Rezensionen
Eine unprätentiös erzählte Tragödie in der Nachfolge Tschechows - 5 Sterne
Bernhard ist siebzig, geschieden, kinderlos, und seit er im Ruhestand ist, fehlt ihm etwas: eine neue Beziehung, ein Hobby oder vielleicht doch ein Ehrenamt? Nichts will sich so recht fügen. Doch dann erreicht ihn eine Einladung nach Salerno – jenen Ort an der italienischen Küste, an dem er vor Jahrzehnten einige Monate gelebt hat und der damals ein Versprechen auf ein anderes Leben war. Dort wartet jetzt Alfredo auf ihn, Betreiber eines Strandbades und einst sein Vermieter. Und das Karussell, das Alfredo vor der Verschrottung gerettet hat und das er immer schon in Betrieb nehmen wollte. Mit Hilfe von Arianna, einer Ingenieurin, die für Bernhard womöglich mehr als nur eine Freundin war und die er nun endlich noch einmal zu treffen hofft. Er macht sich auf eine Reise zurück an jenen Ort, an dem noch Fragen offen sind.
Fazit: Hatte er die letzten Jahre vertrödelt oder verbummelt? Die guten letzten Jahre? Einem geschiedenen Mann, Ende 60, tun sich unerwartet neue gesellige Möglichkeiten in Italien auf. Hoffnungen steigen hoch, Möglichkeiten tun sich auf. Doch was, wenn sich alles als trügerisch erweist? Dann wird die Einsamkeit stärker sein als jemals zuvor. Eine unprätentiös erzählte Tragödie in der Nachfolge Tschechows − das ist Treichels neuer Roman "Das Karussell".
Fazit: Hatte er die letzten Jahre vertrödelt oder verbummelt? Die guten letzten Jahre? Einem geschiedenen Mann, Ende 60, tun sich unerwartet neue gesellige Möglichkeiten in Italien auf. Hoffnungen steigen hoch, Möglichkeiten tun sich auf. Doch was, wenn sich alles als trügerisch erweist? Dann wird die Einsamkeit stärker sein als jemals zuvor. Eine unprätentiös erzählte Tragödie in der Nachfolge Tschechows − das ist Treichels neuer Roman "Das Karussell".
von Hans Hamedinger - 2026-06-03 10:19:15


