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Rezensionen

Komm spielen
Thriller

Autor: Linwood Barclay

Erschienen 2026 bei Aufbau TB
ISBN 978-3-7466-4249-9
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Genialer Vibe - 4 Sterne

Ich liebe diese schauerlichen Kleinstadt-Geschichten wo hinter der Fassade von Behaglichkeit etwas schreckliches lauert. Diese Geschichte erinnert tatsächlich stark an ähnliche Bücher von Stephen King und ich habs richtig gern gelesen.

In Lucknow erschüttert eine Reihe seltsamer Ereignisse Polizei und Einwohner. Doch was genau geht dort vor sich und was hat der neu eröffnete Modellbahnladen damit zu tun? Die Geschichte ist leicht horror-artig angehaucht, gewürzt mit einer Prise Übernatürlichkeit. Denn das Böse lauert hinter der Facette von Alltäglichkeit und Freundlichkeit. Und es ist hungrig.

Ich mags, dass die Geschichte quasi in zwei Handlungssträngen erzählt ist, die trotzdem miteinander verbunden scheinen. Ich liebe es wie absolut schaurig die Geschichte erzählt ist, abgründig und auch ein bisschen brutal. Die Erzählart hat fast schon etwas episodisches, weshalb ich mir das ganze auch gut verfilmt vorstellen könnte, hat mir auch so ein bisschen „Welcome to Derry“-Vibes gegeben.

Ich fands sehr kurzweilig und spannend zu verfolgen. Hat mir gut gefallen.
von Lies_ein_Buch - 2026-06-14 21:12:00

Großartig, spannend, außergewöhnlich! - 5 Sterne

Annie will sich mit ihrem Sohn Charlie eine Weile im weit von NY entfernten Castle Creek von den Ereignissen des letzten Jahres erholen. Zunächst kommen beide langsam zur Ruhe, doch dann fallen Annie seltsame Unfälle auf, die sie nicht für Zufall halten kann. Da gerät Charlie in Gefahr und Annie bleibt keine andere Wahl, als zu handeln.

Man kann gar nicht anders, man wird schnell an Stephen Kings Werke erinnert, am deutlichsten wohl an Needful Things, also In einer kleinen Stadt. Dennoch hat man nicht das Gefühl, einer Nachahmung begegnet zu sein. Linwood Barclay erzählt seine ganz eigene Story und das so großartig, dass sich der Meister selbst daran eine Scheibe abschneiden kann!

Alles fängt ganz harmlos, fast schon langweilig und dröge, an. Doch urplötzlich ist man mitten in einem grausamen und beängstigenden Szenario gefangen und kommt nicht wieder raus. Aufhören zu lesen geht schon mal gar nicht, das Kopfkino spielt verrückt und ob man will oder nicht, kriecht die Angst den Rücken hoch. Dabei ist der Erzählstil im krassen Gegensatz dazu fast so, als würde man ein Märchen lesen. Dies hat den Effekt, dass die ganzen Emotionen noch verstärkt werden. Das ist große Erzählkunst!

Wie King schafft Barclay problemlos Figuren und Orte, die man mag, die man klar und deutlich vor Augen hat, die sympathisch und ein wenig skurril sind, aber auch ein paar wenige mittendrin, die man fürchtet. Auch hat er wie King die Eigenart, Kapitel mit einem Paukenschlag zu beenden, der Angst vor dem nächsten Kapitel macht. Ganz witzig auch die direkte Anspielung auf Stephen King und sein Werk Christine, fast noch schöner sind die subtilen Hinweise und Parallelen.

Die einzelnen Erzählstränge bilden Fäden, die sich wie von selbst zu einem dichten Teppich verweben und so gut passen, dass man kaum fassen kann, es hier mit einer erdachten Story zu tun zu haben. Trotz der übernatürlichen und schrecklichen Dinge, die immer wieder geschehen, wirkt (fast) alles extrem real, realistisch und möglich.

Die Wendungen kommen vielleicht nicht total überraschend, aber im richtigen Moment und sind bestens eingefädelt. Mir hat der Showdown extrem gut gefallen. Ich habe gleichzeitig den Atem angehalten und regelrecht gefeiert. Dass Linwood noch ein paar i-Tüpfelchen ganz zum Schluss hinzugefügt hat, lässt einzig und allein eine Wertung von den vollen fünf Sternen zu. Ich liebe dieses Buch!

Anne Düe ist eine großartige Sprecherin, die genau das richtige Tempo anschlägt. Mir persönlich hätte bei diesem Buch allerdings ein männlicher Sprecher besser gefallen. Die Story ist eine der wenigen, die gelesen und gehört absolut identisch genial ist. Für beide Versionen daher von mir die vollen fünf Sterne!
von Gute_Laune - 2026-05-30 17:14:00

Intensiver Thriller mit starker Atmosphäre, glaubwürdigen Figuren und stetig wachsender Spannung - 5 Sterne

Komm spielen hat mich von Anfang an begeistert. Linwood Barclay schafft es hier, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig rasant, clever konstruiert und emotional überraschend ist. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Art, wie er Spannung aufbaut: nicht mit lauten Schockmomenten, sondern mit einer stetigen, fast unmerklichen Steigerung, die sich irgendwann wie ein Knoten im Bauch anfühlt. Man merkt, wie sorgfältig jedes Kapitel gesetzt ist, wie jede Szene ihren Platz hat und wie sich die Puzzleteile nach und nach zu einem größeren Bild fügen.

Die Figuren wirken außergewöhnlich authentisch. Sie sind nicht überzeichnet, sondern glaubwürdig, verletzlich und voller kleiner Details, die sie lebendig machen. Gerade diese Menschlichkeit sorgt dafür, dass man sofort mit ihnen mitfiebert. Barclay versteht es, ihre Ängste und Zweifel so greifbar zu machen, dass man sich selbst mitten in der Geschichte wiederfindet.

Auch stilistisch hat mich der Roman überzeugt. Die Sprache ist klar, direkt und dennoch atmosphärisch dicht. Es gibt keine unnötigen Ausschmückungen, aber auch keine Eile — alles wirkt präzise und bewusst gesetzt. Besonders stark fand ich, wie Barclay alltägliche Situationen nutzt, um ein Gefühl der Unsicherheit zu erzeugen. Man spürt förmlich, wie sich die Spannung im Hintergrund zusammenzieht, bis sie sich schließlich entfaltet.

Für mich ist Komm spielen einer dieser Thriller, die man nicht nur liest, sondern erlebt. Ein Buch, das man kaum weglegen kann und das noch lange nachhallt. Wer intelligente Spannung, glaubwürdige Figuren und eine perfekt dosierte Mischung aus Mystery und psychologischem Druck liebt, wird hier absolut auf seine Kosten kommen.
von greenpanda - 2026-05-30 17:04:00

anders als erwartet... - 3 Sterne

Annie hat eine schlimme Zeit hinter sich, also zieht sie mit ihrem kleinen Sohn Charlie von New York in die kleine Stadt Castle Creek auf dem Land. Schnell merkt Annie, dass in dieser Kleinstadt etwas nicht stimmt....

Wenn auf dem Cover eine Quasi-Empfehlung von Stephen King prangt, muss ich das Buch lesen, dachte ich. Nun ja, irgendwie hat mich das Buch nicht abgeholt, war nicht wie erwartet hochspannend.

Die Grundidee hat definitiv Potential, verspricht den Gruselfaktor von älteren Horror-Streifen. Der Schreibstil ist klasse, detailliert, Annie ist gut gezeichnet. Vielleicht hat mich das Modelleisenbahn-Thema nicht wirklich gepackt, mit dem ich wenig anfangen kann. Die Story ist überspitzt, aber fantasievoll. Leider weniger spannend oder gar gruselig, weswegen ich gefühlt ewig an dem Buch gelesen habe.

Fazit: Ganz nett für zwischendurch aber nicht das, was ich erwartet hatte.
von readpassion9 - 2026-05-28 15:48:00

Highlight - 5 Sterne

Mich hat "Komm spielen" von Anfang an mitgerissen. Der Autor, Linwood Barclay, erschafft schon nach wenigen Seiten eine Atmosphäre, in der man spürt, dass unter der ruhigen Oberfläche von Castle Creek etwas Dunkles lauert. Annie zieht nach einem schweren Jahr gemeinsam mit ihrem Sohn Charlie in den kleinen Ort um dort neu anzufangen und gerade dieser Wunsch nach Sicherheit und Ruhe verleiht der Geschichte eine besondere Intensität. Denn mit jedem seltsamen Unfall verliert die zunächst fast idyllische Stimmung mehr von ihrer Unbeschwertheit und schlägt immer stärker ins Unheimliche um. Der Schreibstil des Autors ist unglaublich flüssig, bildhaft und fesselnd, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Einen großen Teil des Reizes macht für mich auch die Erzählweise mit den zwei Handlungssträngen aus. Beide entwickeln auf ihre eigene Art Spannung, werfen neue Fragen auf und treiben die Geschichte immer weiter voran, bis sie sich am Ende auf packende Weise zusammenfügen. Auch die Horrorelemente sind hervorragend eingebunden und verstärken die düstere Atmosphäre zusätzlich. Gleichzeitig lebt der Roman von seinen Figuren. Die Protagonisten sind klar gezeichnet und dennoch so gut ausgearbeitet, dass sie lebendig wirken. Jeder Charakter hat seine Eigenarten und trägt auf seine Weise zur Handlung bei, was die Geschichte besonders stimmig macht. Insgesamt ist das Buch ein rundum gelungener Thriller und für mich definitiv ein Highlight in diesem Jahr.
von Odina - 2026-05-20 07:17:00

Achtung Genremix! - 4 Sterne

Wer bei Linwood Barcleys "Komm spielen" einen Psychothriller erwartet, muss sich (leider) auf einen etwas anderen Thriller einstellen. In den Ankündigungen liest man bereits etwas von paranormalen Erfahrungen, ich hatte das aber wohl überlesen oder als zweitrangig eingestuft, da der Roman eindeutig als Thriller tituliert ist. Weiterhin glaubte ich auch, Linwood Barcley zu kennen und damit richtig einordnen zu können. Aber dieser Roman ist anders.

Schon im Prolog wird klar, dass Sohn Charlie, der statt der erwünschten Playstation eine gebrauchte Modelleisenbahn bekommt, mit dieser unmöglich geglaubte Mächte besitzt. Er, der erst genervt ist, weil er die Modelleisenbahn gar nicht möchte, ist voll eingenommen von seines Vaters Geschenk, das im quasi Voodookräfte verleiht - und eine Zahl merkwürdiger Unfälle hervorzurufen scheint.

Keine Frage: "Komm spielen" ist spannend, aber nicht so im Sinne eines Psychothrillers, wo man am Ende jedes Kapitels einen Cliffhanger hat. Die Handlung ist düster und unheimlich, aber das Paranormale ist nicht so meins. Die Protagonisten wiederum haben mir gut gefallen, und es steht außer Frage, dass Barcley ein Meister seines Faches ist. Doch so wie auch Stephen Kind bereits auf dem Cover zitiert wird, so wird bald klar: Wer Stephen King mag, ist hier richtig. Ich bin von diesem Genremix leider nicht so angetan und halte mich lieber an andere Romane des Autors.
von signalhill - 2026-05-16 10:41:00

Klassischer Horror - 5 Sterne

Die Geschichte, die so langsam und fast schon gemütlich beginnt, entpuppt sich bald als Horrorroman in der klassischen Stephen-King-Art. Dieser Autor wird im Buch nicht nur zitiert, sondern er durfte auch die Vorabversion des Romans begutachten, wie Linwood Barclay in seiner Danksagung erwähnt. In Teilen erinnert die Handlung und Machart tatsächlich an Needful things. Die Schockmomente des Buches sind perfekt gesetzt, verzichten auf blutige Höhepunkte, treffen durch ihre Platzierung aber perfekt den Nerv des Horrorfans. Alle, die das Buch gelesen haben und einen Thriller oder Krimi erwartet haben, hätten sich vielleicht vorher schlau machen sollen. Der Autor beschreibt genau wie sein Vorbild präzise die kleine, amerikanische Stadt und das schleichende Grauen, das sie befällt. Geschickt und klug wird ein Netz gesponnen, aus dem es weder für den Leser noch die Figuren des Buches ein Entrinnen gibt. So muss ein Horrorroman aufgebaut sein. Sich langsam steigernd, raffiniert geschrieben und immer mit dem Grundrauschen des Bösen, das man erwartet, das einen dann aber doch eiskalt erwischt. Übersetzung und Machart des Buches sind einwandfrei, es gibt keinerlei Druckfehler oder Logiklücken. Einzig mit der Umwandlung des Titels von whistle in Komm spielen muss man sich etwas anfreunden, doch beide passen letztendlich zum Konzept und der Hauptidee des Buches. Wer King und Co. liebt, findet hier neues Lesefutter. Wer dazu noch Fan von Modelleisenbahnen ist, hat doppelt so viel Vergnügen, versprochen.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen unterliegt dem Urheberrecht.
von Murksy - 2026-05-15 14:57:00

Unerwartete Geschichte - 4 Sterne

Zum Inhalt:
Die Schriftstellerin Annie und ihr Sohn Charlie haben eine schreckliche Zeit durchlitten und so nimmt Annie das Angebot ihres Lektors an, sich für eine Weile aus New York aufs Land zurück zu ziehen. Doch irgendwas stimmt dort nicht, mehrere merkwürdige Unfälle passieren. Erst glaubt Annie noch an Zufälle, doch dann gerät ihr Sohn in Gefahr.
Meine Meinung:
Ich glaube, nach der Lektüre wird man Spielzeugeisenbahnen mit anderen Augen sehen ;-), denn sie spielen schon ein bemerkenswerte Rolle. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Horror und Thriller, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielt, die erst zum Ende hin eine Verbindung finden und einen irgendwie auch aufs Glatteis führen, denn man gewinnt schon zwischendurch den Eindruck, man wüsste, wohin die Reise geht. Ganz am Anfang hatte ich das mit den unterschiedlichen Zeiten gar nicht richtig bemerkt, aber irgendwann merkt man es schon. Das Buch war durchgängig spannend erzählt, eben schon typisch für den Autor. Die Story war erfrischend anders und hat mich gut unterhalten.
Fazit:
Unerwartete Geschichte
von brauneye29 - 2026-05-14 14:32:00

Splitterwelt - 5 Sterne

Dies war mein erstes Buch, das ich von Linwood Barclay gelesen habe, aber es wird garantiert nicht mein letztes sein.
Ich habe es soeben beendet und bin immer noch völlig überwältigt!
Der Einschätzung des Horrorkönigs Stephen King, der es als "Grandios" bezeichnete, kann ich nur aus vollster Überzeugung zustimmen.
Es ist so viel mehr als ein beliebiger Thriller. Es ist ein übernatürlicher, paranormaler Mystery-Psycho-Thriller mit einer gehörigen Portion Horror, und ein wenig Fantasie. Er erinnert mich sehr an die Werke von Stephen King.
Der Schreibstil ist genial, authentisch sowie angenehm lesbar. Von Beginn an entwickelt sich eine komplexe, bedrückende Atmosphäre und wie in einem Sog, wird die Handlung zunehmend packender.
Alle, immerhin 61 relativ kurzen Kapitel, enden mit einem Cliffhanger, der meist nur aus einem nüchternen Satz besteht und keine Möglichkeit bietet, das Buch einfach zur Seite zu legen, sondern förmlich zum weiterlesen zwingt.
Fünf Teile (Akte) sind jeweils einem Hauptprotagonisten gewidmet. Die Orte und Charaktere sind filmreif beschrieben. Es gibt keinerlei unnötige Längen, im Gegenteil, jeder Satz trifft punktgenau. Selbst wenn sich die Handlung zwischenzeitlich schon erahnen lässt, gibt es ständig unvorhergesehene Überraschungen, die zeigen, dass der Buchtitel perfekt passend gewählt wurde. Ich muss ehrlich gestehen, dass meine hohen Erwartungen an dieses Buch noch übertroffen wurden, und ich mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt habe. Für alle Thriller-Fans, denen fesselnde Spannung wichtig ist, ist meine unbedingte Leseempfehlung ein Muss für diesen Pageturner!
von Paul Kretzschmar - 2026-05-11 20:40:00