Rezensionen
Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi
Autor: Anett Steiner
Erschienen 2026 bei Edition Wannenbuch
ISBN 978-3-947409-82-2
Mittelmäßig - 3 Sterne
Die Ausgangslage im Buch Moorgold hat mir gut gefallen. Im Grenzgebiet wurden durch die Vertriebenen damals viele kleine, private Schätze im Wald versteckt, in der Hoffnung sie eines Tages wieder zu holen. Nun werden Gebeine in den Bergen freigelegt, die 30 Jahre alt sind und vermutlich einem Schatzsucher gehörten. Auch wird aktuell ein alter Leierkastenmann ermordet gefunden, der mit seinem Sohn im Grenzgebiet wohnte. Klingt alles sehr interessant und die Atmosphäre ist auch toll beschrieben im düsteren Wald, wenn die Äste knacken oder das alte, dunkle Haus des Puppenspielers voller Puppenfiguren.
Aber leider hat mir der Schreibstil nicht zugesagt, da er merkwürdig altmodisch klingt und sich auch oft wiederholt. Zu genau werden alttägliche Dinge und Gedankengänge der Ermittler beschrieben, die nicht zur Spannung beitragen sondern diese eher ausbremsen. Auch fand ich merkwürdig, dass Annalena ihren Ermittlerfreund Lorenz mit Sie anspricht, dieser sie jedoch duzt. Auch überlegt sie ständig, was er jetzt bei den Ermittlungen als nächstes tun würde. Kann man ja einmal machen aber doch nicht dauernd. Ebenfalls hätte man dafür den durchaus interessanten, geschichtlichen Hintergrund besser beleuchten können. Nach dem Einstieg gibt es hierzu nichts mehr im Buch.
Schade, aus der guten Ausgangslage hätte man einen besseren und interessanten Krimi machen können.
Aber leider hat mir der Schreibstil nicht zugesagt, da er merkwürdig altmodisch klingt und sich auch oft wiederholt. Zu genau werden alttägliche Dinge und Gedankengänge der Ermittler beschrieben, die nicht zur Spannung beitragen sondern diese eher ausbremsen. Auch fand ich merkwürdig, dass Annalena ihren Ermittlerfreund Lorenz mit Sie anspricht, dieser sie jedoch duzt. Auch überlegt sie ständig, was er jetzt bei den Ermittlungen als nächstes tun würde. Kann man ja einmal machen aber doch nicht dauernd. Ebenfalls hätte man dafür den durchaus interessanten, geschichtlichen Hintergrund besser beleuchten können. Nach dem Einstieg gibt es hierzu nichts mehr im Buch.
Schade, aus der guten Ausgangslage hätte man einen besseren und interessanten Krimi machen können.
von Neobook - 2026-04-21 18:06:00
Eher langatmig als spannend - 2 Sterne
Zum Inhalt:
Im Erzgebirge werden die Gebeine eines seit Jahren vermissten Mannes entdeckt. Dann stirbt ein alter Spielmann unter rätselhaften Umständen. Annalena nimmt die Ermittlungen auf, dabei stößt sie auf alte Feindschaften und Schuld, auf die Legende eines Schatzes, für den früher getötet wurde und es wird klar, dass jemand bereit ist wieder zu töten.
Meine Meinung:
Eigentlich hatte ich bei dem Buch ein gutes Gefühl, dass es ein spannender Lokalkrimi sein wird, aber jetzt kommt auch schon das aber. Ja, es ist ein Lokalkrimi aber spannend fand ich das Buch nicht. Irgendwie fand ich den ganzen Schreibstil anstrengend zu lesen weil mir total die Spannung fehlte und ich den Plot auch ein eher langweilig fand. Die Kommissarin hat mich auch nicht überzeugt, dieses ständige Gedanken darüber machen, wie ihr Kollege das wohl machen würde, statt einfach ihrem Gefühl zu folgen. Also mich hat das Buch überhaupt nicht überzeugt.
Fazit:
Eher langatmig als spannend
Im Erzgebirge werden die Gebeine eines seit Jahren vermissten Mannes entdeckt. Dann stirbt ein alter Spielmann unter rätselhaften Umständen. Annalena nimmt die Ermittlungen auf, dabei stößt sie auf alte Feindschaften und Schuld, auf die Legende eines Schatzes, für den früher getötet wurde und es wird klar, dass jemand bereit ist wieder zu töten.
Meine Meinung:
Eigentlich hatte ich bei dem Buch ein gutes Gefühl, dass es ein spannender Lokalkrimi sein wird, aber jetzt kommt auch schon das aber. Ja, es ist ein Lokalkrimi aber spannend fand ich das Buch nicht. Irgendwie fand ich den ganzen Schreibstil anstrengend zu lesen weil mir total die Spannung fehlte und ich den Plot auch ein eher langweilig fand. Die Kommissarin hat mich auch nicht überzeugt, dieses ständige Gedanken darüber machen, wie ihr Kollege das wohl machen würde, statt einfach ihrem Gefühl zu folgen. Also mich hat das Buch überhaupt nicht überzeugt.
Fazit:
Eher langatmig als spannend
von brauneye29 - 2026-04-11 20:44:00
Marzebilla und Schakagerl - 4 Sterne
Der vorliegende Band ist bereits der siebente der Erzgebirgskrimireihe, aber für mich war es der erste. Trotz dieser Tatsache kam ich sehr gut mit der Geschichte und den Personen zurecht. Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich durch das ansprechende Cover in seiner düsteren, geheimnisvollen Ausstrahlung.
Zu dem Fall in der aufgegebenen Siedlung Pfaffengrün auf der böhmischen Seite des Erzgebirges, das Skelett eines seit 30 Jahren vermissten Mannes wurde entdeckt, gesellt sich der zunächst rätselhafte tödliche Absturz des Puppen- und Leierkastenspielers Jakub Miler in der Wolkensteiner Schweiz in Sachsen. Kommissarin Annalena Krest von der Chemnitzer Kripo übernimmt die Ermittlung, die allerdings nur langsam in Gang kommt, dann sehr gefährlich wird und mit einer Überraschung in Cliffhangermanier endet.
Die Kommissarin wird als Mensch aus Fleisch und Blut vorgestellt; sie bringt ihre vielfältigen persönlichen Themen in die Handlung ein. Empathisch fand ich ihren Umgang mit ihrem zweijährigen Sohn Patrick, mit dem pausierenden (Ralf Lorenz) und dem aktuellen Kollegen (Nikolas Bremer). Sehr schön das Kaffeeritual in der Dienststelle Chemnitz mit Bremer.
Die Ermittlungen werden in beiden Ländern, Tschechien und Deutschland, durch ausgezeichnete Beziehungen und in guter Zusammenarbeit geführt. Es stellen sich viele Fragen. Gehören die beiden Todesfälle zusammen? Was hat der vor 30 Jahren verschwundene wie ein Verrückter nach Schätzen suchende Knut Heinze mit Jakub Miler zu tun? Wo liegt das Mordmotiv an dem freundlichen Puppenspieler?
Die Autorin erzählt die Story in teilweise mystischer, geheimnisvoller und unheimlicher Art, eingebettet in die umfangreiche Sagenwelt des Erzgebirges sowie unter Einbeziehung der schönen Landschaften diesseits und jenseits der Grenze. Der Miriquidi feiert seine Auferstehung!
Marzebilla und Schakagerl werden als Sagengestalten genannt. Ich als sehr reife, geborene Chemnitzerin hatte von ihnen noch nie gehört und musste googeln. Hier das Ergebnis: Marzebilla ist die berühmteste Legende des Erzgebirges, mal eine junge, mal eine alte Frau, in unterschiedlicher, aber freundlich erscheinender Gestalt, aber immer wird sie mit dunklem Haar und von einem Schleier feinen Nebels umgeben, beschrieben. Schakagerl ist der erzgebirgische Schutzgeist der Kinder. Ich nehme an, dass durch die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, die auch den Ausgangspunkt für diesen Krimi darstellt, auch die vielen alten, märchenhaften Erzählungen der Gegend mehr und mehr in Vergessenheit geraten sind und nicht mehr weitergetragen werden. Inzwischen kümmern sich Heimatvereine auf böhmischer und sächsischer Seite um den Erhalt und die Pflege des kulturellen Erbes. Das wird immer schwieriger, da die Zeitzeugen aussterben.
Ich wurde durch Moorgold gut unterhalten und bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Lese- und Kaufempfehlung.
Zu dem Fall in der aufgegebenen Siedlung Pfaffengrün auf der böhmischen Seite des Erzgebirges, das Skelett eines seit 30 Jahren vermissten Mannes wurde entdeckt, gesellt sich der zunächst rätselhafte tödliche Absturz des Puppen- und Leierkastenspielers Jakub Miler in der Wolkensteiner Schweiz in Sachsen. Kommissarin Annalena Krest von der Chemnitzer Kripo übernimmt die Ermittlung, die allerdings nur langsam in Gang kommt, dann sehr gefährlich wird und mit einer Überraschung in Cliffhangermanier endet.
Die Kommissarin wird als Mensch aus Fleisch und Blut vorgestellt; sie bringt ihre vielfältigen persönlichen Themen in die Handlung ein. Empathisch fand ich ihren Umgang mit ihrem zweijährigen Sohn Patrick, mit dem pausierenden (Ralf Lorenz) und dem aktuellen Kollegen (Nikolas Bremer). Sehr schön das Kaffeeritual in der Dienststelle Chemnitz mit Bremer.
Die Ermittlungen werden in beiden Ländern, Tschechien und Deutschland, durch ausgezeichnete Beziehungen und in guter Zusammenarbeit geführt. Es stellen sich viele Fragen. Gehören die beiden Todesfälle zusammen? Was hat der vor 30 Jahren verschwundene wie ein Verrückter nach Schätzen suchende Knut Heinze mit Jakub Miler zu tun? Wo liegt das Mordmotiv an dem freundlichen Puppenspieler?
Die Autorin erzählt die Story in teilweise mystischer, geheimnisvoller und unheimlicher Art, eingebettet in die umfangreiche Sagenwelt des Erzgebirges sowie unter Einbeziehung der schönen Landschaften diesseits und jenseits der Grenze. Der Miriquidi feiert seine Auferstehung!
Marzebilla und Schakagerl werden als Sagengestalten genannt. Ich als sehr reife, geborene Chemnitzerin hatte von ihnen noch nie gehört und musste googeln. Hier das Ergebnis: Marzebilla ist die berühmteste Legende des Erzgebirges, mal eine junge, mal eine alte Frau, in unterschiedlicher, aber freundlich erscheinender Gestalt, aber immer wird sie mit dunklem Haar und von einem Schleier feinen Nebels umgeben, beschrieben. Schakagerl ist der erzgebirgische Schutzgeist der Kinder. Ich nehme an, dass durch die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, die auch den Ausgangspunkt für diesen Krimi darstellt, auch die vielen alten, märchenhaften Erzählungen der Gegend mehr und mehr in Vergessenheit geraten sind und nicht mehr weitergetragen werden. Inzwischen kümmern sich Heimatvereine auf böhmischer und sächsischer Seite um den Erhalt und die Pflege des kulturellen Erbes. Das wird immer schwieriger, da die Zeitzeugen aussterben.
Ich wurde durch Moorgold gut unterhalten und bewerte mit vier von fünf Sternen und vergebe meine Lese- und Kaufempfehlung.
von Hennie - 2026-04-10 18:16:00
Schatten über Pfaffengrün - 5 Sterne
Der Krimi "Moorgold" wurde von Anett Steiner verfasst und erschien am 31. März 2026 im Paparento Verlag. Das Buch umfasst 256 Seiten und das düstere, geheimnisvolle Cover macht bereits neugierig. In der Geschichte geht es um einen mysteriösen Kriminalfall im Erzgebirge. Nahe der verlassenen Siedlung Pfaffengrün werden die Überreste eines vermissten Mannes gefunden, kurz darauf stirbt ein alter Spielmann. Kommissarin Annalena Krest und Hauptkommissar Lorenz stoßen bei ihren Ermittlungen auf alte Feindschaften, eine Legende um einen Schatz und geraten selbst in Gefahr, je näher sie der Wahrheit kommen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, mit atmosphärischen Beschreibungen, die das Erzgebirge lebendig werden lassen. Die Spannung ist meistens hoch, jedoch gibt es zwischendurch einige langatmige Passagen, die das Lesetempo etwas drosseln. Die Figuren sind klar und übersichtlich dargestellt, besonders Kommissarin Annalena Krest wirkt sympathisch und authentisch. Man erhält interessante Einblicke in Mythen und Sagen der Region, was die Charaktere und das Setting bereichert. Insgesamt ist das Buch ein guter kurzweiliger Krimi für alle diejenigen, die Regionales und Geheimnisvolles mögen.
von Odina - 2026-04-02 19:22:00
Düsterer Regionalkrimi - 4 Sterne
In der Wolkensteiner Schweiz wird die Leiche von demTschechen Jakub Miler ,eines alten Spielmanns gefunden.Ihn hatte die Kriminalkommissarin Annalena Krest und ihr 2jährigen Sohn einen Tag vorher auf dem Burgfest gesehen. Er wurde ermordet-Kommissarin Annalena Krest übernimmt die Ermittlungen.An ihrer Seite Hauptkommissar Lorenz der ihr bei den Ermittlungen hilft.Bei den Ermittlung stoßen sie auf Informationen, das die Gebeine eines seit 30 Jahren vermissten Kaufmann in Pfaffengrün durch einen Erdrutsch freigelegt wurden.Annalena macht Jakubs Sohn Adam ausfindig, auch er scheint sich für den Tod des seit Jahren Vermissten zu interessieren. Bald schon steht für sie fest, dass beide Fälle miteinander verstrickt sein müssen…..
Die Autorin Anett Steiner hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nimmt sie den Leser mit in eine vergangene Zeit.Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist geheimnisvoll wie die Geschichte und passt super dazu-sehr gerne 4 Sterne.
Die Autorin Anett Steiner hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildhaft nimmt sie den Leser mit in eine vergangene Zeit.Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist geheimnisvoll wie die Geschichte und passt super dazu-sehr gerne 4 Sterne.
von Katzenmicha - 2026-03-27 16:36:00


