Rezensionen
Aufgeben können die anderen
Roman
Autor: Lena Johannson
Erschienen 2025 bei Aufbau TB
ISBN 978-3-7466-4136-2
Frauen können alles, wenn man(n) sie lässt - 5 Sterne
Lena Johannson widmet sich in ihrem neuesten historischen Roman der Geschichte der Olympischen Spiele mit dem Focus auf der Teilnahmemöglichkeit der Frauen, die hart erkämpft werden musste.
Die Geschichte beginnt kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Alice lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Nantes und besucht, obwohl ihre Eltern aus eher einfachen Verhältnissen stammen, ein Mädchengymnasium, was für die damalige Zeit, in der Frauen nicht einmal wählen durften, eher ungewöhnlich war. Durch ihre erste Liebe kommt sie zudem zum Schwimmsport, findet aber kaum Möglichkeiten, als Frau diese und andere Sportarten auszuüben. Die Teilnahme an Wettkämpfen ist für Frauen gar utopisch. Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen beginnt Alice dafür zu kämpfen, dass es auch Sportwettkämpfe für Frauen gibt und diese bald auch an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.
Ich fand diese Hintergründe, von denen vieles auf wahren Begebenheiten beruht, sehr interessant. Ich mag historische Romane, über die Geschichte weiblichen Leistungssports habe ich bisher aber noch wenig gewusst. Alice ist mir sympathisch, wie sie nicht aufgibt, für ihr großes Ziel zu kämpfen und sich auch von Schicksalsschlägen und dominanten Männern nicht aus der Bahn werfen lässt. Die Autorin scheint sorgfältig recherchiert zu haben und schreibt gut nachvollziehbar.
Die Geschichte beginnt kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Alice lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Nantes und besucht, obwohl ihre Eltern aus eher einfachen Verhältnissen stammen, ein Mädchengymnasium, was für die damalige Zeit, in der Frauen nicht einmal wählen durften, eher ungewöhnlich war. Durch ihre erste Liebe kommt sie zudem zum Schwimmsport, findet aber kaum Möglichkeiten, als Frau diese und andere Sportarten auszuüben. Die Teilnahme an Wettkämpfen ist für Frauen gar utopisch. Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen beginnt Alice dafür zu kämpfen, dass es auch Sportwettkämpfe für Frauen gibt und diese bald auch an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.
Ich fand diese Hintergründe, von denen vieles auf wahren Begebenheiten beruht, sehr interessant. Ich mag historische Romane, über die Geschichte weiblichen Leistungssports habe ich bisher aber noch wenig gewusst. Alice ist mir sympathisch, wie sie nicht aufgibt, für ihr großes Ziel zu kämpfen und sich auch von Schicksalsschlägen und dominanten Männern nicht aus der Bahn werfen lässt. Die Autorin scheint sorgfältig recherchiert zu haben und schreibt gut nachvollziehbar.
von Island - 2026-01-05 12:51:00
Ein ganz wichtiges Buch - 5 Sterne
„Aufgeben können die anderen“ ist wirklich ein wunderbares und wichtiges Buch, darüber, wie sehr Frauen darum kämpften mussten, um Sport in der Öffentlichkeit zu betreiben und auch an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Ich habe mich sehr gefreut, über dieses spannende Thema zu lesen und gebe auf jeden Fall fünf Sterne.
Alice hat früh das Schwimmen und später auch das Rudern für sich entdeckt. Doch immer wieder muss sie als Frau, die sich in der Öffentlichkeit sportlich betätigt, rechtfertigen und verspotten lassen. Doch das treibt sie nur noch mehr an. Ihr Ziel: dass jede Frau den Sport ausüben darf, den sie möchte, wann und wo immer sie möchte, und die Öffnung aller Sportarten der Olympischen Spiele für Frauen. Doch der Weg ist steinig und weit, zumal sie auch persönliche Unglücke zu verkraften hat. Führt von Frankreich nach England und wieder zurück.
Die Geschichte von Alice zu verfolgen, hat sehr viel Spaß gemacht, es sind gute Ausschnitte gewählt, um ihre Lebensgeschichte, ihre Motivation, ihren Kampf zu erzählen. Sie ist eine ganz besondere Frau, die ich davor noch nicht kannte, und ich bin froh, dass ich das nun tue. Sie ist ein Vorbild für alle.
Ich habe schon mehrere Bücher von Lena Johansson gelesen, ich mag ihren Schreibstil und ihre akribischen Recherchen, dass sie starke Frauengeschichten wieder lebendig werden lässt. Diese Lebendigkeit spürt man durch den ganzen Roman, fiebert mit Alice mit, ist erschüttert über das damalige Frauenbild in der Öffentlichkeit. Kaum vorstellbar, was für uns heutzutage einfach normal ist, ich danke diesen Frauen, die damals so mutig vorangegangen sind, und der Autorin, dass sie genau darüber schreibt.
Dieses Buch gibt allen Frauen Kraft, an sich und ihre Leistungen zu glauben und sich nicht unterkriegen zu lassen, ich kann das Buch deswegen nur herzlich weiterempfehlen und freue mich auf weitere Bücher in dieser Reihe „Sternstunden der Frauen“ und von Lena Johansson.
Alice hat früh das Schwimmen und später auch das Rudern für sich entdeckt. Doch immer wieder muss sie als Frau, die sich in der Öffentlichkeit sportlich betätigt, rechtfertigen und verspotten lassen. Doch das treibt sie nur noch mehr an. Ihr Ziel: dass jede Frau den Sport ausüben darf, den sie möchte, wann und wo immer sie möchte, und die Öffnung aller Sportarten der Olympischen Spiele für Frauen. Doch der Weg ist steinig und weit, zumal sie auch persönliche Unglücke zu verkraften hat. Führt von Frankreich nach England und wieder zurück.
Die Geschichte von Alice zu verfolgen, hat sehr viel Spaß gemacht, es sind gute Ausschnitte gewählt, um ihre Lebensgeschichte, ihre Motivation, ihren Kampf zu erzählen. Sie ist eine ganz besondere Frau, die ich davor noch nicht kannte, und ich bin froh, dass ich das nun tue. Sie ist ein Vorbild für alle.
Ich habe schon mehrere Bücher von Lena Johansson gelesen, ich mag ihren Schreibstil und ihre akribischen Recherchen, dass sie starke Frauengeschichten wieder lebendig werden lässt. Diese Lebendigkeit spürt man durch den ganzen Roman, fiebert mit Alice mit, ist erschüttert über das damalige Frauenbild in der Öffentlichkeit. Kaum vorstellbar, was für uns heutzutage einfach normal ist, ich danke diesen Frauen, die damals so mutig vorangegangen sind, und der Autorin, dass sie genau darüber schreibt.
Dieses Buch gibt allen Frauen Kraft, an sich und ihre Leistungen zu glauben und sich nicht unterkriegen zu lassen, ich kann das Buch deswegen nur herzlich weiterempfehlen und freue mich auf weitere Bücher in dieser Reihe „Sternstunden der Frauen“ und von Lena Johansson.
von Lealein1906 - 2025-11-04 22:13:00
Frauen bei Olympia - 3 Sterne
In ihrem Roman "Aufgeben können andere" erzählt die Autorin Lena Johannson die Geschichte der Französin Alice Milliat. Alice liebte den Sport Neben dem Rudern liebte sie auch Schwimmen und Hockey. Aber das allein reichte ihr nicht, sie wollte auch auf internationaler Bühne zum Wettbewerb antreten Allerdings bekommt sie vom Olympischen Komitee eine Absage, denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt Frauensport noch als unschicklich.
Alice kämpft trotz persönlicher Traumata weiter für den Frauensport. Da Frauen bei Olympia für das IOC und Gründer Baron de Coubertin undenkbar sind, organisierte die Sportpionierin kurzerhand 1922 die Olympischen Spiele nur für Frauen.
Diesen Teil der Sportgeschichte kannte ich noch nicht und fand die Fakten dazu sehr interessant. Alice als Person blieb mir aber fremd, es gelang mir nicht eine Beziehung zu ihr aufzubauen.
Lesenswert für alle, die sich für Sportgeschichte interessieren.
Alice kämpft trotz persönlicher Traumata weiter für den Frauensport. Da Frauen bei Olympia für das IOC und Gründer Baron de Coubertin undenkbar sind, organisierte die Sportpionierin kurzerhand 1922 die Olympischen Spiele nur für Frauen.
Diesen Teil der Sportgeschichte kannte ich noch nicht und fand die Fakten dazu sehr interessant. Alice als Person blieb mir aber fremd, es gelang mir nicht eine Beziehung zu ihr aufzubauen.
Lesenswert für alle, die sich für Sportgeschichte interessieren.
von peppi - 2025-10-31 15:14:00
Eine beeindruckende Frau, dennoch nicht mein Buch - 3 Sterne
Alice Milliat kämpft in 'Aufgeben können die anderen' für die Teilnahme von Frauen an den Olympischen Spielen. Anfangs bin ich begeistert, wie der Kampfgeist der junge Alice erweckt wird. Je weiter das Werk jedoch fortschreitet, umso mehr verliert mich das Buch. Ich mag die Geschichte, ich mag den Schreibstil, den Ton, der getroffen wird und auch Alice Kampfgeist, dennoch habe ich das Gefühl, dass sich die Seiten ziehen und das Lesen zur Pflicht und weniger zur Freude wird. Benennen, woran dies konkret liegt, kann ich nicht, denn die Geschichte ist nicht langweilig und Alice eine beeindruckende starke Frau. Gut, die Liebesgeschichte mit Jean-Luc hätte ich persönlich nicht in diesem Ausmaß benötigt, aber sie ist nicht so raumfassend, dass dies für mich ausschlaggebend ist, das Buch nicht zu mögen. In Summe hat mir der fiktive Roman die Sport-Pioniere Alice Milliat nähergebracht, wenn er mich auch nicht begeistert hat.
von Michaela - 2025-10-18 11:05:00


