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Rezensionen

Violet – Die Wasserhexe und der Totengott
Roman

Autor: I. B. Zimmermann

Erschienen 2026 bei YUNA
ISBN 978-3-517-30373-4
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Eine Geschichte, die mich gesehen fühlen lässt - 4 Sterne

– Nachdem ich Mona und Boris absolut geliebt habe, war meine Vorfreude auf diese Geschichte immens. Und was soll ich sagen … noch nie habe ich mich von einem Buch so gesehen gefühlt –

Die Geschichte ist deutlich düsterer als Mona, trotzdem gibt es humorvolle und schöne Momente, so dass es nicht zu extrem erdrückend wurde. Den ganzen Charakter-Cast habe ich wieder so sehr ins Herz geschlossen.

Violet ist eine Wasserhexe. Mit ihren Kräften hilft sie im taumaturgischen Notdienst bei übernatürlichen Angriffen. Die Zombie-Attacken häufen sich immer mehr und das kollektive Bewusstsein der Untoten scheint sich weiterzuentwickeln, was eigentlich nicht passieren dürfte. Gemeinsam mit dem Gott der Toten muss sich Violet noch so viel mehr als Untoten stellen.

Wie Violets Autismus und ADHS repräsentiert und porträtiert wurden, ist so realistisch, dass ich das Gefühl hatte, dass hier gerade meine Geschichte erzählt wird. Ich bin ehrlich, mir sind nicht nur einmal die Tränen gekommen, weil der Autor das Leid meines Alltags mit den genau richtigen Worten erfasst hat. Violet liebt das Leben und trotzdem beinhaltet es so viel Leid und Schmerz, einfach nur zu existieren. Freude kann sie nur durch andere spüren, indem sie ihnen hilft. Bei diesen konstanten Bemühungen ist ein Burnout vorprogrammiert.

Und Athan, ahhh, mein Herz schlägt ebenso für ihn. So ein knuffiger, lieber und verständnisvoller Gott/Mensch. Aber auch er hat es nicht leicht, da die Verantwortung für so viele Seelen auf ihm lastet. Ich finde es so toll, dass in diesem Buch nicht nur Mental-Health-Probleme von weiblich gelesenen Personen dargestellt werden, sondern auch von männlichen.

Die beiden Protagonisten treffen sich am Tiefpunkt ihres Lebens. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich schnell, da sie endlich jemanden gefunden haben, der hinter die aufgebauten Mauern und Masken blicken kann. Die Dynamik zwischen den beiden war wirklich zuckersüß. Ich bin normalerweise kein Fan von Insta-Love, aber hier hat es für mich geklappt.

Im zweiten Abschnitt nimmt die Nachforschung zu den Zombies an Fahrt auf und das Ende habe ich nicht kommen sehen. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass mir die Lore zu den Zombies zu oft wiederholt wurde und es mich aus manchen Szenen etwas aus dem Lesefluss gebracht hat. Andererseits passt dieser Erzählstil perfekt zu Violets ADHS. Es gibt auch noch ein paar Zeichnungen und einen Shortcomic in Isaacs wunderschönem Zeichenstil.

Fazit: Mein Quote-Heft ist voll gefüllt, da es so viele Stellen gab, die mir aus der Seele gesprochen haben. Danke, Isaac, für dieses Buch und diese wunderbaren Charaktere, die sich immer wie eine zweite Familie anfühlen. Für mich war es heilsam. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band.
von Peachybookdreams - 2026-06-13 23:00:00