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Rezensionen

Der Sternenstaubdieb
The Sandsea Chronicles | In limitierter Erstauflage mit wunderschön gestaltetem Farbschnitt

Autor: Chelsea Abdullah

Erschienen 2025 bei Klett-Cotta
ISBN 978-3-608-96613-8
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Testleserin MARAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (17 Jahre, Innsbruck) - 4 Sterne

Testleserin MARAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (17 Jahre, Innsbruck)

Loulie ist weithin bekannt als die Mitternachtshändlerin. Zusammen mit Quadir, einem Dschinn, spürt sie magische Gegenstände auf, sogenannte Relikte, die sie dann teuer verkauft – ein gefährliches Geschäft, da diese Magie illegal ist und Dschinn in diesem Land erbittert gejagt werden.
Doch sie wird vom Sultan aufgespürt. Er will, dass Loulie die berüchtigte Dschinn-Lampe für ihn findet. Wenn man von königlichem Blut ist, kann man den darin eingesperrten Dschinn kontrollieren.
Der Kronprinz Omar, ein bekannter Dschinnmörder, und seine Gehilfin und Räuberin Aisha begleiten Quadir und Loulie auf der beschwerlichen Reise durch die Wüste. Sie dürfen auf keinen Fall erfahren, dass Quadir ein Dschinn ist.
Was Loulie und Quadir nicht wissen, ist, dass gar nicht Omar mit ihnen reist, sondern sein Bruder Mazen, der Omars Gestalt angenommen hat.
Welche Absichten verfolgt Omar indem er zurückbleibt, und welche Gefahren erwarten sie in der Wüste?

Eine spannende Reise beginnt, hinter jeder Ecke eine neue Gefahr, ein neues Erlebnis.
Je weiter man liest, desto mehr erfährt man über Quadirs geheimnisvolle Vergangenheit und desto komplexer und dadurch spannender wird die Geschichte. Obwohl verschiedene Dinge passieren und man immer mehr über die Hauptpersonen herausfindet, zieht sich ein roter Faden durch das Buch und man kann der Geschichte gut folgen. Durch sich abwechselnde Erzählperspektiven erhält man einen Einblick in die Gedanken von Loulie, Mazen und Aisha, was das Lesen noch interessanter macht.
Im Buch werden auch einige arabische Begriffe benutzt, die am Beginn erklärt werden, was meiner Meinung nach gut zum Setting dazu passt.
Zusätzlich gibt es noch eine Karte, wo man die Reise der kleinen Gruppe verfolgen kann.
von Tyrolia-Testleser - 2026-04-11 13:12:00

Der Sternenstaubdieb - 5 Sterne

Testleserin LENA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (16 Jahre, Mieming)

Loulie al Nazari ist in ganz Madinne als die Mitternachtshändlerin bekannt. Gemeinsam mit ihrem besten Freund und Leibwächter Quadir verkauft sie magische Relikte mit Dschinn Magie. Doch was niemand wissen darf: Quadir ist ein Dschinn. Seit die Frau des Sultans kaltblütig von einem Dschinn ermordet wurde, werden diese im ganzen Land unerbittlich gejagt. Außerdem ist der Verkauf von magischen Relikten strengstens verboten. Als der Sultan Loulie auf die Schliche kommt, bietet er ihr einen Deal an. Entweder sie stirbt oder sie findet für ihn eine magische Lampe. Loulie hat keine Wahl. Sie muss dem Deal zuzustimmen. Doch der Sultan will sie nicht alleine gehen lassen. Deshalb schickt er seinen Sohn Omar, den Dschinn Mörder mit auf die Reise. Loulie ist alles andere als begeistert, aber sie kann keinen Rückzieher machen. Auf der Reise gibt es unerwartete Komplikationen und Loulie muss sich fragen, auf welcher Seite Omar steht...

Ich fand das Buch sehr cool! Da es sehr viele Seiten hat, brauchte ich ziemlich lange, um es zu lesen. Trotzdem war es durchgehend spannend! Zum Ende hin wurde es nochmal so richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Meine Lieblingsfigur war Quadir. Ich fand es sehr cool, dass er so viele Geheimnisse hatte. Dieser Umstand hat das Buch noch interessanter gemacht. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Vor allem, wenn man gerne Fantasy liest!
von Tyrolia Testleser:in aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2026-01-24 14:21:34

Geheimnisse verborgen im Wüstensand - 4 Sterne

Chelsea Abdullah hat mich in eine Welt voller Wunder, beeindruckender Djinnmagie, Wüstensand, aber auch voller Gefahren entführt. Der 'Sternenstaubdieb' liest sich wie ein Märchen aus 1001 Nacht, spannend und sehr einnehmend, aber auch unerwartet blutig und brutal.

Es geht um Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari, welche gemeinsam mit ihrem Djinn-Gefähren Qadir magische Relikte aufspürt und diese auf dem Nachtmarkt verkauft. Mit ihren speziellen Fähigkeiten zieht Loulie auch die Aufmerksamkeit des Sultans auf sich. Dieser lässt Loulie verhaften, um sie für seine eigenen Zwecke einzusetzen. Loulie soll für ihn eine verschollene Lampe finden. Gemeinsam mit dem Sohn des Sultans, einem Djinnjäger und Anführer der berüchtigten 40 Räuber, und und dessen Bandenmitglied Aisha brechen Loulie und Qadir zu der gefährlichen Mission in die Wüste auf.

Und diese Reise hat es in sich. Nahezu überall lauern tötliche Gefahren und jeder der Reisegesellschaft scheint seine dunklen Geheimnisse zu hüten.

Chelsea Abdullahs Schreibstil hat mich durch die Geschichte getragen, die sich mit ihren vielen eingewobenen Märchen und Erzählungen wie ein Geschichte aus 1001 Nacht liest. Besonders faszinierend fand ich die Djinnmagie und die Relikte, welche den Menschen unglaubliche Fähigkeiten verleihen.

Im Mittelteil hat mich das Buch zwar kurzzeitig etwas verloren, und es ging etwas langsam voran, umso mehr haben mich die Enthüllungen und Wendungen vereinnahmt, durch die ich immer weiter lesen wollte. Und von dem Ende mag ich gar nicht erst reden. Ich brauche unbedingt Band 2!

Fazit:
Eine Geschichte entsprungen aus Sternenstaub und Djinn-Magie, mit einem tollen orientalischen Setting und einer gegensätzlichen Reisegruppe, die man nicht so schnell vergisst. Großartige Fantasy!
von April1985 - 2025-05-15 20:43:00

Wilde Magie - 5 Sterne

" 'Was bedrückt dich, Mazen?'....'Das Übliche', erwiderte Mazen. 'Dschinn, Schatten, Alpträume.'"

Was für eine herrliche Neuinterpretation der Geschichten um 1001 Nacht! Dabei ist die Story selbst eine ganz neue und originelle, aber Motive wie die 40 Räuber, die Wunderlampe und die Geschichtenerzählerin sind geschickt darin verwoben.

Loulie Al-Nazari ist bekannt als die Mitternachtshändlerin, denn sie verkauft magische Artefakte, die sie mit Hile des Dschinns Qadir aufspürt. Qadirs wahre Natur kennt nur Loulie, denn die Dschinn sind Gejagte. Ihr silbernes Blut lässt selbst in der Wüste Oasen erblühen.

Als Loulie vom Sultan gezwungen wird, ihm eine magische Lampe zu finden, werden sie und Qadir scheinbar vom Sultanssohn Omar, dem berüchtigten Dschinnjäger und Sternenstaubdieb, begleitet. Doch in Omars Körper steckt ein ganz anderer und das ist noch lange nicht die größte Enthüllung, die Loulie erwartet...

Was für ein einzigartiges Magiesystem, gesponnen um die Kräfte der legendären Dschinn, hat die Autorin da ersonnen! Nur auf den Einbau eines nonbinären Dschinn, dessen Neopronomen den Text an zum Glück nur wenigen Stellen fast zur Fremdsprache werden lassen, hätte ich gern verzichten können. Ansonsten hat mich einfach alles begeistert: der ebenso mysteriöse wie mürrische Qadir, die starke Loulie, Prinz Mazen, der ein Protagonist mit weichen Seiten sein darf, die farbenprächtige und fantasievolle Erzählung. Wie schön, dass das Buch ein Teil der Sandsea Chronicles ist. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Dann heißt es wieder: "Lass uns über Lügen und Wahrheiten sprechen und über die Geschichten, die sich dahinter verbergen."
von Sago - 2025-05-13 23:01:00

Außergewöhnliche Fantasy im Setting von 1001 Nacht - 5 Sterne

Loulie hat viele Namen, aber die meisten kennen sie als die Mitternachtshändlerin, welche ein besonderes Händchen dafür hat, magische Dschinn-Relikte zu finden. Schließlich wird auch der Sultan auf sie aufmerksam und beauftragt sie damit, eine magische Lampe zu finden. Da er ihr keine Wahl lässt, macht sie sich auf die Reise durch die Wüste – auch wenn sie weiß, dass die Erfüllung ihres Auftrags den Untergang bedeuten könnte…

Der Klappentext zu diesem Buch hörte sich richtig spannend und nach meinem Geschmack an und auch die Stimmen zur englischen Originalausgabe waren durchweg positiv, deswegen wollte ich es unbedingt lesen, auch wenn ich mir mit langen Büchern gerade etwas schwertue.

Und ich wurde auf jeden Fall belohnt! Es ist definitiv kein Buch, das man auf einen Rutsch durchliest. Aber das wäre auch wirklich schade, denn dann könnte man die vielen spannenden Entwicklungen und die sensible Dynamik zwischen den einzelnen Figuren gar nicht richtig auf sich wirken lassen.

Obwohl das Setting und das System der Dschinn-Magie an sich schon sehr reizvoll und mitreißend ausgearbeitet sind, lag es für mich auf jeden Fall zum großen Teil an den so individuell geschriebenen Figuren mit ihren jeweiligen Hintergrundgeschichten, dass ich so gerne in dieses Buch abgetaucht bin.

Fazit: Die Geschichte hat alle Erwartungen voll und ganz erfüllt und mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern können. Ich bin beim nächsten Teil auf jeden Fall dabei. Klare Leseempfehlung!

von SalMar - 2025-04-09 10:49:00

märchenhaft-magisch mit vielen Geheimnissen und Wendungen - 4 Sterne

Loulie al-Nazari verkauft als Mitternachtshändlerin magische Dschinn-Artefakte. Damit erregt sie die Aufmerksamkeit des Sultans, der sie festnehmen lässt. Sie soll für ihn eine mächtige, magische Lampe finden. Dabei wird sie vom Sohn des Sultans, dem Dschninnmörder-Prinzen, begleitet, den Loulie nicht ausstehen kann. Da der Weg sehr gefährlich ist, sind sie zur Zusammenarbeit gezwungen.

Das märchenhafte Setting hat mir unglaublich gut gefallen: endlose Wüsten, eine magische Wunderlampe, 40 Räuber…
Die facettenreiche Welt wird immer detaillierter, je weiter die Geschichte voranschreitet. So manche Annahme der Menschen wird im Verlauf durch die Dschinn und ihr Wissen über die Geschichte richtig gestellt. Dabei musste ich mich erst in die Welt mit all ihren Eigenheiten hineinlesen. Ein Glossar hilft, sich in den arabischen Begrifflichkeiten zurechtzufinden.

Das Geschehen wird aus der personalen Perspektive verschiedener Figuren geschildert, die ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Jeder Charakter trägt seine Geheimnisse mit sich herum, nicht zuletzt die eigene Identität betreffend. Die ganze Geschichte steckt voller Geheimnisse, Lügen, Machtspielchen und Intrigen, sodass es immer wieder zu Wendungen innerhalb der Handlung kommt.

Loulies Suche nach der Lampe führt sie auf abgelegene Pfade, die sie immer wieder mit verschiedenen Gefahren, aber auch mit neuen Erkenntnissen zur Geschichte des Reiches und der Dschinn konfrontieren. Dabei ist es nicht immer leicht, zwischen Freunden und Feinden zu unterscheiden und aus so mancher Zwangsgemeinschaft entwickeln sich Verbündete.
Über weite Strecken fand ich das Geschehen sehr spannend und habe bei all den Schwierigkeiten mit den Figuren mitgefiebert. Allerdings hatte die Handlung für mich auch kleine Längen.

Es handelt sich um einen Fantasyauftakt voller Magie und ungewöhnlicher Wesen. Liebesdramen sucht man vergeblich. Ich bin gespannt auf den zweiten Band.

Fazit

Ein märchenhaftes, orientalisches Setting voller Magie, Geheimnisse und Intrigen, in der die Figuren immer wieder von neuen Gefahren überrascht werden, überraschende Entdeckungen machen und unerwartete Bündnisse schließen.
von Anja - 2025-04-04 20:25:00

Tolles Setting, sonst einige Schwächen - 3 Sterne

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah ist eine fantastische Geschichte, die mit ihrem wunderbaren Setting punktet, mich aber dennoch nicht überzeugen konnte.
Der Roman dreht sich um die drei Protagonist:innen (eine Mitternachtshändlerin, einen Prinzen und eine Räuberin), magische Relikte, und die Dschinn. Dabei fließen Elemente aus der arabischen (Erzähl-)Kultur mit ein, was der Geschichte eine gewisse Authentizität und auch etwas Magisches verleiht.
Leider können die Charaktere nicht so punkten wie das Setting. Sie bleiben oberflächlich und unnahbar, und einige Male habe ich ihr Verhalten einfach nicht nachvollziehen können. Ich hatte mehrmals das Gefühl, der Roman weiß nicht so genau, ob er YA- oder Erwachsenenliteratur sein möchte, und so sind die Protagonist:innen zwar schon erwachsen, verhalten sich aber oft nicht so. Ich bin mit keiner der Personen wirklich warm geworden, und hatte auch nicht das Gefühl, dass es zwischen den Charakteren genug Verbindungen gab.
Beim Erzählstil bin ich zwiegespalten. Einerseits gab es Passagen, in denen das Pacing gut gepasst hat und die Sätze sich flüssig aneinandergereiht haben. Dann aber gab es Stellen, da wurde viel zu langsam oder auch wirr erzählt (am Anfang habe ich eeeewig gebraucht, um in die Geschichte zu kommen, was meiner Meinung nach an den ständigen Perspektivwechseln lag), und teilweise gab es auch einige Wiederholungen (ich habe nicht mitgezählt, wie oft jemand ein Lächeln versteckt, aber vermutlich reichen meine beiden Hände nicht aus) und irrelevante Erzählungen.
Sprachlich war es mir oft ein wenig zu einfach bzw. zu deutlich. Die Autorin erzählt zu viel und zeigt zu wenig. Dadurch passiert es auch oft, dass man als Lesende Dinge längst durchschaut hat, die dann noch einmal lang und breit erklärt werden (auch das ein Indiz, dass der Roman vielleicht eher für ein jüngeres Publikum gedacht war). Ich habe einige Rezensionen gelesen, in denen kritisiert wird, dass hier stellenweise genderneutrale Pronomen verwendet werden. Ja, es ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig und etwas sperrig, aber man gewöhnt sich daran. Und ich finde es gut, dass Versuche unternommen werden, wie man das sprachlich ausdrücken kann. Was mich in dem Zusammenhang mehr gestört hat, war, dass zwar die Pronomen neutral waren, einige andere Wörter aber nicht, und dadurch wirkt es etwas unausgegoren. So wird zum Beispiel im Zusammenhang mit einem nicht-binären Dschinn von „König“ geredet. Außerdem ist in anderen Bereichen die Sprache dennoch problematisch. Wenn etwa die Rede davon ist, dass jemand sich „eine Frau genommen hat“. Oder dass Mazen ein Mädchen, das er sieht, einfach „haben muss“. Puh, ich dachte, da sind wir schon weiter…
Insgesamt eine nette Geschichte, aber auch nicht mehr. Ich würde sie definitiv unter YA-Fantasy verbuchen, ansonsten müsste ich noch mindestens einen halben Punkt abziehen.
von EvaLiest - 2025-03-24 20:09:00

Fantasievoll und magisch erzählt - 4 Sterne

Nicht nur die vier eigebauten Geschichten verströmen Tausendundeine Nacht-Vibes, sondern auch das detailreich beschriebenen Setting bietet die besten Vorraussetzungen, um tief in diese Welt einzutauchen, in der alles möglich scheint. Erzählt wird in der dritten Person aus den drei Perspektiven der Mitternachtshändlerin Loulie, Prinz Mazen und der Diebin Aisha.

«Der Sternenstaubdieb» ist der Auftakt der Sandsea Chronicles - Trilogie und das spürt man besonders, wenn sich die Handlung zieht, weil die Beschreibungen überhand nehmen und die Charaktere erst eingeführt werden müssen, bevor sich die Gruppe in das gefährliche Abenteuer stürzt, um die magische Lampe zu finden. Dafür nimmt sich Chelsea Abdullah die Zeit, allerdings einladend verpackt, denn insgesamt macht der Cliffhanger und die Idee des Buches schon Lust auf mehr. Ich mochte den auflockernden Humor von Loulies treuem Dschinn-Gefährten Qadir und das stimmungsvolle Worldbuilding.
Insgesamt eine magische Erzählung und ich hoffe, dass die Fortsetzung mit mehr Spannung überzeugen wird.
von La Calavera Catrina - 2025-03-11 18:20:00

Hat mich leider nicht gepackt - 3 Sterne

Hat mich leider nicht gepackt

Das Cover hat mir so gut gefallen, dass ich mir das Buch näher angesehen habe. Auch die Leseprobe konnte mich noch fesseln. Aber das ganze Buch zog sich dann wie Kaugummi, um am Ende mitten in der Geschichte abzubrechen. Das war ziemlich frustrierend, zumal ich mir momentan nicht vorstellen kann, die weiteren Bände dieser Trilogie zu lesen.

Aber von vorne: Die Idee hat mir super gefallen; das World building ist toll. Aber die Erzählung fand ich ziemlich verwirrend. Immer wieder gibt es Träume, Visionen und Illusionen, die ich nicht gleich als solche erkannte. Das machte das Lesen mühsam. Und oft sind die Beschreibungen so detailliert, dass die Handlung nur sehr langsam vom Fleck kommt. Auch die Anzahl der verschiedenen Perspektiven zerfaserte die Geschichte nur, anstatt sie auf den Punkt zu bringen.

Die Magie der Dschinns fand ich sehr interessant, auch einige überraschende Wendungen sind gut gelungen. Die Sprache ist dem arabischen Setting entsprechend sehr blumig, was ich positiv finde. Es gibt Parallelen zu den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht.

Ich wollte das Buch so gerne mögen, und sicherlich wird es auch seine Fans finden - ich gehöre leider nicht dazu.
von Lilli33 - 2025-02-15 20:13:00

Magischer Orient - 4 Sterne

Das Cover von der Sternenstaubdieb hat mich sofort angesprochen. Mir gefallen die warmen, magischen Farben, die a die Märchen aus 1001 Nacht erinnern und die orientalischen Ornamente sehr gut, da sie perfekt zur Stimmung des Buches passen. Es strahlt eine geheimnisvolle Atmosphäre aus, die gleich Lust macht, das Buch aufzuschlagen und in die magische Orient-Welt einzutauchen. Die Welt, die in dem Buch beschrieben wird, ist faszinierend. Sie ist stark von der arabischen Kultur geprägt. Das Setting erinnert an Aladdin und an 1001 Nacht. Ich bin davon sehr begeistert, da es mal eine vollkommen neue Fantasy-Geschichte ist – nicht immer das Gleiche – Vampire …

Das Worldbuilding ist sehr detailreich, wodurch ich mich gleich in die Geschichte hineinversetzen konnte. Es ist ein Ort voller Abenteuer, Magie, aber auch Gefahr.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was für Tiefe sorgt, aber auch dazu führt, dass ich mit den Figuren unterschiedlich warm geworden bin. Loulie als Protagonistin blieb für mich etwas schwer greifbar, obwohl ihre Rolle als Mitternachtshändlerin spannend ist. Mazen hingegen durchläuft eine starke Entwicklung und ist für mich der interessanteste Charakter des Buches. Der Dschinn, hat mit seiner geheimnisvollen und loyalen Art Sympathie geweckt. Auch die nicht-binäre Darstellung eines Dschinns war interessant, hat aber meinen Lesefluss an einigen Stellen durch ungewohnte Sprachformen etwas gehemmt.

Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und sehr bildhaft. Dennoch zog sich die Handlung im Mittelteil etwas für meinen Geschmack.

Fazit:
Ein tolles, magisches und geheimnisvolles Buch. Vor allem für Orient- und Aladdin-Fans perfekt. Trotz kleiner Schwächen absolut lesenswert!
von beigeandberries - 2025-01-24 16:53:00