Rezensionen
Waldmann
Flucht in den Tod | Wer Tatort schaut, wird Waldmann lieben
Autor: Thomas Ziebula
Erschienen 2025 bei Ullstein TB
ISBN 978-3-548-06908-1
Falsche Versprechen - 5 Sterne
Ich habe die historische Krimireihe um Kriminalinspektor Paul Stainer mit großer Begeisterung gelesen und war gespannt auf einen aktuellen Krimi aus der Feder des Autors.
Waldmann. Vor sieben Jahren ist seine Frau während eines Urlaubs spurlos verschwunden. Jetzt kehrt der Kommissar zurück in die Bonner Mordkommission. Immernoch verfolgen ihnen die Schatten von damals und die Skepsis unter den Kollegen ist da, ob er der Aufgabe gewachsen ist.
Er lässt sich nicht unterkriegen und setzt alles daran den aktuellen Fall aufzuklären, der ihn in gewissser Weise auch privat beschäftigt. Ihm zur Seite steht Pia Luninger, eine Journalistin, die auf eigene Faust ermittelt. Beide kommen den Verbrechern näher, was nicht ungefährlich ist und für aufregende Momente sorgt.
Ein spannender Krimi, der mich gleich abgeholt und mitgenommen hat. Dafällt es schwer, dass Buch mal zur Seite zu legen. Das Thema Zwangsprostitution, ukrainische Flüchtlingsfrauen und Menschenhandel wurde hier aufgegriffen und gut eingearbeitet.
Die verschiedenen Perspektivwechsel sind perfekt, um sich ein umfassendes Bild von allen Seiten machen zu können. Dank der gut skizzierten Charaktere wirkt die Geschichte sehr real und umso glaubhafter. Waldmann ist kein Typ von der Stange. Er ist nicht immer einfach, auch schon mal neben der Spur. Aber er ist authentisch und seine Rolle wirkt glaubwürdig.
Ich würde mich freuen, wenn es noch eine oder mehrere Fortsetzungen geben würde. Denn noch ist Waldmanns Geschichte nicht aus erzählt.
Waldmann. Vor sieben Jahren ist seine Frau während eines Urlaubs spurlos verschwunden. Jetzt kehrt der Kommissar zurück in die Bonner Mordkommission. Immernoch verfolgen ihnen die Schatten von damals und die Skepsis unter den Kollegen ist da, ob er der Aufgabe gewachsen ist.
Er lässt sich nicht unterkriegen und setzt alles daran den aktuellen Fall aufzuklären, der ihn in gewissser Weise auch privat beschäftigt. Ihm zur Seite steht Pia Luninger, eine Journalistin, die auf eigene Faust ermittelt. Beide kommen den Verbrechern näher, was nicht ungefährlich ist und für aufregende Momente sorgt.
Ein spannender Krimi, der mich gleich abgeholt und mitgenommen hat. Dafällt es schwer, dass Buch mal zur Seite zu legen. Das Thema Zwangsprostitution, ukrainische Flüchtlingsfrauen und Menschenhandel wurde hier aufgegriffen und gut eingearbeitet.
Die verschiedenen Perspektivwechsel sind perfekt, um sich ein umfassendes Bild von allen Seiten machen zu können. Dank der gut skizzierten Charaktere wirkt die Geschichte sehr real und umso glaubhafter. Waldmann ist kein Typ von der Stange. Er ist nicht immer einfach, auch schon mal neben der Spur. Aber er ist authentisch und seine Rolle wirkt glaubwürdig.
Ich würde mich freuen, wenn es noch eine oder mehrere Fortsetzungen geben würde. Denn noch ist Waldmanns Geschichte nicht aus erzählt.
von Leser - 2026-06-04 11:57:00
Gefährliche Reportagen und Ermittlungen - 5 Sterne
Kommissar Waldmann macht Urlaub mit seiner Familie in Nigeria. Seine Frau Maria verschwindet vor seinen Augen in Lagos ohne jeder Spur. Waldmann ist tief traumatisiert , bis er dann Jahre später, nach einigen psychischen Ausnahmezuständen wieder einen Job in Bonn annimmt. Doch die neuen Einsätze rund um den Menschenhandel und Zwangsprostitution nehmen ihn stark mit. Er leidet an Panikattacken, insgesamt wirkt er nicht besonders stabil. Unterstütz bei seinen gefährlichen Einsätzen und Recherchen wird er von der Journalistin Pia, die hier eine wichtige Rolle einnimmt, aber auch die Fluchthelferin Sue, die zu recht unkonventionellen Methoden greift, um den entführten ukrainischen Frauen zu helfen, gerät in Gefahr.
Der Autor schreibt ziemlich detailreich, an Brutalität wird auch nicht gespart. Man bekommt beim Lesen der Geschichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven verfasst ist, oft das Gefühl, direkt am Ort des Geschehens zu sein. Der Kriminalroman wurde raffiniert geschrieben und die aktuellen Fragen unserer Zeit werden hier recht klug und unterhaltsam auf den Punkt gebracht.
Spannende Unterhaltung, die ich weiter empfehlen kann.
Der Autor schreibt ziemlich detailreich, an Brutalität wird auch nicht gespart. Man bekommt beim Lesen der Geschichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven verfasst ist, oft das Gefühl, direkt am Ort des Geschehens zu sein. Der Kriminalroman wurde raffiniert geschrieben und die aktuellen Fragen unserer Zeit werden hier recht klug und unterhaltsam auf den Punkt gebracht.
Spannende Unterhaltung, die ich weiter empfehlen kann.
von Annaja - 2026-04-22 08:51:00
Menschanhandel - 5 Sterne
Zu meinen Lieblingsbüchern gehören die der historische Leipziger Krimireihe um Inspektor "Paul Steiner".
Jetzt gibt es eine neue Reihe des Autors, die in die Gegenwart führt. Auch wenn er uns dieses Mal in eine völlig andere Zeit mitnimmt, ist es nicht weniger spannend und aufregend!
Kommissar Johannes Waldmann, im Dienst der Bonner Mordkommission unterwegs, bekommt es nach seiner Rückkehr mit dem Mordfall an einem Lokalpolitiker zu tun. Das dieser große Kreise ziehen wird ahnt er da noch nicht.
Eine interessante Buchfigur, die mit einem privaten Trauma zu kämpfen hat und nicht zwangsläufig als Sympathieträger herhält. Ganz im Gegenteil, aber gerade das macht ihn so besonders und authentisch.
Die komplexe Geschichte, deren Handlungsstränge nach und nach zusammenführen, ist gut durchdacht und vom Thema her auch sehr aktuell und erschreckend real.
Spannungsgeladen, rasant, aber auch ruhig in gewissen Momenten. Die Einflechtung von Waldmanns Vergangenheit und seine persönlichen Probleme reihen sich perfekt ins Geschehen ein und macht ihn menschlich.
Ein Kriminalroman, ehrlich, klar und absolut fesselnd!
Jetzt gibt es eine neue Reihe des Autors, die in die Gegenwart führt. Auch wenn er uns dieses Mal in eine völlig andere Zeit mitnimmt, ist es nicht weniger spannend und aufregend!
Kommissar Johannes Waldmann, im Dienst der Bonner Mordkommission unterwegs, bekommt es nach seiner Rückkehr mit dem Mordfall an einem Lokalpolitiker zu tun. Das dieser große Kreise ziehen wird ahnt er da noch nicht.
Eine interessante Buchfigur, die mit einem privaten Trauma zu kämpfen hat und nicht zwangsläufig als Sympathieträger herhält. Ganz im Gegenteil, aber gerade das macht ihn so besonders und authentisch.
Die komplexe Geschichte, deren Handlungsstränge nach und nach zusammenführen, ist gut durchdacht und vom Thema her auch sehr aktuell und erschreckend real.
Spannungsgeladen, rasant, aber auch ruhig in gewissen Momenten. Die Einflechtung von Waldmanns Vergangenheit und seine persönlichen Probleme reihen sich perfekt ins Geschehen ein und macht ihn menschlich.
Ein Kriminalroman, ehrlich, klar und absolut fesselnd!
von Lesender - 2026-03-27 13:13:00
Spannender Auftakt - 5 Sterne
Da ich bereits einige Bücher von Autor Thomas Ziebula mit großem Interesse und Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich auch wieder gespannt auf sein neues Werk. Ein neuer Protagonist, von dem ich gerne noch öfter lesen würde. Waldmann, wie auch das Buch heißt, ist ein interessanter Charakter, den man gerne begleitet. Der Untertitel "Flucht in den Tod" ist leider Programm. Auch in Anbetracht der aktuellsten Ereignisse war mir das Buch manchmal fast zu realistisch, aber so ist die Welt nun mal.
Auch in diesem Buch ist es Thomas Ziebula wieder gelungen, eine spannende Geschichte zu erzählen, mit Protagonisten, mit denen man mitfiebert. Er nimmt seine Leser mit auf lebensgefährliche Reise, die nicht für alle gut enden wird. Ich möchte nicht zuviel über den Inhalt verraten, um nicht zu spoilern.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, sind die drei Hauptfiguren, die auch schon im Klappentext genannt werden. Durch sie erleben wir die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und ich konnte mit jeder Figur mitfühlen und oft auch sehr gut nachvollziehen, was sie bewegt und zu ihren Handlungen treibt. So kommt man recht schnell durch das Buch, das lange nachhallt. Gerade weil es Fiktion ist, aber auch sehr nah an der Realität ist. Man fragt sich, was alles so im eigenen Umfeld passiert - was man selbst nicht mitbekommt.
Gerne würde ich mehr von Waldmann lesen und ihn noch ein Stück weiter begleiten, wenn er seinen nicht einfachen Lebensweg beschreitet! Für mich ein toller und spannender Auftakt und wieder eine gelungene Lektüre!
Auch in diesem Buch ist es Thomas Ziebula wieder gelungen, eine spannende Geschichte zu erzählen, mit Protagonisten, mit denen man mitfiebert. Er nimmt seine Leser mit auf lebensgefährliche Reise, die nicht für alle gut enden wird. Ich möchte nicht zuviel über den Inhalt verraten, um nicht zu spoilern.
Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, sind die drei Hauptfiguren, die auch schon im Klappentext genannt werden. Durch sie erleben wir die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und ich konnte mit jeder Figur mitfühlen und oft auch sehr gut nachvollziehen, was sie bewegt und zu ihren Handlungen treibt. So kommt man recht schnell durch das Buch, das lange nachhallt. Gerade weil es Fiktion ist, aber auch sehr nah an der Realität ist. Man fragt sich, was alles so im eigenen Umfeld passiert - was man selbst nicht mitbekommt.
Gerne würde ich mehr von Waldmann lesen und ihn noch ein Stück weiter begleiten, wenn er seinen nicht einfachen Lebensweg beschreitet! Für mich ein toller und spannender Auftakt und wieder eine gelungene Lektüre!
von Streiflicht - 2026-03-15 12:09:00
Sklavenhandel im 21.Jahrhundert - Wenn der Mensch zur Ware wird - 5 Sterne
" Waldmann - Flucht in den Tod " ist der Start einer neuen Krimireihe von Thomas Ziebula, einem Autor, der das Krimimilieu beherrscht, durch hervorragende Recherche- Arbeit überzeugt und brisante gesellschaftsrelevante Themen anpackt.
Das Buch ist im Januar 2026 bei Ullstein erschienen.
In Bonn verschwindet eine junge Ukrainerin und ein Mann der Öffentlichkeit wird im Appartement der Verschwundenen tot aufgefunden.
Das ist die Ausgangssituation für Hauptkommissar Johann Waldmann, der nach einer langen Auszeit, wieder zurück in seinen Dienst der Bonner Mordkommission kehrt.
Zeitgleich verfolgt eine Unbekannte in einem gestohlenen Polizeiwagen eine dunkle Limousine, indem sie das verschwundene Mädchen vermutet.
Die Spurenlage ergibt, dass es hier um Menschenhandel und Zwangsprostitution geht und dass dieses grausame Ausbeutungssystem weit über die Grenzen Deutschlands reicht.
Und plötzlich ist Waldmann zurück in seinem Albtraum und in seinem Kopf erscheint der Tag, der sein Leben aus allen Fugen gerissen hat. Vor 7 Jahren verschwand seine Frau im Tumult eines Bazars in Lagos und bis heute gibt es keine Spur von ihr....
Mein Leseeindruck:
Krimiliteratur vom Feinsten, von einem Autor, der viele Genren bedienen kann, aber hier mal wieder zur Höchstform aufgelaufen ist.
Sein Schreibstil ist fließend- packend; man wird geradezu ins Buch hineingezogen und befindet sich plötzlich mit Waldmann, seinem Team, einer Fluchthelferin und einer Journalistin im Wettlauf gegen das Böse.
Doch der Gegner ist mit allen Wassern gewaschen und verfolgt seine Ziele gnadenlos.
Dieser Auftakt zu einer neuen Krimiserie enthält jede Menge Stoff, um weiter geschrieben zu werden und auch das Ende lässt Fragen offen...
Mit Waldmann hat Thomas Ziebula eine Charakterfigur erschaffen, mit der man sich trotz Ecken und Kanten , als Leser automatisch verbündet und dessen Schicksal zutiefst berührt.
Eine weitere starke Haupt-Protagonistin ist Suse, die o.g." Fluchthelferin", die sich mit unkonventionellen Methoden für die Befreiung der ukrainischen Mädchen einsetzt.
Nebenfiguren, Schauplätze und Handlung sind detailiert, in bildhaft- emotionaler Sprache wiedergegeben, so dass man das Gefühl hat, alles hautnah mitzuerleben und zu erleiden.
Die Seiten rauschen geradezu an einem vorbei und man kann gar nicht anders als dem durch viele kurzweilige Wendungen gesetzten Spannungsbogen bis zum Ende zu folgen.
Mein Fazit:
Auftakt gelungen: Hochaktuelle Spannungsliteratur in Bestform.
Fortsetzung erwünscht.
Das Buch ist im Januar 2026 bei Ullstein erschienen.
In Bonn verschwindet eine junge Ukrainerin und ein Mann der Öffentlichkeit wird im Appartement der Verschwundenen tot aufgefunden.
Das ist die Ausgangssituation für Hauptkommissar Johann Waldmann, der nach einer langen Auszeit, wieder zurück in seinen Dienst der Bonner Mordkommission kehrt.
Zeitgleich verfolgt eine Unbekannte in einem gestohlenen Polizeiwagen eine dunkle Limousine, indem sie das verschwundene Mädchen vermutet.
Die Spurenlage ergibt, dass es hier um Menschenhandel und Zwangsprostitution geht und dass dieses grausame Ausbeutungssystem weit über die Grenzen Deutschlands reicht.
Und plötzlich ist Waldmann zurück in seinem Albtraum und in seinem Kopf erscheint der Tag, der sein Leben aus allen Fugen gerissen hat. Vor 7 Jahren verschwand seine Frau im Tumult eines Bazars in Lagos und bis heute gibt es keine Spur von ihr....
Mein Leseeindruck:
Krimiliteratur vom Feinsten, von einem Autor, der viele Genren bedienen kann, aber hier mal wieder zur Höchstform aufgelaufen ist.
Sein Schreibstil ist fließend- packend; man wird geradezu ins Buch hineingezogen und befindet sich plötzlich mit Waldmann, seinem Team, einer Fluchthelferin und einer Journalistin im Wettlauf gegen das Böse.
Doch der Gegner ist mit allen Wassern gewaschen und verfolgt seine Ziele gnadenlos.
Dieser Auftakt zu einer neuen Krimiserie enthält jede Menge Stoff, um weiter geschrieben zu werden und auch das Ende lässt Fragen offen...
Mit Waldmann hat Thomas Ziebula eine Charakterfigur erschaffen, mit der man sich trotz Ecken und Kanten , als Leser automatisch verbündet und dessen Schicksal zutiefst berührt.
Eine weitere starke Haupt-Protagonistin ist Suse, die o.g." Fluchthelferin", die sich mit unkonventionellen Methoden für die Befreiung der ukrainischen Mädchen einsetzt.
Nebenfiguren, Schauplätze und Handlung sind detailiert, in bildhaft- emotionaler Sprache wiedergegeben, so dass man das Gefühl hat, alles hautnah mitzuerleben und zu erleiden.
Die Seiten rauschen geradezu an einem vorbei und man kann gar nicht anders als dem durch viele kurzweilige Wendungen gesetzten Spannungsbogen bis zum Ende zu folgen.
Mein Fazit:
Auftakt gelungen: Hochaktuelle Spannungsliteratur in Bestform.
Fortsetzung erwünscht.
von Lesestern - 2026-02-07 19:15:00
Eine Chance für Waldmann - 5 Sterne
Waldmann: Flucht in den Tod, Thriller von Thomas Ziebula, 447 Seiten, Ullstein-Verlag.
Sie dachten sie sind in Sicherheit.
Seit vor sieben Jahren auf einem Bazar in Lagos seine Frau spurlos verschwunden ist, ist Johannes Waldmann in einem psychischen Ausnahmezustand. Sein erster Fall nach seiner Rückkehr führt in gleich in die schlimmsten Abgründe, Menschenhandel und Zwangsprostitution. Ukrainische Flüchtlingsfrauen werden zur Prostitution gezwungen, ihnen werden Drogen verabreicht und sie werden misshandelt. Ein Lokalpolitiker wird ermordet aufgefunden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Mit dabei ist die Journalistin Pia Luninger, die einen Artikel über die verschwundenen Ukrainerinnen schreiben will. Letztendlich mischt auch noch die mysteriöse Suse mit, die in einer Beziehung mit einem der Verbrecher steht und auch Kontakt zu den missbrauchten Frauen hat. Je tiefer Waldmann in den Fall verwickelt wird, desto mehr zieht er Vergleiche mit dem mysteriösen Verschwinden seiner Frau. Wird ihn das Trauma einholen?
Ich mag die Krimis von Ziebula, er schreibt spannend, bildhaft und sehr flüssig. Schon zu Beginn war ich schnell in Lesefluss. Die Spannung steigert sich mit jeder Zeile. In zwei Tagen bin ich durch das Buch geflogen und wollte es einfach nicht mehr zur Seite legen. Das Schicksal der ukrainischen Frauen und auch die Ermittlungen haben mich so sehr gefesselt. Das Buch besteht aus vier Teilen, die in überschaubare Kapitel, die mit Titeln, Orts- und Zeitangaben versehen sind. An jeder Stelle im Buch ist so die Übersicht gewährleistet. Dazwischen, in einer anderen Schrift, der Chat bzw. die Liebesbriefe von Sofia und Danylo. So authentisch, dass es mich zutiefst berührt hat. Mich hat die Art fasziniert mit der der Autor die Figuren und das Setting beschrieben hat, schon auf dem Bazar ganz am Anfang des Buches ist es mir aufgefallen, das Gefühl: Ich bin mitten drin, auf dem Bazar dabei. Ziebula ist auch ein Meister darin, Figuren zu beschreiben charakterlich und auch im Erscheinungsbild, jede einzelne Figur hatte ich deutlich vor Augen. Es sind zum Teil wirklich skurrile Typen, der Zylindermann mit der Hyäne, Rasta-man oder Suse und natürlich der sympathische Ermittler Waldmann, mit seinen psychischen Eigenheiten, seinen ungewöhnlichen Ermittlungsansätzen und Methoden. Mitsamt seinem Psychotherapeuten, dem Pater und dessen interessanten Therapieansätzen.
Das Thema ist brandaktuell, berührend und emotional. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel, Plottwists und ungeahnte Verwicklungen beleben die Story, das Ende habe ich mir ganz anders vorgestellt. Es war tatsächlich überraschend. Wird es wohl einen weiteren Fall mit Waldmann geben? Ich wäre dabei. Ich mag ihn.
Eine aktuelle emotionale Story, interessante Figuren, ein spannender Plot, ich fühlte mich bestens unterhalten. Empfehlung für Krimi-Fans die das Außergewöhnliche und auch besondere Ermittler mögen und natürlich für alle Ziebula-Fans. Von mir 5 Sterne
von Ele - 2026-02-03 22:48:00
Im Sumpf des Verbrechens - 5 Sterne
Thomas Ziebula wartet in seinem Kriminalroman „Waldmann - Flucht in den Tod“ mit einem sehr aufwühlenden Thema auf. Es geht um das grausame Schicksal ukrainischer Flüchtlingsfrauen - junge Frauen, die vor dem Krieg geflohen sind, weil sie sich eine bessere und vor allen Dingen sichere Zukunft erhofften. Doch Naivität und Leichtsinn wurden Zlata, Kateryna und Sofia zum Verhängnis, auf die drei Frauen wartete nicht der ersehnte Neuanfang, sondern Verschleppung, unsägliche Gewalt und Zwangsprostitution.
Die Bonner Mordkommission wird an einen Tatort in einem Luxusbordell gerufen. Ein prominenter Kommunalpolitiker wurde dort ermordet und verstümmelt aufgefunden. Ein Mordfall, der die Beamten in ungeahnte Abgründe führen wird, denn sie kommen einer global agierenden nigerianischen Mafiaorganisation auf die Spur.
Mit den Ermittlungen wird Hauptkommissar Johannes Waldmann betraut. Waldmann, der seit einem Schicksalsschlag vor sieben Jahren mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, droht das berufliche Aus. Die Aufklärung dieses Falls ist seine letzte Chance. Unterstützt wird er bei seinen Nachforschungen von der ambitionierten Journalistin Pia Luninger und der leidenschaftlich für die verschleppten Frauen kämpfenden Susanna Torn.
Die Charaktere habe ich als besonders gut gelungen empfunden. Alle spielen die ihnen zugedachte Rolle ganz hervorragend. Die Hauptfiguren kommen im stetigen Wechsel zu Wort, so dass man intensiv an ihren Gedanken und Emotionen teilhaben kann und dadurch versteht, was sie antreibt und wie sie ticken. Ich kann nicht nur die Kraft, Energie und Leidenschaft spüren, mit der sie ihre Aufgaben bewältigen und sich den immer neuen Herausforderungen stellen, sondern erlebe auch immer wieder ihre innere Zerrissenheit und ihre mentalen Kämpfe mit.
Dieser Krimi ist keine leichte Kost, denn Thomas Ziebula scheut sich nicht, das hinterhältige und erbarmungslose Vorgehen der Menschenhändler zu schildern und die vielfältigen Situationen sowie die daraus resultierenden Emotionen greifbar darzustellen. Es ist nicht nur die Handlung selbst, die mich immer wieder aufs Neue betroffen macht, auch die Gedanken daran, dass das, was ich hier lese, wahrscheinlich tagtäglich so oder so ähnlich in der Realität geschieht und die Behörden in den meisten Fällen nicht in der Lage sind, diese Form der modernen Sklaverei zu stoppen, erschüttern mich.
„Waldmann - Flucht in den Tod“ hat mir sehr gut gefallen - ein Kriminalroman, der sich trotz des gewichtigen Themas leicht lesen lässt und schnell einen Sog entwickelt, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.
Die Bonner Mordkommission wird an einen Tatort in einem Luxusbordell gerufen. Ein prominenter Kommunalpolitiker wurde dort ermordet und verstümmelt aufgefunden. Ein Mordfall, der die Beamten in ungeahnte Abgründe führen wird, denn sie kommen einer global agierenden nigerianischen Mafiaorganisation auf die Spur.
Mit den Ermittlungen wird Hauptkommissar Johannes Waldmann betraut. Waldmann, der seit einem Schicksalsschlag vor sieben Jahren mit psychischen Problemen zu kämpfen hat, droht das berufliche Aus. Die Aufklärung dieses Falls ist seine letzte Chance. Unterstützt wird er bei seinen Nachforschungen von der ambitionierten Journalistin Pia Luninger und der leidenschaftlich für die verschleppten Frauen kämpfenden Susanna Torn.
Die Charaktere habe ich als besonders gut gelungen empfunden. Alle spielen die ihnen zugedachte Rolle ganz hervorragend. Die Hauptfiguren kommen im stetigen Wechsel zu Wort, so dass man intensiv an ihren Gedanken und Emotionen teilhaben kann und dadurch versteht, was sie antreibt und wie sie ticken. Ich kann nicht nur die Kraft, Energie und Leidenschaft spüren, mit der sie ihre Aufgaben bewältigen und sich den immer neuen Herausforderungen stellen, sondern erlebe auch immer wieder ihre innere Zerrissenheit und ihre mentalen Kämpfe mit.
Dieser Krimi ist keine leichte Kost, denn Thomas Ziebula scheut sich nicht, das hinterhältige und erbarmungslose Vorgehen der Menschenhändler zu schildern und die vielfältigen Situationen sowie die daraus resultierenden Emotionen greifbar darzustellen. Es ist nicht nur die Handlung selbst, die mich immer wieder aufs Neue betroffen macht, auch die Gedanken daran, dass das, was ich hier lese, wahrscheinlich tagtäglich so oder so ähnlich in der Realität geschieht und die Behörden in den meisten Fällen nicht in der Lage sind, diese Form der modernen Sklaverei zu stoppen, erschüttern mich.
„Waldmann - Flucht in den Tod“ hat mir sehr gut gefallen - ein Kriminalroman, der sich trotz des gewichtigen Themas leicht lesen lässt und schnell einen Sog entwickelt, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.
von dorli - 2026-01-28 17:52:00
Würdelos und kaum zu begreifen - 4 Sterne
Es ist erschreckend, dass es Menschen gibt, die den ersten Satz unseres Grundgesetzes einfach nicht beachten: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Daran musste ich denken, als ich von Flüchtlingen aus der Ukraine und im selben Atemzug von Menschenhandel und Zwangsprostitution gelesen habe.
Ein schweres, hochbrisantes und aktuelles Thema, das Thomas Ziebula in seinem Roman behandelt. Ein dreckiger Sumpf, in den sich Waldmann begeben muss, nachdem er in die Bonner Mordkommission Bonn zurückgekehrt ist. Dass seine Frau vor einigen Jahren auf einem Basar im nigerianischen Lagos plötzlich verschwunden war, ist nicht spurlos an ihm vorbeigegangen.
Die Journalistin Pia Luninger wendet sich an Waldmann. Sie arbeitet an einer Reportage über Menschenhandel und Zwangsprostitution mit dem Titel „Spurlos“. Dann ist da noch Susanne, eine angebliche Sozialarbeiterin, die versucht, von Zwangsprostitution betroffenen Frauen zu helfen.
Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Ziebula erzählt aus mehreren Perspektiven. Mit den recht kurzen Kapiteln wechseln Orte, Zeit und Personen. Lange hatte ich Probleme damit, dass Protagonisten zu Beginn eines Kapitels nicht namentlich benannt, sondern nur mit "er" oder "sie" beschrieben wurden. Das hat mich in meinem Lesefluss behindert und auch keine echte Spannung aufkommen lassen.
Nachdem ich allerdings etwa die Hälfte des Buches gelesen hatte, mochte ich es nicht mehr beiseitelegen. Zu groß waren die Angst und die Vorstellung, was geschehen sein könnte und doch hoffentlich nicht geschehen sein mag. Zu nah an der Wirklichkeit ist die Geschichte, als dass mich das Erzählte hätte kalt lassen können. Dass es über Länder und Grenzen hinweg so menschenverachtende Verbindungen gibt, ist einfach furchtbar und kaum zu begreifen.
Ein schweres, hochbrisantes und aktuelles Thema, das Thomas Ziebula in seinem Roman behandelt. Ein dreckiger Sumpf, in den sich Waldmann begeben muss, nachdem er in die Bonner Mordkommission Bonn zurückgekehrt ist. Dass seine Frau vor einigen Jahren auf einem Basar im nigerianischen Lagos plötzlich verschwunden war, ist nicht spurlos an ihm vorbeigegangen.
Die Journalistin Pia Luninger wendet sich an Waldmann. Sie arbeitet an einer Reportage über Menschenhandel und Zwangsprostitution mit dem Titel „Spurlos“. Dann ist da noch Susanne, eine angebliche Sozialarbeiterin, die versucht, von Zwangsprostitution betroffenen Frauen zu helfen.
Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Ziebula erzählt aus mehreren Perspektiven. Mit den recht kurzen Kapiteln wechseln Orte, Zeit und Personen. Lange hatte ich Probleme damit, dass Protagonisten zu Beginn eines Kapitels nicht namentlich benannt, sondern nur mit "er" oder "sie" beschrieben wurden. Das hat mich in meinem Lesefluss behindert und auch keine echte Spannung aufkommen lassen.
Nachdem ich allerdings etwa die Hälfte des Buches gelesen hatte, mochte ich es nicht mehr beiseitelegen. Zu groß waren die Angst und die Vorstellung, was geschehen sein könnte und doch hoffentlich nicht geschehen sein mag. Zu nah an der Wirklichkeit ist die Geschichte, als dass mich das Erzählte hätte kalt lassen können. Dass es über Länder und Grenzen hinweg so menschenverachtende Verbindungen gibt, ist einfach furchtbar und kaum zu begreifen.
von liesmal - 2026-01-20 21:11:00
Düster und spannend - 5 Sterne
Von seinem Chef des KK 11 in Bonn bekommt Johannes Waldmann eine letzte Chance,nach seinem psychischen Absturz.Er soll den Mord an einem Lokalpolitiker aufklären.Der Lokalpolitiker ist scheinbar als Freier einer Zwangsprostituierten getötet worden,es handelt sich um eine ukrainische Flüchtige.Die Journalistin Pia Luninger arbeitet an einer Reportage über Menschenhandel und Zwangsprostitution. Zudem steht sie mit einer Sozialarbeiterin in Kontakt, die jungen Frauen hilft ihrer desolaten Situation im Umfeld brutaler Menschenhändler zu entkommen.Johannes Waldmann hat privat ziemlich viel Leid zu tragen,seine Frau Maria verschwand auf einem Basar in Lagos.Trotz intensiver Suche wurde sie nicht gefunden.Das hat Waldmann an seine psychischen Grenze gebracht-das ist nun sieben Jahre her.Nach dem Tod von Zlata und dem Verschwinden ihrer Freundin Sofia wendet sich Pia Luninger mit ihrem Insiderwissen an Waldmann…
Der Autor Thomas Ziebula hat einen fließendenund spannenden Schreibsti.Einmal angefangen will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
„Waldmann – Flucht in den Tod“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe um den erfahrenen Hauptkommissar Johannes Waldmann.Sehr gerne 5 Sterne und ich bin sehr gespannt auf den nächsten Band der neuen Reihe.
Der Autor Thomas Ziebula hat einen fließendenund spannenden Schreibsti.Einmal angefangen will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
„Waldmann – Flucht in den Tod“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe um den erfahrenen Hauptkommissar Johannes Waldmann.Sehr gerne 5 Sterne und ich bin sehr gespannt auf den nächsten Band der neuen Reihe.
von Katzenmicha - 2026-01-19 14:21:00
Komplex und spannend - 4 Sterne
Nachdem seine Ehefrau während eines Urlaubs in Nigeria vor sieben Jahren spurlos verschwunden ist, leidet Kommissar Johannes Waldmann immer noch unter dem Trauma. Während eines Einsatzes, bei dem der Verdächtige entkommen kann, wird er gegen einen Kollegen gewalttätig, und muss sich einer Therapie unterziehen. Eigentlich will ihn sein Vorgesetzter danach einem anderen Kommissariat zuordnen, doch der Zufall will es, dass er bei einem Mordfall als erster am Tatort ist, und somit zunächst weiter daran arbeiten kann. Wie sich herausstellt, bleibt es nicht bei dem Mordfall, der Fall ist deutlich komplexer.
Der Roman ist sehr spannend. Ein traumatisierter Kommissar, eine Journalistin, die geheimnisvolle Susanna und mehrere ukrainische Zwangsprostituierte, dazu eine länderübergreifende Ermittlung, ergeben eine Melange, die es in sich hat.
Erzählt wird aus mehreren Perspekiven, neben Waldmann zum Beispiel auch die Susannas und die der Journalistin Pia Ludinger, so dass man einen größeren Überblick über das Geschehen hat, als es eine reine Erzählung der Ermittlungsarbeit hätte. Auch die Antagonisten kommen dabei zu Wort. Gestört hat mich die sich andeutende Liebesgeschichte, die ich überhaupt nicht passend finde.
Thomas Ziebula hat es schnell geschafft, mich in seinen Roman zu ziehen, ich konnte mit den Protagonist:innen mitfühlen, und meine Abneigung gegen die Antagonisten war stark. Ich habe Daumen gedrückt und gehofft. Nicht jede Handlung der Protagonist:innen konnte ich nachvollziehen, dazu lag ihre Lebenswelt vielleicht zu weit von meiner entfernt. Susanna zum Beispiel, aber auch Waldmann, taten mitunter Dinge, die auf mich undurchdacht, manchmal fast naiv wirkten, in der Logik der beiden aber wohl richtig schienen. Susannas Hintergrund hat man erst nach und nach erfahren, wodurch manches verständlicher wurde. Beide sind gebrochene Individuen, haben ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen.
Dazu passt dann auch das Ende. Es bleiben Fragen offen, was eine Fortsetzung möglich macht, aber, es könnte auch hiermit enden. Ein nicht alltäglicher Kriminalroman, der eher ein Thriller ist, benötigt kein übliches Ende.
Für mich ist dieser, als Kriminalroman betitelte, Roman eher ein Thriller. Die Geschichte ist komplex und spannend, die Charaktere haben Kanten und Probleme. Für mich war der Roman ein packender Pageturner, den ich gerne weiterempfehle.
Der Roman ist sehr spannend. Ein traumatisierter Kommissar, eine Journalistin, die geheimnisvolle Susanna und mehrere ukrainische Zwangsprostituierte, dazu eine länderübergreifende Ermittlung, ergeben eine Melange, die es in sich hat.
Erzählt wird aus mehreren Perspekiven, neben Waldmann zum Beispiel auch die Susannas und die der Journalistin Pia Ludinger, so dass man einen größeren Überblick über das Geschehen hat, als es eine reine Erzählung der Ermittlungsarbeit hätte. Auch die Antagonisten kommen dabei zu Wort. Gestört hat mich die sich andeutende Liebesgeschichte, die ich überhaupt nicht passend finde.
Thomas Ziebula hat es schnell geschafft, mich in seinen Roman zu ziehen, ich konnte mit den Protagonist:innen mitfühlen, und meine Abneigung gegen die Antagonisten war stark. Ich habe Daumen gedrückt und gehofft. Nicht jede Handlung der Protagonist:innen konnte ich nachvollziehen, dazu lag ihre Lebenswelt vielleicht zu weit von meiner entfernt. Susanna zum Beispiel, aber auch Waldmann, taten mitunter Dinge, die auf mich undurchdacht, manchmal fast naiv wirkten, in der Logik der beiden aber wohl richtig schienen. Susannas Hintergrund hat man erst nach und nach erfahren, wodurch manches verständlicher wurde. Beide sind gebrochene Individuen, haben ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen.
Dazu passt dann auch das Ende. Es bleiben Fragen offen, was eine Fortsetzung möglich macht, aber, es könnte auch hiermit enden. Ein nicht alltäglicher Kriminalroman, der eher ein Thriller ist, benötigt kein übliches Ende.
Für mich ist dieser, als Kriminalroman betitelte, Roman eher ein Thriller. Die Geschichte ist komplex und spannend, die Charaktere haben Kanten und Probleme. Für mich war der Roman ein packender Pageturner, den ich gerne weiterempfehle.
von PMelittaM - 2026-01-18 20:52:00


