Rezensionen
Little Hollywood
Roman | Laut GLAMOUR »die vielleicht beste Coming-of-Age-Story des Jahres 2026« | DER Sommer-Roman 2026 | Für Fans von Caroline Wahl und Benedict Wells
Autor: Inga Hanka
Erschienen 2026 bei Ecco Verlag
ISBN 978-3-7530-0129-6
tolle geschichte mit überzeugender Protagonistin - 5 Sterne
" Little Hollywood" von Inga Hanka war für mich eine kleine Reise zurück in die Vergangenheit. " Little Hollywood " ist eine Videothek in die sich die Protagonistin dieses Buches , Leo, flüchtet, um ihren Alltagsproblemen zu entfliehen und die sind nicht ohne. Ein Schlägervater und weitere Probleme in der Familie , erinnern und das ist hier schon öfter erwähnt worden, ein wenig an " 22 Bahnen". Ich finde es immer etwas schwierig, da Vergleiche anzustellen, denn Probleme sind immer individuell.
Trotzdem ist solch ein https://www.instagram.com/phijudas_buchwelt/ergleich legitim und sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen, handelt es sich doch bei deiden um junge Protagonisten, die ihren Weg, trotz schlechter Startbedingungen finden müssen.
UNd so ist dieses wirklich atmosphärisch geschriebene Buch auch eine Geschichte über Neuanfang, Sinnsuche und Freiheit, die mir, abgesehen davon, dass sie mich in meine Jugend zurückgeführt hat, was mir ausnehmend gut gefallen hat, lange im Gedächtnis bleiben wird.
Dicke Leseempfehlung.
Trotzdem ist solch ein https://www.instagram.com/phijudas_buchwelt/ergleich legitim und sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen, handelt es sich doch bei deiden um junge Protagonisten, die ihren Weg, trotz schlechter Startbedingungen finden müssen.
UNd so ist dieses wirklich atmosphärisch geschriebene Buch auch eine Geschichte über Neuanfang, Sinnsuche und Freiheit, die mir, abgesehen davon, dass sie mich in meine Jugend zurückgeführt hat, was mir ausnehmend gut gefallen hat, lange im Gedächtnis bleiben wird.
Dicke Leseempfehlung.
von Klassikfan - 2026-06-07 21:40:00
Sommernächte, Sehnsucht und der Mut weiterzugehen - 4 Sterne
Little Hollywood hat mich auf eine stille, fast melancholische Weise überrascht. Zwischen warmen Sommertagen, Unsicherheit und dieser leisen Sehnsucht nach einem Platz im Leben entfaltet Inga Hanka eine Geschichte, die sich erstaunlich echt anfühlt. Statt großer Dramatik entsteht hier etwas viel Nahbareres, nämlich das Gefühl, einer jungen Frau zuzusehen, die irgendwo zwischen Vergangenheit, Erwartungen und Zukunft ihren eigenen Weg sucht.
Nach dem Abitur steht Leo an genau diesem unsicheren Punkt, an dem plötzlich alles offen scheint und gleichzeitig nichts greifbar wirkt. Zuhause lasten Konflikte auf ihr, Fragen über das Morgen drängen sich auf und die Suche nach Halt wird immer präsenter. Einen Rückzugsort entdeckt sie in der Videothek Little Hollywood, einem Platz voller Filme, vertrauter Routinen und Begegnungen, die mehr Bedeutung tragen, als zunächst sichtbar wird. Auch Jo bleibt zunächst schwer einzuschätzen, gewinnt jedoch Stück für Stück an Kontur und bringt eine ruhige Dynamik in die Handlung, die sich angenehm glaubwürdig entwickelt.
Besonders stark empfand ich die Stimmung des Romans. Die 90er-Jahre wirken nicht aufgesetzt oder wie bloße Dekoration, sondern durchziehen die Seiten auf eine Weise, die Erinnerungen und Emotionen greifbar macht. Musik, Popkultur und kleine Alltagsdetails erschaffen ein Lebensgefühl, das sich gleichzeitig leicht und wehmütig anfühlt. Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, selbst durch warme Sommertage zu streifen, begleitet von diesem Gedankenkarussell, das kurz vor einem neuen Lebensabschnitt so viele Menschen beschäftigt. Zwischen den ruhigeren Momenten schwingen Themen mit, die dem Roman zusätzliche Tiefe verleihen. Familiäre Spannungen, emotionale Verletzlichkeit und die Frage nach Selbstbestimmung werden feinfühlig eingebunden, ohne den Ton der Geschichte zu beschweren. Gerade diese Balance aus Hoffnung, Verletzlichkeit und Aufbruch mochte ich sehr.
Leo wirkte auf mich glaubwürdig, weil sie Ecken und Unsicherheiten besitzt. Zweifel begleiten sie durch den Sommer und genau dadurch fühlte sich ihre Entwicklung authentisch an. Auch die Verbindung zu Jo entfaltet sich angenehm unaufgeregt und gewinnt dadurch an Wirkung. Etwas mehr Raum hätte ich mir lediglich für die familiären Konflikte gewünscht, da einige Aspekte zwar anklingen, ihr Potenzial für noch mehr emotionale Tiefe jedoch nur teilweise ausgeschöpft wird. Für mich lebt Little Hollywood weniger von spektakulären Ereignissen als von Atmosphäre, Emotionen und leisen Zwischentönen. Wer Geschichten mag, die nach Sommer riechen, ein wenig Nostalgie versprühen und das bittersüße Gefühl des Erwachsenwerdens einfangen, dürfte hier genau die richtige Lektüre finden.
Nach dem Abitur steht Leo an genau diesem unsicheren Punkt, an dem plötzlich alles offen scheint und gleichzeitig nichts greifbar wirkt. Zuhause lasten Konflikte auf ihr, Fragen über das Morgen drängen sich auf und die Suche nach Halt wird immer präsenter. Einen Rückzugsort entdeckt sie in der Videothek Little Hollywood, einem Platz voller Filme, vertrauter Routinen und Begegnungen, die mehr Bedeutung tragen, als zunächst sichtbar wird. Auch Jo bleibt zunächst schwer einzuschätzen, gewinnt jedoch Stück für Stück an Kontur und bringt eine ruhige Dynamik in die Handlung, die sich angenehm glaubwürdig entwickelt.
Besonders stark empfand ich die Stimmung des Romans. Die 90er-Jahre wirken nicht aufgesetzt oder wie bloße Dekoration, sondern durchziehen die Seiten auf eine Weise, die Erinnerungen und Emotionen greifbar macht. Musik, Popkultur und kleine Alltagsdetails erschaffen ein Lebensgefühl, das sich gleichzeitig leicht und wehmütig anfühlt. Während des Lesens hatte ich oft das Gefühl, selbst durch warme Sommertage zu streifen, begleitet von diesem Gedankenkarussell, das kurz vor einem neuen Lebensabschnitt so viele Menschen beschäftigt. Zwischen den ruhigeren Momenten schwingen Themen mit, die dem Roman zusätzliche Tiefe verleihen. Familiäre Spannungen, emotionale Verletzlichkeit und die Frage nach Selbstbestimmung werden feinfühlig eingebunden, ohne den Ton der Geschichte zu beschweren. Gerade diese Balance aus Hoffnung, Verletzlichkeit und Aufbruch mochte ich sehr.
Leo wirkte auf mich glaubwürdig, weil sie Ecken und Unsicherheiten besitzt. Zweifel begleiten sie durch den Sommer und genau dadurch fühlte sich ihre Entwicklung authentisch an. Auch die Verbindung zu Jo entfaltet sich angenehm unaufgeregt und gewinnt dadurch an Wirkung. Etwas mehr Raum hätte ich mir lediglich für die familiären Konflikte gewünscht, da einige Aspekte zwar anklingen, ihr Potenzial für noch mehr emotionale Tiefe jedoch nur teilweise ausgeschöpft wird. Für mich lebt Little Hollywood weniger von spektakulären Ereignissen als von Atmosphäre, Emotionen und leisen Zwischentönen. Wer Geschichten mag, die nach Sommer riechen, ein wenig Nostalgie versprühen und das bittersüße Gefühl des Erwachsenwerdens einfangen, dürfte hier genau die richtige Lektüre finden.
von FogandBooks - 2026-05-20 16:40:00
Ein unglaublich tolles, atmosphärisches Coming-of-Age - 5 Sterne
Ich fand dieses Coming-of-Age absolut makellos. Inga Hanka hat mit viel Feingefühl eine ganz besondere Geschichte geschrieben, deren Figuren mich mit ihrer Authentizität sowie Ehrlichkeit bewegt und mitgenommen haben. Ich bin zwar ein etwas späterer Jahrgang, aber die Musik und Filme des Buches sind mir natürlich trotzdem bekannt. Und ich habe dieses Videothek-Setting sowie die sich entwickelnde Beziehung zwischen Leo und Jo so geliebt! Der Vibe des Ladens wurde wirklich ebenso gut abgebildet wie die allgemeine Atmosphäre eines Sommers nach dem Abi.
Dabei waren hier Tiefe und Leichtsinn in einer ganz tollen Balance. Die Charaktere lassen sich fallen und leben im Moment wie es als erwachsene Person nur noch selten vorkommt. Gleichzeitig beschäftigen sie aber so ernste Dinge, dass mir eng ums Herz wurde. Hier werden Themen wie Mental Health, gewalttätige Elternteile und Trauer wunderbar feinfühlig und der Hauptfigur absolut angemessen besprochen. Die liebevolle Beziehung von Leo und ihrem Bruder Ben wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Ich fand es so toll, wie die beiden einander eine so wichtige Stütze sind.
Und auch Jo war eine tolle Männerfigur, die zwar neben Leo ein klein wenig blass erschien, aber vielleicht sollte das auch einfach das Geheimnisvolle dieser so besonderen Beziehung unterstreichen. Die Entwicklung von Bekannten zu Freund*innen zu romantischem Paar hat mir, eingebettet in die gemeinsame Leidenschaft, außerordentlich gut gefallen.
Am Ende ist dies ein Buch, das mich wie kaum ein anderes mit seiner flimmernden Atmosphäre für sich eingenommen hat. Ein Roman, der seine Lesenden sanft trägt und eine Nostalgie hervorruft, die ich in der Form lange nicht mehr hatte. Eine Geschichte, die tiefgründig ist und mit ganz viel Atmosphäre sowie Liebe besticht. Perfekte Sommerlektüre - ob Kind der 90er/00er oder nicht.
Dabei waren hier Tiefe und Leichtsinn in einer ganz tollen Balance. Die Charaktere lassen sich fallen und leben im Moment wie es als erwachsene Person nur noch selten vorkommt. Gleichzeitig beschäftigen sie aber so ernste Dinge, dass mir eng ums Herz wurde. Hier werden Themen wie Mental Health, gewalttätige Elternteile und Trauer wunderbar feinfühlig und der Hauptfigur absolut angemessen besprochen. Die liebevolle Beziehung von Leo und ihrem Bruder Ben wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Ich fand es so toll, wie die beiden einander eine so wichtige Stütze sind.
Und auch Jo war eine tolle Männerfigur, die zwar neben Leo ein klein wenig blass erschien, aber vielleicht sollte das auch einfach das Geheimnisvolle dieser so besonderen Beziehung unterstreichen. Die Entwicklung von Bekannten zu Freund*innen zu romantischem Paar hat mir, eingebettet in die gemeinsame Leidenschaft, außerordentlich gut gefallen.
Am Ende ist dies ein Buch, das mich wie kaum ein anderes mit seiner flimmernden Atmosphäre für sich eingenommen hat. Ein Roman, der seine Lesenden sanft trägt und eine Nostalgie hervorruft, die ich in der Form lange nicht mehr hatte. Eine Geschichte, die tiefgründig ist und mit ganz viel Atmosphäre sowie Liebe besticht. Perfekte Sommerlektüre - ob Kind der 90er/00er oder nicht.
von nessabo - 2026-05-08 20:37:00
Nostalgische coming of age Geschichte - 4 Sterne
Little Hollywood, so heißt die Videothek in der Leo und Jo sich kennenlernen. Jo, der Verantwortungslos ist und Leo immer wieder auf leichtsinnige Ideen bringt. Dabei will Leo nur ihren Studienplatz und dem Chaos zuhause entkommen. Doch was wenn Jo anders ist als gedacht? Und was wenn sie aus diesem Leben ausbrechen kann, das ihr so vertraut aber zu klein scheint, um sich ihren eigenen Weg zu suchen?
Dieser Roman fühlt sich an wie Freibadpommes und Flipper. Teilweise hat man das Gefühl das die Flipperkugel die immer wieder hochgeschleudert wird und zwischen allen Hindernissen hin und her hüpft ein ziemlich gutes Bild für Leos Situation abzugeben scheint. Eine junge Protagonistin die sich gegen einige Widrigkeiten stemmt um ihren traumstudienplatz zu bekommen. Doch kann sie ihre alleinerziehende Mutter mit ihrem Bruder alleine lassen wo diese doch eigentlich ihre Hilfe braucht? Immer wieder merkt man wie hin und hergerissen Leo ist. Zwischen Autonomie und Verbatwortungsgefühl gefangen versucht sie ihren eigenen Weg zu finden. Für mich war dieser ganze Roman durch und durch rund, die Protagonisten waren sehr authentisch und ich mochte die Geschichte wirkluch gern. Ein wirklich gelungener Roman.
Dieser Roman fühlt sich an wie Freibadpommes und Flipper. Teilweise hat man das Gefühl das die Flipperkugel die immer wieder hochgeschleudert wird und zwischen allen Hindernissen hin und her hüpft ein ziemlich gutes Bild für Leos Situation abzugeben scheint. Eine junge Protagonistin die sich gegen einige Widrigkeiten stemmt um ihren traumstudienplatz zu bekommen. Doch kann sie ihre alleinerziehende Mutter mit ihrem Bruder alleine lassen wo diese doch eigentlich ihre Hilfe braucht? Immer wieder merkt man wie hin und hergerissen Leo ist. Zwischen Autonomie und Verbatwortungsgefühl gefangen versucht sie ihren eigenen Weg zu finden. Für mich war dieser ganze Roman durch und durch rund, die Protagonisten waren sehr authentisch und ich mochte die Geschichte wirkluch gern. Ein wirklich gelungener Roman.
von Katharina Grassmugg - 2026-05-01 14:11:00
Little Hollywood - 5 Sterne
Es ist Mai 1999, Leo hat gerade ihre letzte Prüfung geschrieben und den Abschluss in der Tasche. Ihr Leben ist entschleunigt, sie hat Zeit und denkt über ihre Zukunft nach. Trotz Ärger mit ihrem Vater, den psychischen Problemen ihrer Mutter und anderen Erwachsenendingen, mit denen sie sich schon länger auseinandersetzen muss, fragt sie sich: Ist dies womöglich mein letzter unbeschwerter Sommer? Sie flüchtet sich an den Ort, der ihr immer Sicherheit gegeben hat – die Videothek „Little Hollywood“. Dort trifft sie auf Jo, den sie nie so wahrgenommen hat, mit dem sie über Filme quatschen und sich austauschen kann und der alles ein wenig durcheinanderbringt. Sofort wurde ich in die 90er Jahre zurückkatapultiert und der Autorin ist es wunderbar gelungen diese Zeit und diese melancholische Grundstimmung des Dazwischen einzufangen. Große Empfehlung!
von Verena Gruber aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2026-04-28 14:41:29
Ein langer Sommer und die Frage, was jetzt - 4 Sterne
Es sind die späten 90er und Leo hat gerade die Abiprüfungen hinter sich und einen langen Sommer vor sich. Neben dem schwierigen Alltag mit der Familie und dem ersten Verliebtsein drehen sich ihre Gedanken dabei hauptsächlich um die Frage: Und was kommt jetzt?
Als Kind der 80er gehöre ich wohl definitiv zur unmittelbaren Zielgruppe dieses Coming-of-Age-Romans, denn die vielen Erinnerungsdetails (von bestimmter Musik im Hintergrund bis hin zur Telefonzelle) sind bestimmt mit Bedacht platziert und haben so manches Mal ein „Ach Gott, stimmt, das gab’s damals!“ ausgelöst.
Große Spannung wird man hier vergebens suchen, aber die Autorin schafft es sehr gekonnt, dass man als Leser mit in diese heißen Sommertage und – dank Leos vielen Schwimmausflügen – in das kühle Wasser des Sees eintaucht. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin diese wackelige Zeit zwischen dem Wunsch, sich zuhause wohlzufühlen und dazuzugehören, und dem dringenden Bedürfnis, auszubrechen und sich endlich abzunabeln.
Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, ein wenig Zeit an Leos Seite zu verbringen und ihre Entwicklung im Laufe des Sommers mitzuerleben. Ein richtig schönes Debüt, das ich gerne weiterempfehle.
Als Kind der 80er gehöre ich wohl definitiv zur unmittelbaren Zielgruppe dieses Coming-of-Age-Romans, denn die vielen Erinnerungsdetails (von bestimmter Musik im Hintergrund bis hin zur Telefonzelle) sind bestimmt mit Bedacht platziert und haben so manches Mal ein „Ach Gott, stimmt, das gab’s damals!“ ausgelöst.
Große Spannung wird man hier vergebens suchen, aber die Autorin schafft es sehr gekonnt, dass man als Leser mit in diese heißen Sommertage und – dank Leos vielen Schwimmausflügen – in das kühle Wasser des Sees eintaucht. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin diese wackelige Zeit zwischen dem Wunsch, sich zuhause wohlzufühlen und dazuzugehören, und dem dringenden Bedürfnis, auszubrechen und sich endlich abzunabeln.
Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, ein wenig Zeit an Leos Seite zu verbringen und ihre Entwicklung im Laufe des Sommers mitzuerleben. Ein richtig schönes Debüt, das ich gerne weiterempfehle.
von SalMar - 2026-04-24 12:00:00
Zwischen Angst und Neubeginn - 5 Sterne
Wir schreiben das Jahr 1999, Leonie hat soeben ihre letzte Prüfung geschrieben und ihr Abi in der Tasche.
Jetzt liegt der Sommer vor ihr, der von Partys und Unbeschwertheit geprägt sein sollte.
Stattdessen muss Leo sich fragen, wie die Zukunft für sie aussehen soll.
Nur zu gerne flüchtet sie sich in der Freizeit in die Videothek, und lässt sich von ihren Lieblingsfilmen ablenken. Jede Realität ist besser als ihre eigene.
Dieses Buch lebt von den ruhigen Momenten. Es erzählt von diesen Gefühlen, die man, so oder so ähnlich, selbst als Jugendlicher hatte.
Die Schule ist geschafft, aber was jetzt?
Studieren ist für andere bestimmt, nicht für Menschen wie uns, so redet die Mutter.
Leo als Hauptfigur hat mich vollkommen überzeugt.
Eine junge Frau die noch ganz am Anfang ihres Erwachsenenlebens steht und dabei ist, eine große Entwicklung durchzumachen.
Wie die meisten Jugendlichen ist sie voller Selbstzweifel und Ängste. Sie hat zwar Vorstellungen davon, was sie gerne anfangen würde mit ihrem Leben, aber die behält sie für sich. So kann ihr wenigstens niemand ihre Ideen schlecht reden.
Die erste Liebe, eine depressive Mutter, ein kleiner Bruder der sie braucht, ein Sommerjob der sie anödet.
Dazwischen verbringt sie Zeit mit ihren Freunden aus dem Verein, feiert Partys, trinkt zu viel. Aber am liebsten geht sie zu Jo in die Videothek. Jo war in ihrer Abiklasse und sie teilen die gleiche Leidenschaft: Filme und Filmzitate raten. Gegenseitig stellen sie sich gerne auf die Probe.
Aber auch Jo hat sein Päckchen zu tragen. Das spürt Leo ganz genau.
In vielen Momenten habe ich mich in Leo wiedergefunden. Diese spezielle Stimmung, dieses Was-jetzt-Gefühl, hat die Autorin perfekt eingefangen. Leo möchte man am liebsten ganz feste umarmen und ihr sagen, dass alles gut werden wird.
Ein bisschen nostalgisch durch das 90er-Jahre-Feeling wird es auch, auch wenn es für meinen Geschmack ruhig noch etwas intensiver hätte sein können.
Ein starker Coming-of-Age-Roman der noch lange nachhallen wird.
Jetzt liegt der Sommer vor ihr, der von Partys und Unbeschwertheit geprägt sein sollte.
Stattdessen muss Leo sich fragen, wie die Zukunft für sie aussehen soll.
Nur zu gerne flüchtet sie sich in der Freizeit in die Videothek, und lässt sich von ihren Lieblingsfilmen ablenken. Jede Realität ist besser als ihre eigene.
Dieses Buch lebt von den ruhigen Momenten. Es erzählt von diesen Gefühlen, die man, so oder so ähnlich, selbst als Jugendlicher hatte.
Die Schule ist geschafft, aber was jetzt?
Studieren ist für andere bestimmt, nicht für Menschen wie uns, so redet die Mutter.
Leo als Hauptfigur hat mich vollkommen überzeugt.
Eine junge Frau die noch ganz am Anfang ihres Erwachsenenlebens steht und dabei ist, eine große Entwicklung durchzumachen.
Wie die meisten Jugendlichen ist sie voller Selbstzweifel und Ängste. Sie hat zwar Vorstellungen davon, was sie gerne anfangen würde mit ihrem Leben, aber die behält sie für sich. So kann ihr wenigstens niemand ihre Ideen schlecht reden.
Die erste Liebe, eine depressive Mutter, ein kleiner Bruder der sie braucht, ein Sommerjob der sie anödet.
Dazwischen verbringt sie Zeit mit ihren Freunden aus dem Verein, feiert Partys, trinkt zu viel. Aber am liebsten geht sie zu Jo in die Videothek. Jo war in ihrer Abiklasse und sie teilen die gleiche Leidenschaft: Filme und Filmzitate raten. Gegenseitig stellen sie sich gerne auf die Probe.
Aber auch Jo hat sein Päckchen zu tragen. Das spürt Leo ganz genau.
In vielen Momenten habe ich mich in Leo wiedergefunden. Diese spezielle Stimmung, dieses Was-jetzt-Gefühl, hat die Autorin perfekt eingefangen. Leo möchte man am liebsten ganz feste umarmen und ihr sagen, dass alles gut werden wird.
Ein bisschen nostalgisch durch das 90er-Jahre-Feeling wird es auch, auch wenn es für meinen Geschmack ruhig noch etwas intensiver hätte sein können.
Ein starker Coming-of-Age-Roman der noch lange nachhallen wird.
von nanu?! - 2026-04-16 17:03:00
Ende, Neubeginn und der Sommer dazwischen - 4 Sterne
Wir befinden uns im Sommer von 1999: Leo hat gerade ihr Abi gemacht, nun bleibt ein letzter Sommer zwischen Kindheit und erwachsen werden, ein Sommer um zu entscheiden, wo das Leben sie hinführen soll.
Wir als Leser dürfen sie in diesem Sommer begleiten, es ist nur eine Momentaufnahme ihres Lebens, was sich auch auf die ganze Erzählung auswirkt.
Statt ihre ganze Geschichte zu verfolgen erhalten wir nur einen kleinen Einblick, statt aufregenden Ereignissen und Spannung setzt die Autorin auf die Atmosphäre und zarte Gefühle.
Die Perspektive ist auf Leo als Ich-Erzählerin beschränkt, durch kluge Beobachtungen und Beschreibungen werden aber auch die Gefühle der Nebencharaktere gut dargestellt. Hiervon gibt es auch nur eine überschauliche Menge, sodass man sich besser auf ihre Beziehungen zu Leo fokussieren kann.
Besonders gut gefallen hat mir die langsame Entwicklung der Liebesgeschichte.
Es wurde sehr authentisch dargestellt, ohne es zu überstürzen oder künstliches Drama. Eine Sache war für mich jedoch ein wenig unnötig bzw. manchmal mochte ich die Aktionen der Charaktere nicht wirklich.
Dafür wurden verschiedene Beziehungen behandelt, zu den Eltern, zum Bruder und auch zu Freunden, was ich gerne gelesen und verfolgt habe.
Generell fand ich den Schreibstil sehr schön, manche Abschnitte habe ich auch doppelt gelesen und die Worte auf mich wirken lassen.
Auch der Nostalgie-Faktor wurde getroffen: Ich war zwar noch wesentlich jünger als die Protagonisten, aber habe sehr vieles aus der damaligen Zeit wiedererkannt und mich in das Lebensgefühl zurückversetzen können.
Dazu wurde die Thematik rund um Kinofilme passend in die Handlung eingebaut, stand aber nicht im Fokus.
Es gab zwischendurch mal manche Abschnitte, die sich ein wenig gezogen haben, insgesamt war es aber ein schönes nostalgisches Leseerlebnis mit einer Coming of Age Story.
Wir als Leser dürfen sie in diesem Sommer begleiten, es ist nur eine Momentaufnahme ihres Lebens, was sich auch auf die ganze Erzählung auswirkt.
Statt ihre ganze Geschichte zu verfolgen erhalten wir nur einen kleinen Einblick, statt aufregenden Ereignissen und Spannung setzt die Autorin auf die Atmosphäre und zarte Gefühle.
Die Perspektive ist auf Leo als Ich-Erzählerin beschränkt, durch kluge Beobachtungen und Beschreibungen werden aber auch die Gefühle der Nebencharaktere gut dargestellt. Hiervon gibt es auch nur eine überschauliche Menge, sodass man sich besser auf ihre Beziehungen zu Leo fokussieren kann.
Besonders gut gefallen hat mir die langsame Entwicklung der Liebesgeschichte.
Es wurde sehr authentisch dargestellt, ohne es zu überstürzen oder künstliches Drama. Eine Sache war für mich jedoch ein wenig unnötig bzw. manchmal mochte ich die Aktionen der Charaktere nicht wirklich.
Dafür wurden verschiedene Beziehungen behandelt, zu den Eltern, zum Bruder und auch zu Freunden, was ich gerne gelesen und verfolgt habe.
Generell fand ich den Schreibstil sehr schön, manche Abschnitte habe ich auch doppelt gelesen und die Worte auf mich wirken lassen.
Auch der Nostalgie-Faktor wurde getroffen: Ich war zwar noch wesentlich jünger als die Protagonisten, aber habe sehr vieles aus der damaligen Zeit wiedererkannt und mich in das Lebensgefühl zurückversetzen können.
Dazu wurde die Thematik rund um Kinofilme passend in die Handlung eingebaut, stand aber nicht im Fokus.
Es gab zwischendurch mal manche Abschnitte, die sich ein wenig gezogen haben, insgesamt war es aber ein schönes nostalgisches Leseerlebnis mit einer Coming of Age Story.
von Ryria - 2026-04-12 21:16:00
der längste Sommer des Lebens - 5 Sterne
Es ist Mai 1999 und Leonie, Leo, ist gerade in den letzten Zügen ihrer Schulkarriere – nämlich den Abschlussprüfungen. Vor ihr steht eine Zeit der Chancen, der Unbeschwertheit. Doch leider ist nicht alles einfach und leicht: Herzschmerz, trifft auf familiäre Sorgen und die Angst vor dem Ungewissen. Denn Leo hat es nicht leicht, sind ihre Eltern doch getrennt und ihre Mutter verfällt immer wieder in depressive und zerstörerische Phasen, speziell wenn es Probleme mit Leos Vater gibt. Jener droht nun da er zu Unterhaltszahlungen verpflichtet wurde. Leo versucht gleichzeitig Ben, ihren jüngeren Bruder zu unterstützen und Bezugsperson zu sein. Doch eben auch die Liebe hat ihre Tücken, hat Olli ein Freund seit Kindertagen sie doch geküsst und geht nun auf Distanz. Doch zum Glück gibt es Filme und die Videothek „Little Hollywood“ in die sich Leo flüchten kann und mit der Zeit lernt sie auch die Gesellschaft von Jo, Mitschüler und Angestellten, schätzen.
Ein Roman, der es schafft, dass man sich an die Zeit erinnert, in der man die vertraute Umgebung Schule verlässt, um in die weite Welt der Erwachsenen aufzubrechen. Alles scheint möglich, alles leicht, aber doch sind da die Zweifel. Ich war wirklich fasziniert, wie gut dies der Autorin gelang, und fühlte mich an meinen eigenen längsten Sommer zurückerinnert. Der atmosphärische Schreibstil lässt einem dabei auch einfach keine Wahl.
Leos Sinnkrise und Zweifel sind nachvollziehbar und realistisch und man merkt zwischen all den Gefühlen und Problemen, dass sie ein Stück erwachsener wird. Man kann die familiären Probleme ausreichend erahnen, auch wenn die Autorin dies nur andeutet und man so zwischen den Zeilen auch erkennt, dass der Roman tiefere Probleme wie häusliche Gewalt und psychische Belastungen anprangert.
Gut gelungen fand ich die eingestreuten Filmzitate, eben auch um dem Buchtitel gerecht zu werden. Doch man würdigt damit auch einfach die großen Filme der Zeit.
Ein Roman der lange nachhallt und den ich auch immer wieder lesen würde um mich an die Zeit der Unbeschwertheit zu erinnern.
Ein Roman, der es schafft, dass man sich an die Zeit erinnert, in der man die vertraute Umgebung Schule verlässt, um in die weite Welt der Erwachsenen aufzubrechen. Alles scheint möglich, alles leicht, aber doch sind da die Zweifel. Ich war wirklich fasziniert, wie gut dies der Autorin gelang, und fühlte mich an meinen eigenen längsten Sommer zurückerinnert. Der atmosphärische Schreibstil lässt einem dabei auch einfach keine Wahl.
Leos Sinnkrise und Zweifel sind nachvollziehbar und realistisch und man merkt zwischen all den Gefühlen und Problemen, dass sie ein Stück erwachsener wird. Man kann die familiären Probleme ausreichend erahnen, auch wenn die Autorin dies nur andeutet und man so zwischen den Zeilen auch erkennt, dass der Roman tiefere Probleme wie häusliche Gewalt und psychische Belastungen anprangert.
Gut gelungen fand ich die eingestreuten Filmzitate, eben auch um dem Buchtitel gerecht zu werden. Doch man würdigt damit auch einfach die großen Filme der Zeit.
Ein Roman der lange nachhallt und den ich auch immer wieder lesen würde um mich an die Zeit der Unbeschwertheit zu erinnern.
von leopol - 2026-04-10 20:52:00


