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Rezensionen

Betreutes Morden
Ein Fall für Serienkillerin Carol Quinn

Autor: Fergus Craig

Erschienen 2026 bei Aufbau TB
ISBN 978-3-7466-4272-7
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toller Humor - 5 Sterne

"Betreutes Morden" des Autors Fergus Craig ist ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Buch.

Carol hat die letzten 35 Jahre im Gefängnis und freut sich nun auf einen ruhigen Lebensabend in der Seniorenresidenz Sheldon Oaks. Als ehemalige Serienkillern freut sie sich über die Freundschaften, die sie knüpfen kann, auch wenn sich darunter ehemalige Ermittler befinden.
Doch ihr Freiheitsgefühl und die Freundschaften werden auf eine harte Probe gestellt, als unter ihrem Balkon eine Leiche gefunden wird. Sofort ist sie Hauptverdächtige, ihre einzige Chance, auf eigene Faust ihre Unschuld zu beweisen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel durch den kurzen und prägnanten Schreibstil des Autors leicht. Die Charaktere insbesondere Carol sind toll gezeichnet und wirken äußerst lebendig. Am meisten hat mich der trockene und schwarze Humor in den Schilderungen beeindruckt.
Carols vergangene Taten, ihre Gefühle und Gedanken dazu werden hervorragend transportiert und während des Lesens vergisst man quasi, dass sie eine Mörderin war.

Ich hoffe, dass jetzt noch mehr Bücher von Fergus Craig ins deutsche übersetzt werden und eine große Leserschaft erreichen werden.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die einen spannenden Krimi mit typischen britischen Einschlag lesen möchten.
von Nele33 - 2026-06-19 15:18:00

Witzig mit Einschränkungen - 3 Sterne

Das gediegene Seniorenheim Sheldon Oaks hat illustre Bewohnerinnen und Bewohner. Eine ehemalige Innenministerin, ein ehemaliger Polizist, eine ehemalige Pathologin und ganz neu: eine Serienmörderin! Oder eine ehemalige Serienmörderin? Carol, die nach 35 Jahren im Gefängnis glücklich in das Seniorenheim einzieht, beteuert es zumindest. Dummerweise geschieht kurz darauf ein Mord in Sheldon Oaks und Carol ist natürlich höchst verdächtig.

Das Buch klang witzig und eine Serienmörderin im Ruhestand ist mal was Neues. Auch das Buchcover gefällt mir total gut.
Beim Lesen hatte ich aber sofort Assoziationen mit dem "Donnerstagsmordclub". Auch eine Seniorenresidenz, auch schräge Charaktere mit prominenter Vergangenheit, auch Morde, auch eine Polizei, die nicht die allerhellste ist. Sehr viele Parallelen, aber einfach schwierig, wenn man sich mit der Kult-Serie messen muss. Es wirkte auf mich leider wie ein billiges Plagiat.

Doch im weiteren Verlauf des Buches habe ich diese Meinung wieder ein wenig (oder etwas mehr) revidiert.
Es hat sich dann ein wenig selbst auf die Schippe genommen, das fand ich gut und auch die Handlung hatte dann was. Zeitweise fand es ich unfassbar witzig.

Der Mordfall war dann ein wenig vorhersehbar, wobei ich auch hier mit einem aber mich selbst torpediere, denn bei der Auflösung gab es dann noch einen überraschenden Side-Kick, denn ich so nicht vorausgesehen habe.

Was mich aber wirklich auf Dauer sehr genervt hat, das waren die pseudo-spicy Szenen unter den Seniorinnen und Senioren.

Insgesamt habe ich zwar immer mit dem DMC verglichen, die überzeichneten Charaktere hatten hier aber schon auch was. Das Buch hat mich stellenweise genervt, stellenweise aber auch gut unterhalten.
von Marie aus E. - 2026-04-09 22:50:00

Ein neuer Anfang - 3 Sterne

Carol hat sich eine Wohnung in einer Seniorenresidenz gekauft. Ein ganz neues Leben. Nachdem sie fünfunddreißig Jahre im Gefängnis saß. Sie war eine Serienmörderin. Jetzt will sie ein neues Leben und neue Freunde. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen weil kurz nach ihrer Ankunft ein Mord geschieht. Klar das sie die Verdächtige Nr. 1 ist und das in einem Seniorenheim in dem es nur so von ehemaligen Ermittlern wimmelt.
Beim Lesen hat man sofort Vergleiche mit dem "Donnerstagsmordclub" gezogen. Seniorenheim, alte Ermittler usw. .
Aber ab dem zweiten Drittel hört die Ähnlichkeit auf. Diese Alten sind alt im Sinne des Wortes, körperliche Gebrechen, etwas Demenz, das gute Aussehen ist auch fort. Sie wirken natürlich, wie sie gegen die Langeweile ankämpfen, Vorurteile laut jedem erzählen der sie nicht hören will. Und das alles in einem Heim das Annehmlichkeiten für eine jüngere Generation bietet. In dem die Angestellten die Bewohner nach ihren Erfahrungen aus dem ersten Weltkrieg fragen. Carol und ihre neuen Freunde sind sehr echt, diesen Menschen begegnet man täglich, in der Familie oder Nachbarschaft.
Die Geschichte entwickelt sich sehr skurril, die Dialoge sind schräg und am Ende gab es ein sehr schönes Happy End wobei dieses Wort für einen Cosy Crime verkehrt ist aber in diesem Fall passt.
, So das ich mich schon auf einen nächsten Band freue.
von Petra - 2026-02-07 23:35:00