Rezensionen
Devil's Kitchen
Thriller | New Yorker Feuerwehrleute auf Beutezug
Autor: Candice Fox
Erschienen 2025 bei Suhrkamp
ISBN 978-3-518-47490-7
Ziemlich spannend, aber auch brutal - 4 Sterne
Da ich sowohl die Hades-Reihe als auch die Crimson-Lake-Serie voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total gespannt, was als nächstes aus der Feder von Autorin Candice Fox geflossen ist. Das Setting dieses StandAlone hat mich sofort für sich eingenommen, ich fand die Idee mit den Raubzügen während der Brände ziemlich genial.
Der Prolog hat mich total gefangen und seine Auflösung fand ich einfach nur cool. Die Feuerwehrmänner sind interessante Charaktere, deren Tiefen man erst nach und nach ausloten kann. Das macht es natürlich echt spannend und gleichzeitig fiebert man mit Andy mit, deren Vorgeschichte es ebenfalls in sich hat. So kommt man auch ihr immer näher und kann ihr Verhalten oft auch nachvollziehen.
Stellenweise ist das Buch echt brutal und man fragt sich auch immer mal wieder, wie Menschen so miteinander umgehen können. Aber wahrscheinlich gibt es das wirklich und gerade in so "Männergesellschaften". Und wahrscheinlich ist sowas dann auch ein Teufelskreis, aus dem man nicht mehr herauskommen kann, wenn man keine Hilfe hat.
Das Buch hat mich wirklich gepackt, ein wahrer Pageturner, sodass ich froh war, dass ich es quasi in einem Rutsch an einem Tag lesen konnte und nichts abgelenkt hat. Allerdings muss ich leider sagen, dass mich das Ende nicht recht überzeugt hat und auch so einige Dinge etwas nebulös waren. Trotzdem war es ziemlich spannend und ich bin gespannt, was uns diese Autorin als nächstes präsentieren wird.
Der Prolog hat mich total gefangen und seine Auflösung fand ich einfach nur cool. Die Feuerwehrmänner sind interessante Charaktere, deren Tiefen man erst nach und nach ausloten kann. Das macht es natürlich echt spannend und gleichzeitig fiebert man mit Andy mit, deren Vorgeschichte es ebenfalls in sich hat. So kommt man auch ihr immer näher und kann ihr Verhalten oft auch nachvollziehen.
Stellenweise ist das Buch echt brutal und man fragt sich auch immer mal wieder, wie Menschen so miteinander umgehen können. Aber wahrscheinlich gibt es das wirklich und gerade in so "Männergesellschaften". Und wahrscheinlich ist sowas dann auch ein Teufelskreis, aus dem man nicht mehr herauskommen kann, wenn man keine Hilfe hat.
Das Buch hat mich wirklich gepackt, ein wahrer Pageturner, sodass ich froh war, dass ich es quasi in einem Rutsch an einem Tag lesen konnte und nichts abgelenkt hat. Allerdings muss ich leider sagen, dass mich das Ende nicht recht überzeugt hat und auch so einige Dinge etwas nebulös waren. Trotzdem war es ziemlich spannend und ich bin gespannt, was uns diese Autorin als nächstes präsentieren wird.
von Streiflicht - 2025-07-13 20:37:00
Brandheiß - 4 Sterne
Die New Yorker Feuerwache 'Engine 99' wird für ihre Einsätze wie Helden gefeiert. Was keiner ahnt, die Crew legt die Brände selbst um in dem entstandenen Chaos Einbrüche und Diebstähle zu begehen. Andy Nearland, eine freiberufliche Ermittlerin wird undercover eingeschleußt um den Machenschaften auf die Schliche zu kommen.
In der Männerwelt ist das nicht leicht, es gibt auch nur ein Mitglied zu dem sie Sympathie empfindet. Doch für ihre Ermittlungen ist das Spiel brandgefährlich.
Ein typisches Buch für die australische Schriftstellerin Candice Fox mit ihren außergewöhnlich, schrägen Protagonisten. Leider konnte ich dieses Mal keine große Sympathie für Andy und Ben empfinden. Auch wirkt die Handlung etwas unglaubwürdig.
Der Schreibstil ist wie gehabt gut wirkt aber irgendwie nicht so lebendig und richtige Spannung kommt auch nicht auf. Schade, die anderen Bücher der Autorin haben mir mit ihren schrägen Charakteren eindeutig besser gefallen.
In der Männerwelt ist das nicht leicht, es gibt auch nur ein Mitglied zu dem sie Sympathie empfindet. Doch für ihre Ermittlungen ist das Spiel brandgefährlich.
Ein typisches Buch für die australische Schriftstellerin Candice Fox mit ihren außergewöhnlich, schrägen Protagonisten. Leider konnte ich dieses Mal keine große Sympathie für Andy und Ben empfinden. Auch wirkt die Handlung etwas unglaubwürdig.
Der Schreibstil ist wie gehabt gut wirkt aber irgendwie nicht so lebendig und richtige Spannung kommt auch nicht auf. Schade, die anderen Bücher der Autorin haben mir mit ihren schrägen Charakteren eindeutig besser gefallen.
von Ecinev - 2025-07-13 16:10:00
In Teufels Küche - 5 Sterne
Candice Fox hat ein Händchen für besondere Figuren und die Handlung ihrer Thriller sind immer originell.
In ,Devil’s Kitchen“ geht es um die New Yorker Feuerwehrleute. Diese gelten nicht zuletzt seit 9/11 als wahre Helden der Nation. Allerdings gibt es offenbar eine verdächtige Eliteeinheit. Die freiberufliche Ermittlerin Andy Nearland wird vom FBI undercover in diese Einheit, die ,,Engine 99“ eingeschleust. Sie soll herausfinden, was an den Gerüchten dran ist, dass die Gruppe die Brände löscht, die sie vorher selbst gelegt haben und während Chaos und Panik herrschen, Banken, Juweliergeschäfte usw. plündern. Dabei schrecken sie offenbar auch nicht vor Mord zurück. Innerhalb der Gruppe herrscht ein starres Machtgefüge und eine toxische ,,Kameradschaft“. Doch Andy Nearland schafft es mit viel Mühe, sich das Vertrauen der Männer zu erarbeiten, allerdings weiß sie, dass sie immer auf der Hut sein muss und der kleinste Fehler für sie tödlich sein kann. Doch dann entwickelt sie Sympathien für Ben, einen der Männer der Crew, dessen Frau und Kind vor einigen Monaten spurlos verschwunden sind. Doch Gefühle sind das Letzte, was sich eine undercover-Ermittlerin leisten kann.
Eine extrem spannende, brandheiße Geschichte. Allerdings hinterlassen die Schilderungen der Gewalt, der falschen Heldenattitüden und die Außenseiterfiguren auch einen bedrückenden Eindruck.
von Amena25 - 2025-05-17 16:20:00
Immer hart am Abgrund - 5 Sterne
Die äußerst ungewöhnliche Ermittlerin Andy vom FBI übernimmt einen Fall bei dem Mutter und Sohn verschwunden sind. Dazu muss sie tief in die Welt der Eliteeinheit von der New Yorker Feuerwehr eintauchen. Denn Ben, der bei der Engine 99 arbeitet, hat die Hilfe der Polizei, bei der Suche nach seiner Lebensgefährtin und ihrem Kind angefordert. Im Gegenzug hat er sehr brisante Details, aus seiner Arbeit anzubieten.
Die Feuerwehr sollte dein Freund und Helfer in der Not sein, um was geht es hier also?
Aber in diesem harten Thriller scheint einiges verkehrt zu laufen.
Candice Fox lässt in ihren Büchern die Frauen an die Macht. "Superwoman" darf hier ran. Zeitweise ist das Ganze etwas übertrieben, wenn Andy trotz aller Verletzungen immer wieder wie ein Phönix aus der Asche aufersteht. Auf der anderen Seite macht es die Sache um so spannender.
Verkorkste Typen sind ihr Metier, und der Leser hat mit ihnen Mitleid, alles gewürzt mit ein bisschen toxischer Liebe.
Ein Thriller, der sich nicht zum Weglegen eignet.
Die Feuerwehr sollte dein Freund und Helfer in der Not sein, um was geht es hier also?
Aber in diesem harten Thriller scheint einiges verkehrt zu laufen.
Candice Fox lässt in ihren Büchern die Frauen an die Macht. "Superwoman" darf hier ran. Zeitweise ist das Ganze etwas übertrieben, wenn Andy trotz aller Verletzungen immer wieder wie ein Phönix aus der Asche aufersteht. Auf der anderen Seite macht es die Sache um so spannender.
Verkorkste Typen sind ihr Metier, und der Leser hat mit ihnen Mitleid, alles gewürzt mit ein bisschen toxischer Liebe.
Ein Thriller, der sich nicht zum Weglegen eignet.
von kabo16 - 2025-05-03 17:27:00
Eine sehr spezielle Crew von Feuerwehrleuten - 4 Sterne
Die Crew “Engine 99“ - bestehend aus Chief Big Matt, Engo, Jake und Ben – ist in New York City im Einsatz. Der Leser weiß von Anfang an, dass sie einen Teil der Brände selbst legen, um im allgemeinen Chaos dann Banken und Juweliergeschäfte und die Wohnungen an ihren Einsatzorten zu plündern. Die Polizei ist in inzwischen misstrauisch geworden, weil es oft kurze Zeit vor spektakulären Einbrüchen dort Brände gegeben hat. Benjamin Haig genannt Ben hat außerdem die Polizei durch einen Brief über ihre kriminelle Nebentätigkeit informiert, um im Gegenzug zu erreichen, dass die Polizei die Suche nach seiner verschwundenen Partnerin Luna und ihrem Sohn Gabriel wiederaufnimmt. Das FBI schickt daraufhin eine verdeckte Ermittlerin, die sich Andy Nearland nennt und Teil des Teams wird. Die Gruppe bereitet gerade ihren letzten großen Coup vor. Andy muss ständig fürchten, enttarnt zu werden und ihr Leben zu verlieren. Chief Big Matt hat äußert brutale Methoden, die Loyalität seiner Leute zu testen. Das zeigt er auch bei seinem Umgang mit Andy und Ben, die sich schon bald näherkommen. Andy hilft Ben bei seiner Spurensuche nach den beiden Verschwundenen. Während die Polizei glaubt, dass Mutter und Sohn aus eigenem Antrieb weggegangen sind, vermutet Ben, dass seine Kollegen etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben. Mit Hilfe von Andy gewinnt er neue Erkenntnisse.
Erzählt wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen, abwechselnd aus Bens und Andys Perspektive. Jedes Mitglied der Gruppe hat hier eine dunkle Vergangenheit, die nicht ans Licht kommen soll, vor allem Big Matt, der bei 9/11 dabei war und durch eine Fehlentscheidung seine damaligen Kollegen im Stich gelassen hat. Die anfängliche enorme Spannung lässt später etwas nach und verliert sich in unzähligen Handlungsumschwüngen und immer neuen detailreichen Komplikationen, um dann zum Ende hin wieder rasant zuzunehmen. Mich hat der Thriller trotz seiner teils recht derben Sprache und einigen sehr gewalttätigen Szenen gefesselt, und ich habe ihn sehr zügig gelesen.
Erzählt wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen, abwechselnd aus Bens und Andys Perspektive. Jedes Mitglied der Gruppe hat hier eine dunkle Vergangenheit, die nicht ans Licht kommen soll, vor allem Big Matt, der bei 9/11 dabei war und durch eine Fehlentscheidung seine damaligen Kollegen im Stich gelassen hat. Die anfängliche enorme Spannung lässt später etwas nach und verliert sich in unzähligen Handlungsumschwüngen und immer neuen detailreichen Komplikationen, um dann zum Ende hin wieder rasant zuzunehmen. Mich hat der Thriller trotz seiner teils recht derben Sprache und einigen sehr gewalttätigen Szenen gefesselt, und ich habe ihn sehr zügig gelesen.
von buecherfan.wit - 2025-04-30 14:57:00
Eine sehr spezielle Crew von Feuerwehrleuten - 4 Sterne
Die Crew “Engine 99“ - bestehend aus Chief Big Matt, Engo, Jake und Ben – ist in New York City im Einsatz. Der Leser weiß von Anfang an, dass sie einen Teil der Brände selbst legen, um im allgemeinen Chaos dann Banken und Juweliergeschäfte und die Wohnungen an ihren Einsatzorten zu plündern. Die Polizei ist in inzwischen misstrauisch geworden, weil es oft kurze Zeit vor spektakulären Einbrüchen dort Brände gegeben hat. Benjamin Haig genannt Ben hat außerdem die Polizei durch einen Brief über ihre kriminelle Nebentätigkeit informiert, um im Gegenzug zu erreichen, dass die Polizei die Suche nach seiner verschwundenen Partnerin Luna und ihrem Sohn Gabriel wiederaufnimmt. Das FBI schickt daraufhin eine verdeckte Ermittlerin, die sich Andy Nearland nennt und Teil des Teams wird. Die Gruppe bereitet gerade ihren letzten großen Coup vor. Andy muss ständig fürchten, enttarnt zu werden und ihr Leben zu verlieren. Chief Big Matt hat äußert brutale Methoden, die Loyalität seiner Leute zu testen. Das zeigt er auch bei seinem Umgang mit Andy und Ben, die sich schon bald näherkommen. Andy hilft Ben bei seiner Spurensuche nach den beiden Verschwundenen. Während die Polizei glaubt, dass Mutter und Sohn aus eigenem Antrieb weggegangen sind, vermutet Ben, dass seine Kollegen etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben. Mit Hilfe von Andy gewinnt er neue Erkenntnisse.
Erzählt wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen, abwechselnd aus Bens und Andys Perspektive. Jedes Mitglied der Gruppe hat hier eine dunkle Vergangenheit, die nicht ans Licht kommen soll, vor allem Big Matt, der bei 9/11 dabei war und durch eine Fehlentscheidung seine damaligen Kollegen im Stich gelassen hat. Die anfängliche enorme Spannung lässt später etwas nach und verliert sich in unzähligen Handlungsumschwüngen und immer neuen detailreichen Komplikationen, um dann zum Ende hin wieder rasant zuzunehmen. Mich hat der Thriller trotz seiner teils recht derben Sprache und einigen sehr gewalttätigen Szenen gefesselt, und ich habe ihn sehr zügig gelesen.
Erzählt wird die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen, abwechselnd aus Bens und Andys Perspektive. Jedes Mitglied der Gruppe hat hier eine dunkle Vergangenheit, die nicht ans Licht kommen soll, vor allem Big Matt, der bei 9/11 dabei war und durch eine Fehlentscheidung seine damaligen Kollegen im Stich gelassen hat. Die anfängliche enorme Spannung lässt später etwas nach und verliert sich in unzähligen Handlungsumschwüngen und immer neuen detailreichen Komplikationen, um dann zum Ende hin wieder rasant zuzunehmen. Mich hat der Thriller trotz seiner teils recht derben Sprache und einigen sehr gewalttätigen Szenen gefesselt, und ich habe ihn sehr zügig gelesen.
von cosmea - 2025-04-30 14:56:00
Kein Pfeffer in der Teufelsküche - 3 Sterne
Andrea „Andy“ Nearland wird undercover auf eine Einheit der New Yorker Feuerwehr angesetzt. Die Männer werden verdächtigt während ihrer Einsätze Diebstähle im großen Stil zu begehen. Außerdem sollen sie am Tod mehrerer Personen mitschuldig sein. Andy muss allein gegen eine verschworene Mannschaft antreten, die hemmungslos alles aus dem Weg schafft, das sie bedroht.
Während sich die Männer als eingeschworene Familie präsentieren muss Andy sich erst das Vertrauen der Bande erkämpfen. Durch ihre Einsätze gewohnt schlüpft sie rasch in das Leben einer Feuerwehrfrau, stellt ihren Mann und holt sich den Respekt der Bande.
Der leitende FBI Offizier der Aktion will von Andy rasche Ergebnisse und zwingt sie zu einigen gefährlichen Konfrontationen. Ihre Situation in der Gruppe wird immer angreifbarer und die Geschehnisse führen alsbald zu einem lebensbedrohenden Einsatz.
Candice Fox ist hier ein mäßig spannender Thriller aus der Hand geflossen. Die Handlung in einer Feuerwache in New York anzusiedeln und als Agentin eine Frau zu verwenden sind zwei Pluspunkte in einer Geschichte, die sich – leider – sehr lange hinzieht. Auch die Rückblenden in das Leben der Ermittlerin bringen nur bedingt Spannung in den Handlungsverlauf, zeigen aber unter welchen Mühen eine Identität erarbeitet werden muss. Das ist auch das „highlight“ der Geschichte. Die Lebensläufe der männlichen Protagonisten werden teilweise sehr langwierig erzählt. Ich konnte für keinen der Männer Sympathie aufbringen. Insgesamt haben sich alle dazu entschlossen Verbrechen zu begehen, ihre Motivation – Liebe, Spielschulden, etc. – macht sie für mich nicht sympathischer.
Candice Fox hat mich mit ihrer ersten (Hades)Trilogie verführt, daher habe ich diesen Roman lesen wollen, muss aber gestehen, dass ich die „Teufelsküche“ nicht weiterempfehlen möchte. Sie ist ein solider Krimi, aber ich fand ihn nicht überragend spannend.
Für alle die einen Roman über das Leben einer Undercoveragentin lesen wollen. Die Handlung und die Protagonisten werden im Verlauf des Romans etwas langatmig präsentiert.
Während sich die Männer als eingeschworene Familie präsentieren muss Andy sich erst das Vertrauen der Bande erkämpfen. Durch ihre Einsätze gewohnt schlüpft sie rasch in das Leben einer Feuerwehrfrau, stellt ihren Mann und holt sich den Respekt der Bande.
Der leitende FBI Offizier der Aktion will von Andy rasche Ergebnisse und zwingt sie zu einigen gefährlichen Konfrontationen. Ihre Situation in der Gruppe wird immer angreifbarer und die Geschehnisse führen alsbald zu einem lebensbedrohenden Einsatz.
Candice Fox ist hier ein mäßig spannender Thriller aus der Hand geflossen. Die Handlung in einer Feuerwache in New York anzusiedeln und als Agentin eine Frau zu verwenden sind zwei Pluspunkte in einer Geschichte, die sich – leider – sehr lange hinzieht. Auch die Rückblenden in das Leben der Ermittlerin bringen nur bedingt Spannung in den Handlungsverlauf, zeigen aber unter welchen Mühen eine Identität erarbeitet werden muss. Das ist auch das „highlight“ der Geschichte. Die Lebensläufe der männlichen Protagonisten werden teilweise sehr langwierig erzählt. Ich konnte für keinen der Männer Sympathie aufbringen. Insgesamt haben sich alle dazu entschlossen Verbrechen zu begehen, ihre Motivation – Liebe, Spielschulden, etc. – macht sie für mich nicht sympathischer.
Candice Fox hat mich mit ihrer ersten (Hades)Trilogie verführt, daher habe ich diesen Roman lesen wollen, muss aber gestehen, dass ich die „Teufelsküche“ nicht weiterempfehlen möchte. Sie ist ein solider Krimi, aber ich fand ihn nicht überragend spannend.
Für alle die einen Roman über das Leben einer Undercoveragentin lesen wollen. Die Handlung und die Protagonisten werden im Verlauf des Romans etwas langatmig präsentiert.
von robertp - 2025-04-30 12:56:00
Bisschen viel Testosteron und toxische Männlichkeit - 4 Sterne
Candice Fox bedient als Autorin für meine Empfinden eine große Bandbreite an Themen, wodurch ihre Thriller für mich eigentlich immer interessant sind. Das New Yorker Setting rund um eine Feuerwehreinheit fand ich super spannend und war auch relativ schnell gefesselt von der Dreistigkeit und Perfidität der Truppe. Bis zum Schluss habe ich die Handlung fast schon fassungslos verfolgt. Echt starke geplottet.
Die Gruppe rund um die Feuerwehrmänner war schon schwierig im Handling, da bin ich ganz ehrlich. Ich mag diese zur Schau gestellte Männlichkeit und die ganzen sexuellen Anspielungen überhaupt nicht und die derbe Sprache innerhalb des Trupps war manchmal nicht so meins. Aber es passt natürlich zur Handlung und dem Setting.
Was ich an sich aber von Anfang an total cool fand war der Teamzusammenhalt, auch wenn er zu einen Teil auf den kriminellen Aktivitäten und der damit verbundenen Loyalität beruht.
Super spannend und irgendwann sogar interessant als die Haupthandlung um die kriminelle Einheit fand ich alles rund um Andys eigene Geschichte, ihren Werdegang und ihre Background Story. Ich bin zwar normalerweise kein Fan dieser Superhelden-Protagonisten, die jegliche Fähigkeiten und Spezialkenntnisse in sich vereinen, weil ich das immer irgendwie unauthentisch finde, aber sie ist so eine taffe, coole Protagonistin, dass ich sie trotzdem total mochte und wahnsinnig bewunderte.
Die Story entwickelt sich recht rasant, es tun sich verschiedene Hinweise und Nebenschauplätze auf. Mit der Enthüllung zum Ende hätte ich trotzdem im Leben nicht gerechnet. Das finale fühlte sich fast schon nach Kahlschlag an, passte aber richtig gut zum erst der Story. Das ende lässt außerdem eine Fortsetzung in Form weiterer Fälle vermuten, was mir sehr gefallen würde.
Abgesehen von der toxischen Maskulinität für mich ein sehr gelungener Thriller. Wie glaubwürdig diese Geschichte ist, sei mal dahingestellt, das war schon ganz schön dick aufgetragen. Da ich mich aber gut unterhalten gefühlt habe, kann ich das verzeihen.
Die Gruppe rund um die Feuerwehrmänner war schon schwierig im Handling, da bin ich ganz ehrlich. Ich mag diese zur Schau gestellte Männlichkeit und die ganzen sexuellen Anspielungen überhaupt nicht und die derbe Sprache innerhalb des Trupps war manchmal nicht so meins. Aber es passt natürlich zur Handlung und dem Setting.
Was ich an sich aber von Anfang an total cool fand war der Teamzusammenhalt, auch wenn er zu einen Teil auf den kriminellen Aktivitäten und der damit verbundenen Loyalität beruht.
Super spannend und irgendwann sogar interessant als die Haupthandlung um die kriminelle Einheit fand ich alles rund um Andys eigene Geschichte, ihren Werdegang und ihre Background Story. Ich bin zwar normalerweise kein Fan dieser Superhelden-Protagonisten, die jegliche Fähigkeiten und Spezialkenntnisse in sich vereinen, weil ich das immer irgendwie unauthentisch finde, aber sie ist so eine taffe, coole Protagonistin, dass ich sie trotzdem total mochte und wahnsinnig bewunderte.
Die Story entwickelt sich recht rasant, es tun sich verschiedene Hinweise und Nebenschauplätze auf. Mit der Enthüllung zum Ende hätte ich trotzdem im Leben nicht gerechnet. Das finale fühlte sich fast schon nach Kahlschlag an, passte aber richtig gut zum erst der Story. Das ende lässt außerdem eine Fortsetzung in Form weiterer Fälle vermuten, was mir sehr gefallen würde.
Abgesehen von der toxischen Maskulinität für mich ein sehr gelungener Thriller. Wie glaubwürdig diese Geschichte ist, sei mal dahingestellt, das war schon ganz schön dick aufgetragen. Da ich mich aber gut unterhalten gefühlt habe, kann ich das verzeihen.
von Lies_ein_Buch - 2025-04-27 19:21:00
Gefährliche Feuerwehr - 4 Sterne
Im Mittelpunkt des neuen Thrillers von Candice Fox steht eine Elite-Einheit der New Yorker Feuerwehr, die "Engine 99", die schon länger im Fokus der Polizei steht. Als LeserIn ist man sich sicher, denn wir haben einen Wissensvorsprung. Doch auch die Polizei ist misstrauisch geworden bei der Einheit von Chief Big Matt, Engo, Jake und Ben. Außerdem hat Ben sich direkt an die Polizei gewandt, weil er befürchtet, dass seine Einheit etwas mit dem Verschwinden seiner Partnerin Luna sowie ihrem Sohn zu tun hat. Deshalb wird Andy undercover eingeschleust, doch der Chief ist nicht so leichtgläubig und macht anderen gerne das Leben schwer.
Recht verwickelt, unterschiedliche Zeitebenen und die Perspektiven von Ben und Andy - man muss gut aufpassen, damit einem bei der Lektüre nichts entgeht, was noch eine Bedeutung haben könnte.
Typisch für Candice Fox ist auch der derbe Sprachgebrauch, dafür wird hier wieder Spannung auf einem hohen Niveau geboten.
Recht verwickelt, unterschiedliche Zeitebenen und die Perspektiven von Ben und Andy - man muss gut aufpassen, damit einem bei der Lektüre nichts entgeht, was noch eine Bedeutung haben könnte.
Typisch für Candice Fox ist auch der derbe Sprachgebrauch, dafür wird hier wieder Spannung auf einem hohen Niveau geboten.
von lectrice - 2025-04-27 18:11:00
Jedem seine ganz private Hölle - 4 Sterne
Voller Begeisterung und in der Hoffnung, von Flammen der Spannung quasi verbrannt zu werden, war ich doch einigermaßen ernüchtert, als ich die ersten Seiten las. Die Story entwickelte nicht den erwarteten Sog, den schon so manch anderer Thriller bei mir ausgelöst hat. Die Geschichte ist lesenswert, ohne Frage, aber der "Thrill" fehlt mir.
Die Charaktere sind sehr gut getroffen, die verkorksten, verbrecherischen Männer in ihrer Toxizität ansprechend. Die Sprache passt zum Milieu, sie unterstreicht das Derbe der Fire-Fighter.
Fox ist es hervorragend gelungen, die Ambivalenz der Härte zu der emotionalen Komponente des Berufs Feuerwehrmann herzustellen. Menschliche Schicksale und die Last der eigenen Existenz, in der vieles schief gegangen ist, treffen in den Protagonisten zusammen. Die Verzweiflung am eigenen Schicksal lässt Menschen ungewöhnliche Wege einschlagen, die Schwere der eigenen Seele zu ertragen.
In diesem Falle Mord und andere Verbrechen auf Kosten unschuldiger Zivilisten.
Fox zeichnet in aktiver Handlung der Personen auf, wie die Menschen an sich und dem was sie gemacht haben wachsen oder zerbrechen.
Diverse Handlungsstränge werden miteinander verknüpft, Vergangenheit und Gegenwart sind gleichermaßen Teil der Geschichte.
Das, was den Protagonisten zustößt sprengt nicht unbedingt die Grenzen der menschlichen Fähigkeit, Dinge zu ertragen. Sie leiden, zerbrechen aber an anderen Dingen.
Devil's Kitchen ist ein sehr gut gewählter Titel, weil die Hölle des Teufels viel Feuer enthält und der übertragene Sinn sich wunderbar in den Plot einfügt.
Die Charaktere sind sehr gut getroffen, die verkorksten, verbrecherischen Männer in ihrer Toxizität ansprechend. Die Sprache passt zum Milieu, sie unterstreicht das Derbe der Fire-Fighter.
Fox ist es hervorragend gelungen, die Ambivalenz der Härte zu der emotionalen Komponente des Berufs Feuerwehrmann herzustellen. Menschliche Schicksale und die Last der eigenen Existenz, in der vieles schief gegangen ist, treffen in den Protagonisten zusammen. Die Verzweiflung am eigenen Schicksal lässt Menschen ungewöhnliche Wege einschlagen, die Schwere der eigenen Seele zu ertragen.
In diesem Falle Mord und andere Verbrechen auf Kosten unschuldiger Zivilisten.
Fox zeichnet in aktiver Handlung der Personen auf, wie die Menschen an sich und dem was sie gemacht haben wachsen oder zerbrechen.
Diverse Handlungsstränge werden miteinander verknüpft, Vergangenheit und Gegenwart sind gleichermaßen Teil der Geschichte.
Das, was den Protagonisten zustößt sprengt nicht unbedingt die Grenzen der menschlichen Fähigkeit, Dinge zu ertragen. Sie leiden, zerbrechen aber an anderen Dingen.
Devil's Kitchen ist ein sehr gut gewählter Titel, weil die Hölle des Teufels viel Feuer enthält und der übertragene Sinn sich wunderbar in den Plot einfügt.
von Skanus - 2025-04-23 12:03:00


