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Rezensionen

Der brennende Garten
Roman | Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2026

Autor: V. V. Ganeshananthan

Erschienen 2025 bei Tropen
ISBN 978-3-608-12474-3
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Der brennende Garten - 5 Sterne

Der Roman „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan wurde 2024 mit dem Women's Prize for Fiction und dem Carol Shields Prize geehrt.
„Der brennende Garten“ erzählt die bewegende Geschichte der jungen Tamilin Sashi, die in den 1980er Jahren in Jaffna, Sri Lanka, lebt und davon träumt, Ärztin zu werden. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka bricht aus und reißt ihre Familie auseinander, zwei ihrer Brüder und ihr Jugendfreund schließen sich den Tamil Tigers an. Sashi kämpft auf ihre eigene Weise für Gerechtigkeit und muss schließlich ins Exil nach New York.
V. V. Ganeshananthan schreibt mit einer ruhigen Stimme und mit viel Tiefgang. Man lernt aus dem Buch sehr viel über die Geschichte Sri Lankas, aber gleichzeitig vergießt V. V. Ganeshananthan nicht die Geschichte mit viel Empathie zu erzählen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Sashi erzählt, was dem Roman eine besondere Intimität und emotionale Tiefe verleiht.

Das Buch behandelt viele ernsten Themen. Es wird thematisiert, wie junge Menschen radikalisiert werden, wie sie in politische Bewegungen geraten und was das für ihre Angehörigen bedeutet. Es wird sehr gut beleuchtet und was Migration bedeutet, wie das Leben zwischen zwei Welten möglich ist.

„Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan ist ein meisterhaftes Werk, das keine leichte Lektüre ist. Der Roman ist bewegend, literarisch stark und von großer gesellschaftlicher Relevanz.
von Niko - 2025-12-15 15:05:00

Schwere Kost - 4 Sterne

Zum Inhalt:
Die sechzehnjährige Sashi will Ärztin werden so wie ihr Großvater und K, der Nachbarjunge. Doch dann passiert alles anders, denn in Sti Lamka bricht ein Bürgerkrieg aus, der auch ihre Familie in Mitleidenschaft zieht. Zwei ihrer Brüder und auch K schließen sich den Tamil Tigers an. Sushi kämpft auf ihre Art, muss aber am Ende flüchten, doch auch in New York kann die die Vergangenheit nicht abstreiten.
Meine Meinung:
Das Erschreckende an manchen Büchern ist, dass es Geschichten, in diesem Fall Kriege, gibt, die einem überhaupt nicht so bewusst sind bzw. waren. Umso schrecklicher zu lesen, was in diesem Bürgerkrieg so alles geschah und wie es das Leben der Menschen auf den Kopf stellt. Natürlich ist es ein Roman, aber man schon das Gefühl, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und viel genauso geschehen sein könnte. Die Protagonistin spricht den Leser oft direkt, so dass man noch mehr in die Geschichte gezogen wurde. Auch wenn man sicherlich nicht wirklich verstehen will, warum jemand Terrorist wird, aber man kann auch nicht komplett ignorieren, dass es Umstände geben kann, die so schwerwiegend sind, dass es dazu kommt.
Fazit:
Schwere Kost
von brauneye29 - 2025-10-20 14:10:00