Rezensionen
Anna O.
Thriller | Der Pageturner, der alle um den Schlaf bringt | deutsche Ausgabe
Autor: Matthew Blake
Erschienen 2024 bei FISCHER Scherz
ISBN 978-3-651-00126-8
Kein Titel - 2 Sterne
Vor vier Jahren hat Anna Ogilvy ihre beiden besten Freunde kaltblütig in der Nacht erstochen. Seit diesem Tag hat sie ihre Augen nicht mehr geöffnet, sie befindet sich in einem Komaähnlichen Zustand und niemand weiß, warum und ob oder wann Anna wieder aufwachen wird. Die Öffentlichkeit ist gespaltener Meinung, die einen halten Anna für eine kaltblütige Mörderin, andere wiederum denken, dass sie unschuldig ist. Als die Medizinier endgültig mit ihrem Latein am Ende sind, stoßen sie auf einen Artikel bezüglich Schlafforschung und laden den Verfasser ein, sich den Fall Anna O. einmal genauer anzuschauen. Schnell schafft er es, dass Anna erste Reaktionen zeigt, doch wird er es schaffen, sie aus ihrem vierjährigen Schlaf aufzuwecken und wenn ja, bringt er sich und seine Familie damit vielleicht in Gefahr?
Ich lese nicht allzuviele Thriller, wenn ich aber welche Lese, bin ich immer sehr schnell zufrieden und solange die Geschichte mich ein wenig fesseln kann, habe ich nicht viel zu kritisieren. Dieses Buch war aber eine absolute Enttäuschung. Die Story war wirklich mies, die erste Hälfte über las man gefühlt nur Beziehungsdrama der Vergangenheit und persönliche Probleme in der Jetztzeit, der Fall von Anna rückte erst ab der Hälfte mehr in den Vordergrund. Dennoch wurde das Buch dann nicht besser, alles war so weit hergeholt und der Schreibstil war auch nicht mein Ding. Ich habe das Buch zwar als Hörbuch gehört, konnte mich aber die meiste Zeit nicht darauf konzentrieren, da die Langatmigkeit und die fehlende Spannung das Zuhören wirklich zu einer Herausforderung gemacht haben. Eigentlich hätte ich dem Buch nur einen Stern gegeben, die letzten 5 Sätze haben dann aber noch eine kleine Wendung hineingebracht, bei der ich mir zum ersten Mal dachte: na endlich mal etwas spannendes. Daher gab es dann schlussendlich 2 Sterne, ich mochte das Buch aber dennoch nicht.
Ich lese nicht allzuviele Thriller, wenn ich aber welche Lese, bin ich immer sehr schnell zufrieden und solange die Geschichte mich ein wenig fesseln kann, habe ich nicht viel zu kritisieren. Dieses Buch war aber eine absolute Enttäuschung. Die Story war wirklich mies, die erste Hälfte über las man gefühlt nur Beziehungsdrama der Vergangenheit und persönliche Probleme in der Jetztzeit, der Fall von Anna rückte erst ab der Hälfte mehr in den Vordergrund. Dennoch wurde das Buch dann nicht besser, alles war so weit hergeholt und der Schreibstil war auch nicht mein Ding. Ich habe das Buch zwar als Hörbuch gehört, konnte mich aber die meiste Zeit nicht darauf konzentrieren, da die Langatmigkeit und die fehlende Spannung das Zuhören wirklich zu einer Herausforderung gemacht haben. Eigentlich hätte ich dem Buch nur einen Stern gegeben, die letzten 5 Sätze haben dann aber noch eine kleine Wendung hineingebracht, bei der ich mir zum ersten Mal dachte: na endlich mal etwas spannendes. Daher gab es dann schlussendlich 2 Sterne, ich mochte das Buch aber dennoch nicht.
von Sarah - 2024-09-18 10:40:00
Dornröschen - 3 Sterne
Anna Ogilvy befindet sich seit vier Jahren in einem tiefen Schlaf und seitdem wird ihr der Tod ihrer beiden Freunde zur Last geworfen, denn man fand sie mit einem Messer in der Hand, blutverschmiert und im Tiefschlaf auf.
Dr. Benedict „Ben“ Prince soll das Unmögliche möglich machen und Anna O. aus ihrem Tiefschlaf holen, damit die Spekulationen um die damaligen Taten enden können und die Schuld oder Unschuld Annas bewiesen werden kann.
Anna O. von Matthew Blake ist ein Thriller, der sich vor allem auf die Psyche des Menschen fokussiert und dabei seine wichtigste Beschäftigung, den Schlaf, in den Fokus stellt.
Mathew Blake überzeugt mit einem flotten Schreibstil, unterschiedlichsten Perspektiven und sehr kurzen Kapiteln, weswegen man sehr schnell durch die Geschichte kommt.
Die Ebene der Psyche, vor allem des Schlafs, war auch sehr interessant geschildert. Leider haben sich einige Informationen aber sehr häufig wiederholt, was den Inhalt teilweise träge wirken ließ. Grundsätzlich konnte eine gute Spannung aufgebaut werden, die sich um Annas Schlaf, die damaligen Taten und mögliche Szenarien handelte. Wobei ein großer Teil der Geschichte bereits sehr früh ersichtlich wird, weswegen etwa 2/3 der Story eher langweilig wurden und erst die letzten 50 Seiten nochmal Spannung ins Geschehen brachten.
Die Auflösung war teilweise sehr voraussehbar, hatte aber auch ein paar (kleinere) Überraschungen auf Lager, wenngleich das Ende nicht ganz meins. Insgesamt war es ein solider Thriller, der vor allem für diejenigen etwas ist, welche die Psyche des Menschen interessant finden und die eine schneidende Atmosphäre bevorzugen. Wer auf Spannung und Action wert legt, der könnte hier zu kurz kommen.
Dr. Benedict „Ben“ Prince soll das Unmögliche möglich machen und Anna O. aus ihrem Tiefschlaf holen, damit die Spekulationen um die damaligen Taten enden können und die Schuld oder Unschuld Annas bewiesen werden kann.
Anna O. von Matthew Blake ist ein Thriller, der sich vor allem auf die Psyche des Menschen fokussiert und dabei seine wichtigste Beschäftigung, den Schlaf, in den Fokus stellt.
Mathew Blake überzeugt mit einem flotten Schreibstil, unterschiedlichsten Perspektiven und sehr kurzen Kapiteln, weswegen man sehr schnell durch die Geschichte kommt.
Die Ebene der Psyche, vor allem des Schlafs, war auch sehr interessant geschildert. Leider haben sich einige Informationen aber sehr häufig wiederholt, was den Inhalt teilweise träge wirken ließ. Grundsätzlich konnte eine gute Spannung aufgebaut werden, die sich um Annas Schlaf, die damaligen Taten und mögliche Szenarien handelte. Wobei ein großer Teil der Geschichte bereits sehr früh ersichtlich wird, weswegen etwa 2/3 der Story eher langweilig wurden und erst die letzten 50 Seiten nochmal Spannung ins Geschehen brachten.
Die Auflösung war teilweise sehr voraussehbar, hatte aber auch ein paar (kleinere) Überraschungen auf Lager, wenngleich das Ende nicht ganz meins. Insgesamt war es ein solider Thriller, der vor allem für diejenigen etwas ist, welche die Psyche des Menschen interessant finden und die eine schneidende Atmosphäre bevorzugen. Wer auf Spannung und Action wert legt, der könnte hier zu kurz kommen.
von Anndlich - 2024-08-23 12:54:00
„Albtraum, Traum oder Realität?“ - 5 Sterne
Anna O. schläft seit 4 Jahren. Man hat sie damals auf einer Farm gefunden, blutüberströmt und mit einem Küchenmesser in der Hand. Daneben die zwei Leichen ihre besten Freunde. Was ist in jener Nacht passiert?
Dr. Benedict Prince ist Experte für Verbrechen die im Schlaf begangen werden. Ben hat eine Theorie entwickelt, die Anna wecken könnte. Doch es gibt Personen, die dies verhindern wollen. Wie zum Beispiel Annas Mutter, eine Bloggerin oder Dr. Benedict Prince Ex-Frau die damals die Ermittlungen geführt hat. Doch es geschieht ein Wunder und Prince Methode funktioniert, Anna O. ist wach!!! Plötzlich ist nichts mehr wie es war, es passiert ein dubioser Mord und die Ereignisse überschlagen sich. Ist Anna eine kaltblutige Mörderin?
Kapitel für Kapitel lüftet sich das Geheimnis. Abwechselnd wird aus verschiedenen Personen und Zeitebenen erzählt. Auch Elemente aus dem Tagebuch von Anna O. fließen ein. Spektakulär fand ich den Showdown inklusive eins sehr überraschenden Endes!
Eine klare spannende, fesselnde, düstere Leseempfehlung!
von Lesebegeisterte - 2024-08-22 13:00:00
Wenn Spannung im Schlaf versinkt - 3 Sterne
Die Ausgangslage in "Anna O" von Matthew Blake klingt spannend: Anna Ogilvy, seit vier Jahren im Tiefschlaf, wird verdächtigt, ihre Freunde ermordet zu haben. Dr. Benedict Prince, ein Spezialist für Verbrechen im Schlaf, soll sie aus diesem Zustand wecken und die Wahrheit herausfinden. Das Buch wurde als echter Pageturner beworben - das Marketing ist klasse, aber es konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen.
Besonders die Thematik rund um das Schlaf-Mysterium fand ich spannend. Doch trotz des aufregenden Starts war es mir zu wenig Thriller. Irgendwann wurde es einfach zu unspektakulär. Der Autor hat zwar gut recherchiert und viele Details eingebaut, aber genau das hat die Story in die Länge gezogen und an Spannung eingebüßt.
Die Geschichte wollte viel zu viel auf einmal: viele Infos, ein verzwickter Mordfall, mehrere Perspektiven und das Privatleben des Ermittlers. Am Ende wurde man mit einer langatmigen, verworrenen Aufklärung erschlagen. Zu viele Zufälle und Logikfehler haben dafür gesorgt, dass das ganze Geschehen unrealistisch wirkte. Die Grundidee war gut - vielleicht wurde einfach zu viel gewollt und dann war es letztlich doch nicht der große Thriller, den ich erwartet hatte.
Besonders die Thematik rund um das Schlaf-Mysterium fand ich spannend. Doch trotz des aufregenden Starts war es mir zu wenig Thriller. Irgendwann wurde es einfach zu unspektakulär. Der Autor hat zwar gut recherchiert und viele Details eingebaut, aber genau das hat die Story in die Länge gezogen und an Spannung eingebüßt.
Die Geschichte wollte viel zu viel auf einmal: viele Infos, ein verzwickter Mordfall, mehrere Perspektiven und das Privatleben des Ermittlers. Am Ende wurde man mit einer langatmigen, verworrenen Aufklärung erschlagen. Zu viele Zufälle und Logikfehler haben dafür gesorgt, dass das ganze Geschehen unrealistisch wirkte. Die Grundidee war gut - vielleicht wurde einfach zu viel gewollt und dann war es letztlich doch nicht der große Thriller, den ich erwartet hatte.
von miart - 2024-08-21 09:42:00
Ein ungewöhnliches Thema, leider ermüdend interpretiert - 3 Sterne
Ich bin von der ersten Seite weg von 'Anna O' gefesselt und werde in die Geschichte gezogen. Ich kann das Buch kaum zur Seite legen. Was ist in der Nacht des 30. August auf der Farm tatsächlich passiert? Wieso schläft Anna O seit dem? Schafft es Ben Prince sie aufzuwecken?
Leider nimmt dieser Enthusiasmus im Verlauf des Buchs zunehmend ab. Zwischenzeit habe ich das Gefühl seitenweise Nebenerzählungen zu lesen, welche kaum mit dem Fall zu tun haben. Auch wenn es durchaus auch wieder spannende Elemente gibt, zieht sich das Werk gegen Ende wie ein Kaugummi. Ich werde das Gefühl nicht los, um den heißen Brei herum zu lesen. Auch das Ende finde ich irgendwie unbefriedigend und bleibe mit einem enttäuschten Gefühl zurück. Für mich wurde der sehr außergewöhnliche Ansatz leider nicht überzeugend umgesetzt. Denn dem Thema, ob man schlafend morden kann, wurde meines Erachtens zu wenig Diskussionsraum gegeben. Sehr schade, vor allem nach diesen wirklich starken Beginn.
Leider nimmt dieser Enthusiasmus im Verlauf des Buchs zunehmend ab. Zwischenzeit habe ich das Gefühl seitenweise Nebenerzählungen zu lesen, welche kaum mit dem Fall zu tun haben. Auch wenn es durchaus auch wieder spannende Elemente gibt, zieht sich das Werk gegen Ende wie ein Kaugummi. Ich werde das Gefühl nicht los, um den heißen Brei herum zu lesen. Auch das Ende finde ich irgendwie unbefriedigend und bleibe mit einem enttäuschten Gefühl zurück. Für mich wurde der sehr außergewöhnliche Ansatz leider nicht überzeugend umgesetzt. Denn dem Thema, ob man schlafend morden kann, wurde meines Erachtens zu wenig Diskussionsraum gegeben. Sehr schade, vor allem nach diesen wirklich starken Beginn.
von Michaela - 2024-08-18 14:53:00
Fängt stark an, lässt stark nach - 3 Sterne
An diesem Buch hat mich tatsächlich die Fragestellung gereizt, welche der Autor in seinem Buch thematisiert: Kann im Schlaf ein Verbrechen begangen werden?
Als Spezialist zu diesem Thema erhält Psychologe Dr Benedict Prince in der Schlafklinik The Abbey die Aufgabe, die seit Jahren im Dauerschlaf liegende Anna Ogilvy aufzuwecken. Anna O. steht im Verdacht, vor vier Jahren ihre Freunde erstochen zu haben, bevor sie in ihren Dauerschlaf fiel. Dabei steht die Frage im Raum, ob sie die Tat bewusst ausführte, während sie schlafwandelte, oder ob sie die Tat gar nicht begangen hat.
Das Buch fällt in die Kategorie der Bücher, in denen Personen, deren Job es nicht ist, einen Fall aufzuklären, sich mit überzogenem Eifer in die Aufklärung des Falles stürzen. Die kleinen Details rund ums Thema selbst und wie Benedict Prince versucht, Anna O. wieder in den Wachzustand zu bringen, fand ich ganz interessant zu lesen, wenn bisweilen etwas langatmig. Den Tatort aufwendig abgehen und die Morde rekonstruieren war jedoch in keinster Weise mehr sein Job, das wurd mir in dem Maße zu unrealistisch wie mich sein Privatleben mit seiner Exfrau irgendwann nicht mehr interessierte. Das Ende mit dem Twist war an sich thematisch ganz gut, jedoch fragte ich mich da auch nur in Bezug auf Benedict Prince, wie blöd muss man sein.
An sich hätte mir das Buch gefallen können, wenn dieser Benedict sich auf das Wesentliche fokussiert hätte. Stattdessen wurd er mehr und mehr zu einem planlos herumlaufenden Spielball für andere, was mir das Ganze zu sehr verleidet hat. Schade.
Als Spezialist zu diesem Thema erhält Psychologe Dr Benedict Prince in der Schlafklinik The Abbey die Aufgabe, die seit Jahren im Dauerschlaf liegende Anna Ogilvy aufzuwecken. Anna O. steht im Verdacht, vor vier Jahren ihre Freunde erstochen zu haben, bevor sie in ihren Dauerschlaf fiel. Dabei steht die Frage im Raum, ob sie die Tat bewusst ausführte, während sie schlafwandelte, oder ob sie die Tat gar nicht begangen hat.
Das Buch fällt in die Kategorie der Bücher, in denen Personen, deren Job es nicht ist, einen Fall aufzuklären, sich mit überzogenem Eifer in die Aufklärung des Falles stürzen. Die kleinen Details rund ums Thema selbst und wie Benedict Prince versucht, Anna O. wieder in den Wachzustand zu bringen, fand ich ganz interessant zu lesen, wenn bisweilen etwas langatmig. Den Tatort aufwendig abgehen und die Morde rekonstruieren war jedoch in keinster Weise mehr sein Job, das wurd mir in dem Maße zu unrealistisch wie mich sein Privatleben mit seiner Exfrau irgendwann nicht mehr interessierte. Das Ende mit dem Twist war an sich thematisch ganz gut, jedoch fragte ich mich da auch nur in Bezug auf Benedict Prince, wie blöd muss man sein.
An sich hätte mir das Buch gefallen können, wenn dieser Benedict sich auf das Wesentliche fokussiert hätte. Stattdessen wurd er mehr und mehr zu einem planlos herumlaufenden Spielball für andere, was mir das Ganze zu sehr verleidet hat. Schade.
von C. P. - 2024-08-14 02:16:00
Ist ein Mord im Schlaf ein Mord? - 3 Sterne
Der neue Bestseller von Matthew Blake ist mir in der Buchhandlung sofort ins Auge gestochen.
Der Thriller behandelt die Frage – ist ein Mord im Schlaf auch tatsächlich ein Mord?
Anna O schlafwandelt und das seit ihrer Kindheit – doch hat sie es auch in der Nacht getan als ein Doppelmord geschah? Die Frage zu beantworten fällt nicht leicht, denn Anna fällt in einen tiefen Schlaf und das über Jahre.
Besonders gut gefallen hat mir, dass der Roman aus verschiedenen Sichtweisen und Personen geschrieben ist. Zwar handelt es sich Großteils um den Protagonisten Ben, dennoch fliesen viele verschiedene Aspekte und Personen ein. Teilweise auch in Tagebuchform.
Ich fand das Buch äußerst spannend geschrieben und wollte durchwegs wissen wie es weitergeht.
Einzig nach 2/3 fand ich es etwas langatmig und hätte mir eine zügigere Entwicklung gewünscht. Wie sich aber rausgestellt hat, war dies für die Entwicklung wichtig.
Für alle Leser:innen die gerne Thriller lesen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Der Thriller behandelt die Frage – ist ein Mord im Schlaf auch tatsächlich ein Mord?
Anna O schlafwandelt und das seit ihrer Kindheit – doch hat sie es auch in der Nacht getan als ein Doppelmord geschah? Die Frage zu beantworten fällt nicht leicht, denn Anna fällt in einen tiefen Schlaf und das über Jahre.
Besonders gut gefallen hat mir, dass der Roman aus verschiedenen Sichtweisen und Personen geschrieben ist. Zwar handelt es sich Großteils um den Protagonisten Ben, dennoch fliesen viele verschiedene Aspekte und Personen ein. Teilweise auch in Tagebuchform.
Ich fand das Buch äußerst spannend geschrieben und wollte durchwegs wissen wie es weitergeht.
Einzig nach 2/3 fand ich es etwas langatmig und hätte mir eine zügigere Entwicklung gewünscht. Wie sich aber rausgestellt hat, war dies für die Entwicklung wichtig.
Für alle Leser:innen die gerne Thriller lesen kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
von Sandra Schwarz - 2024-08-06 11:47:00
Originell, aber nicht ganz rund - 3 Sterne
Originell, aber nicht ganz rund
Inhalt:
Die fünfundzwanzigjährige Anna Ogilvy schlafwandelt. Eines Nachts wird sie neben den blutüberströmten Leichen ihrer zwei Freunde gefunden. In der Hand hält sie ein Messer. Doch Anna kann sich nicht zur Tat äußern, denn sie ist in einen Tiefschlaf gefallen, aus dem sie vier Jahre lang nicht mehr aufwacht. Mit neuen Behandlungsmethoden will Dr. Benedict Prince Anna wecken, damit sie endlich vor Gericht gestellt werden kann. Anfänglich von dem Fall sehr berührt, muss Ben bald feststellen, dass er tiefer darin verstrickt ist, als ihm lieb sein kann.
Meine Meinung:
Die Ausgangssituation empfand ich als sehr originell, interessant und Spannung verheißend. Auch die Erzählweise, nämlich aus verschiedenen Perspektiven, fand ich gelungen und passend. Den Hauptteil nimmt Ben in der Gegenwart ein. Viele Infos erhalten wir aber auch durch Annas Tagebuch, das die Ereignisse vor der und um die Tat erläutert. Die unterschiedlichen Perspektiven beleuchten das Geschehen von allen Seiten und erzeugten bei mir oft widersprüchliche Gefühle und Erwartungen. Die Liste meiner Verdachtsmomente war lang und ständig musste ich meine Meinung revidieren. Matthew Blake führte mich immer wieder auf falsche Fährten. Was mich dabei aber störte, war, dass dies sehr oft durch irgendwelche Andeutungen geschieht, die jeder Grundlage entbehren und anscheinend nur deshalb eingeflochten wurden, um eben diesen Effekt zu erzielen. Vieles erscheint dadurch verwirrend und nicht nachvollziehbar.
Die Auflösung war für mich logisch, beruht aber auf sehr vielen Zufällen, was ich auch nicht wirklich befriedigend fand. Leider werden nicht alle losen Fäden verbunden. Einige Fragen bleiben unbeantwortet und der Interpretation der Lesenden überlassen.
Für einen Thriller ist die Spannung auf eher niedrigem Niveau gehalten. Schlaflose Nächte, wie in der Werbung suggeriert, muss man nicht befürchten.
Inhalt:
Die fünfundzwanzigjährige Anna Ogilvy schlafwandelt. Eines Nachts wird sie neben den blutüberströmten Leichen ihrer zwei Freunde gefunden. In der Hand hält sie ein Messer. Doch Anna kann sich nicht zur Tat äußern, denn sie ist in einen Tiefschlaf gefallen, aus dem sie vier Jahre lang nicht mehr aufwacht. Mit neuen Behandlungsmethoden will Dr. Benedict Prince Anna wecken, damit sie endlich vor Gericht gestellt werden kann. Anfänglich von dem Fall sehr berührt, muss Ben bald feststellen, dass er tiefer darin verstrickt ist, als ihm lieb sein kann.
Meine Meinung:
Die Ausgangssituation empfand ich als sehr originell, interessant und Spannung verheißend. Auch die Erzählweise, nämlich aus verschiedenen Perspektiven, fand ich gelungen und passend. Den Hauptteil nimmt Ben in der Gegenwart ein. Viele Infos erhalten wir aber auch durch Annas Tagebuch, das die Ereignisse vor der und um die Tat erläutert. Die unterschiedlichen Perspektiven beleuchten das Geschehen von allen Seiten und erzeugten bei mir oft widersprüchliche Gefühle und Erwartungen. Die Liste meiner Verdachtsmomente war lang und ständig musste ich meine Meinung revidieren. Matthew Blake führte mich immer wieder auf falsche Fährten. Was mich dabei aber störte, war, dass dies sehr oft durch irgendwelche Andeutungen geschieht, die jeder Grundlage entbehren und anscheinend nur deshalb eingeflochten wurden, um eben diesen Effekt zu erzielen. Vieles erscheint dadurch verwirrend und nicht nachvollziehbar.
Die Auflösung war für mich logisch, beruht aber auf sehr vielen Zufällen, was ich auch nicht wirklich befriedigend fand. Leider werden nicht alle losen Fäden verbunden. Einige Fragen bleiben unbeantwortet und der Interpretation der Lesenden überlassen.
Für einen Thriller ist die Spannung auf eher niedrigem Niveau gehalten. Schlaflose Nächte, wie in der Werbung suggeriert, muss man nicht befürchten.
von Lilli33 - 2024-07-30 20:33:00
Unschuldige Schlafwandlerin oder kaltblütige Mörderin? - 3 Sterne
Es kommt selten vor, dass mich ein Klappentext derart neugierig auf das Buch macht - die Story finde ich wirklich originell und gut, allerdings gibt es für meinen Geschmack leider in der Umsetzung große Schwächen. Das Buch baut die Spannung lange nicht auf, die Geschichte um Anna ist sehr deskriptiv. Obwohl der Plot zu jedem Zeitpunkt absolutes Potential zum Pageturner hat, wird das durch die Schreibweise nicht wirklich erreicht. Auch die verschiedenen Perspektiven fokussieren zwar immer mehr, aber dennoch war es zu keinem Moment so, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Erst auf den letzten 100 Seiten änderte sich dies, wenngleich es hier dann auch im Vergleich zum restlichen Buch recht schnell ging und teils etwas gewollt wirkte. Vielleicht waren hier die Erwartungen auch etwas hoch - die Story ist ohne Zweifel gut, gerade auch in Hinblick auf die Frage der Schuldfähigkeit, lediglich das Spannungsmoment, das ich erwartet hatte, fehlte mir größtenteils.
von melanie82 - 2024-07-28 17:01:00
Wer ist Patient X - 3 Sterne
Seit vier Jahren liegt Anna O. im Tiefschlaf und ist seit der Nacht in der sie ihre beiden Freunde grausam erstochen haben soll, nicht mehr aufgewacht. Nachdem sie jetzt in die Schlafklinik "The Abbey" eingeliefert wurde, soll Dr. Benedict Prince, Psychologe und Schlafexperte das Dornröschen aufwecken. Denn es soll endlich geklärt werden, ob Anna schuldig gesprochen werden kann.
Aus verschiedenen Perspektiven wird dem Leser häppchenweise die Handlung in relativ kurzen Kapiteln erzählt. Man muss schon sehr aufmerksam dabei sein, damit keine scheinbar wichtigen Informationen überlesen werden.
Sehr interessant fand ich das Thema Schlafwandeln und die Ausführungen zum Resignationssyndrom. Zum Nachdenken regt die Frage an, ob Anna O. wirklich eine kaltblütige Mörderin ist oder sie unschuldige gesprochen werden kann, weil sie bei der Tat geschlafwandelt sein soll.
Anfangs hat mir der wortgewandte Schreibstil gut gefallen, aber im Verlauf der Geschichte hat mich der Autor mit einigen Längen und Ausschweifungen in den Erzählungen leider immer wieder verloren. Mir fehlte auch bis zum Schluss das Thriller-Feeling, denn Spannung habe ich vergebens gesucht. Die Auflösung kam mir dann zu plötzlich und zu konstruiert, auch blieben hier in vielen Dingen einige Fragen offen.
Mir hat das Buch leider nicht gefallen, schade, denn das Thema hatte Potenzial.
Aus verschiedenen Perspektiven wird dem Leser häppchenweise die Handlung in relativ kurzen Kapiteln erzählt. Man muss schon sehr aufmerksam dabei sein, damit keine scheinbar wichtigen Informationen überlesen werden.
Sehr interessant fand ich das Thema Schlafwandeln und die Ausführungen zum Resignationssyndrom. Zum Nachdenken regt die Frage an, ob Anna O. wirklich eine kaltblütige Mörderin ist oder sie unschuldige gesprochen werden kann, weil sie bei der Tat geschlafwandelt sein soll.
Anfangs hat mir der wortgewandte Schreibstil gut gefallen, aber im Verlauf der Geschichte hat mich der Autor mit einigen Längen und Ausschweifungen in den Erzählungen leider immer wieder verloren. Mir fehlte auch bis zum Schluss das Thriller-Feeling, denn Spannung habe ich vergebens gesucht. Die Auflösung kam mir dann zu plötzlich und zu konstruiert, auch blieben hier in vielen Dingen einige Fragen offen.
Mir hat das Buch leider nicht gefallen, schade, denn das Thema hatte Potenzial.
von gerlisch - 2024-07-27 21:11:00


