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Rezensionen

Der letzte Mord am Ende der Welt
Kriminalroman | In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt

Autor: Stuart Turton

Erschienen 2025 bei Tropen
ISBN 978-3-608-50261-9
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Dystopischer Krimi mit 'Locked Room'-Atmosphäre - 5 Sterne

Mit seinem neuesten Krimi hat sich Stuart Turton wieder einmal selbst übertroffen. 'Der letzte Mord am Ende der Welt' hat mich von Anfang bis zum Schluss gefesselt.

Stuart Turton bewegt sich zwischen den Genres und so ist ein genialer Mix aus Krimi, Sci-Fi und Dystopie entstanden. Der Autor hat ein erschreckendes Zukunftsszenario erschaffen. Die Menschheit ist nahezu ausgerottet. Nur eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern hat es geschafft auf einer griechischen Insel eine Zuflucht vor dem giftigem, tötlichen Nebel zu schaffen. Die Ältesten, wie sie sich nennen, sorgen für Sicherheit auf der Insel. Die wenigen Dorfbewohner sorgen für Nahrung, kümmern sich um die Tiere und bewirtschaften Felder. Jeder einzelne hat seine Aufgabe; der Tagesablauf verläuft nach den Regeln der Ältesten, bis einer von ihnen ermordet wird und die Sicherheitsschranken, welche den tötlichen Nebel von der Insel abschirmen, hochgefahren werden. Um die letzten Überlebenden zu retten, muss der Mörder entlarvt werden, andernfalls wird die Menschheit endgültig aussterben. Dorfbewohnerin Emory stellt sich der nahezu unmöglichen Aufgabe. Mit ihrer Neugier und ihrer rebellischen Art , die sie grundlegend von den anderen Dorfbewohner unterscheidet, beginnt sie Fragen zu stellen. Was ist in der Nacht des Mordes passiert? Warum wurde Niema getötet und wieso kann sich niemand erinnern?

Schnell ist klar, dass auf der Insel etwas nicht mit rechten Dingen zu geht. Ich fand es so spannend die vielen Geheimnisse ans Licht zu zerren, tief in die dunklen Abgründe der Menschen zu blicken und Rätsel um Rätsel zu entschlüsseln. Genial fand ich gerade zu Beginn den geheimnisvollen Ich-Erzähler, dessen Identität zwar relativ schnell gelüftet wird, der aber auch später für viele Überraschungen sorgt. Überhaupt steckt das Buch voller unvorhersehbarer Wendungen und Plotttwists, welche den Spannungsgrad hoch halten. Und ich habe die 'Locked Room'-Atmosphäre geliebt.

Fazit:
Ein großartiger Krimi aus der Feder von Stuart Turton, mit einem erschreckenden Zukunftsszenario, dunklen Geheimnissen und überraschenden Wendungen und Enthüllungen. Ein Highlight!
von April1985 - 2025-05-15 20:00:00

von allem etwas - 4 Sterne

Der letzte Mord am Ende der Welt ist nicht mein erstes Buch von Stuart Turton und wie auch die anderen Bücher verlangt dieses ein großes Maß an Konzentration beim Lesen.

Eine griechische Insel ist der letzte Ort auf der Erde, der für Menschen bewohnbar ist und 122 Personen leben dort geschützt vor dem tödlichen Nebel der Welt. Als das Schutzsystem der Insel durch einen Mord ausfällt, haben die Bewohner genau 107 Stunden Zeit den Mörder zu finden und ihre Welt vor dem Untergang zu schützen. Soweit so gut. Die Gesellschaft auf der Insel besteht aus drei Ältesten, die quasi verehrt werden und der jüngeren Generation, die den Ältesten dienen. Geleitet wird die Welt von einer KI, die vernetzt mit den Gehirnen der Bewohner alle Gedanken und Geschehnisse auf der Insel mitbekommt. Sie ist in gewissem Sinne der Kopf der Insel.

Nach einem spannenden Einstieg, von dem ich durch den Klappentext schon einiges wusste, begann die Geschichte für mich ein wenig auseinander zu fallen. Es gab für viele unterschiedliche Szenarien Informationen, die sich mir nicht immer auf den ersten Blick erschlossen.
Nach einer Lesepause gelang mir dann allerdings wieder ein sehr guter Einstieg und die einzelnen Figuren, besonders Emory sind mir näher gekommen.

Meine Erwartung an das Buch war eine gänzliche andere, als die, die ich letztendlich bekommen habe. Dennoch konnte mich dieses Genre Mix insgesamt gut unterhalten, auch wenn einige Informationen für mein Empfinden überflüssig waren und etwas von der Spannung nahmen.
von Nele33 - 2025-04-21 13:54:00

Aussergewöhnlicher SF/Dystopie-Krimi mit einigen Überraschungen - 5 Sterne

Wir befinden uns im Jahre 90 nach der Apokalypse. Der ganze Erdball ist von einem todbringenden schwarzen Nebel umgeben. Der ganze Erdball? Nein, ein von unbeugsamen Personen bevölkertes Dorf auf einer Insel im Mittelmeer hört nicht auf, dem Nebel Widerstand zu leisten.
Mit diesem Worldbuilding beginnt Stuart Turtons neuester Roman, welchen er selbst als Sciencefiction-Apokalypse-Roman bezeichnet. Wirft das Setting an sich bereits viele Fragen auf, setzt der Autor gleich im Prolog noch eins obendrauf und konfrontiert uns mit der Behauptung: „Es muss jemand sterben, damit dieser Plan funktioniert.“ (Zitat) Damit war gleich auf der ersten Seite meine Neugier geweckt: Welcher Plan? Wer muss sterben? Wie und Warum? Und was ist bitte vor 90 Jahren geschehen?!
Mit dieser Erwartungshaltung startete ich voller Neugier in den Roman, fieberte (so merkwürdig das auch klingen mag) der geplanten Tat von Kapitel zu Kapitel immer mehr entgegen und sog jedes Detail zu dieser Insel und ihren Bewohnern regelrecht in mich auf. So nach und nach kristallisierten sich immer mehr Auffälligkeiten rund um das Dorf heraus. So können alle eine Stimme in ihrem Kopf hören, die Stimme einer Entität namens Abi, welche die Gedanken der Leute lesen kann. Und so einiges mehr. Hinzu kommen einige weitere Auffälligkeiten, welche ich hier nicht spoilern möchte, das wäre schade um den Überraschungseffekt. Jedenfalls stechen immer mal einige Personen aus dem Dorfidyll heraus wie z. B. Emory, die den Wissenschaftlern (so eine Art nicht alternde Gruppe von Dorfältesten) eindeutig zuviele Fragen stellt. Doch ebendiese Emory soll kurz darauf den Mord an einer Wissenschaftlerin aufklären, während der tödliche Nebel die Insel bald zu überfluten droht. Ein Rennen nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen tödliche Pläne eines oder einer Unbekannten.
Ein aussergewöhnlicher Roman, welcher mir viel Spaß gemacht hat und einen wirklich kniffligen Fall beinhaltet. Knifflig vor allem auch deswegen, weil es zugleich diverse Geheimnisse aus der Vergangenheit zu klären gilt. Erschwerend kommt hinzu, dass den Bewohnern der Insel die Erinnerungen aus der Nacht des Mordes fehlen, als wären diese aus den Köpfen der Leute herausgelöscht worden.
Mir gefiel das schrittweise Aufdecken von Spuren und Hinweisen, mit welchen Emory zu jonglieren versucht, ohne zunächst das Ende des roten Fadens zu finden. Einige Details waren regelrecht schockierend, andere zunächst verwirrend. Bei der Personenauswahl beschränkt der Autor sich auf eine kleine Gruppe der Inselbewohner, so dass es übersichtlich bleibt. Die im Buch abgedruckte Karte der Insel ist ebenfalls ganz hilfreich, um einige Vorgänge besser nachverfolgen zu können. Und das Cover bietet einen Blick aus Richtung des Nebels über das haiversuchte Meer zum Leuchtturm der Insel mit Vulkankrater und Seilbahn im Hintergrund (für die Handlung nicht unwichtige Details).
Wer Interesse hat, einen aussergewöhnlichen Mordfall in einer noch aussergewöhnlicheren Zukunft zu lösen, wird auf Stuart Turtons Insel am Ende der Welt spannende Unterhaltung finden.
von C. P. - 2025-03-21 20:19:00

Sehr fesselnd - 4 Sterne

Auf einer letzten bewohnten Insel im griechischen Mittelmeer befinden sich noch Menschen. Nur auf dieser Konklave existiert noch Leben, weil Wissenschaftler durch ein kompliziertes Abwehrsystem auf der Insel die Bewohner damit schützen. Doch dann passiert ein Mord. Es muss innerhalb von 107 Stunden entdeckt werden, wer der Mörder ist. Sonst hat die Insel keinen Schutz mehr und die letzten Menschen werden auch sterben.

Der Autor Stuart Turton hat einen großartigen dystopischen Roman geschrieben. Ich war schon sehr gespannt auf sein neuestes Buch. Der Farbschnitt in Verbindung mit dem Cover gefällt mir sehr. Der Schreibstil ist fesselnd. Am Anfang gibt es eine Namensliste. Sie hat mir beim Lesen sehr geholfen, mit den unterschiedlichen Charakteren klar zu kommen. Es braucht ungefähr bis zur Hälfte des Buches, dass Spannung aufkommt. Die Handlung hat unerwartete Wendungen. Stuart Turton hat sich wieder eine fantastische Story ausgedacht, die mich total verblüfft hat. Ich freue mich auf sein nächstes spannendes Werk.

Sehr fesselnde Dystopie.
von Kunde - 2025-03-11 21:06:00

Wieder ein besonderer Roman - 5 Sterne

Ein tödlicher Nebel breitete sich vor Jahrzehnten über die Erde aus und tötete alles. Nur ein kleiner Teil Menschen konnte sich auf eine griechische Insel retten und eine Barriere errichten. Dort lebte man seitdem sicher und zufrieden, bis ein Mord geschieht.

Stuart Turton ist ein besonderer Autor. Jedes seiner Bücher ist anders, er wandert durch die Genre und schreibt Bücher, die originell und wenig vorhersehbar sind, bisher mochte ich alle, und dieses natürlich auch. Es strotzt, wie von ihm gewohnt, nur so vor Unerwartetem, vor Überraschungen, ist gesellschaftskritisch und hat eine Message, und ist – dennoch – sehr unterhaltsam und spannend. Wieder bin ich sehr gespannt, was Stuart Turton mir als nächstes anbieten wird.

Doch zunächst zurück zu diesem Roman. Ich fühlte mich sofort mittendrin, lernte die Charaktere und die, recht begrenzte Welt, kennen, und wunderte mich auch schon über so manches. Ich werde hier wenig darüber verraten, denn Stuart Turtons Romane muss man von Anfang an auf sich wirken lassen, und ich will keine Überraschung verderben.

Nach und nach lernt man immer mehr immer tiefer kennen, nicht nur die Charaktere, wobei sich der Autor von den über hundert, die es hier gibt, auf nur ein paar wenige beschränkt, was auch gut ist, und diese wenigen sind letztlich die Hauptdarsteller:innen der Geschichte, die hier erzählt wird. Es gibt neben dem Mord viele Geheimnisse, die es zu ergründen gibt, von denen die Leser:innen und auch die Charaktere erst einmal noch gar nichts wissen. Ich habe schnell angefangen, mitzurätseln, aber die Geschichte ist letztlich sehr komplex.

Interessant ist die Erzählstimme in Ich-Form, über die ich aber ebenfalls wenig preisgeben möchte. Sie ist von Anfang an da, und auch über sie kann man sich seine Gedanken machen. Erzählt wird bildhaft, und obwohl die Erzählstimme viel weiß, verrät sie erst einmal wenig. Erst am Ende ergibt sich das gesamte Bild, und das finde ich letztlich gut und logisch hergeleitet. Zwischendurch habe ich mich immer einmal wieder aufgeregt über den einen oder anderen Charakter, vor allem über einen, dessen Motivation ich nicht immer ganz nachvollziehen konnte, den ich am Ende aber doch im wesentlichen verstanden habe.

Die Geschichte ist sehr spannend und hat mich, wie bereits erwähnt, immer wieder überrascht. Manche Geheimnisse werden bereits relativ früh, aber immer der Geschichte geschuldet, enthüllt. Das Buch enthält eine Karte der Insel, ich konnte sie mir aber auch so gut vorstellen.

Stuart Turton ist es auch mit seinem dritten Roman wieder gelungen, mich zu überzeugen. Auch dieser ist wieder besonders, voller Überraschungen, gelungener Charaktere und einer komplexen Geschichte. Chapeau Mister Turton!
von PMelittaM - 2025-03-08 22:43:00

Ein Kriminalroman, der in einer völlig anderen Welt spielt - 5 Sterne

Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Es war das erste das ich von dem Autor gelesen habe und ich bin völlig in den Bann des Buches gezogen worden. Es war unglaublich spannend und ich konnte es fast kaum aus der Hand legen.
Der Schreibstil war unglaublich und auch die Geschichte ist mit keiner anderen vergleichbar.

Der Aufbau der Welt in dem Buch war einzigartig und besonders. Es ist in diesem Buch so viel passiert und war alles andere als langweilig. Das Buch ist ebenfalls eine Kritik an unserer heutigen bestehenden Welt, in der es viel Gewalt und Ungerechtigkeit gibt und in der es fast nur noch um Macht, Geld und Territorien geht. Es ist wie ein Anstoß, dem zu entkommen und sich dieser Welt entgegenzusetzen. Wie der Untergang einer blühenden aber kaputten Welt. Ebenfalls ruft es dazu auf Autoritäten zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was einem weiß gemacht werden soll.

Sowohl innerlich, als auch äußerlich ist das Buch wunderschön. Das Cover und der Farbschnitt passen perfekt zum Inhalt und sind wunderschön gestaltet.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der unvorhersehbare und spannende Geschichten mit tollen und kontroversen Charakteren mag, mit einem interessanten und völlig neuem Setting.
von booklover3 - 2025-03-02 22:05:00

Countdown zum Ende der Menschheit - 5 Sterne

Eine kleine Insel im griechischen Mittelmeer ist der letzte bewohnte Ort der Welt. Ein Abwehrsystem hat bisher einen tötlichen Nebel von der Insel ferngehalten, die von drei Wissenschaftlern und etwa 120 Dorfbewohnern bewohnt wird. Nach dem Mord an einer der Wissenschaftlerinnen schaltet sich dieses System ab. Dorfbewohnerin Emory bleiben ca. 100 Stunden, um den Mörder zu finden und so das Ende der Menschheit aufzuhalten.

Ich lese gelegentlich ganz gerne Krimis bzw. Thriller. Bei "Der letzte Mord am Ende der Welt" von Stuart Turton hat mich die Kombination zwischen Mordermittlung und dystopischem Setting besonders angesprochen. Der drohende Untergang der Menschheit, als Folge einer ergebnislosen Ermittlung, ist natürlich eine ganz besondere Herausforderung. Mehr noch als die Suche nach dem Mörder, haben mich die Geheimnisse der Insel in ihren Bann gezogen. Man spürt schon auf den ersten Seiten, dass nicht alles, was die Dorfbewohner glauben die Wahrheit sein kann. Besonders auffällig sind die ungleichen Rechte zwischen den drei Wissenschaftlern und der restlichen Bevölkerung. Auch die Absichten der KI bleiben lange unklar. Insofern kann man im Verlaufe des Buches auf jeden Fall mit der ein oder anderen überraschenden Wendung rechnen. Die Bedrohung durch den Nebel ist spürbar, trotzdem schafft der Autor es, dass die Geschichte nicht allzu hektisch wird. Das Setting einer einsamen, abgeschiedenen Insel ist nicht ganz neu, aber sehr gut gewählt. Besonders Emorys Charakter habe ich sehr gemocht. Sie ist die einzige der Dorfbewohner, die Dinge hinterfragt und somit die einzige die zu Mordermittlungen in der Lage ist.

Fazit: Als Genremix ist dieses Buch absolut genial geschrieben und wirklich empfehlenswert.
von Anjulia - 2025-02-26 01:36:00

Die Menschlichkeit am Ende der Menschheit - 5 Sterne

Turton erschafft in "Der letzte Mord am Ende der Welt" eine spannende dystopische Welt, in der es um nicht weniger als das Überleben der Menschheit geht.
Ein tödlicher Nebel hat alles bis auf eine kleine Insel verschluckt, lediglich eine Barriere schützt die letzten 122 Überlebenden. Durch einen Mord droht diese Barriere jedoch deaktiviert zu werden - und der Countdown zum Entlarven des Täters läuft.

Die erschaffene Welt fand ich gut ausgearbeitet, schon nach wenigen Seiten wollte ich immer mehr erfahren. Eine Karte zu Beginn hilft super bei der Visualisierung, vieles wird aber noch zusätzlich ausführlich beschrieben. So spielt sich das Leben der Dorfbewohner hauptsächlich in einem heruntergekommenen Militärstützpunkt ab und ist von Einfachheit geprägt: Gemeinsame Mahlzeiten und Feste, verschiedene Berufe zum Erhalt des täglichen Lebens, gesellschaftliche Vorgaben.
Hierzu im Kontrast steht die Welt der verbliebenen Wissenschaftler, die aus einer Zeit hochmodernen Technik stammen. Eine echt spannende Mischung, genau wie die Genres des Buchs: Es ist kein klassischer Krimi, aber dabei mindestens genauso spannend. Statt nur über den Täter zu rätseln, sammeln sich auch zahlreiche Fragen über diese Welt, die Neugier lässt die Seiten nur so dahinfliegen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Abi, einer KI, die die Gedanken jedes Bewohners lesen kann. Diese tritt aber meistens in den Hintergrund, sodass man die Handlung indirekt über einzelne Charaktere verfolgt. Hier war eine bunte Mischung an Charakteren gegeben und auch ihre Beziehungen zueinander kamen nicht zu kurz.
Die Kapitellänge habe ich als genau richtig empfunden, auch der Schreibstil war angenehm zu lesen.
Für Fans von dystopischen Welten nur zu empfehlen!
von Ryria - 2025-02-24 20:03:00

Welt ohne Leid - 5 Sterne

"So wie Niema redet, klingt es, als wären ihre Träume Fische, die ihr bereitwillig ins Netz schwimmen. Aber die Gewässer, mit denen sie es zu tun hat, sind äußerst trüb und bergen sehr viel schlimmere Gefahren, als sie zu erkennen vermag."

Ein leuchtender Nebel hat die Apokalypse gebracht. Nur auf einer griechischen Insel gibt es hinter einem Abwehrmechanismus, aufrecht gehalten von drei Wissenschaftlern, noch menschliches Leben. Als Ältere leiten sie die Dorfbewohner an. Doch schon bald spürt man, dass die Älteren und die Dorfbewohner sich sehr unterscheiden. Und wer erzählt eigentlich diese Geschichte und kennt jeden Gedanken der Inselbewohner? Dann geschieht ein Mord, und niemand hat mehr Erinnerungen an die Nacht der Tat...

Stuart Turton schafft es, mit jedem Buch nicht nur, einen spannenden Krimi zu liefern, sondern auch ein grundverschiedenes Setting. Diesmal integriert er Science Fiction Elemente. Dorfbewohnerin Emory steht bei ihren Ermittlungen unter hohem Zeitdruck: Gelingt es ihr nicht, den Mordfall rechtzeitig aufzuklären, wird der giftige Nebel auch die Insel verschlingen. Emory sieht sich einem wahren Gespinst an Rätseln und Spuren gegenüber. Turton überbietet sich selbst mit immer neuen Finten und Wendungen, was die Story sehr fesselnd macht, aber leider auch zu Lasten der Tiefe der Protagonisten geht. Diese fand ich in seinem "Der Tod und das dunkle Meer" tatsächlich gelungener. Dennoch hat sich Turton ein weiteres Mal als Garant für einzigartige Krimikost erwiesen, die der Verlag diesmal mit Farbschnitt besonders schön verpackt hat.
von Sago - 2025-02-23 20:20:00