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Rezensionen

Das erste Licht des Sommers
Roman | Der Buchhandelsliebling aus Italien: Ein Familienepos, farbenfroh und mitreißend erzählt!

Autor: Daniela Raimondi

Erschienen 2024 bei Ullstein Buchverlage
ISBN 978-3-550-20289-6
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Familienroman - 4 Sterne

"Das letzte Licht des Sommers" von der Autorin Daniela Raimondi hat mich von Beginn an in die wundervolle Landschaft der italienischen Provinz gezogen. Der Erzählstil ist lebendig und sehr anschaulich und wirklich stimmungsvoll.
Der Roman handelt von einer italienischen Familie und beschreibt die unterschliedlichen Epochen und die jeweiligen Probleme und Erlebnisse der Familie zu unterschliedlichen Zeiten.
Vor allem die lebendigen Landschaftsbeschreibungen und wie viel Tiefe in den Charakteren steckt, hat mich begeistert. Die Autorin schafft es wirklich hervorragend die Konflikte der Protagonisten und auch die Gefühlswelten darzustellen und man hat gar keine Probleme sich in die Protagonisten einzufühlen.
An manchen Stellen war der Roman etwas langatmig, jedoch finde ich, dass durch die tollen Beschreibungen und die Stimung, die dadurch transportiert wird, das Buch trotzdem sehr lesenwert ist!
von Carmen19994 - 2024-09-18 09:58:00

Eine italienische Familiengeschichte - 4 Sterne

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Norma, die direkt zu Beginn 1947 zur Welt kommt.
Ihre Mutter Elsa ist nicht das, was man eine liebevolle Mutter nennt, aber sie hat ihre Cousine und gleichzeitig beste Freundin Donata und eine liebevolle Beziehung zu ihrem Vater. Leider stirbt Donata viel zu früh. Norma zieht es nach London, wo sie auch wieder auf ihren Kindheitsfreund Elia trifft.
Die Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum von 1947 bis 2015 und wird nicht chronologisch erzählt. Die Autorin springt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und versteht es die Atmosphäre der jeweiligen Zeit einzufangen. Politische und wirtschaftliche Hintergründe fließen nebenbei in die Handlung ein. Die Nachkriegsjahre sind schwierig und die Schicksale bedrückend.
Durch detaillierte Landschaftsbeschreibungen wird die Atmosphäre der italienischen Provinz lebendig.

Es ist ein Familienroman, der sich über mehrere Generationen erstreckt, familiäre Herausforderungen beschreibt und die oft schwierigen Beziehungen zwischen den Charakteren authentisch wiedergibt.
„An den Ufern von Stellata“ ist der Vorgängerband, aber ich denke, dass Wissen aus diesem nicht unbedingt erforderlich ist und dieses Buch für sich stehen kann.
von Pusteblümchen - 2024-08-19 20:21:00

Was haben wir „An den Ufern von Stellata“ geliebt - 5 Sterne

Und von der hochgeschätzten Daniela Raimondi gibt’s was Neues! Eine Fortsetzung, die aber nicht an Qualität verliert, die einfach die Geschichte der Familie weitererzählt.
Eine - logo - Empfehlung für alle „Stellata-Fans“ und eine Anregung für alle, die noch nicht infiziert sind, sich entweder „Das erste Licht des Sommers“ einzuverleiben, oder halt mit „Stellata“ anzufangen. Der Rest ist dann eh nicht verhandelbar ;-)
von Aloisia Prenninger - 2024-08-10 17:25:47

Fesselnd - 5 Sterne

Das Buchcover ist ein wahrhaftiger Hingucker und hat mich direkt zu diesem Buch geführt. Das Cover ist sommerlich und künstlerisch gestaltet, sodass man direkt an die italienischen Sommer und die magischen Städte denkt. Erst daraufhin habe ich mich mit dem Buchinhalt und der Geschichte auseinander gesetzt.

Daniela Raimondi hat es wieder geschafft. So wie bei ihrem vorherigen Buch, schreibt sie liebevoll, tiefgründig und lässt die Charakter zutiefst menschlich erscheinen.

Die Geschichte der Familie Casadio wird über vier Generationen erzählt, was anfangs durch die Zeitsprünge etwas kompliziert, aber auch lebendig ist. Wir begleiten den Hauptcharakter Norma auf ihrem Lebensweg, der sie nach London führt, erleben ihre Ehe und die komplexe Beziehung zu ihrer Mutter. Durch Raimondis Schreibstil kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Die Elemente des magischen Realismus wurden auf so wunderbare Weise integriert, dass ich tief berührt war. Besonders eindrucksvoll war, wie die Autorin die schwierigen Verhältnisse mit Fingerspitzengefühl behandelt hat.

Klare Leseempfehlung!
von xx - 2024-07-28 20:07:00

Melancholisch und schön - 4 Sterne

Das erste Licht des Sommers“ ist eine Fortsetzung des Romans „An den Ufern von Stellata“, wobei der Roman auch ohne den ersten Band gelesen werden kann, denn er führt die Leser:innen dieses Mal durch das Leben von Norma, einer Protagonistin, deren Lebensgeschichte von Schmerz und Verlust geprägt ist, die aber auch immer wieder Glück findet.

Im Vergleich zum ersten Band, der die epische Geschichte der Familie Casadio über 200 Jahre hinweg erzählt und durch die verschiedenen Generationen hindurch immer wieder Hoffnung und Happy Ends bietet, ist die Fortsetzung melancholischer. Dies liegt hauptsächlich daran, dass „Das erste Licht des Sommers“ sich auf das einzelne Leben von Norma konzentriert, das von Traurigkeit und Enttäuschungen durchzogen ist. Die Geschichte springt zwischen Normas Gegenwart, in der sie das Sterben ihrer Mutter Elsa begleitet, und ihrer Vergangenheit, die durch die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter, den Selbstmord der besten Freundin und Enttäuschungen in der Liebe geprägt ist. Dennoch gibt es auch immer wieder Lichtblicke, wie die gute Beziehung zur Großmutter und den kleinen Jungen aus dem Dorf, den sie kennenlernt.

Der Roman hat in der Mitte ein paar Längen, da Normas anhaltende Traurigkeit und die ständigen Rückschläge das Tempo der Geschichte verlangsamen. Dennoch schafft es die Autorin, die inneren Konflikte und emotionalen Turbulenzen von Norma eindrucksvoll darzustellen. Raimondi ist einfach eine großartige Geschichtenerzählerin und ich werde sicher auch alle weiteren Romane von ihr lesen.

Insgesamt ist „Das erste Licht des Sommers“ ein intensives Leseerlebnis, welches Fans des ersten Bands sicher nicht verpassen sollten. Denjenigen, die „An den Ufern von Stellata“ noch nicht gelesen haben, würde ich aber zuerst den ersten Band ans Herz legen. Für mich hatte der erste Band noch mehr Magie, noch mehr Wärme und noch mehr Sogwirkung.
von LeserinLu - 2024-06-30 06:55:00

Großartige und faszinierende Fortsetzung mitTiefgang - 5 Sterne

Die italienische Schriftstellerin Daniela Raimondi hat mit "Das erste Licht des Sommers" einen Generationenroman über die Familie Casadio geschrieben, der an ihren Debütroman "An den Ufern von Stellata" anknüpft, welcher es 2020 auf Anhieb auf die italienische Bestsellerliste geschafft hatte. Die Bücher können durchaus unabhängig voneinander gelesen werden, ich denke aber, dass das Lesevergnügen gesteigert wird, wenn man das erste Buch gelesen hat und die Familienstrukturen und Zusammenhänge bereits kennt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Norma Martiroli, die 1947 geboren wird. Ihre Eltern Guido und Elsa sind erst 20 Jahre alt, als sie aufgrund Elsas unverhoffter Schwangerschaft heiraten. Normas Mutter bringt ihrer Tochter wenig Zuneigung entgegen, während Guido ihr ein herzlicher und liebevoller Vater ist. Ihre Cousine Donata, die Tochter von Guidos Zwillingsbruder Dolfo und dessen Frau Zena, ist ihre liebste Freundin. Regelmäßig verbringt Norma die Sommerferien bei ihren Großeltern in Stellata, wo sie den gleichaltrigen Elia kennenlernt. Die beiden sind als Kinder unzertrennlich und treffen sich während der Ferien jeden Tag zum Spielen. Ihre Wege trennen sich, und erst Jahre später begegnen sie sich in London wieder, wo Norma nach einem Schicksalsschlag auf eine Sprachenschule geht. Norma und Elia verlieben sich ineinander und heiraten ... 

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Wir begleiten Norma über eine Zeitspanne von fast 70 Jahren, vom Tag ihrer Geburt bis 2015. Die zweite Erzählebene erstreckt sich über einen Zeitraum von nur wenigen Monaten. Norma kehrt mit ihrer schwer an Krebs erkrankten Mutter Elsa nach Stellata zurück, um sie während ihrer letzten Lebensphase zu unterstützen und zu begleiten.

Das Buch ist in wunderschöner Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Wir begleiten Norma auf ihrem Lebensweg, erleben ihre Kindheit, Liebe und Glück, aber auch ihre Tragödien und ihr Leid. Liebevoll und mit viel Empathie beschreibt Daniela Raimondi neben Norma auch die anderen Familienmitglieder mit ihren Emotionen, Gedanken und Träumen.
Ich konnte in Normas Leben und ihre Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen, habe mich mit ihr gefreut und war traurig über ihre Enttäuschungen und Schicksalsschläge. Es war schön, vielen Personen aus dem ersten Band wieder zu begegnen, neue Menschen kennenzulernen und ihre Wege zu verfolgen. 

Die Autorin beschreibt Normas Beziehung zur Mutter sehr beeindruckend. Ich konnte gut nachfühlen, dass Norma unter Elsas Gefühlskälte sehr gelitten hat und es sie ein Leben lang schmerzte, dass es nie eine herzliche Umarmung von ihrer Mutter gegeben hat. Sehr berührend fand ich, dass sie Elsa trotz des schwierigen Verhältnisses auf dem letzten Stück ihres Weges begleitet hat.

Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin wie bereits im ersten Buch das Leben der Familienmitglieder mit den jeweiligen geschichtlichen und politischen Gegebenheiten und Ereignissen verknüpft hat. Ich habe das vollkommen kitschfreie Buch, in dem es neben Familie und Freundschaft, Liebe, Verrat und Verzeihen auch um die Offenbarung eines gut gehüteten Geheimnisses sowie seherische Fähigkeiten geht, mit großer Begeisterung gelesen, es hat mich von Beginn an bis zum stimmigen Ende gefesselt und zutiefst berührt. 

Ich war bereits von "An den Ufern von Stellata" sehr angetan und hatte daher hohe Erwartungen an die Fortsetzung - ich bin nicht enttäuscht worden und vergebe sehr gern 5 Sterne.

Absolute Leseempfehlung!
von Bücherfreundin - 2024-06-26 21:16:00

Der Kreis des Lebens - 5 Sterne

Die Geschichte einer Familie, über knapp 70 Jahre hinweg, mitten drin Norma, die wir von ihrer Geburt an begleiten. Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, konnte jedoch trotzdem gut einen Bezug zur Familie herstellen.
Hierfür war es sehr hilfreich, dass die Handlung nicht komplett auf Norma fixiert ist, sondern immer wieder die Perspektive wechselt und man so viel über die Personen in ihrem Leben erfährt. Dadurch wirkt die Geschichte wunderbar lebendig und authentisch, viele Nebencharaktere wachsen einem ebenso ans Herz wie Norma selbst. Diese erzählt zwischendurch die Handlung in der Gegenwart aus der Ich-Perspektive, was dann noch mehr Emotionen erlaubt und auch mal für das ein oder andere Tränchen beim Leser sorgen kann.
Ich fand das Buch sehr angenehm zu lesen, der Erzählstil ist auf eine unkomplizierte Art poetisch und eignet sich auch für längere Lesesessions ohne zu ermüden. Die Symbolik und die Anspielungen auf magische Ereignisse sind gut gelungen und fügen sich in die Handlung ein, ohne aufdringlich dabei zu sein.
Die Charaktere haben alle ihre Stärken und Schwächen, was sie authentisch erscheinen lässt, ebenso kann man sich selbst in der einen oder anderen Situation wiedererkennen. Kritik üben muss ich hier jedoch an der Verwendung von Seitensprüngen als Konfliktelement: Dies geschah meiner Meinung nach viel zu oft und auch wenn im Buch das Motiv "das Leben ist ein Kreis, die Geschichte unserer Vorfahren wiederholt sich" vermittelt wird, hätte ich mir hier etwas Abwechslung gewünscht.
Insgesamt fand ich es aber sehr unterhaltsam und berührend, in das Leben dieser Familie einzutauchen.
von Ryria - 2024-06-24 18:32:00