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Rezensionen

Flora Brimble und der verlorene Frühling
Fantasy-Schmöker mit spannender Quest

Autor: Marcus Raffel

Erschienen 2026 bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
ISBN 978-3-522-18879-1
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Fantasievoll, schrullig und ein klein wenig düster - 4 Sterne

Flora ist ein Mädchen, dass sich am Liebsten mit seiner besonderen Schreibfeder und Tinte beschäftigt und Geschichten über ihre (fiktive) Heldin Harriet zu schreiben. Nachdem ihr Vater schwerkrank ist und der Winter nicht weichen will, macht sie sich auf in den Wald, um ihren Großvater um Rat zu fragen. Dieser schrullige Kerl ermutigt sie, die Maikönigin zu suchen, um sie zu fragen, wo denn der Frühling bleibt. Es beginnt eine fantasievolle und ungewöhnliche Reise mit allerhand außergewöhnlichen Begegnungen.

"Flora Brimble und der verlorene Frühling" ist eine äußerst fantastische Geschichte, die mit großem Ideenreichtum, äußerst schrulligen Charakteren und unerwarteten Wendungen auftrumpft. Während des Lesens staunte ich über die vielen abstrus-humorigen Ideen, die der Autor an den Tag legt und seinen Charakteren auf den Leib geschrieben hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr märchenhaft, auch weil in der Geschichte klassische Märchen-Charaktere wie ein Kobold, sprechende Tiere und eine Hexe auftauchen und stets ein moralischer Kompass mitschwingt. Ich persönlich würde deshalb das Buch eher als fantasievolles Märchen bezeichnen, als einen Fantasyroman, muss aber auch zugeben, dass ich bislang nur wenige Fantasybücher gelesen habe.

Teilweise war mir das Buch an Ideenvielfalt etwas zu viel und ich empfand es als überladen und langatmig, was zur Folge hatte, dass ich immer wieder eine Lesepause einlegte. Stellenweise sind Atmosphäre und Handlung auch sehr düster, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob die Altersempfehlung ab 10 Jahren nicht ein wenig in die Höhe geschraubt werden sollte.

Sehr schön empfand ich das gegenseitige Betrachten von Flora und ihrer erdachten Figur Harriet, die im Laufe des Buches zum Leben erweckt wird. Beide spiegeln füreinander das, wovon sie sich für sich selbst mehr wünschen. Im Prinzip gibt das Buch den Lesenden mit, dass es sich lohnt, an sich zu glauben - auch daran, dass man Eigenschaften in sich trägt, die man sich selbst gar nicht zutraut. Außerdem sehe ich es auch als Plädoyer für Fantasie und Kreativität, die man niemals vernachlässigen soll.

Mein Fazit: "Flora Brimble" ist eine fantasievolle und ideenreiche Geschichte über ein vom Schicksal gezeichnetes Mädchen, dass sich mit schrulligen Begleitern in ein märchenhaftes Abenteuer begibt und dabei allerhand fantastische und unerwartete Ereignisse zu bewältigen hat. Stellenweise wirkt das Buch ob der zahlreichen, kreativen Ideen etwas überladen, nichtsdestotrotz lohnt es sich die fabelhaften Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten.
von Kwinsu - 2026-06-24 01:10:00

Flora Brimble und der verlorene Frühling - 5 Sterne

Testleserin SARAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Haiming)

In Rye will der Frühling einfach nicht kommen, deshalb macht sich Flora auf den Weg die Maikönigin zu finden.
Auf dem Weg erlebt sie spannende Abenteuer. Zum Beispiel lernt sie Harriet, die Hauptfigur für Floras Buch, kennen, wird von der bösen Hexe Ych verhext und weiteres.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist sehr spannend und ich hatte es innerhalb kurzer Zeit gelesen. Ich fand es toll, dass das Buch in 3 Teile gegliedert ist (1. Teil Flora, 2. Teil Harriet, 3. Teil Flora und Harriet).
Das Buch ist leicht geschrieben, ab und zu waren jedoch schwere Wörter darin.
von Tyrolia Testleser:in aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2026-06-20 11:43:52

Flora - 5 Sterne

An diesem Buchcover konnte ich einfach nicht vorbei laufen. Es ist einfach wunderschön gestaltet und passt einfach perfekt zum Buch.

Die Geschichte ist märchenhaft, magisch und spannend.

Flora zieht los um den Frühling zurück zu holen, denn in ihrem Dorf will der Winter einfach nicht enden. Daher zieht Flora los um die Maikönigin zu finden, die Einzige die die Lösung weiß. Auf ihrem Weg dorthin trifft sie allerlei magische Wesen die sie auf ihrem Weg begleiten.

Flora Brimble ist ein Buch in das ich einfach versunken bin und mich in eine magische Märchenwelt versetzt hat. Obwohl es ein Kinderbuch ist, habe ich es genauso gerne gelesen wie meine Kinder.
Flora ist schon eine tolle Heldin, aber als dann noch die von ihr erfundene Heldin auftaucht wird es noch einmal richtig spannend.

Ein Buch für alle Fans von magischen Welten in den vielleicht etwas merkwürdige Helden ein fantastisches Abenteuer erleben.
von Philiene - 2026-06-08 19:06:00

Zu märchenhaft und zu düster - 3 Sterne

Eine Geschichte, die in dem englischen Dorf Rye beginnt - hier wohnt Flora Brimble.
Flora liebt es, Geschichten zu schreiben. Eines Tages findet sie sich selbst inmitten einer solchen wieder, nachdem der Winter einfach nicht mehr enden wollte und sie loszog, um den Frühling zu suchen. Nur die Maikönigin kann ihn zurückbringen - also muss Flora die Maikönigin finden. Auf ihrer Reise und Suche ist Flora nicht alleine, denn sie begegnet u.a. einem anderen Mädchen, Harriet, einem Kobold und einem Eichhörnchen.
Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel müssen sie Dunkelheit und Kälte und eine entsprechende Gegnerin besiegen ...
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"Flora Brimble" ist ein Buch, auf das wir uns sehr gefreut hatten und das wir so gerne geliebt hätten, das uns letztlich aber leider nicht wirklich überzeugen und begeistern konnte.
Das Cover ist wunderschön, ebenso die Illustrationen zu Beginn eines jeden Kapitels, die Leseprobe war so gut ... vielleicht waren die Erwartungen dadurch zu hoch.
Marcus Raffels Schreibstil ist wirklich großartig - er hat mir als Erwachsener mit am besten an diesem Buch gefallen. Raffel schreibt anspruchsvoll, aber doch angenehm und flüssig lesbar, und sein Schreibstil macht diese Geschichte unglaublich atmosphärisch und bildhaft.
Die Figuren sind gelungen, v.a. Flora und Harriet sowie das Eichhörnchen.
Der Beginn der Geschichte, der in Rye spielt, hat uns noch richtig gut gefallen, aber leider änderte sich das dann schnell.
Uns war die Geschichte insgesamt erstens zu märchenhaft, was uns schon nicht gefallen hat. Wenn man Märchen lesen will, greift man zu einem Märchen, wenn man andere Geschichten lesen will, greift man zu anderen Büchern ... wir haben nicht erwartet und nicht damit gerechnet, dass "Flora Brimble" so sehr einem Märchen ähnelt.
Zweitens ist die Geschichte leider auch sehr düster. Schon mir war das zu viel, den Kindern noch mehr.
Das Buch wird ab 10 Jahren empfohlen ... ich bin nicht sicher, ob dieses empfohlene Lesealter wirklich passt. Man sollte das sehr individuell entscheiden. Ich kenne viele Kinder, denen ich dieses Buch nicht schon mit 10 Jahren geben würde. Wenn, dann nur, wenn man darüber spricht oder gleich zusammen liest - aber selbst zum Vorlesen wäre das für viele Kinder, die ich kenne, zu früh. Man sollte das Buch also am besten zuerst selbst lesen und dann entscheiden, wann man es seinen Kindern vorlesen oder geben möchte.
Wir waren also leider eher enttäuscht von "Flora Brimble" und landen bei 3-3,5 Sternen.
Fantasy, Magie, Freundschaft, Licht und Schatten, Angst und Mut, Menschen, Tiere und Natur, Spannung, Gefahr und ein großes Abenteuer stehen hier im Mittelpunkt.

von Cellissima - 2026-05-04 22:46:00

Graue Welt - 3 Sterne

In Rye will der Frühling nicht kommen und die Stimmung der Dorfbewohner leidet, vor allem die von Flora Brimble, die nicht nur den Frühling herbeisehnt, sondern auch hofft, dass der Frühling ihrem Vater Gesundheit mitbringt. An ihrem Geburtstag kauft Flora sich magische Tinte, um die Geschichte ihrer Heldin Harriet weiterschreiben zu können. Nichts ahnend, dass damit ihr größtes Abenteuer beginnt und sie sich auf die Suche nach der Maikönigin macht. Kann Flora den Frühling zurückbringen?

Flora Brimble und der verlorene Frühling von Marcus Raffel richtet sich an Kinder ab zehn Jahren. An dem Punkt beginnt meine erste Kritik, denn meine Mitleserin (11 Jahre) hat sich sehr schnell vom Buch abgewendet, der Schreibstil war ihr zu langweilig und die Geschichte dadurch zäh. Dieses Lesegefühl kann ich sehr gut verstehen, obwohl mir der Schreibstil ausgesprochen gut gefallen hat und ich mich vor allem zu Beginn sehr an den Erzähler aus dem Film ‚Lemony Snicket - rätselhafte Ereignisse‘ zurückerinnert fühlte, dennoch hat er sich nicht passend für das Alter der Rezipienten angefühlt. Mir gefiel jedoch der spitze Humor, die Phasen bei denen sich die Geschichte direkt an mich als Leserin wendet und auch die fantastischen Begleiter Floras.

Die Geschichte selbst ist durchaus spannend, wenn man den Schreibstil mag und in die Welt von Flora eintauchen kann. Zwischenzeitlich wird es auch sehr düster und der Perspektivwechsel kann für Irritationen sorgen. Nicht besonders gut gefallen hat mir, dass Harriet sehr häufig nur als ‚das rothaarige Mädchen‘ bezeichnet wurde, äußerliche Merkmale - in dieser Häufigkeit - als Synonym für Harriet zu verwenden, finde ich vor allem in Kinder- und Jugendbüchern schwierig. Auch empfand ich die Geschichte an manchen Stellen als etwas unrund bzw. zu hektisch, aufgrund ständiger Settingwechsel und dem Gefühl durch diese durchzurasen.

Am Ende hätte ich Flora Brimble und der verlorene Frühling vermutlich dennoch 4 Sterne gegeben, weil ich als Erwachsene meinen Spaß an der Geschichte habe. Im Anbetracht des Alters der Zielgruppe sind es jedoch nur 3 und vielleicht sollten Kinder erstmal die Leseprobe lesen, um ein Gefühl für den Schreibstil zu bekommen.
von Anndlich - 2026-04-21 09:15:00

Eine fantastische Reise - 4 Sterne

Der Winter in einem kleinen englischen Küstenort will einfach nicht weichen, deshalb macht sich Flora auf die Suche nach dem Frühling und auf den Weg in ein fantasievolles Abenteuer.
Dieses Buch hat mich in eine Welt entführt, die nach Stachelbeerkompott schmeckt und voller magischer Wesen steckt. Besonders die herrlich skurrilen Namen der Figuren haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Die Botschaften von Hoffnung, Freundschaft und Vertrauen sind warmherzig verwoben – und mein absolutes Highlight: das sprechende Eichhörnchen Parzival ist einfach zum Verlieben.
Der Schreibstil ist flüssig und altersgerecht, an manchen Stellen aber überraschend düster und vielleicht etwas anspruchsvoll für die jüngere Zielgruppe. Durch die vielen Wendungen und die Fülle an Magiewesen muss man sehr aufmerksam lesen, es passiert wirklich viel in kurzer Zeit. Manchmal fast zu viel, denn einige Handlungen rauschen ziemlich hektisch vorbei.
Ich habe Flora und ihre Freunde sehr gern auf dieser fantasievollen, magischen Suche nach dem Frühling sehr gern begleitet.
von gerlisch - 2026-04-06 10:24:00

Eine seltsame Mischung - 2 Sterne

Die Gestaltung des Buches gibt zugegebenermaßen viel her und spricht auch Kinder sehr an, inhaltlich hatte ich aber etwas zu kämpfen. Dieses Buch hat einige philosophische Tiefen, zugleich aber wirkt der Schreibstil plump und die Handlungen in sich willkürlich. Manche Elemente sind immer wiederkehrend, andere entwickeln sich aus dem nichts heraus. Und viele Situationen wurden vereinfacht beschrieben und zu rasch gelöst, was den Spannungsbogen deutlich herabsetzte. Ja, dieses Buch ist speziell und diese Art der Erzählung mag msn oder auch nicht. Ich selbst aber hatte zunehmend Schwierigkeiten mich in die Geschichte, in ihre Personen und Welten hineinzuversetzen. Die Intentionen mancher Figuren konnte ich nicht so recht nachvollziehen und vieles wird auch einfach als gegeben angesehen und nicht weiter erklärt. Dabei hätte genau dies viel Klarheit bringen können.
Die Grundstimmung wirkt düster, aber auch etwas märchenhaft entrückt, aber es holte mich einfach nicht ab. Und ich bezweifele auch, dass viele Kinder daran Freude haben werden. Schade
von Anno - 2026-04-01 23:17:00

Sprache magisch, Inhalt etwas langatmig, viele philosophische Botschaften - 3 Sterne

Der Roman „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel ist ein märchenhaftes und zugleich sehr philosophisches Buch, das immer wieder zum Nachdenken anregt. Die Handlung ist in drei Teile gegliedert, in denen unterschiedliche Hauptprotagonisten im Mittelpunkt stehen. Das Cover des Buches und der Farbschnitt gefallen mir sehr sehr gut, da mich die Darstellung von Flora an Wednesday erinnert.
Inhaltlich greift das Buch große Themen wie Freundschaft, Hoffnung und Mut auf. Diese werden nicht nur durch die Handlung, sondern auch durch zahlreiche nachdenkliche Passagen vermittelt. Besonders hervorzuheben sind die sprachlichen Bilder, die der Autor verwendet: Sie verleihen der Geschichte eine poetische Atmosphäre und machen viele Szenen sehr anschaulich.
Begleitet werden die Figuren von fabelhaften Nebencharakteren, darunter das Eichhörnchen Parzival und der Kobold Grisold. Parzival ist eine humorvolle Figur, die im Nachhinein stets behauptet, alles bereits gekonnt zu haben. Grisold wiederum besitzt die besondere Eigenschaft, dass sich seine Kleidung automatisch den Orten anpasst, an denen er sich befindet. Diese Idee ist zunächst sehr charmant und originell gedacht. Mit der Zeit wirkt sie jedoch etwas eintönig, da der wiederholte Kleiderwechsel des Kobolds keinen tieferen erzählerischen Nutzen entfaltet.
Neben den inhaltlichen und bildsprachlichen Stärken sind mir aber auch vereinzelte Rechtschreibfehler aufgefallen, beispielsweise auf Seite 298 („Scheller“ statt „Schneller“). Auch wird auf Seite 163 mit der Formulierung „…die sich grade gar nicht heldenhaft vorkamen…“ Umgangssprache verwendet, was im Kontext des sonst eher poetischen Stils etwas herausfällt.
Darüber hinaus empfand ich das Buch in manchen Abschnitten als recht langatmig. Gerade die philosophischen Passagen verlangen eine gewisse Aufnahmebereitschaft und wirken nur dann wirklich eindrucksvoll, wenn man sich in der passenden Stimmung befindet.
Insgesamt bietet „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ viele schöne Ideen, starke Bilder und nachdenkliche Botschaften, weist jedoch auch einige Längen und kleinere formale Schwächen auf. Daher vergebe ich insgesamt 3 von 5 Sternen.
von Kanielvörb - 2026-03-23 08:11:00

Sprache magisch, Inhalt etwas langatmig, viele philosophische Botschaften - 3 Sterne

Der Roman „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ von Marcus Raffel ist ein märchenhaftes und zugleich sehr philosophisches Buch, das immer wieder zum Nachdenken anregt. Die Handlung ist in drei Teile gegliedert, in denen unterschiedliche Hauptprotagonisten im Mittelpunkt stehen. Das Cover des Buches und der Farbschnitt gefallen mir sehr sehr gut, da mich die Darstellung von Flora an Wednesday erinnert.
Inhaltlich greift das Buch große Themen wie Freundschaft, Hoffnung und Mut auf. Diese werden nicht nur durch die Handlung, sondern auch durch zahlreiche nachdenkliche Passagen vermittelt. Besonders hervorzuheben sind die sprachlichen Bilder, die der Autor verwendet: Sie verleihen der Geschichte eine poetische Atmosphäre und machen viele Szenen sehr anschaulich.
Begleitet werden die Figuren von fabelhaften Nebencharakteren, darunter das Eichhörnchen Parzival und der Kobold Grisold. Parzival ist eine humorvolle Figur, die im Nachhinein stets behauptet, alles bereits gekonnt zu haben. Grisold wiederum besitzt die besondere Eigenschaft, dass sich seine Kleidung automatisch den Orten anpasst, an denen er sich befindet. Diese Idee ist zunächst sehr charmant und originell gedacht. Mit der Zeit wirkt sie jedoch etwas eintönig, da der wiederholte Kleiderwechsel des Kobolds keinen tieferen erzählerischen Nutzen entfaltet.
Neben den inhaltlichen und bildsprachlichen Stärken sind mir aber auch vereinzelte Rechtschreibfehler aufgefallen, beispielsweise auf Seite 298 („Scheller“ statt „Schneller“). Auch wird auf Seite 163 mit der Formulierung „…die sich grade gar nicht heldenhaft vorkamen…“ Umgangssprache verwendet, was im Kontext des sonst eher poetischen Stils etwas herausfällt.
Darüber hinaus empfand ich das Buch in manchen Abschnitten als recht langatmig. Gerade die philosophischen Passagen verlangen eine gewisse Aufnahmebereitschaft und wirken nur dann wirklich eindrucksvoll, wenn man sich in der passenden Stimmung befindet.
Insgesamt bietet „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ viele schöne Ideen, starke Bilder und nachdenkliche Botschaften, weist jedoch auch einige Längen und kleinere formale Schwächen auf. Daher vergebe ich insgesamt 3 von 5 Sternen.
von Kanielvörb - 2026-03-23 08:08:00

Märchenhafte Fantasy mit Tiefgang - 4 Sterne

Marcus Raffels Roman „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ handelt von dem 13-jährigen Mädchen Flora und ihrer Suche nach der Maikönigin, um den Frühling zurückzubringen und damit die Hoffnung. Auf ihrer Reise begegnet sie fantastischen und ungewöhnlichen Wesen.

Dieses spezielle Kinderbuch kann man nicht in die klassische Fantasy für Kinder einordnen – es ist viel mehr als das. Die Grenzen der Wirklichkeit verschwimmen zwar, und das macht es gerade so interessant, aber gleichzeitig vernetzt sich die Geschichte über den Text hinaus mit tiefgreifenden Themen, die über Mut, Freundschaft und dem Bewahren der Umwelt hinausgehen. Neben der großartig fantasievollen Handlung fällt die poetische und philosophische Erzählweise auf, die auch herausfordernd sein kann. Das macht „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ jedoch auch für erwachsene Leser:innen interessant. Trotz auflockerndem Humor, dringt immer mal wieder die Schwere an die Oberflächliche, aber es wird nie zu finster. Kinder, die konzentriert lesen und mehr erwarten, als eine spannende Geschichte, kommen hier auf ihre Kosten. Wir hatten zwar etwas anderes erwartet, aber diese märchenhafte Zusammensetzung ist gelungen.
Perfekt, wenn man ein Kinderbuch mit Tiefgang, Naturverbundenheit und viel Fantasie sucht, dass sich vom Rest abhebt und anregend fordernd ist.
von Kokoloreslot - 2026-03-06 12:11:00