie auf der Bühne tanzt, ist ebenfalls so durchtränkt von Hoffnungslosigkeit, dass zumindest für mich keine romantische Stimmung aufkommt. Auch die Auflösung am Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen.

„Girls of Dark Divine“ ist atmosphärisch dicht und hat einige originelle Ideen, doch die konsequent düstere Grundstimmung, der Mangel an Hoffnung und die bedrückende Perspektivlosigkeit machen es zu einer Lektüre, die vielleicht nicht jeder genießen kann. Wer sich aber von melancholischen Stoffen nicht abschrecken lässt, findet hier durchaus ein ungewöhnliches Buch. Für mich jedoch war es einfach zu deprimierend und ich war froh, als ich mich anderen Themen widmen konnte.
von drachenzahn - 2025-11-01 20:44:00

Atmosphärisch und düster - 4 Sterne

???? Worum geht’s?

Ballett trifft auf dunkle Magie – Emberlyn wird in die berühmte Tanztruppe Malcolm Manrow’s Marvellous Marionettes aufgenommen, doch hinter dem Glamour steckt ein grausamer Fluch. Die Tänzerinnen sind buchstäblich Marionetten, deren Bewegungen vom Puppenspieler kontrolliert werden. Zwischen düsterer Magie, Machtmissbrauch und verbotenen Gefühlen kämpft Emberlyn um ihre Freiheit – und muss feststellen, dass diese einen hohen Preis hat.

✨ Mein Eindruck

Zugegeben: Eigentlich bin ich kein Fan von zu kitschiger Romantasy, und die Beschreibung klang zunächst genau danach. Aber: Der Einstieg hat mich sofort positiv überrascht! Die Geschichte beginnt viel düsterer und atmosphärischer, als ich erwartet hätte – fast schon unheimlich, aber genau das hat mich richtig gefesselt.

???? Figuren & Atmosphäre

Erzählt wird die Geschichte aus Emberlyns Sicht, und ich fand sie als Protagonistin sehr authentisch. Ihre Gedanken, Zweifel und Hoffnungen wirken echt und nachvollziehbar. Einige Nebenfiguren hätten für mich etwas mehr Tiefe vertragen, aber insgesamt fand ich die Charaktere gelungen. Besonders stark fand ich die Themen, die unter der Oberfläche mitschwingen: Machtmissbrauch, Kontrolle und der Wunsch nach Selbstbestimmung.

????️ Schreibstil & Tempo

Katherine Woods schreibt bildhaft und atmosphärisch – man spürt die Dunkelheit und Enge der Bühne förmlich. Der Schreibstil braucht zwar ein paar Seiten, um sich einzuleben, entfaltet dann aber richtig Wirkung. Der Mittelteil zog sich für mich ein bisschen, da die Handlung dort etwas stillstand und sich manche Gedankengänge wiederholten. Das Ende war wieder spannender, auch wenn es mich emotional nicht ganz abholen konnte.
von Bücherwurmine - 2025-10-13 13:56:00

ganz okay - 3 Sterne

Also... ich mag den Kyss Verlag total gerne, gerade die ersten Bücher die erschienen sind haben alle meinen Geschmack getroffen. Aber die letzten haben mir schon nicht mehr so gut gefallen und dieses reiht sich da mit ein.

Die Idee ist sehr cool. Was mich am meisten gereizt hat war das alternative Ende. Da es für die deutsche Fassung ein extra anderes geschriebenes gibt. Das hat mich total fasziniert und ich musste sehr an mich halten nicht gleich die letzten zwei Kapitel zu lesen weil ich es vor Spannung kaum mehr ausgehalten habe. Mein Problem ist irgendwie dass mir gerade die Hauptcharaktere irgendwie zu... ja keine Ahnung - luschimäßig ist... sie wird als so stark und als was besonderes hervorgehoben aber ich find sie eher unsympatisch und nixig...

auch die Liebesgeschichte ist mir nicht ausgebaut genug. Alles in allem ein okay Buch das nur durch das alternative Ende punkten kann bei mir.
von Camilla - 2025-09-26 21:13:00

Gefangene Schwestern - 3 Sterne

Als ich das Buchcover sah, musste ich das Buch sofort lesen. Die Geschichte schien sehr vielversprechend: Emberlyn und weitere Mädchen sind in einem Fluch gefangen und müssen für ihren "Puppenspieler", Malcom Manrow, Tag für Tag nach seinem Willen tanzen - nicht umsonst werden die Tänzerinnen Marionetten genannt.
Was nach einer so spannenden und vielfältigen Geschichte klingt, hat leider etwas enttäuscht. Emberlyn als Hautfigur wirkt im Großteil des Romans, vor allem bis zur Hälfte des Buches, eher unnahbar und kühl. Ihre Schwestern, die anderen Tänzerinnen, besitzen kaum einen Charakter und werden nur oberflächlich beschrieben. Zu Beginn ist die Geschichte eher monoton, es passiert wenig und es gibt wenig direkte Rede. Spannend wird es erst danach. Ab dann passiert mehre und ich konnte mich etwas besser in Emberlyn hineinversetzen.
Dass es in der deutschen Ausgabe ein alternatives Ende gibt, empfinde ich eher als verwirrend und unnötig.
von milky - 2025-09-21 17:22:00

Lasset die Puppen tanzen! - 3 Sterne

Emberlyns größter Traum ist es zu Tanzen. Aus diesem Grund schließt sie sich der berühmten Balletttruppe New Koras an, den Marvellous Marionettes. Doch ihr Traum wird schnell zum größten Alptraum, denn Malcolm Manrow hat seine Tänzerinnen verflucht und sie dadurch an sich gebunden. Malcolm kann jede Bewegung seiner Tänzerinnen kontrollieren und Abend für Abend lässt er sich nach seinen Fäden tanzen. Emberlyn versinkt in der dunklen Welt und nur ihr Tanzpartner, ein mysteriöser Schatten, kann ihr wenige Sekunden Erleichterung verschaffen. Doch die reichen Emberlyn nicht, sie möchte fliehen, doch kann sie den Fluch überhaupt brechen?

Girls of Dark Divine von E.V. Woods nimmt einen mit nach New Kora in die düstere Welt des ‚Puppenspielers‘ Malcolm Manrows. Die Geschichte erleben wir durchgehend aus der Sicht Emberlyns, durch die ‚sie’-Erzählweise wird jedoch eine gewisse Distanz erzeugt. Der Einstieg konnte mich direkt packen, es beginnt düster, die Atmosphäre baut sich gut auf und durch eine detaillierte Erzählweise, kann man sich die Welt in der die Schwestern stecken, sehr gut vorstellen. Diese Erzählweise sorgte jedoch auch dafür, dass ich irgendwann gelangweilt war. Über die Hälfte des Buchs fühlt sie wie der Einstieg in eine Geschichte ein, während es erst gegen Ende wirklich in Fahrt kommt und mit Spannung überzeugen kann. Die Geschichte wirkt auf mich unausgewogen, während die ersten +200 Seiten sehr detailliert beschrieben wurden, fehlte es den letzten +100 Seiten an eben diesen Details. Die sehr detailgetreuen Beschreibungen sorgten auch für viele Wiederholungen, denen ich irgendwann überdrüssig war, sei es die Beschreibung des Atems, das Zähneknirschen oder wieder einmal die Kakofonie.

Gespannt war ich darauf, was das alternative Ende zu bedeuten hat und ich muss leider sagen, dass ich sehr enttäuscht bin. Das Originalende hat zur Geschichte gepasst und wirkte authentisch, wohingegen das vom Verlag gewünschte Ende aufgesetzt wirkt und nicht in die Atmosphäre des Romans passt. Jedoch möchte ich auch erwähnen, dass die Autorin den Wunsch wirklich gut umgesetzt hat und es Schwingungen des Originalendes beinhaltet, die mir sehr gefielen. Ich mache der Autorin auch keinen Vorwurf, dass sie dem Wunsch entsprochen hat, schließlich ist eine potenzielle Übersetzung eine große Chance und doch finde ich es schade, dass ein Verlag ein solches Ende erwünscht. Was ich dann aber ganz schlimm finde, ist dass das Originalende als ‚alternatives Ende‘ betitelt wird. Nein, wenn dann ist das gewünschte Ende die Alternative!

Dennoch gab es auch viele Dinge die mir wirklich gut gefallen haben. Ich mochte die Grundidee wirklich gerne und finde diese innovativ. Der Schreibstil hat mir generell auch sehr zugesagt, dieser hat die Atmosphäre und die Gefühlswelt sehr gut transportiert. Gefallen hat mir auch das Bund der Marionetten, die sich selbst als Schwestern bezeichnen. Die Handlungsweisen der Schwestern wirkten dabei besonders authentisch und auch die Entwicklungen konnte ich super gut nachvollziehen. Emberlyns Gedanken- und Gefühlswelt waren super verständlich, ihre Entwicklung genial und der Schatten ein toller Gegenpart zu Malcolm und auch das Originalende fand ich passend. Deswegen gibts von mir drei gute Sterne, die Kritik am alternativen Ende hat keine Auswirkung auf die Bewertung (da sie sich an den Verlag richtet).
von Anndlich - 2025-09-20 10:42:00