Icon Kontrast wechseln

Rezensionen

Once Upon A Tender Kiss
Eine romantische Enemies-to-Lovers-Romance

Autor: Myla Lion

Erschienen 2026 bei Bastei Lübbe;beHEARTBEAT
ISBN 978-3-7517-8466-5
Rezension verfassen

Und dann kam der Prinz... - 5 Sterne

Ein modernes Märchen, auf den Spuren von Dornröschen, in dem sich Mia und Tate begegnen, uns mitnehmen auf eine turbulente Achterbahnfahrt und für schöne Lesestunden sorgen.

Mia ist eine zurückhaltende Frau, die von ihren Eltern überbehütet und ständig kontrolliert wird. Mia lässt sich wirklich alles gefallen, ohne endlich mal auf den Tisch zu hauen. Sie schafft es nicht sich daraus zu befreien und die Metapher mit der Dornenhecke passt perfekt.

Tate dagegen, ist impulsiv, chaotisch und Vater einer elgjährigen Tochter. Er kämpft um das Sorgerecht und versucht sein Leben in Ordnung zu bringen.

Für beide ist es nicht einfach eine Beziehung aufzubauen, da sprühen schon mal die Funken, aber auch die Herzen schlagen schneller. Ich weiß gar nicht, was mich mehr genervt hat (und das Buch auch so unterhaltsam macht), Mias aufdringliche Eltern oder die Sorglosigkeit mit der Tate so durchs Leben geht.

Mit diesem Buch startet die Autorin ihre Märchenreihe "Es war einmal..."
Eine Geschichte, in die man schnell eintaucht und die einen auf ihre bezaubernde Art fesselt. Eine Geschichte in der ich mich so richtig wohl gefühlt habe und noch ewig hätte weiterlesen können.Durch kleine Momente, Namen oder Gedanken und Handlungen ist das Thema Dornröschen immer präsent.

Es gibt verschiedene Charaktere, die sehr unterschiedlich sind, das Buch aber durchaus bereichern mit ihren Handlungen.
Vor allem Larry hat mich immer wieder überrascht.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band!!!
von Leser - 2026-05-04 19:42:00

Zwischen Fürsorge und Fremdbestimmung - 3 Sterne

Mia hat es nicht leicht: Ihre überfürsorglichen Eltern schirmen sie nach einer Herzkrankheit bei ihrer Geburt von allem ab und würden sie am liebsten bei jeder Kleinigkeit zum Check-up ins Krankenhaus schicken. Unter ihrer Wohnung eröffnet zudem eine Tanzbar, deren Musik bis tief in die Nacht in ihre vier Wände dröhnt. Und auch ihr neuer Nachbar Tate scheint zunächst alles andere als rücksichtsvoll. Doch dann zeigt er eine überraschend charmante Seite, und gemeinsam mit seiner elfjährigen Tochter Riley wirbelt er Mias bislang so behütetes Leben gehörig durcheinander.

Obwohl mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat und sich der Schreibstil angenehm lesen lässt, ließ meine anfängliche Begeisterung nach etwa einem Drittel des Buches spürbar nach. Das lag nicht nur am extrem übergriffigen und nervigen Verhalten von Mias Eltern, die unter dem Deckmantel der Sorge wiederholt gegen ihre Interessen handeln und sie emotional unter Druck setzen, sondern auch an Mias Reaktionen darauf. Ihre wiederkehrende Schockstarre wirkte auf mich zunehmend schwer nachvollziehbar, da sie die Situation eigentlich reflektieren kann. Ebenso blieb für mich unverständlich, warum sie den Kontakt nicht früher einschränkt und weshalb sowohl ihre beste Freundin als auch ihre Patentante so zurückhaltend bleiben, statt ihr mehr den Rücken zu stärken.

Nicht nur der Plot erinnert stellenweise an ein modernes Märchen – entsprechende Anspielungen und Vergleiche ziehen sich auch durch den Text, wirken dabei aber gelegentlich etwas zu bemüht.

Insgesamt ein solider Plot mit interessanten Ansätzen, der mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.
von ekiam - 2026-05-04 11:44:00

Dornröschen - 3 Sterne

Dieses Buch ist Teil 1 der Reihe "Märchenhafte Single Dads" und ist in der Tat wie ein modernes Märchen. Die Anlehnung an Dornröschen ist nicht wirklich subtil, sondern wird mehrfach auch von den Protagonisten klar benannt und ist tragendes Motiv der Charakterdarstellungen. Das hat mir grundlegend gut gefallen, wirkte manchmal jedoch etwa zu konstruiert und nicht unbedingt natürlich.
Für mich liegt die große Stärke dieses Buches in der Vielschichtigkeit der Charaktere, z.B. Larry. Der schmierige Typ mit Macho-Gehabe und einem Übermaß Schmuck ist viel mehr als ein provokantes Äußeres. Diese Tiefe gefiel mir gut, ich hätte sie mir bei allen Charakteren gewünscht. Es gibt bestimmte Dynamiken zwischen Charakteren, die mich so wütend gemacht haben, dass ich eine Pause vom Lesen brauchte. Glücklicherweise gibt es hier zumindest bei einigen (und den relevanten) Charakteren eine entsprechende Entwicklung, so dass diese Dynamiken aufgesprengt werden können.
Mia und Tate sind interessante Protagonisten, deren gegenseitige Anziehung spürbar ist und die Slow-Burn-Trope wird hier echt ausgereizt. Das war einerseits authentisch, andererseits beinahe etwas zu slow für mich, um interessiert am Ball zu bleiben. Die Liebesgeschichte wird durch ernste Themen, wie missbräuchliche Elternhäuser und Sorgerechtsstreitigkeiten flankiert.
Insgesamt hatte ich mit dem Buch eine nette Zeit, auch wenn ich nicht zu 100% begeistert bin.
von CanYouSeeMe - 2026-05-03 15:59:00