Rezensionen
Oishii!
Authentisch, gemütlich, bunt – Japans Izakayas entdecken
Autor: Stefan Braun
Erschienen 2025 bei GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
ISBN 978-3-8338-9862-4
Japan-Liebe geht durch den Magen - 4 Sterne
Oishii bedeutet lecker, und dies sind die hier vorgestellten Gerichte und Snacks zweifelslos.
Dies ist jedoch kein typisches Kochbuch und auch die Betonung der Izakayas ist meiner Meinung nach falsch gewählt.
Vielmehr erwartet einen hier ein kulinarischer Ausflug nach Japan, eine Mischung aus fotografischem Bildband, interessanten Kurztexten und Rezepten.
Die Fotos stehen hier mehr im Fokus als die Rezepte, daher kann ich das Buch niemandem empfehlen, der nur kochen möchte, aber wenig Interesse an der japanischen Kultur hat.
Falls man sich jedoch dafür begeistern kann, kommt man hier eher auf seine Kosten.
Man erlebt quasi einen Tag in Japan mit, unterteilt in morgens/mittags/abends, dazu Fotos dieser Tageszeit und passenden Gerichten.
Zwischendurch gibt es immer wieder Fun Facts zur japanischen (Essens-)Kultur und dem gesellschaftlichen Leben. Durch Abbildungen vieler Menschen fühlt man sich quasi mittendrin. Hier hätte ich es jedoch auch noch toll gefunden, wenn vereinzelt manche der Personen kurz vorgestellt werden - wer ist die alte Omi, die in der Küche steht?
Falls man selbst schon mal in Japan war werden viele Erinnerungen geweckt, es wirkt auch alles sehr authentisch. Auch die Atmosphäre in den Izakayas etc. wurde gut durch die Fotos eingefangen - hierbei mochte ich auch den Blick in die Küchen. Die Infos sind dafür nicht außergewöhnlich und richten sich wohl eher an Leser, die sich noch nicht so viel mit Japan beschäftigt haben.
Die Rezepte greifen einen Großteil der beliebten Gerichte auf. Ich mochte es auch, dass die japanischen Namen mit abgedruckt werden, denn gerade in Izakayas gibt es oft ja kein englisches Menü. Die Zutaten sind nicht zu exotisch, man sollte in jedem asiatischen Supermarkt fündig werden. Auch die Zubereitungsschritte werden leicht verständlich erklärt.
Immer wieder wird allerdings auf Grundrezepte verwiesen, diese hätten besser zu Beginn des Buches abgedruckt werden sollen und nicht am Ende oder mitten drin.
Dies ist jedoch kein typisches Kochbuch und auch die Betonung der Izakayas ist meiner Meinung nach falsch gewählt.
Vielmehr erwartet einen hier ein kulinarischer Ausflug nach Japan, eine Mischung aus fotografischem Bildband, interessanten Kurztexten und Rezepten.
Die Fotos stehen hier mehr im Fokus als die Rezepte, daher kann ich das Buch niemandem empfehlen, der nur kochen möchte, aber wenig Interesse an der japanischen Kultur hat.
Falls man sich jedoch dafür begeistern kann, kommt man hier eher auf seine Kosten.
Man erlebt quasi einen Tag in Japan mit, unterteilt in morgens/mittags/abends, dazu Fotos dieser Tageszeit und passenden Gerichten.
Zwischendurch gibt es immer wieder Fun Facts zur japanischen (Essens-)Kultur und dem gesellschaftlichen Leben. Durch Abbildungen vieler Menschen fühlt man sich quasi mittendrin. Hier hätte ich es jedoch auch noch toll gefunden, wenn vereinzelt manche der Personen kurz vorgestellt werden - wer ist die alte Omi, die in der Küche steht?
Falls man selbst schon mal in Japan war werden viele Erinnerungen geweckt, es wirkt auch alles sehr authentisch. Auch die Atmosphäre in den Izakayas etc. wurde gut durch die Fotos eingefangen - hierbei mochte ich auch den Blick in die Küchen. Die Infos sind dafür nicht außergewöhnlich und richten sich wohl eher an Leser, die sich noch nicht so viel mit Japan beschäftigt haben.
Die Rezepte greifen einen Großteil der beliebten Gerichte auf. Ich mochte es auch, dass die japanischen Namen mit abgedruckt werden, denn gerade in Izakayas gibt es oft ja kein englisches Menü. Die Zutaten sind nicht zu exotisch, man sollte in jedem asiatischen Supermarkt fündig werden. Auch die Zubereitungsschritte werden leicht verständlich erklärt.
Immer wieder wird allerdings auf Grundrezepte verwiesen, diese hätten besser zu Beginn des Buches abgedruckt werden sollen und nicht am Ende oder mitten drin.
von Ryria - 2025-09-28 23:17:00
Esskultur in Japan - 4 Sterne
Das Buch stellt mit eindrucksvollen Fotos und reizvollen Rezepten japanische Küche und Esskultur vor! Die Fotos aus dem japanischen Alltag gewähren uns Einblicke, die wir selbst wohl nie erhalten werden. Insbesondere der Widerspruch zwischen traditioneller Esskultur und den Zwängen einer modernen Industriegesellschaft hat mich fasziniert und schockiert. Was macht es mit den Menschen, wenn sie wider besseres Wissen von gesunder gemüsebetonter Ernährung zu nährwertfreien Instant-Nudeln wechseln? Ist das wirklich ein so unproblematisches Nebeneinander wie es uns der Autor glauben machen will?
Die Rezepte locken mit tollen Food-Aufnahmen und sind einfach nachzukochen, zudem benötigen sie nur wenige Zutaten, beste Voraussetzungen um einen Weg in die Küche des Lesers zu finden. Schade finde ich, dass nähere Erläuterungen fehlen. So etwa bin ich mir nicht sicher, ob das überall erwähnte Dashi wirklich das natriumglutamat-strotzende Pulver ist, was mir beim großen A angeboten wird.
Insgesamt kommt mir der kulinarische Anteil im Vergleich zu den großformatigen Fotos leider zu kurz: Die einfache Gliederung nach Tageszeiten ist sehr schlicht und wenig aussagekräftig. Ausführlichere Erläuterungen zu den verschiedenen Einflüssen auf die japanische Küche, regionalen Unterschieden, die Bedeutung von Fischen und Meeresfrüchten und die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit wären interessant gewesen. Immerhin ist Washoku, die traditionelle japanische Küche, von der Unesco als immaterielles Welterbe ausgezeichnet worden!
Das Konzept, sich der japanischen Kultur über die Esskultur und mithilfe vieler stimmungsvoller Fotografien zu nähern, ist interessant, aber m.E. nicht befriedigend umgesetzt. Ich hätte mir einen größeren Anteil an Erklärungen zu den Grundsätzen der Esskultur und mehr Rezepte gewünscht.
Die Rezepte locken mit tollen Food-Aufnahmen und sind einfach nachzukochen, zudem benötigen sie nur wenige Zutaten, beste Voraussetzungen um einen Weg in die Küche des Lesers zu finden. Schade finde ich, dass nähere Erläuterungen fehlen. So etwa bin ich mir nicht sicher, ob das überall erwähnte Dashi wirklich das natriumglutamat-strotzende Pulver ist, was mir beim großen A angeboten wird.
Insgesamt kommt mir der kulinarische Anteil im Vergleich zu den großformatigen Fotos leider zu kurz: Die einfache Gliederung nach Tageszeiten ist sehr schlicht und wenig aussagekräftig. Ausführlichere Erläuterungen zu den verschiedenen Einflüssen auf die japanische Küche, regionalen Unterschieden, die Bedeutung von Fischen und Meeresfrüchten und die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit wären interessant gewesen. Immerhin ist Washoku, die traditionelle japanische Küche, von der Unesco als immaterielles Welterbe ausgezeichnet worden!
Das Konzept, sich der japanischen Kultur über die Esskultur und mithilfe vieler stimmungsvoller Fotografien zu nähern, ist interessant, aber m.E. nicht befriedigend umgesetzt. Ich hätte mir einen größeren Anteil an Erklärungen zu den Grundsätzen der Esskultur und mehr Rezepte gewünscht.
von Lulu24 - 2025-09-25 11:25:00
Kulinarische Reise durch Japans Isakayas - 5 Sterne
Oishii ist ein echtes Leseerlebnis! Zuerst muss ich sagen, dass ich Kochbücher liebe, aber normalerweise kein Fan des "Reisebericht-mit-Rezepten"-Formats bin. Dieses Buch hat mir jedoch sehr gut gefallen. Der Inhalt ist in drei Kapitel unterteilt: Morgen, Mittag, Abend. In jedem Kapitel wird die Esskultur vorgestellt und mit zahlreichen Fotos illustriert. So wird der Leser durch einen ganzen Tag geführt und erfährt viel über den kulturellen Wandel in Japans Küche.
Die Texte sind kurz, und und die Bilder schaffen eine tolle Atmosphäre.
Das Buch enthält 35 Rezepte, und die Auswahl finde ich sehr gelungen. Die Rezepte sind einfach nachzukochen und brauchen keine schwer erhältlice Zutaten. Höchstens werdenGewürze oder Saucen gebraucht, die in einem gut sortierten Asia-Laden zu finden sind.
Der einzige Minuspunkt ist, dass die Bilder manchmal nicht wirklich zu den Texten passen. Neben einem Abschnitt über Gebäck hätte ich mir zum Beispiel ein Foto einer Bäckerei gewünscht, anstelle des abgebildeten Ladens ohne erkennbare Waren.
Die Texte sind kurz, und und die Bilder schaffen eine tolle Atmosphäre.
Das Buch enthält 35 Rezepte, und die Auswahl finde ich sehr gelungen. Die Rezepte sind einfach nachzukochen und brauchen keine schwer erhältlice Zutaten. Höchstens werdenGewürze oder Saucen gebraucht, die in einem gut sortierten Asia-Laden zu finden sind.
Der einzige Minuspunkt ist, dass die Bilder manchmal nicht wirklich zu den Texten passen. Neben einem Abschnitt über Gebäck hätte ich mir zum Beispiel ein Foto einer Bäckerei gewünscht, anstelle des abgebildeten Ladens ohne erkennbare Waren.
von tonton - 2025-09-21 14:15:00
Bildband japanischer Esskultur - 5 Sterne
"Oishii!" von Stefan Braun ist ein visuell beeindruckender Bildband über japanische Esskultur. Die großformatigen, plakative Fotos wirken authentisch und wunderschön - sie vermitteln perfekt das Gefühl einer echten Japan-Reise.
Die knappen, aber aussagekräftige Texte ergänzen die Bilder gelungen.
Kritisch sind die häufigen Wiederholungen bestimmter Aspekte, besonders die Betonung der hastigen Mittagspausen wird redundant.
Die enthaltenen Rezepte sind zwar erfreulich simpel mit wenigen Zutaten gestaltet, doch viele spezielle japanische Zutaten bleiben für deutsche Küchen schwer zugänglich. Dieses Problem habe ich bei authentischen Rezepten ferner Küchen aber oft. Trotz dieser Einschränkung gelingt es diesem Buch ausgezeichnet, die japanische Esskultur atmosphärisch und anschaulich zu vermitteln. Es verherrlicht nicht die japanische Kultur, sondern vermittelt wertfrei die Kultur.
Das Buch überzeugt vor allem durch seine authentische Darstellung und die gelungene Balance zwischen visueller Ästhetik und informativen Inhalten. Ein wunderschöner Buch für alle Japan-Liebhaber.
Die knappen, aber aussagekräftige Texte ergänzen die Bilder gelungen.
Kritisch sind die häufigen Wiederholungen bestimmter Aspekte, besonders die Betonung der hastigen Mittagspausen wird redundant.
Die enthaltenen Rezepte sind zwar erfreulich simpel mit wenigen Zutaten gestaltet, doch viele spezielle japanische Zutaten bleiben für deutsche Küchen schwer zugänglich. Dieses Problem habe ich bei authentischen Rezepten ferner Küchen aber oft. Trotz dieser Einschränkung gelingt es diesem Buch ausgezeichnet, die japanische Esskultur atmosphärisch und anschaulich zu vermitteln. Es verherrlicht nicht die japanische Kultur, sondern vermittelt wertfrei die Kultur.
Das Buch überzeugt vor allem durch seine authentische Darstellung und die gelungene Balance zwischen visueller Ästhetik und informativen Inhalten. Ein wunderschöner Buch für alle Japan-Liebhaber.
von Merri - 2025-09-20 22:25:00
japanische Kultur - 5 Sterne
japanische Kultur
Ich wurde nicht enttäuscht: Oishii! lädt auf 240 Seiten den Leser auf eine kulinarische und kulturelle Reise nach Japan ein. Im Buch sind nicht nur tolle Rezepte enthalten, auf mindestens der Hälfte der Seiten bekommem wir stimmungsvolle und atmosphärische Bilder bzw. Fotos zu sehen, die uns in die Welt des Genusses und der japanischen Esskultur eintauchen lassen.
Es hat so viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich habe mich direkt nach Japan versetzt gefühlt. Als wäre ich in einem Izakaya, um dort Gyoza oder Misosuppe zu essen.
Bei den meisten Rezepten handelt es sich um Gerichte, die man auch hier in Deutschland gut kennt, sofern man der japanischen Küche nicht ganz abgeneigt ist.
Die Rezepte sind klar formuliert und einfach nachzukochen.
Fazit: Ich bin von diesem Buch begeistert und vergebe volle 5 Sterne und eine klare Empfehlung.
Ich wurde nicht enttäuscht: Oishii! lädt auf 240 Seiten den Leser auf eine kulinarische und kulturelle Reise nach Japan ein. Im Buch sind nicht nur tolle Rezepte enthalten, auf mindestens der Hälfte der Seiten bekommem wir stimmungsvolle und atmosphärische Bilder bzw. Fotos zu sehen, die uns in die Welt des Genusses und der japanischen Esskultur eintauchen lassen.
Es hat so viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich habe mich direkt nach Japan versetzt gefühlt. Als wäre ich in einem Izakaya, um dort Gyoza oder Misosuppe zu essen.
Bei den meisten Rezepten handelt es sich um Gerichte, die man auch hier in Deutschland gut kennt, sofern man der japanischen Küche nicht ganz abgeneigt ist.
Die Rezepte sind klar formuliert und einfach nachzukochen.
Fazit: Ich bin von diesem Buch begeistert und vergebe volle 5 Sterne und eine klare Empfehlung.
von div - 2025-09-17 10:39:00
Kochbuch und Bildband - 5 Sterne
Kochbuch und Bildband in einem!
Anfangs war ich etwas skeptisch, aber das Buch ist eine Bereicherung für jede Küche!
Mit seinen 240 Seiten, Hardcover und den großen Format macht das Kochbuch direkt einen sehr hochwertigen Eindruck.
Man merkt, dass Stefan Braun ein Fotograf ist, denn die Bilder sowohl vom Essen, aber auch von Menschen und Locations in Japan sind klasse!
Die Rezepte sind gegliedert von Frühstück über Mittag- bis zum Abendessen. Dazwischen gibt es Einblicke in Japans (Essens-)kultur.
Wer wann wie isst, ist total interessant und zudem gibt es noch einige interessante Informationen über das Leben in Japan und modernes und traditionelles Essen, beispielsweise beim Frühstück hat sich das verändert.
Die Rezepte sind gut nachvollziehbar, und nicht sonderlich kompliziert.
Wer nicht nur Rezepte, sondern auch Hintergrundinformationen mag, wird hier fündig!
Anfangs war ich etwas skeptisch, aber das Buch ist eine Bereicherung für jede Küche!
Mit seinen 240 Seiten, Hardcover und den großen Format macht das Kochbuch direkt einen sehr hochwertigen Eindruck.
Man merkt, dass Stefan Braun ein Fotograf ist, denn die Bilder sowohl vom Essen, aber auch von Menschen und Locations in Japan sind klasse!
Die Rezepte sind gegliedert von Frühstück über Mittag- bis zum Abendessen. Dazwischen gibt es Einblicke in Japans (Essens-)kultur.
Wer wann wie isst, ist total interessant und zudem gibt es noch einige interessante Informationen über das Leben in Japan und modernes und traditionelles Essen, beispielsweise beim Frühstück hat sich das verändert.
Die Rezepte sind gut nachvollziehbar, und nicht sonderlich kompliziert.
Wer nicht nur Rezepte, sondern auch Hintergrundinformationen mag, wird hier fündig!
von Flo - 2025-09-17 08:30:00
Japans kulinarischer Alltag (mit Rezepten) - 4 Sterne
Ist es ein Kochbuch? In Teilen. Eigentlich ist Stefan Brauns Oishii eine Reise in den kulinarischen Alltag Japans. Wundervoll bebildert, charmant beschrieben. Und mit einzelnen, auch in Europa leicht nachkochbaren Rezepten ergänzt. Kleine Abzüge gibt es allerdings in der B-Note. Dazu später mehr.
Oishii ist japanisch und heißt so viel wie lecker. Was im Buch selbst, wenn ich es nicht überblättert habe, gar nicht aufgelöst wird. Stattdessen geht es um den Tagesablauf der Japaner:innen und was diese dabei essen – auf dem Weg zur Arbeit, in der Pause und nach Feierabend. Und ganz besonders um letzteres, um die Izakayas, eine Art gemütlicher Gastro-Pubs, in denen einfache, leckere Speisen und Bier serviert werden. Auch schon mittags übrigens.
Was mir gut gefällt: Stefan Braun, renommierter Fotograf, zeigt das Leben in den Gaststätten mit wunderbaren Fotos. Die Menschen, die dort sitzen, essen und trinken. Er erklärt die Gewohnheiten, Begriffe, Bräuche und Sitten. Und er gibt ganz am Ende auch ein paar persönliche Tipps für die Suche nach den besten Izakayas. Davon hätte ich mir fast ein bisschen mehr gewünscht, aber er nennt auch passende Instagram Seiten, um Japans Kulinarik abseits der großen, teuren Restaurants zu entdecken.
Ich mag auch sehr die Vielfalt der Rezepte, vom Rührei für die Bentobox über gebratene Nudeln mit Hackfleisch bis zu Ramen und gefüllten Kroketten. Sachen, die in die Pausenbox oder für ein Picknick passen. Oder für ein familiäres Mittag- und Abendessen. Kein Rezept braucht exotische Zutaten, vieles findet sich in gut sortierten Super- oder wenigstens in anliegenden Asia-Märkten. Manche Rezepte setzen auf Fertigprodukte, was vielleicht in einem Kochbuch erst einmal befremdlich wirkt, aber mit Blick auf eine schnelle Zubereitung sinnvoll ist.
Ein (klitzeklein) wenig störend ist die Tatsache, dass sich manches wiederholt. So behandeln gleich zwei Doppelseiten, eine in der ersten Hälfte, eine gegen Ende, die Shokuhin Sampuru, Nachbildungen von Speisen vor Restaurants aus Kunststoff. Das ist interessant, aber eben auch leicht repetitiv. Und Leser:innen sollten wissen, dass Oishii kein klassisches Kochbuch ist. Dafür sind einfach zu wenige Rezepte enthalten. Eher ein schönes, toll inszeniertes Coffee Table Book über den kulinarischen Tag der Japaner:innen. Und das ist vielleicht ja auch ein Alleinstellungsmerkmal. Ein richtig gutes.
Oishii ist japanisch und heißt so viel wie lecker. Was im Buch selbst, wenn ich es nicht überblättert habe, gar nicht aufgelöst wird. Stattdessen geht es um den Tagesablauf der Japaner:innen und was diese dabei essen – auf dem Weg zur Arbeit, in der Pause und nach Feierabend. Und ganz besonders um letzteres, um die Izakayas, eine Art gemütlicher Gastro-Pubs, in denen einfache, leckere Speisen und Bier serviert werden. Auch schon mittags übrigens.
Was mir gut gefällt: Stefan Braun, renommierter Fotograf, zeigt das Leben in den Gaststätten mit wunderbaren Fotos. Die Menschen, die dort sitzen, essen und trinken. Er erklärt die Gewohnheiten, Begriffe, Bräuche und Sitten. Und er gibt ganz am Ende auch ein paar persönliche Tipps für die Suche nach den besten Izakayas. Davon hätte ich mir fast ein bisschen mehr gewünscht, aber er nennt auch passende Instagram Seiten, um Japans Kulinarik abseits der großen, teuren Restaurants zu entdecken.
Ich mag auch sehr die Vielfalt der Rezepte, vom Rührei für die Bentobox über gebratene Nudeln mit Hackfleisch bis zu Ramen und gefüllten Kroketten. Sachen, die in die Pausenbox oder für ein Picknick passen. Oder für ein familiäres Mittag- und Abendessen. Kein Rezept braucht exotische Zutaten, vieles findet sich in gut sortierten Super- oder wenigstens in anliegenden Asia-Märkten. Manche Rezepte setzen auf Fertigprodukte, was vielleicht in einem Kochbuch erst einmal befremdlich wirkt, aber mit Blick auf eine schnelle Zubereitung sinnvoll ist.
Ein (klitzeklein) wenig störend ist die Tatsache, dass sich manches wiederholt. So behandeln gleich zwei Doppelseiten, eine in der ersten Hälfte, eine gegen Ende, die Shokuhin Sampuru, Nachbildungen von Speisen vor Restaurants aus Kunststoff. Das ist interessant, aber eben auch leicht repetitiv. Und Leser:innen sollten wissen, dass Oishii kein klassisches Kochbuch ist. Dafür sind einfach zu wenige Rezepte enthalten. Eher ein schönes, toll inszeniertes Coffee Table Book über den kulinarischen Tag der Japaner:innen. Und das ist vielleicht ja auch ein Alleinstellungsmerkmal. Ein richtig gutes.
von Morten - 2025-09-16 07:52:00


