Rezensionen
Alt genug
Ein ehrliches und warmherziges Buch über das Älterwerden – voller Erkenntnisse und Lebensklugheit
Autor: Ildikó von Kürthy
Erschienen 2026 bei Ullstein Buchverlage
ISBN 978-3-550-20412-8
Grandios - 5 Sterne
Schon früher habe ich voller Begeisterung die Bücher von Ildikó von Kürthy gelesen. Los ging es als Teenie mit Mondscheintarif, irgendwann viele Jahre später kam dann Neuland, das mich ebenfalls bezaubert hat. Auch wenn ich runde 15 Jahre jünger bin, habe ich so oft den Eindruck gehabt, dass die Autorin perfekt in Worte packen kann, was ich empfinde. Umso begeisterter war ich natürlich, als ich nun "Alt genug" mehr oder weniger durch Zufall in die Finger bekam. Es war, als sollte das Buch bei mir ankommen. Und ich habe es aufgeschlagen und bin auch angekommen.
Nach nur wenigen Zeilen war ich völlig im Bann und hätte das Buch am liebsten einfach immer weitergelesen. Leider hat mich der Alltag davon abgehalten, aber das hatte auch das Gute, dass ich das Buch über mehrere Tage genießen durfte.
Sie schreibt mir einfach aus dem Herzen, so vieles kann ich so gut nachvollziehen. Natürlich ist bei mir vieles auch ganz anders, aber trotzdem ist es, als würde eine liebe Freundin erzählen, als würde vielleicht sogar ein Teil von mir schreiben. Vermutlich ist es genau das, was die Bücher von Ildikó von Kürthy so erfolgreich macht. Die Authentizität, das Wiedererkennen beim Lesen, der Gedanke "das kenne ich auch". Schon jetzt freue ich mich darauf, das Buch nochmal zu lesen! Aber zuerst bekommt es meine Schwester, der ich nur meine liebste Lektüre weitergebe!
Nach nur wenigen Zeilen war ich völlig im Bann und hätte das Buch am liebsten einfach immer weitergelesen. Leider hat mich der Alltag davon abgehalten, aber das hatte auch das Gute, dass ich das Buch über mehrere Tage genießen durfte.
Sie schreibt mir einfach aus dem Herzen, so vieles kann ich so gut nachvollziehen. Natürlich ist bei mir vieles auch ganz anders, aber trotzdem ist es, als würde eine liebe Freundin erzählen, als würde vielleicht sogar ein Teil von mir schreiben. Vermutlich ist es genau das, was die Bücher von Ildikó von Kürthy so erfolgreich macht. Die Authentizität, das Wiedererkennen beim Lesen, der Gedanke "das kenne ich auch". Schon jetzt freue ich mich darauf, das Buch nochmal zu lesen! Aber zuerst bekommt es meine Schwester, der ich nur meine liebste Lektüre weitergebe!
von Streiflicht - 2026-05-25 23:03:00
Ehrlich, witzig und manchmal erstaunlich nah - 4 Sterne
„Alt genug“ hat sich für mich angefühlt wie ein langes Gespräch mit einer Freundin, die einfach alles ausspricht, was man selbst oft nur denkt. Ich musste mehrfach lachen, an manchen Stellen wurde es aber auch ziemlich nachdenklich und genau diese Mischung mochte ich sehr. Ildikó von Kürthy schreibt offen über Ängste, das Älterwerden, Freundschaften und dieses Gefühl, irgendwann nicht mehr jedem gefallen zu müssen. Vieles war extrem nachvollziehbar und angenehm ehrlich. Manche Passagen waren mir etwas zu negativ oder zu sehr auf Müdigkeit und Rückzug fokussiert, deshalb keine fünf Sterne. Trotzdem ein sehr warmes, kluges und persönliches Buch, in dem sich viele wiederfinden werden.
von Julchentim - 2026-05-11 13:00:00
Der Zauber des Menschseins - 5 Sterne
„Alt genug“ zu sein, davon schreibt Ildiko von Kürthy in ihrer neuesten Veröffentlichung. Alt genug… aber wofür? Nun unter anderem dafür, nun bequeme Unterwäsche zu tragen, zu seinen Falten zu stehen, zu grauen Haaren oder auch mehr Gewicht, sich nicht mehr klein zu machen vor anderen, ehrlich seine Meinung zu sagen, auch wenn die nicht jedem gefällt. Die Autorin hat sich zur Recherche des Buches viele kleine und große Aufgaben gestellt, unter anderem hat sie sich bei „Germany’s next Topmodel“ beworben, ist alleine nach New York geflogen, hat ein Festival besucht. Es geht ums Älterwerden, um eine Art Bestandsaufnahe. Man sollte vielleicht wissen, dass das Buch kein Roman, sondern eher ein persönlicher Einblick in das Leben und die Vergangenheit der Autorin. Ich habe den Entstehungsprozess des Buches neugierig bei Instagram verfolgt und so kamen mir einige Stellen des Buches bereits vertraut und bekannt vor und ich habe mich von Seite 1 wohl gefühlt wie bei einem Gespräch mit einer guten Freundin. Aber wie toll ist bitte die Umsetzung, ihre Biografie in eine Rahmenhandlung einzubetten? So im Sinne von „Ein Tag im Leben von Ildiko von Kürthy“!
Ildiko’s Bücher lese ich schon seit langem mit Begeisterung, ich mag ihre Art des Erzählens, ihre Alltagsbeobachtungen, ihren Humor und ihre Ehrlichkeit und übrigens höre ich die von ihr eingesprochenen Bücher auch unheimlich gern. Altersmäßig hinke ich ihr 6 Jahre hinterher, was man aber bei unserer grundsätzlichen Lebenssituation sicherlich vernachlässigen kann und so fühle ich mich beim Lesen ihrer Bücher einfach gut verstanden. Ihre Gedanken kommen mir bekannt vor. An der Stelle, wo sie ihre Familie beschimpft, um dann fortzulaufen und später zu bemerken, dass es gar niemanden kümmert, habe ich laut aufgelacht und mich hinterher gefreut, dass ich nun drüber lachen kann, während ich so oft in den Situationen einfach nur sauer bin.
Mir gefällt an „Alt genug“ unheimlich gut, dass es neben den vielen witzigen Begebenheiten auch die weniger schönen Dinge beschreibt: Krankheiten, Verluste, Abschiede. Und so habe ich gelacht und auch geweint. Weil mir vieles davon auch bekannt vorkommt. Ich mag ihre Botschaft, dass man als sogenannter „Bestager“ (natürlich auch vorher schon aber da fällt es den meisten von uns ja so unheimlich schwer) ruhig ehrlich sein darf. Und egoistischer.
Mein Fazit: Ich habe das Buch geliebt und bereits an die 2. Freundin verliehen. Aber ich will es zurückhaben, denn es bekommt einen festen Lieblingsplatz in meinem Bücherregal.
Ildiko’s Bücher lese ich schon seit langem mit Begeisterung, ich mag ihre Art des Erzählens, ihre Alltagsbeobachtungen, ihren Humor und ihre Ehrlichkeit und übrigens höre ich die von ihr eingesprochenen Bücher auch unheimlich gern. Altersmäßig hinke ich ihr 6 Jahre hinterher, was man aber bei unserer grundsätzlichen Lebenssituation sicherlich vernachlässigen kann und so fühle ich mich beim Lesen ihrer Bücher einfach gut verstanden. Ihre Gedanken kommen mir bekannt vor. An der Stelle, wo sie ihre Familie beschimpft, um dann fortzulaufen und später zu bemerken, dass es gar niemanden kümmert, habe ich laut aufgelacht und mich hinterher gefreut, dass ich nun drüber lachen kann, während ich so oft in den Situationen einfach nur sauer bin.
Mir gefällt an „Alt genug“ unheimlich gut, dass es neben den vielen witzigen Begebenheiten auch die weniger schönen Dinge beschreibt: Krankheiten, Verluste, Abschiede. Und so habe ich gelacht und auch geweint. Weil mir vieles davon auch bekannt vorkommt. Ich mag ihre Botschaft, dass man als sogenannter „Bestager“ (natürlich auch vorher schon aber da fällt es den meisten von uns ja so unheimlich schwer) ruhig ehrlich sein darf. Und egoistischer.
Mein Fazit: Ich habe das Buch geliebt und bereits an die 2. Freundin verliehen. Aber ich will es zurückhaben, denn es bekommt einen festen Lieblingsplatz in meinem Bücherregal.
von Kat - 2026-05-07 13:30:00
Tiefe und Humor - 5 Sterne
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
von lilaslesewelt - 2026-05-03 21:26:00
Tiefe und Humor - 5 Sterne
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
von L. - 2026-05-03 21:26:00
Tiefe und Humor - 5 Sterne
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
von Lila - 2026-05-03 21:26:00
Tiefe und Humor - 5 Sterne
Schon die Leseprobe von „Alt genug“ hat mich total gepackt. Obwohl mir weder die Autorin Ildikó von Kürthy bekannt war, noch das Thema besonders zugesagt hatte. Was es für mich bei diesem Buch machte, war der Schreibstil. Dieser subtile, in jede Seite eingewebte Humor ist absolut unterhaltsam und einzigartig.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
Dank der Lebenserfahrung, die die Autorin mitbringt, sind die Einblicke sehr vielseitig. Es geht ums Älterwerden und genießen, viel Reflektion und
Die Autorin schafft es vieles so wunderbar in Worte zu packen, dass ich mich trotz meines jungen Alters sehr angesprochen und abgeholt fühlte. Es brachte mir viele Einblicke und vor allem die Erkenntnis, dass als älter werden nichts Schlechtes ist, sondern ganz im Gegenteil und sehr viel Freiheit und Unbekümmertheit schenken kann.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Suche nach früheren Büchern von ihr machen, da mich ihr Schreibstil wirklich abgeholt hat.
von Lila - 2026-05-03 21:26:00
Positive Seiten des Alters - 4 Sterne
Endlich ist Ildiko von Kürthy alt genug und muss nicht mehr gefallen, nicht mehr sexy sein. Sie trägt nun bequeme Kleidung und fragt sich nicht mehr, ob sie dem Mann gefällt sondern ob er ihr gefällt. Die Rahmenhandlung dieses sehr persönlichen Romans ist der Geburtstag ihrer Freundin, ausgerechnet in der obersten Etage, die sie, da sie Angst hat den Fahrstuhl zu benutzen, nach sechs Etagen in einem einsamen Treppenhaus erreicht. Ildiko beschreibt ihre Ängste, ihren Umgang mit ihnen, sie erzählt von ihren Problemen während der Wechseljahre. Alles Themen, die so gut wie jede Frau über 50 kennt. Ist es die Erziehung oder die Hormone die Frauen immer wieder ausbremsen? Einige Zitate werden geschickt in den Roman mit eingebaut. In vielen Anekdoten werden Episoden aus ihrem Leben erzählt, ihre Gedanken und Gefühle, von ihrer Familie, den Söhnen, die noch zu Hause leben, von ihren Freundinnen, von Krankheiten und Todesfällen, von ihren Eltern.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, auch wenn es manchmal zu langatmig ist, Ildiko schreibt sehr lebensnah und sagt was viele Frauen genau so denken und erlebt haben. Älter werden heißt auch ein mehr an Erfahrung, es ist nichts negatives.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, auch wenn es manchmal zu langatmig ist, Ildiko schreibt sehr lebensnah und sagt was viele Frauen genau so denken und erlebt haben. Älter werden heißt auch ein mehr an Erfahrung, es ist nichts negatives.
von Ulla - 2026-05-02 15:51:00
Ein Memoir, kein Roman, wieder ein Stückchen älter und weiser - 4 Sterne
Kein Schutzumschlag, holzhaltiges Papier, die Rohversion des Buches passt zum Inhalt. Kürthy hat diesmal keinen Roman geschrieben, sondern wie sie selbst sagt, ein Memoir. Das gefällt mir, Inhalt und Form. Das Papier der letzten Romane war mir zu glatt, das hier hat mehr Haptik, wie der Inhalt. Ich bin drei Wochen älter als Kürthy und die letzten Jahrzehnte mit ihr und ihren Romanen älter geworden. Ich konnte und kann mich mit vielem identifizieren, worüber sie schreibt, sie gibt mir ein Gefühl von Gemeinschaft, ein Anspruch, den sie an ihre Werke stellt – wie sie hier schreibt. Im Duden gibt es nur das Pluralwort Memoiren, sie wählt den (nicht vorhandenen) Singular, „ein Stückchen aus meinem Leben.“ Sie erzählt von einem Lebensabschnitt, dem Jetzt, in dem sie „alt genug“ ist – umrahmt von einem Partybesuch – Episoden aus ihrem Leben zu den Themen, Älterwerden, Selbsteinschätzung und -akzeptanz, Schreiben, Beziehungen und Freundschaft, Ängste und Komfortzonen usw. – der Tenor dieser Episoden ist nicht neu, bezieht sich diesmal nur auf reale Personen und viel auf sie selbst und mit weniger Augenzwinkern als wir es von ihr gewohnt sind. Der Monolog ist manchmal ein bisschen nervig, auch weil sie sich häufiger wiederholt, aber ich erkenne mich selbst darin und kann sie verstehen. So wie ich an manchen Stellen die Augen rolle, ertappe ich mich häufig dabei, wie meine Familie oder auch Freunde mit den Augen rollen, wenn ich rede und rede und sie und mich nerve, aber gleichzeitig fühle, dass endlich mal gesagt werden muss, was ich zu sagen habe. Mir gefallen ihre Zeilen über das Schreiben, an dieser Stelle verwebt sich das Memoir mit ihren anderen Romanen – alles, was sie erlebt, macht sie zum Thema, d.h. sie erlebt und beobachtet ihr Erleben zur selben Zeit, steht sozusagen neben sich – mir geht es genauso. Und dieser Satz ist das, was sie, glaube ich, am liebsten hört und der Grund, warum ich ihre Bücher mag.
von katis zettelchen - 2026-03-30 21:48:00
Wann ist man eigentlich alt genug, endlich man selbst zu sein? - 5 Sterne
Das Sachbuch….ist es überhaupt eines? Da sind wir wieder bei Schubladen….Es beginnt wie ein Glas Wein auf einer Party, das plötzlich zu einem sehr ehrlichen Gespräch führt – eines, bei dem man merkt, dass jemand den Mut hat, Dinge auszusprechen, die viele denken, aber selten laut sagen.
Wieder mal sehr gelungen von Ildikó von Kürthy, kein Wunder, dass sie mit diesem Buch „Alt genug“ auf der Spiegel BestsellerListe auf Platz 1 gelandet ist. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, nicht einfach ein Buch zu lesen, sondern einer klugen, witzigen Freundin zuzuhören. Ildikó von Kürthy schreibt in „Alt genug“ nicht in der Distanz einer Autorin, sondern in der Nähe einer Erzählerin, die ihr Leben einmal auf den Tisch legt – mit all seinen Ecken, Zweifeln, kleinen Triumphen und auch den unbequemen Wahrheiten.
Formal ist das Ganze eigentlich gar kein klassisches Sachbuch. Es ist eher ein Memoir, ein literarischer Gedankenstrom, der sich rund um einen einzigen Abend entfaltet: eine Geburtstagsparty, während der die Autorin gedanklich durch ihr Leben wandert. Diese Struktur mochte ich sehr. Zwischen Gesprächen, Beobachtungen und kleinen Momenten der Selbstreflexion entstehen Rückblicke auf Freundschaften, Liebe, Verluste und Ängste. Alles fügt sich Stück für Stück zu einem sehr persönlichen Gesamtbild.
„Bis hierhin habe ich es also geschafft.
Nicht unbeschadet, natürlich nicht, ziemlich angeschlagen sogar, aber eben doch letztlich nicht unterzu-kriegen. Die Lebensmitte ist überschritten, ich habe geliebte Menschen, etliche Illusionen, häufig den Mut und zweimal mein Portemonnaie inklusive sämtlicher Papiere verloren.“ (Auftakt des Buches)
Ildikó von Kürthy schreibt lebendig, selbstironisch und mit einem feinen Gespür für Pointen. Sie kann in einem Moment sehr humorvoll sein – etwa wenn sie über das Wunder des Mittagsschlafs oder das frühzeitige Verlassen von Partys spricht – und im nächsten Moment überraschend ehrlich über Themen schreiben, über die sonst eher geschwiegen wird: Wechseljahre, Medikamente, Selbstzweifel, das Älterwerden selbst. Gerade diese Mischung aus Leichtigkeit und Offenheit sorgt dafür, dass der Text nie belehrend wirkt. Man fühlt sich vielmehr eingeladen, mitzudenken.
Besonders berührt hat mich, wie sehr dieses Buch Verbindung schafft. Es ist voller kleiner Bekenntnisse, die zeigen: Niemand ist mit seinen Ängsten, Erwartungen oder Unsicherheiten allein.
Und obwohl sich das Buch stark mit der Lebensmitte beschäftigt, habe ich gemerkt, wie gut mir diese Lektüre auch unter 50 tut. Vielleicht gerade deshalb. Es wirkt ein bisschen wie ein Blick in eine Zukunft, die weniger beängstigend ist, als man manchmal denkt. Eine Zukunft, in der man lernt, nicht mehr allen gefallen zu müssen.
Für mich war „Alt genug“ deshalb fast wie Balsam für die weibliche Seele – besonders für die Seite in uns, die so lange versucht, Erwartungen zu erfüllen, angepasst zu sein und es allen recht zu machen. Dieses Buch flüstert einem leise zu: Irgendwann kommt der Moment, in dem man merkt, dass man frei ist, einfach man selbst zu sein.
Und vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis dieses Buches:
Alt genug zu werden heißt nicht, etwas zu verlieren – sondern endlich etwas loslassen zu dürfen.
Wieder mal sehr gelungen von Ildikó von Kürthy, kein Wunder, dass sie mit diesem Buch „Alt genug“ auf der Spiegel BestsellerListe auf Platz 1 gelandet ist. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, nicht einfach ein Buch zu lesen, sondern einer klugen, witzigen Freundin zuzuhören. Ildikó von Kürthy schreibt in „Alt genug“ nicht in der Distanz einer Autorin, sondern in der Nähe einer Erzählerin, die ihr Leben einmal auf den Tisch legt – mit all seinen Ecken, Zweifeln, kleinen Triumphen und auch den unbequemen Wahrheiten.
Formal ist das Ganze eigentlich gar kein klassisches Sachbuch. Es ist eher ein Memoir, ein literarischer Gedankenstrom, der sich rund um einen einzigen Abend entfaltet: eine Geburtstagsparty, während der die Autorin gedanklich durch ihr Leben wandert. Diese Struktur mochte ich sehr. Zwischen Gesprächen, Beobachtungen und kleinen Momenten der Selbstreflexion entstehen Rückblicke auf Freundschaften, Liebe, Verluste und Ängste. Alles fügt sich Stück für Stück zu einem sehr persönlichen Gesamtbild.
„Bis hierhin habe ich es also geschafft.
Nicht unbeschadet, natürlich nicht, ziemlich angeschlagen sogar, aber eben doch letztlich nicht unterzu-kriegen. Die Lebensmitte ist überschritten, ich habe geliebte Menschen, etliche Illusionen, häufig den Mut und zweimal mein Portemonnaie inklusive sämtlicher Papiere verloren.“ (Auftakt des Buches)
Ildikó von Kürthy schreibt lebendig, selbstironisch und mit einem feinen Gespür für Pointen. Sie kann in einem Moment sehr humorvoll sein – etwa wenn sie über das Wunder des Mittagsschlafs oder das frühzeitige Verlassen von Partys spricht – und im nächsten Moment überraschend ehrlich über Themen schreiben, über die sonst eher geschwiegen wird: Wechseljahre, Medikamente, Selbstzweifel, das Älterwerden selbst. Gerade diese Mischung aus Leichtigkeit und Offenheit sorgt dafür, dass der Text nie belehrend wirkt. Man fühlt sich vielmehr eingeladen, mitzudenken.
Besonders berührt hat mich, wie sehr dieses Buch Verbindung schafft. Es ist voller kleiner Bekenntnisse, die zeigen: Niemand ist mit seinen Ängsten, Erwartungen oder Unsicherheiten allein.
Und obwohl sich das Buch stark mit der Lebensmitte beschäftigt, habe ich gemerkt, wie gut mir diese Lektüre auch unter 50 tut. Vielleicht gerade deshalb. Es wirkt ein bisschen wie ein Blick in eine Zukunft, die weniger beängstigend ist, als man manchmal denkt. Eine Zukunft, in der man lernt, nicht mehr allen gefallen zu müssen.
Für mich war „Alt genug“ deshalb fast wie Balsam für die weibliche Seele – besonders für die Seite in uns, die so lange versucht, Erwartungen zu erfüllen, angepasst zu sein und es allen recht zu machen. Dieses Buch flüstert einem leise zu: Irgendwann kommt der Moment, in dem man merkt, dass man frei ist, einfach man selbst zu sein.
Und vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis dieses Buches:
Alt genug zu werden heißt nicht, etwas zu verlieren – sondern endlich etwas loslassen zu dürfen.
von nil_liest - 2026-03-19 16:12:00


