Rezensionen
Tödliches Angebot
Psychothriller | »Der beste Spannungsroman seit GONE GIRL« Alex Michaelidis
Autor: Marisa Kashino
Erschienen 2026 bei Ullstein extra
ISBN 978-3-86493-375-2
Hauskauf um jeden Preis - 2 Sterne
Margo lebt mit ihrem Mann Ian in einer kleinen Wohnung, zu eng für sie beiden und erst recht für ein Baby. Dieses wünscht sich Margo sehnlichst, doch sie wird nicht schwanger und die biologische Uhr tickt. Ihre Kindheit verbrachte sie in ärmlichen Verhältnissen und dahin will sie nie wieder geraten. Für ein höheres Gehalt wechselte sie vom Journalismus in die Werbebranche. Sie hat einen Plan für ihr Leben, Ehemann, Haus, Kind und Hund. Viele Häuser haben sie sich in Washington D. C. bereits angesehen, doch immer wurden sie überboten. Nun erfahren sie von einem Haus das bald zum Verkauf steht, genau das, was sie immer wollte. Sie lauert die Besitzer auf, schmeichelt sich ein, versucht, einen Kauf ohne Makler zu vereinbaren. Als diese sich nicht darauf einlassen sucht sie nach Schwachstellen und findet ein Druckmittel, mit denen sie die Eigentümer erpressen lassen. Als auch das scheitert sieht sie nur noch eine Möglichkeit.
Margo ist eine gestörte Persönlichkeit, die andere manipuliert, belügt und ausnutzt. Ihr Traum vom perfekten Haus, ohne dem ein weiteres Leben nicht möglich ist, ist bei ihr manisch geworden. Der Roman ist gut lesbar geschrieben, ein Psychothriller ist es jedoch nicht. Spannung kommt keine auf, da selbst im Klappentext die Handlung bereits vorweggenommen wurde. Einzig die perfiden Methoden bringen etwas Würze in den langatmigen Roman.
Margo ist eine gestörte Persönlichkeit, die andere manipuliert, belügt und ausnutzt. Ihr Traum vom perfekten Haus, ohne dem ein weiteres Leben nicht möglich ist, ist bei ihr manisch geworden. Der Roman ist gut lesbar geschrieben, ein Psychothriller ist es jedoch nicht. Spannung kommt keine auf, da selbst im Klappentext die Handlung bereits vorweggenommen wurde. Einzig die perfiden Methoden bringen etwas Würze in den langatmigen Roman.
von Ulla - 2026-04-21 11:06:00
Hauskauf – koste es, was es wolle! - 4 Sterne
Margo Miyake plant ihre Zukunft genau. Ein Haus in einer schönen und guten Gegend, ein Baby und einen Hund – genau so soll es aussehen. Ihr Mann Ian, Anwalt einer renommierten Kanzlei, hat den Job jedoch gekündigt, um bei einer Umweltorganisation als Jurist tätig zu sein, natürlich mit Gehaltsabschlägen. Jedes Mal, wenn sie bei einem Haus mitbieten, waren sie deutlich unterlegen. Margos Ziele verschieben sich deutlich nach hinten. Durch Zufall erfahren sie, dass ein Haus in ihrem bevorzugten Wohngebiet auf den Markt kommen soll, es ist noch nicht ausgeschrieben. Sie beginnt die Besitzer erst einmal zu stalken, dann zu umgarnen. Nachdem das alles nichts nützt, beginnt sie zu erpressen.
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos
von froschman - 2026-04-07 12:04:00
Hauskauf – koste es, was es wolle! - 4 Sterne
Margo Miyake plant ihre Zukunft genau. Ein Haus in einer schönen und guten Gegend, ein Baby und einen Hund – genau so soll es aussehen. Ihr Mann Ian, Anwalt einer renommierten Kanzlei, hat den Job jedoch gekündigt, um bei einer Umweltorganisation als Jurist tätig zu sein, natürlich mit Gehaltsabschlägen. Jedes Mal, wenn sie bei einem Haus mitbieten, waren sie deutlich unterlegen. Margos Ziele verschieben sich deutlich nach hinten. Durch Zufall erfahren sie, dass ein Haus in ihrem bevorzugten Wohngebiet auf den Markt kommen soll, es ist noch nicht ausgeschrieben. Sie beginnt die Besitzer erst einmal zu stalken, dann zu umgarnen. Nachdem das alles nichts nützt, beginnt sie zu erpressen.
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos
von froschman - 2026-04-07 11:56:00
Hauskauf – koste es, was es wolle! - 4 Sterne
Margo Miyake plant ihre Zukunft genau. Ein Haus in einer schönen und guten Gegend, ein Baby und einen Hund – genau so soll es aussehen. Ihr Mann Ian, Anwalt einer renommierten Kanzlei, hat den Job jedoch gekündigt, um bei einer Umweltorganisation als Jurist tätig zu sein, natürlich mit Gehaltsabschlägen. Jedes Mal, wenn sie bei einem Haus mitbieten, waren sie deutlich unterlegen. Margos Ziele verschieben sich deutlich nach hinten. Durch Zufall erfahren sie, dass ein Haus in ihrem bevorzugten Wohngebiet auf den Markt kommen soll, es ist noch nicht ausgeschrieben. Sie beginnt die Besitzer erst einmal zu stalken, dann zu umgarnen. Nachdem das alles nichts nützt, beginnt sie zu erpressen.
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos
übernimmt. Ein unvorhersehbarer Schluss, der nicht für schwache Nerven ist. Marisa Kashino hat einen ruhigen Psychothriller geschrieben, der flüssig zu lesen ist. Anfangs wirkt er eher wie ein Roman, doch die Spannung steigt rasch an und zeigt auf, wie die Besessenheit langsam die Kontrolle Margos
von froschman - 2026-04-07 11:54:00
Enttäuschend - 2 Sterne
Bei dem Buch "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino habe ich einen Psychothriller erwartet und etwas bekommen, das nicht wirklich ein Psychothriller war. Die Geschichte dreht sich um Margo, die für ihr Traumhaus über Leichen gehen würde – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Traumhaus zu bekommen ist allerdings alles andere als einfach, wenn man noch Stress mit dem Partner, einen Babywunsch hat und im Job nah an der Kündigung ist.
Im Laufe der Geschichte, wird immer offensichtlicher, wie krank Margo wirklich ist. Es offenbaren sich starke psychische Störungen und der krankhafte Wunsch, dieses eine Haus zu bekommen, was sie unbedingt will. Die ersten Seiten des Buches waren dementsprechend noch unterhaltsam, aber dann hat sich die Handlung gezogen und es geschieht eine ganze Weile kaum was. Die Protagonisten leben ihr Leben und Margos Probleme drehen sich im Kreis. Dazu gibt es immer wieder Rückblenden, die keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte haben und sie einfach nur in die Länge ziehen.
Dann deckt Margo etwas über einen Protagonisten auf, versucht alles darüber herauszufinden, aber am Ende war auch das unnötig.
Spannung ist bis zu den letzten ungefähr 80 Seiten nicht zu finden und dann geht es Schlag auf Schlag mit allen möglichen Dingen, sodass das Ende irgendwie zu einfach war. Es wurde recht emotionslos über die Bühne gebracht und bietet – wie die gesamte Geschichte – keinen wirklichen Mehrwert.
Margo als Protagonistin ist dabei super interessant gedacht, nur die Umsetzung ist für mich einfach nicht die beste. Man hätte hier so viel mehr rausholen können, wäre der Verlauf der Geschichte verändert worden und vielleicht nicht alles aus der Sicht von Margo geschrieben.
Für mich haben die anderen Protagonisten diese Geschichte erst attraktiver gemacht. Sie haben Farbe in das Leben von Margo gebracht und viele Möglichkeiten offenbart.
Dennoch war das Buch für mich einfach zu sanft und als Psychothriller falsch deklariert. Psycho passt – weil Margo definitiv einer ist – aber Thriller nicht so wirklich, weil das Buch sich dafür zu sehr zieht und phasenweise wirklich langweilig war.
Der Schreibstil konnte dem auch nicht entgegenwirken, auch wenn er wirklich angenehm war und der Humor nuanciert eingesetzt wurde. Ebenfalls haben die Beschreibungen der Szenerie, an den richtigen Stellen, dafür gesorgt, dass man sich das Setting bildlich vor Augen führen konnte.
Schlussendlich hat das aber nicht ausgereicht um dieses Buch – für mich – gut werden zu lassen. Es bietet keinen Mehrwert und hat definitiv zu viel verschenktes Potential. Wäre Margo zwischendurch in der Geschichte schon wirklich crazy gedreht und nicht erst am Ende ein bisschen, dann wäre die Geschichte schon um einiges unterhaltsamer geworden. Ebenfalls hätten die Rückblenden nicht sein müssen, die das Buch – wie erwähnt – unnötig in die Länge gezogen haben.
Von mir ist dieses Buch leider keine Empfehlung, auch, wenn das letzte Angebot wirklich tödlich war.
Im Laufe der Geschichte, wird immer offensichtlicher, wie krank Margo wirklich ist. Es offenbaren sich starke psychische Störungen und der krankhafte Wunsch, dieses eine Haus zu bekommen, was sie unbedingt will. Die ersten Seiten des Buches waren dementsprechend noch unterhaltsam, aber dann hat sich die Handlung gezogen und es geschieht eine ganze Weile kaum was. Die Protagonisten leben ihr Leben und Margos Probleme drehen sich im Kreis. Dazu gibt es immer wieder Rückblenden, die keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte haben und sie einfach nur in die Länge ziehen.
Dann deckt Margo etwas über einen Protagonisten auf, versucht alles darüber herauszufinden, aber am Ende war auch das unnötig.
Spannung ist bis zu den letzten ungefähr 80 Seiten nicht zu finden und dann geht es Schlag auf Schlag mit allen möglichen Dingen, sodass das Ende irgendwie zu einfach war. Es wurde recht emotionslos über die Bühne gebracht und bietet – wie die gesamte Geschichte – keinen wirklichen Mehrwert.
Margo als Protagonistin ist dabei super interessant gedacht, nur die Umsetzung ist für mich einfach nicht die beste. Man hätte hier so viel mehr rausholen können, wäre der Verlauf der Geschichte verändert worden und vielleicht nicht alles aus der Sicht von Margo geschrieben.
Für mich haben die anderen Protagonisten diese Geschichte erst attraktiver gemacht. Sie haben Farbe in das Leben von Margo gebracht und viele Möglichkeiten offenbart.
Dennoch war das Buch für mich einfach zu sanft und als Psychothriller falsch deklariert. Psycho passt – weil Margo definitiv einer ist – aber Thriller nicht so wirklich, weil das Buch sich dafür zu sehr zieht und phasenweise wirklich langweilig war.
Der Schreibstil konnte dem auch nicht entgegenwirken, auch wenn er wirklich angenehm war und der Humor nuanciert eingesetzt wurde. Ebenfalls haben die Beschreibungen der Szenerie, an den richtigen Stellen, dafür gesorgt, dass man sich das Setting bildlich vor Augen führen konnte.
Schlussendlich hat das aber nicht ausgereicht um dieses Buch – für mich – gut werden zu lassen. Es bietet keinen Mehrwert und hat definitiv zu viel verschenktes Potential. Wäre Margo zwischendurch in der Geschichte schon wirklich crazy gedreht und nicht erst am Ende ein bisschen, dann wäre die Geschichte schon um einiges unterhaltsamer geworden. Ebenfalls hätten die Rückblenden nicht sein müssen, die das Buch – wie erwähnt – unnötig in die Länge gezogen haben.
Von mir ist dieses Buch leider keine Empfehlung, auch, wenn das letzte Angebot wirklich tödlich war.
von Jule - 2026-03-23 14:27:00
Ein Thriller ohne Thrill - 2 Sterne
Eigentlich wollte ich nach meinem ersten Psychothriller direkt im Genre bleiben, weil mich diese Mischung aus Spannung, Psychologie und düsteren Geheimnissen total gepackt hatte. Also griff ich zu Tödliches Angebot. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht.
Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Ian und Margo. Die beiden versuchen, schwanger zu werden, und sind gleichzeitig auf der Suche nach einem Haus. Ein Großteil der Geschichte beschäftigt sich mit ihrer Beziehung, ihren familiären Hintergründen und vergangenen Konflikten. Wir erfahren, wie sie sich kennengelernt haben, welche Probleme sie mit sich herumtragen und verfolgen über weite Strecken hauptsächlich ihre Eheprobleme. Als Margo schließlich ein Haus findet, in das sie sich regelrecht verliebt, setzt sie alles daran, es zu bekommen. Sie beginnt, intensiv über die bisherigen Besitzer zu recherchieren. Dabei gibt es Ansätze von Stalker-Motiven und obsessivem Verhalten, doch leider entwickeln diese kaum echte Spannung.
Schreibstil
Den Schreibstil mochte ich tatsächlich. Er ist stellenweise humorvoll und lebt von inneren Gedankengängen, diesen typischen „Gedankenkarussellen“, die gut zu einem Psychothriller passen. Figuren springen in ihren Überlegungen hin und her, stellen sich selbst Fragen, analysieren Situationen, das hat mir gefallen.
Ein interessantes Stilmittel ist außerdem, dass sich Margo gegen Ende direkt an die Leserinnen beziehungsweise Hörerinnen wendet. Dieser Perspektivwechsel und auch die Veränderung ihrer Figur zum Schluss fand ich spannend umgesetzt. Das waren für mich klare Pluspunkte.
Meine Meinung
Die Grundidee fand ich tatsächlich originell. Ein Haus als Auslöser für eine psychologische Abwärtsspirale, das hätte richtig gut werden können. Aber die Umsetzung war für mich leider sehr langatmig.
Bis etwa drei Viertel des Buches habe ich kaum echte Thriller-Elemente wahrgenommen. Stattdessen wirkt die Geschichte über weite Strecken wie ein Beziehungsroman mit leichtem Spannungsansatz. Margos Handlungen bleiben dabei zu harmlos, um wirklichen Nervenkitzel auszulösen. Ich habe darauf gewartet, dass sich früh größere Geheimnisse andeuten, dass moralische Grenzen überschritten werden oder zumindest ein Gefühl entsteht, dass sie mit etwas auffliegen könnte. Dieses Mitfiebern blieb jedoch aus.
Mein größter Kritikpunkt betrifft den Spannungsaufbau. Die entscheidende Dynamik entsteht nahezu ausschließlich durch die Auflösung am Ende, wenn plötzlich alles ans Licht kommt. Der Weg dorthin, also die schrittweise psychologische Entwicklung, das langsame Abrutschen, das bewusste Überschreiten von Grenzen, wird jedoch kaum ausgearbeitet. Statt diesen Prozess mitzuerleben, entsteht ein Bruch: Man begleitet zunächst eine relativ normale Protagonistin, dann folgt ein deutlicher Sprung, und plötzlich steht die Enthüllung im Raum.
Gerade bei einem Psychothriller erwarte ich, diesen inneren Wandel nachvollziehen zu können. Ich möchte verstehen, wie und warum eine Figur in eine Abwärtsspirale gerät. Da dieser Aufbau hier fehlt, wirkt der finale Umschwung zwar überraschend, aber nicht nachvollziebar.
Nach rund 90% des Buches kommt zwar dieser große Switch, doch die "Spannung" konzentriert sich fast ausschließlich auf diese finale Phase. Die letzten Minuten erzeugen keine klassische Spannung, sondern eher einen Überraschungsmoment, verbunden mit einem gewissen Entsetzen. Man ist kurz irritiert und vielleicht etwas vor den Kopf gestoßen, doch echtes Mitreißen oder anhaltender Nervenkitzel stellen sich nicht ein. Letztlich konzentriert sich die gesamte Wirkung auf diese Schlussphase, was für mich zu wenig war, um die zuvor eher ereignisarme Strecke auszugleichen.
Fazit
Ich wollte einen intensiven Psychothriller mit konstantem Spannungsbogen, psychologischer Entwicklung und echtem Mitfiebern. Bekommen habe ich eine sehr langsame Geschichte, in der die entscheidenden Schritte übersprungen werden und "Spannung" erst ganz am Ende entsteht. Für mich bleibt unverständlich, wie man diese Geschichte als wirklich spannend bezeichnen kann.
Tödliches Angebot hat mich insgesamt nicht überzeugen können, weshalb ich keine Lese- oder Hörempfehlung ausspreche. Rein inhaltlich hätte die Geschichte für mich nur einen Stern verdient, doch durch den angenehmen Schreibstil reicht es am Ende dennoch für zwei Sterne.
Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Ian und Margo. Die beiden versuchen, schwanger zu werden, und sind gleichzeitig auf der Suche nach einem Haus. Ein Großteil der Geschichte beschäftigt sich mit ihrer Beziehung, ihren familiären Hintergründen und vergangenen Konflikten. Wir erfahren, wie sie sich kennengelernt haben, welche Probleme sie mit sich herumtragen und verfolgen über weite Strecken hauptsächlich ihre Eheprobleme. Als Margo schließlich ein Haus findet, in das sie sich regelrecht verliebt, setzt sie alles daran, es zu bekommen. Sie beginnt, intensiv über die bisherigen Besitzer zu recherchieren. Dabei gibt es Ansätze von Stalker-Motiven und obsessivem Verhalten, doch leider entwickeln diese kaum echte Spannung.
Schreibstil
Den Schreibstil mochte ich tatsächlich. Er ist stellenweise humorvoll und lebt von inneren Gedankengängen, diesen typischen „Gedankenkarussellen“, die gut zu einem Psychothriller passen. Figuren springen in ihren Überlegungen hin und her, stellen sich selbst Fragen, analysieren Situationen, das hat mir gefallen.
Ein interessantes Stilmittel ist außerdem, dass sich Margo gegen Ende direkt an die Leserinnen beziehungsweise Hörerinnen wendet. Dieser Perspektivwechsel und auch die Veränderung ihrer Figur zum Schluss fand ich spannend umgesetzt. Das waren für mich klare Pluspunkte.
Meine Meinung
Die Grundidee fand ich tatsächlich originell. Ein Haus als Auslöser für eine psychologische Abwärtsspirale, das hätte richtig gut werden können. Aber die Umsetzung war für mich leider sehr langatmig.
Bis etwa drei Viertel des Buches habe ich kaum echte Thriller-Elemente wahrgenommen. Stattdessen wirkt die Geschichte über weite Strecken wie ein Beziehungsroman mit leichtem Spannungsansatz. Margos Handlungen bleiben dabei zu harmlos, um wirklichen Nervenkitzel auszulösen. Ich habe darauf gewartet, dass sich früh größere Geheimnisse andeuten, dass moralische Grenzen überschritten werden oder zumindest ein Gefühl entsteht, dass sie mit etwas auffliegen könnte. Dieses Mitfiebern blieb jedoch aus.
Mein größter Kritikpunkt betrifft den Spannungsaufbau. Die entscheidende Dynamik entsteht nahezu ausschließlich durch die Auflösung am Ende, wenn plötzlich alles ans Licht kommt. Der Weg dorthin, also die schrittweise psychologische Entwicklung, das langsame Abrutschen, das bewusste Überschreiten von Grenzen, wird jedoch kaum ausgearbeitet. Statt diesen Prozess mitzuerleben, entsteht ein Bruch: Man begleitet zunächst eine relativ normale Protagonistin, dann folgt ein deutlicher Sprung, und plötzlich steht die Enthüllung im Raum.
Gerade bei einem Psychothriller erwarte ich, diesen inneren Wandel nachvollziehen zu können. Ich möchte verstehen, wie und warum eine Figur in eine Abwärtsspirale gerät. Da dieser Aufbau hier fehlt, wirkt der finale Umschwung zwar überraschend, aber nicht nachvollziebar.
Nach rund 90% des Buches kommt zwar dieser große Switch, doch die "Spannung" konzentriert sich fast ausschließlich auf diese finale Phase. Die letzten Minuten erzeugen keine klassische Spannung, sondern eher einen Überraschungsmoment, verbunden mit einem gewissen Entsetzen. Man ist kurz irritiert und vielleicht etwas vor den Kopf gestoßen, doch echtes Mitreißen oder anhaltender Nervenkitzel stellen sich nicht ein. Letztlich konzentriert sich die gesamte Wirkung auf diese Schlussphase, was für mich zu wenig war, um die zuvor eher ereignisarme Strecke auszugleichen.
Fazit
Ich wollte einen intensiven Psychothriller mit konstantem Spannungsbogen, psychologischer Entwicklung und echtem Mitfiebern. Bekommen habe ich eine sehr langsame Geschichte, in der die entscheidenden Schritte übersprungen werden und "Spannung" erst ganz am Ende entsteht. Für mich bleibt unverständlich, wie man diese Geschichte als wirklich spannend bezeichnen kann.
Tödliches Angebot hat mich insgesamt nicht überzeugen können, weshalb ich keine Lese- oder Hörempfehlung ausspreche. Rein inhaltlich hätte die Geschichte für mich nur einen Stern verdient, doch durch den angenehmen Schreibstil reicht es am Ende dennoch für zwei Sterne.
von Francesca - 2026-03-02 10:57:00
Und bist du nicht willig so brauche ich Gewalt - 4 Sterne
Margo hat für ihr Leben feste Vorstellungen. Mit Ian hat sie den passenden Partner gefunden. Jetzt fehlen nur noch ein eigenes Haus in der richtigen Gegend und dann ein Kind. Und das genau in der Reihenfolge! Leider haben sie die passende Immobilie noch nicht gefunden. Egal wie oft sie ihr Budget schon nach oben angepasst haben, es hagelt Absagen auf ihre Bewerbungen. Und allmählich läuft Margo die Zeit davon. Also greift sie zu immer drastischeren Maßnahmen. Vor allem, nachdem sie ihr Traumhaus gefunden hat. Obwohl es noch nicht auf dem Markt ist, nimmt sie Kontakt zu den Eigentümern, einem homosexuellen Paar, auf und als sie nicht schnell genug ans Ziel gelangt, schreckt sie auch nicht vor extremen Dingen wie Erpressung zurück. Und dann tauchen auch noch Probleme in ihrem Privatleben auf.
Aber Margo wäre nicht Margo, wenn sie sich davon aufhalten ließe.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar
Entgegen dem Klappentext war mir Margo nicht sympathisch, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten
Aber Margo wäre nicht Margo, wenn sie sich davon aufhalten ließe.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar
Entgegen dem Klappentext war mir Margo nicht sympathisch, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten
von Mabla59 - 2026-02-21 16:37:00
Gerissen und skrupellos beim Hauskauf - 4 Sterne
Es ist kurz nach der Corona-Pandemie, die umkämpfte Immobilien-Marktlage ist schwierig. Die 37-jährige Margo und ihr Mann Ian wohnen im Westen der USA und suchen seit 18 Monaten ein Haus, in einem bevorzugtem Baustil, in einer bevorzugten Wohngegend. Als Margo ihr Traumhaus findet, will sie es haben, egal, was sie dafür tun muss.
Es beginnt harmlos, aber es wird schnell deutlich, dass Margo besessen von ihrer Vorstellung vom Familienglück im Traumhaus ist. Lügen gehen ihr leicht über die Lippen, und ihre Ehe ist von Kontrolle, Manipulation sowie dem Verlangen nach einem gehobenen Lebensstil belastet. »Dass ich mich manchmal so fühle, als könne mein Zorn sich jeden Moment durch meine Haut brennen und alles in ein Inferno verwandeln.« Der ist mit steigendem Druck alles zuzutrauen, dachte ich, und war trotzdem schockiert, wie sich alles hochschaukelt, wobei der Buchtitel schon erahnen lässt, dass Eskalation droht. Die Intensität nimmt ab einem bestimmten Punkt zu, an dem alles (noch mehr) kippt. Absolut verrückt und so gut geschrieben, dass es sich trotzdem nachvollziehen lässt, wo Margo falsch abgebogen ist, was sie antreibt und warum sie ist, wie sie ist, und ich richtig mitfiebern konnte. »Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben. Ich bin hier, um meinen Traum wahrzumachen. Nichts ist wichtiger als das.« Ein bisschen Sympathie, für die moralisch sehr fragwürdige Margo, hatte ich trotzdem irgendwie, denn sie ist aufmerksam, liebt den Hund Fritter, was sie nahbar wirken lässt, und dann ist da die ehrliche Verzweiflung, trotz Kinderwunsches nicht schwanger zu werden und sich mit der Care-Arbeit im Stich gelassen zu fühlen. Auch ihr Wunsch nach einem schönen Zuhause ist nachvollziehbar, während ihr für all das die Zeit wegläuft. Trotzdem habe ich gehofft, dass diese Verrückte mit allem scheitert, aber die Hilfe bekommt, die sie braucht. Im Mittelteil gabs zugegebenermaßen ein paar Längen, die Spannung rausnehmen, aber plausibel sind.
Für mich ein packender Psychothriller, der trotzdem glaubhaft ist, und den ich wunderbar wegsacken konnte. Diese Frau ist gefährlich, wenn sie nicht bekommt, was sie will. Intensiv spannend, eskalierend und hochaktuell.
Es beginnt harmlos, aber es wird schnell deutlich, dass Margo besessen von ihrer Vorstellung vom Familienglück im Traumhaus ist. Lügen gehen ihr leicht über die Lippen, und ihre Ehe ist von Kontrolle, Manipulation sowie dem Verlangen nach einem gehobenen Lebensstil belastet. »Dass ich mich manchmal so fühle, als könne mein Zorn sich jeden Moment durch meine Haut brennen und alles in ein Inferno verwandeln.« Der ist mit steigendem Druck alles zuzutrauen, dachte ich, und war trotzdem schockiert, wie sich alles hochschaukelt, wobei der Buchtitel schon erahnen lässt, dass Eskalation droht. Die Intensität nimmt ab einem bestimmten Punkt zu, an dem alles (noch mehr) kippt. Absolut verrückt und so gut geschrieben, dass es sich trotzdem nachvollziehen lässt, wo Margo falsch abgebogen ist, was sie antreibt und warum sie ist, wie sie ist, und ich richtig mitfiebern konnte. »Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben. Ich bin hier, um meinen Traum wahrzumachen. Nichts ist wichtiger als das.« Ein bisschen Sympathie, für die moralisch sehr fragwürdige Margo, hatte ich trotzdem irgendwie, denn sie ist aufmerksam, liebt den Hund Fritter, was sie nahbar wirken lässt, und dann ist da die ehrliche Verzweiflung, trotz Kinderwunsches nicht schwanger zu werden und sich mit der Care-Arbeit im Stich gelassen zu fühlen. Auch ihr Wunsch nach einem schönen Zuhause ist nachvollziehbar, während ihr für all das die Zeit wegläuft. Trotzdem habe ich gehofft, dass diese Verrückte mit allem scheitert, aber die Hilfe bekommt, die sie braucht. Im Mittelteil gabs zugegebenermaßen ein paar Längen, die Spannung rausnehmen, aber plausibel sind.
Für mich ein packender Psychothriller, der trotzdem glaubhaft ist, und den ich wunderbar wegsacken konnte. Diese Frau ist gefährlich, wenn sie nicht bekommt, was sie will. Intensiv spannend, eskalierend und hochaktuell.
von La Calavera Catrina - 2026-02-19 14:51:00
Unglaublich - 4 Sterne
Es geht um eine Frau die sich entschlossen hat ein bestimmtes Haus mit ihrem Mann zu kaufen, schwanger zu werden und in diesem Haus zu leben und das Kind groß zu ziehen.
Soweit, so harmlos. Denkt man... Ich bin aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen als ich laß zu was diese Frau im Stande war zu tun um dieses Haus zu bekommen. Die Spannung stieg stetig an und ich war doch sehr gespannt ob sie es schafft oder nicht.
Die Autorin hat die Geschichte gut erzählt und es war richtig spannend wie sich die Geschichte immer mehr zuspitzte, wie sie sich immer mehr in Lügen verstrickte und alles immer abenteuerlicher wurde. Es war aber, für mich, nie übertrieben oder unglaubwürdig. Manchmal ging es mir ein wenig zu sehr ins Detail und ich empfand mich dadurch im Lesefluss gebremst und ein wenig der Spannung beraubt. Aber alles in allem war es eine gute Geschichte und ich kann dieses Buch gerne empfehlen.
Soweit, so harmlos. Denkt man... Ich bin aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen als ich laß zu was diese Frau im Stande war zu tun um dieses Haus zu bekommen. Die Spannung stieg stetig an und ich war doch sehr gespannt ob sie es schafft oder nicht.
Die Autorin hat die Geschichte gut erzählt und es war richtig spannend wie sich die Geschichte immer mehr zuspitzte, wie sie sich immer mehr in Lügen verstrickte und alles immer abenteuerlicher wurde. Es war aber, für mich, nie übertrieben oder unglaubwürdig. Manchmal ging es mir ein wenig zu sehr ins Detail und ich empfand mich dadurch im Lesefluss gebremst und ein wenig der Spannung beraubt. Aber alles in allem war es eine gute Geschichte und ich kann dieses Buch gerne empfehlen.
von Buster - 2026-02-12 17:33:00


