Icon Kontrast wechseln

Rezensionen

Hase und ich
Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung | SPIEGEL-Bestseller

Autor: Chloe Dalton

Erschienen 2025 bei Klett-Cotta
ISBN 978-3-608-96638-1
Rezension verfassen

Herzerwärmende Geschichte - 5 Sterne

Hase und ich - ist ein wundervoll geschriebenes Buch, das perfekt in den Frühling passt und bei mir sofort Osterstimmung aufkommen lässt. Der leichte Schreibstil sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Besonders beeindruckend ist die herzerwärmende Geschichte von Chloe, die einen Hasen mit der Flasche großzieht. Es ist schön zu sehen, wie der kleine Findelhase wächst und sich entwickelt. Das Buch erzählt die Geschichte in der chronologischen Reihenfolge, sodass man alles gut mitverfolgen kann. Gleichzeitig schafft Chloe es, wissenschaftliche und lehrbuchartige Inhalte in das Buch einzubauen. So verbindet das Fakten und Wissenschaft mit einer herzerwärmenden Geschichte.

Auch die hochwertige Verarbeitung überzeugt. Das Buch besitzt ein praktisches Lesebändchen, ein wunderschönes Cover und eine Farbgestaltung, die perfekt zur Frühlingsstimmung passt.
von beigeandberries - 2025-05-05 14:43:00

Das Privileg einer außergewöhnlichen Erfahrung - 5 Sterne

Die Polit-Beraterin und Autorin Chloe Dalton hat sich zur Coronazeit in ihre Scheune auf dem Land zurückgezogen. Eines Tages findet sie ein mutterloses Feldhasenjunges. Sie transportiert es schließlich vorsichtig in ihr Haus und füttert Spezialnahrung mit der Pipette. In der Folgezeit liest sie Fachliteratur, um nichts falsch zu machen. Die versucht nie, das Wildtier zu vermenschlichen oder zu zähmen, gibt ihm nicht einmal einen Namen. Ihr neuer Mitbewohner bekommt so viel Freiraum, wie er oder sie benötigt. Das Tier wächst schnell und seine Retterin schafft bald die Möglichkeit, dass Hase ungehindert kommen und gehen kann. Der Leser verfolgt mit Erstaunen, in welchem Umfang Dalton bereit ist, sich auf Hases Bedürfnisse einzustellen und ihre eigenen als zweitrangig zu betrachten.
Die Geschichte zeichnet circa drei Jahre im Leben von Dalton und Hase nach. Das Tier wird nicht nur erwachsen, sondern bekommt in der Folge auch dreimal Nachwuchs, beim zweiten Mal im Haus. Die Autorin hat sich nicht nur sehr gründlich in der Fachliteratur informiert, sondern auch Poesie und Prosa aus fernen Jahrhunderten gelesen, wie die umfangreiche Auswahlbibliographie am Ende des Buches zeigt. Ihre Erfahrungen widersprechen häufig den dort dargelegten Aussagen.
Was das Buch so besonders macht, ist Chloes Weg der Selbstfindung und veränderten Einstellung zu Natur und Tierwelt. Sie stellt ihre eigene frühere Lebensweise total in Frage und weiß nun, was ein gutes Leben ausmacht. Sie sieht, wie der Mensch den natürlichen Lebensraum der Tiere immer weiter zerstört und riesige Erntemaschinen Wildtiere töten, dass Tiere wie der Feldhase nicht nur natürliche Feinde wie Fuchs, Dachs, Wiesel und große Vögel haben. Berührend ist auch, dass Dalton angesichts der geringen Lebenserwartung der Feldhasen jetzt schon weiß, dass Hase in naher Zukunft nicht mehr da sein wird und sie über den Verlust ihrer stillen und würdevollen Gefährtin große Trauer empfinden wird. Mir hat diese herzerwärmende, zum Nachdenken anregende Geschichte sehr gut gefallen. Sie hat mich auch sprachlich vollkommen überzeugt.
von buecherfan.wit - 2025-04-30 11:14:00

Hase und ich - 5 Sterne

Von „H wie Habicht“ ist es zu „H wie Hase“ ja eigentlich nicht mehr weit. Stimmt inhaltlich auch soweit, die Memoiren von Chloe Dalton darüber wie sie ein Hasenjunges aufzieht fallen ebenfalls in die Kategorie Nature Writing, wenn auch noch nicht so populär wie das Werk von Helen MacDonald. Allerdings habe ich „Hase und ich“ um einiges lieber gelesen, als die Geschichte über den Habicht, einfach weil Chloe Dalton weniger ausschweifend erzählt. Sie nimmt sich zwar Zeit für einige Infos über die Beschreibung von wilden Hasen und diverse Details über die Natur und Hasenlebensraum im Allgemeinen, bleibt aber stets nah an der Haupthandlung. Diese beschreibt sie ruhig, in klarer Sprache und lädt wirklich dazu ein etwas über die Natur zu sinnieren. Zwar bräuchte ich kein Hasenbaby um zu erkennen, das ein hektisches Berufsleben ohne Natur nicht als Non-Plus-Ultra anzusehen ist, die Autorin aber eben schon – und das bringt sie auch ohne Kitsch auf den Punkt. Eine ruhige und zärtliche Erzählung – nicht nur für die Osterzeit.
von Christina Welser aus der Tyrolia-Filiale in Salzburg - 2025-03-31 12:38:22

Natur erleben - 5 Sterne

Autorin findet einen winzigen Feldhasen. Wir alle wissen wilde Waisenkinder sollte man nicht berühren sonst nimmt die Mutter sie nicht wieder an. Aber was kann man machen wenn es keine Mutter gibt oder wenn große Gefahr für das kleine Tier besteht. Die Frau nimmt das Tier mit und mit viel Aufwand und wenig Wissen zieht sie das Tier auf. Sie domestiziert es nicht, sie gibt ihm den nötigen Freiraum, immer die Grenze zwischen wildem Tier und sich selbst als einer der natürlichen Feinde des Hasens wahrend. Es entsteht eine Freundschaft die auf gegenseitigen Respekt fusst. Eine Beschreibung die durch das Bild von Albrecht Dürer in meinem Kopf entstanden ist. Der Maler hat den Hasen so natürlich gemalt als ob das Tier ihm Modell gestanden hat.
Die Autorin beschreibt das Tier so deutlich, das man es selber sieht, die Farben des Fells, die Bewegungsabläufe, alles ist neu und eigenartiger Weise auch spannend. Sie berichtet von ihren Recherchen und findet viele alte Berichte wenig Neues.
Sie beschreibt den Frieden, die Ruhe die das Tier ihr vermittelt es entschleunigt ihren Alltag und beim Lesen ihrer Geschichte kann ich es vollkommen nach fühlen.
von Petra - 2025-03-19 14:25:00

Freundschaft - 4 Sterne

*Hase und ich* von Chloe Dalton ist eines dieser Bücher, die man in die Hand nimmt, durchblättert und spürt: Das ist etwas Besonderes. Es erzählt die wahre Geschichte einer Frau, die während des Lockdowns einen kleinen Hasen findet und ihm hilft – und wie diese Begegnung ihr Leben verändert.

Was mich sofort angesprochen hat, war die Zärtlichkeit, mit der Dalton über den Hasen schreibt. Sie beobachtet ihn mit so viel Liebe zum Detail, dass man ihn förmlich vor sich sehen kann – seine langen Ohren, das Zucken seiner Nase, seine vorsichtigen, aber doch bestimmten Bewegungen. Und gleichzeitig beschreibt sie auch sich selbst, ihr Leben, ihre Unsicherheiten. Es ist nicht nur eine Geschichte über einen Hasen, sondern auch eine über Einsamkeit, Verbindung und darüber, wie wir manchmal genau das finden, was wir gerade brauchen.

Die Sprache ist wunderschön – fast poetisch, ohne jemals kitschig zu sein. Dazu kommen die zarten Illustrationen von Denise Nestor, die das Ganze noch magischer machen. Ich habe oft innegehalten, um mir eine Zeichnung genauer anzusehen oder um über einen Satz nachzudenken.

Aber – und das muss ich ehrlich sagen – es ist kein Buch für jeden. Wer eine spannende Handlung erwartet oder große emotionale Dramen, wird hier nicht fündig. Es ist ruhig, fast meditativ, und manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Dynamik gewünscht. Es gibt Stellen, die sich wiederholen, Gedanken, die sich im Kreis drehen. Doch irgendwie passt genau das auch zu der Geschichte: Die Beziehung zwischen Dalton und dem Hasen ist eben nicht aufregend im klassischen Sinn, sondern sanft, leise und voller kleiner, kostbarer Momente.

Am Ende habe ich das Buch mit einem warmen Gefühl im Herzen zugeklappt. *Hase und ich* ist eine Liebeserklärung an die Natur, an die Zufälle des Lebens und an die kleinen Wunder, die passieren, wenn wir ihnen Raum geben. Es ist ein Buch, das nicht laut ruft, sondern leise flüstert – aber wenn man sich darauf einlässt, hört man etwas Wunderschönes.
von Katyleh - 2025-03-12 14:27:00

Sehr schön und berührend - 5 Sterne

Cloe Dalton findet im Corona Lockdown am Straßenrand einen kleinen Feldhasen, den sie aufzieht. Sie muss sich erst ihr Wissen für Hasen aneignen und herausfinden, welche Nahrung sie ihm gibt. Daraus entwickelt sich eine bewegende Freundschaft.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Diese berührende Freundschaft ist mir sehr zu Herzen gegangen. Dass es so eine bezaubernde Freundschaft zwischen Mensch und Tier gibt, finde ich fantastisch. Der Schreibstil ist leicht und poetisch. Ich konnte mich sehr in Cloe hineinversetzen, wie liebevoll sie den Hasen aufgezogen hat. Man erfährt auch einiges Wissenswertes über Hasen im Allgemeinen, was ich sehr interessant gefunden habe. Wunderbare Illustrationen von Denise Nestor zieren den Text. Sie sind einfach zauberhaft. Ich empfehle diese wunderbare Geschichte allen, die sehr gerne etwas über Tierfreundschaften und eine herzzerreißende Geschichte lesen möchten.

Berührende Freundschaft zwischen einem Menschen und einem Hasen.
von Kunde - 2025-03-11 21:22:00

Begegnung mit einem Feldhasen - 5 Sterne

Die Autorin Chloe Dalton ist aufs Land gezogen und hat die außergewöhnliche Begegnung mit einem Feldhasen aufgeschrieben, dem sie in der Not geholfen hat. «Hase und ich» schildert in fünfzehn Kapiteln über mehrere Jahre die vorsichtige Begegnung zwischen Mensch und Wildtier, in der auch Distanz gewahrt wird, die nötig ist, damit der Hase überleben kann, trotzdem entsteht ein zartes Band. Diese Verbindung ist so herzerwärmend und nachvollziehbar geschrieben, dass ich es sehr genossen haben, an diesem Erlebnis teilzuhaben.

Chloe Daltons genauen Beobachtungen sind aus der Ich-Perspektive geschildert und man merkt, mit wie viel Demut, Respekt und Dankbarkeit sie diese ungewöhnliche Freundschaft betrachtet. Und sie versteht es, interessante Fakten einzubauen, die auch die Gefahren einschließen, denen die Hasen ausgesetzt sind. Die zarten Bleistift-Illustrationen passen hervorragen und verleihen dem Roman eine angenehme Harmonie, die zu dem entspannenden Leseerlebnis passt, welches von Achtsamkeit und Naturverbundenheit geprägt ist. Auf dem Vor- und Nachsatz findet sich eine Zeichnung vom Grundstück.

Sehr lesenswert für alle, die sich ein eindrucksvolles Leseerlebnis wünschen und mehr über Feldhasen erfahren möchten.
von La Calavera Catrina - 2025-03-11 14:01:00

Berührend und herzerwärmend - 5 Sterne

Schon beim Blick auf das Cover mit dem wunderschönen Tier hatte ich Lust auf dieses Buch. Ich bin absolut keine Coverkäuferin, aber hier haben mich Titel und Cover sofort gefangen genommen. Ich mochte Hasen schon immer und diese Geschichte ist einfach zauberhaft. Ja, anfangs ist die Autorin auch ein bisschen naiv, dass sie ein wildes Tierkind einfach aus der Natur mitnimmt ... aber sie hat es ja gut gemeint. Und zum Glück ist auch alles gut ausgegangen.

Ich glaube, viele Menschen haben während der Pandemie vieles überdacht und auch Chloe Dalton hat das getan. Sie lebt plötzlich auf dem Land und hat viel Natur um sich. Und dann taucht der kleine Hase auf ... Wer Tiere mag und sich für die Natur interessiert, wird sich bestens unterhalten fühlen. Man kann richtig mitfiebern, schmunzeln und lachen, weinen und nachdenken.

Gleichzeitig werden viele Fragen aufgeworfen, zum Beispiel die, wie wir auf Dauer mit unserer Natur umgehen wollen, was wir tun können, um Tiere zu schützen, ihnen Nahrung und Rückzugsorte anzubieten ... und vieles mehr. Eine wirklich herzerwärmende, bezaubernde und berührende Geschichte!
von Streiflicht - 2025-03-10 12:58:00

eine Hasenliebe - 4 Sterne

Was – schon zu Ende das Buch? Schade, ich hätte gerne noch weitergelesen.
Während der Corona-Pandemie zieht sich die Autorin aufs Land zurück. In der kalten Jahreszeit findet sie ein Häschen, ganz alleine, keine Mutter weit und breit. Sie beschließt, den Hasen aufzuziehen. Es entwickelt sich fast so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden. Beide vertrauen sich und respektieren das Anderssein des Anderen.
Die Geschichte folgt der Autorin, die sich liebevoll um den kleinen Hasen kümmert, die Zeit mit ihm genießt und sogar seine Jungen kennenlernen darf. Es zeigt auch, wie diese Begegnungen ihr Leben verändern.
Auch wenn teilweise viel Wissen in das Buch gepackt ist, spürt man die Begeisterung, die die Autorin entwickelt.
Hase und ich – ein berührendes Buch. Es stellt eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier dar, die es in dieser Weise nicht oft gibt. Auch die Schwierigkeiten, die mit der Pflege und Aufzucht eines Wildtiers verbunden sind, schildert die Autorin authentisch und eindrucksvoll.
Fazit: Hase und ich ist eine sehr liebevolle, aber auch nachdenklich machende Lektüre.

von Harakiri - 2025-03-10 06:52:00

Das Privileg einer außergewöhnlichen Erfahrung - 5 Sterne

Die Polit-Beraterin und Autorin Chloe Dalton hat sich zur Coronazeit in ihre Scheune auf dem Land zurückgezogen. Eines Tages findet sie ein mutterloses Feldhasenjunges. Sie transportiert es schließlich vorsichtig in ihr Haus und füttert Spezialnahrung mit der Pipette. In der Folgezeit liest sie Fachliteratur, um nichts falsch zu machen. Die versucht nie, das Wildtier zu vermenschlichen oder zu zähmen, gibt ihm nicht einmal einen Namen. Ihr neuer Mitbewohner bekommt so viel Freiraum, wie er oder sie benötigt. Das Tier wächst schnell und seine Retterin schafft bald die Möglichkeit, dass Hase ungehindert kommen und gehen kann. Der Leser verfolgt mit Erstaunen, in welchem Umfang Dalton bereit ist, sich auf Hases Bedürfnisse einzustellen und ihre eigenen als zweitrangig zu betrachten.
Die Geschichte zeichnet circa drei Jahre im Leben von Dalton und Hase nach. Das Tier wird nicht nur erwachsen, sondern bekommt in der Folge auch dreimal Nachwuchs, beim zweiten Mal im Haus. Die Autorin hat sich nicht nur sehr gründlich in der Fachliteratur informiert, sondern auch Poesie und Prosa aus fernen Jahrhunderten gelesen, wie die umfangreiche Auswahlbibliographie am Ende des Buches zeigt. Ihre Erfahrungen widersprechen häufig den dort dargelegten Aussagen.
Was das Buch so besonders macht, ist Chloes Weg der Selbstfindung und veränderten Einstellung zu Natur und Tierwelt. Sie stellt ihre eigene frühere Lebensweise total in Frage und weiß nun, was ein gutes Leben ausmacht. Sie sieht, wie der Mensch den natürlichen Lebensraum der Tiere immer weiter zerstört und riesige Erntemaschinen Wildtiere töten, dass Tiere wie der Feldhase nicht nur natürliche Feinde wie Fuchs, Dachs, Wiesel und große Vögel haben. Berührend ist auch, dass Dalton angesichts der geringen Lebenserwartung der Feldhasen jetzt schon weiß, dass Hase in naher Zukunft nicht mehr da sein wird und sie über den Verlust ihrer stillen und würdevollen Gefährtin große Trauer empfinden wird. Mir hat diese herzerwärmende, zum Nachdenken anregende Geschichte sehr gut gefallen. Sie hat mich auch sprachlich vollkommen überzeugt.
von cosmea - 2025-03-09 18:28:00