Rezensionen
Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen
Roman
Autor: Milica Vučković
Erschienen 2025 bei Zsolnay, Paul;Booka
ISBN 978-3-552-07544-3
Wahre Liebe.... - 4 Sterne
Toxische Beziehungen – es ist schwer verdauliche Kost, die uns hier präsentiert wird. Außerdem ist die Geschichte von Ewa und Viktor eigentlich unscheinbar, zwar authentisch und sicher auch realistisch, aber keinesfalls irgendwie besonders. Was macht dieses Buch also trotzdem so lesenswert?
Die Autorin beschreibt die Dynamik in dieser Beziehung überaus lebendig, die emotionale Manipulation, die psychische und physische Gewalt, die Unterdrückung, die Abhängigkeit, das gnadenlos Klein-machen – diesen alltäglichen Terror, auf dem manchmal eine dünne Schicht Zuckerguss landet.
Außergewöhnlich für so ein schweres und heikles Thema ist jedoch die Selbstironie und die gute Portion tiefschwarzen Humors, mit der M. Vuckovic ihre Protagonistin erzählen lässt. Kein Selbstmitleid, keine Wehleidigkeit!
Interessant ist auch, dass keine Ursachen erforscht und auch keine Lösungen angeboten werden – weshalb das Ende dann gleichzeitig grauenhaft und witzig ist (wobei einem das Lachen im Halse stecken bleibt!) und mich nachdenklich und ein wenig schockiert zurücklässt.
Im Nachwort bedankt sich M. Vuckovic übrigens bei T.V., dass diese ihre persönliche Geschichte mit uns allen teilt, aber im Endeffekt geht es nicht nur um die Geschichte einer einzelnen Frau. Der Roman wird vielmehr zur Beschreibung eines Phänomens, das in der Realität vermutlich wesentlich häufiger auftritt als angenommen. Zu oft verstecken die betroffenen Frauen sich, zu gerne übernehmen sie die „Schuld“. Nicht umsonst ist das Buch Frauen gewidmet, die schweigen.
Hier bekommen sie eine Stimme!
Lesenswert!
Die Autorin beschreibt die Dynamik in dieser Beziehung überaus lebendig, die emotionale Manipulation, die psychische und physische Gewalt, die Unterdrückung, die Abhängigkeit, das gnadenlos Klein-machen – diesen alltäglichen Terror, auf dem manchmal eine dünne Schicht Zuckerguss landet.
Außergewöhnlich für so ein schweres und heikles Thema ist jedoch die Selbstironie und die gute Portion tiefschwarzen Humors, mit der M. Vuckovic ihre Protagonistin erzählen lässt. Kein Selbstmitleid, keine Wehleidigkeit!
Interessant ist auch, dass keine Ursachen erforscht und auch keine Lösungen angeboten werden – weshalb das Ende dann gleichzeitig grauenhaft und witzig ist (wobei einem das Lachen im Halse stecken bleibt!) und mich nachdenklich und ein wenig schockiert zurücklässt.
Im Nachwort bedankt sich M. Vuckovic übrigens bei T.V., dass diese ihre persönliche Geschichte mit uns allen teilt, aber im Endeffekt geht es nicht nur um die Geschichte einer einzelnen Frau. Der Roman wird vielmehr zur Beschreibung eines Phänomens, das in der Realität vermutlich wesentlich häufiger auftritt als angenommen. Zu oft verstecken die betroffenen Frauen sich, zu gerne übernehmen sie die „Schuld“. Nicht umsonst ist das Buch Frauen gewidmet, die schweigen.
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Lesenswert!
von HEYN Leserunde, Miriam Brandl - 2025-07-27 11:00:00
Der tödliche Ausgang von Sportverletzungen - 5 Sterne
Milica Vučković schildert in ihrem Roman die erschütternde Geschichte von Eva, die nach der Geburt ihres Sohnes Viktor trifft. Viktor ist Journalist und Schriftsteller und beeindruckt Eva mit großen Worten und Theorien.
Eva glaubt in ihm ihren Helden gefunden zu haben, doch er ist ein manipulativer Soziopath, der sie in eine zunehmend gewalttätige Beziehung zieht. Und als er es schafft, Eva nach Deutschland zu locken, wird alles nur noch schlimmer.
Das Buch hinterfragt das romantische Bild von Liebe und zeigt die dunklen Seiten emotionaler Gewalt. Mit schwarzem Humor und prägnanter Sprache erzählt die Autorin eine intensive, ungeschönte Geschichte über Missbrauch und Schweigen.
Eva glaubt in ihm ihren Helden gefunden zu haben, doch er ist ein manipulativer Soziopath, der sie in eine zunehmend gewalttätige Beziehung zieht. Und als er es schafft, Eva nach Deutschland zu locken, wird alles nur noch schlimmer.
Das Buch hinterfragt das romantische Bild von Liebe und zeigt die dunklen Seiten emotionaler Gewalt. Mit schwarzem Humor und prägnanter Sprache erzählt die Autorin eine intensive, ungeschönte Geschichte über Missbrauch und Schweigen.
von Elisabeth Mair aus der Athesia-Filiale in Naturns - 2025-07-23 09:35:38
„Bitte verlasse ihn!!!“, möchte man Eva zurufen… Großartiger, heftiger Roman über eine toxische Beziehung! - 5 Sterne
von Monika Hörner - 2025-05-20 15:45:17
Leben mit einem Soziopathen - 4 Sterne
Hier gibt es eine interessante serbische Autorin erstmals auf Deutsch zu entdecken. Milica Vučković beschreibt eine toxische Beziehung.
Eva ist eine junge alleinerziehende Mutter, die den egozentrischen Viktor kennen lernt, der sie und das Baby mit nach Deutschland nimmt.
Schon bald erweist sich Viktor als Kontrollfreak, der Eva physisch und psychisch misshandelt. Er hat soziopathische Züge und versteht es, Eva zu manipulieren.
Das Buch ist geprägt durch die Erzählperspektive mit Eva als Icherzählerin. Sie erzählt ruhig, manchmal fast gelassen, bis dann die eskalierenden Momente kommen. Trotz ein paar Versuche kann Eva sich nicht von Viktor lösen.
Das Thema der toxischen Beziehung ist weiterhin relevant und die Autorin schafft es sprachlich Ausdruck dafür zu finden.
Eva ist eine junge alleinerziehende Mutter, die den egozentrischen Viktor kennen lernt, der sie und das Baby mit nach Deutschland nimmt.
Schon bald erweist sich Viktor als Kontrollfreak, der Eva physisch und psychisch misshandelt. Er hat soziopathische Züge und versteht es, Eva zu manipulieren.
Das Buch ist geprägt durch die Erzählperspektive mit Eva als Icherzählerin. Sie erzählt ruhig, manchmal fast gelassen, bis dann die eskalierenden Momente kommen. Trotz ein paar Versuche kann Eva sich nicht von Viktor lösen.
Das Thema der toxischen Beziehung ist weiterhin relevant und die Autorin schafft es sprachlich Ausdruck dafür zu finden.
von yellowdog - 2025-03-29 12:01:00


