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Rezensionen

Ein Hund namens Katze

Autor: Tomi Kontio

Erschienen 2026 bei Jupitermond Verlag;Teos
ISBN 978-3-949239-44-1
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Eine leise und gefühlvolle Geschichte - 4 Sterne

Das Cover ist mir sofort aufgefallen. Es wirkt ruhig, fast ein bisschen traurig, und passt damit perfekt zur Stimmung der Geschichte. Auch die Illustrationen ziehen sich genau so durch das ganze Buch. Sie sind eher zurückhaltend und nicht wie bei vielen anderen Kinderbüchern auffallend knallig, aber gerade deshalb sehr ausdrucksstark. Vor allem die Mimik von Katze spricht oft Bände. Der Schreibstil ist einfach und gleichzeitig poetisch und wirkt dadurch irgendwie besonders. Die Sätze sind leicht verständlich, doch manche Begriffe fand ich - gerade für ein Kinderbuch - eher ungeeignet.

Inhaltlich geht es um Katze, einen Hund der sich bereits von klein auf alleine durchs Leben schlagen muss. Seine Mutter wollte, dass er unabhängig ist, aber was übrigbleibt, ist vor allem seine Einsamkeit. Man begleitet ihn durch diese schwere Zeit, die von seiner Unsicherheit und dem nagenden Gefühl, nirgends dazuzugehören, geprägt ist. Man spürt seine Einsamkeit auf jeder Seite - besonders in den Momenten, in denen er versucht, irgendwo dazuzugehören, um sich nicht so einsam zu fühlen.
Besonders wird die Geschichte durch die Begegnung mit Marder. Ein Mensch, der selbst am Rande der Gesellschaft steht und genauso verloren wirkt wie Katze. Die beiden finden auf eine ganz leise und besondere Art zueinander. Dabei bedarf es nicht vieler Worte und genau das hat mir gefallen. Ihre Freundschaft entwickelt sich ruhig und wirkt dadurch sehr glaubwürdig.
Was mir außerdem gut gefallen hat, ist, dass nichts beschönigt wird. Themen wie Einsamkeit, Ausgrenzung oder auch das Leben auf der Straße werden offen angesprochen. Gleichzeitig schwingt aber immer auch Hoffnung in der Story mit, was ihr etwas von der Schwere nimmt.

Fazit:
"Ein Hund namens Katze" ist ein stilles und sehr berührendes Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Es geht um Einsamkeit, Freundschaft und darum, seinen Platz zu finden. Die Geschichte ist ruhig erzählt, aber genau das macht sie für mich so besonders. Lediglich die Altersangabe empfinde ich als unpassend, da ich der Meinung bin, das Buch ist aufgrund der angesprochenen Themen eher für ältere Kinder geeignet.
4/5 Sterne
von pandas_bücherblog - 2026-04-05 23:00:00

Eine leise und gefühlvolle Geschichte - 4 Sterne

Das Cover ist mir sofort aufgefallen. Es wirkt ruhig, fast ein bisschen traurig, und passt damit perfekt zur Stimmung der Geschichte. Auch die Illustrationen ziehen sich genau so durch das ganze Buch. Sie sind eher zurückhaltend und nicht wie bei vielen anderen Kinderbüchern auffallend knallig, aber gerade deshalb sehr ausdrucksstark. Vor allem die Mimik von Katze spricht oft Bände. Der Schreibstil ist einfach und gleichzeitig poetisch und wirkt dadurch irgendwie besonders. Die Sätze sind leicht verständlich, doch manche Begriffe fand ich - gerade für ein Kinderbuch - eher ungeeignet.

Inhaltlich geht es um Katze, einen Hund der sich bereits von klein auf alleine durchs Leben schlagen muss. Seine Mutter wollte, dass er unabhängig ist, aber was übrigbleibt, ist vor allem seine Einsamkeit. Man begleitet ihn durch diese schwere Zeit, die von seiner Unsicherheit und dem nagenden Gefühl, nirgends dazuzugehören, geprägt ist. Man spürt seine Einsamkeit auf jeder Seite - besonders in den Momenten, in denen er versucht, irgendwo dazuzugehören, um sich nicht so einsam zu fühlen.
Besonders wird die Geschichte durch die Begegnung mit Marder. Ein Mensch, der selbst am Rande der Gesellschaft steht und genauso verloren wirkt wie Katze. Die beiden finden auf eine ganz leise und besondere Art zueinander. Dabei bedarf es nicht vieler Worte und genau das hat mir gefallen. Ihre Freundschaft entwickelt sich ruhig und wirkt dadurch sehr glaubwürdig.
Was mir außerdem gut gefallen hat, ist, dass nichts beschönigt wird. Themen wie Einsamkeit, Ausgrenzung oder auch das Leben auf der Straße werden offen angesprochen. Gleichzeitig schwingt aber immer auch Hoffnung in der Story mit, was ihr etwas von der Schwere nimmt.

Fazit:
"Ein Hund namens Katze" ist ein stilles und sehr berührendes Buch, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Es geht um Einsamkeit, Freundschaft und darum, seinen Platz zu finden. Die Geschichte ist ruhig erzählt, aber genau das macht sie für mich so besonders. Lediglich die Altersangabe empfinde ich als unpassend, da ich der Meinung bin, das Buch ist aufgrund der angesprochenen Themen eher für ältere Kinder geeignet.
4/5 Sterne
von pandas_bücherblog - 2026-04-05 23:00:00

Einsamkeit und dann dieses Erleben, Freunde und die Freude am Leben - 5 Sterne

Ein Hund wird geboren, irgendwo in einem Wald. Er ist der Einzige des Wurfs, der es schafft. Der Vater ist schon längs weitergezogen und auch die Mutter bleibt nicht sehr lange an seiner Seite. Sie gibt ihm den Namen 'Katze' und eine wichtige Regel mit auf den Weg, nämlich immer unabhängig zu leben und niemandem zu trauen. Und so wandert Katze, geprägt von seiner Mutters Rat, scheu und ängstlich durch die Lande. Die Einsamkeit macht ihn sehr traurig. Aber als er schließlich an einem Ort auf Menschen trifft, zeigt er sich nicht. Denn die Angst davor, dass man ihm etwas Böses antun könnte ist groß und seine Mutter hat ihn gewarnt. Doch er wird immer trauriger und dann, dann liegt da ein Mensch direkt vor ihm und schläft. Es ist ein besonderer Mensch und er wird bald sein Mensch sein und einfach sein Freund. Und es kommt noch besser, denn ein Freund ist nur der Anfang.
Eine wunderschöne Geschichte aus dem hohen Norden und sie sagt mit so wenig Worten so viel. All diese Gefühle, die hier durch dieses fantastisch illustrierte Bilderbuch zu uns herüberwehen, die Einsamkeit, die so erdrückend ist und einfach nicht sein soll, weil Miteinander einfach das Schönste ist und die Sehnsucht, das Bedürfnis, genau das erleben zu dürfen, Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Wärme, es rührt einen ungemein an, wie dies hier erzählt wird und bebildert, mit einem Stil, der die Gefühle von Hund Katze auf eine sehr besondere Art unglaublich gut mitträgt.
Ein Buch, ein Kleinod über unsere Gefühle und nicht nur für Kinder sondern auch oder vielleicht gerade für Erwachsene ein sehr sinniges Erlebnis.
von Bockonia - 2026-03-14 18:01:00

Wunderschöne Geschichte über die, die man sonst nicht sieht - 5 Sterne

Vor Jahrzehnten durfte ich einen Vortrag des “Armenpfarrers” Wolfang Pucher beiwohnen. In Erinnerung blieb mir sein Vergleich zwischen “schöner” und “hässlicher” Armut. Während Erstere beispielsweise in Form einer Familie die nach dem plötzlichen Tod eines Elternteiles vor dem finanziellen Ruin steht, uns rührt und zu helfen animiert, verschließen wir uns nur zu gerne vor letztere.

Dichter und Autor Tomi Kontio macht das nicht und schreibt einfach ein Kinderbuch über die, die man sonst gerne aus dem Stadtbild vertreiben möchte. Diesen Mut muss man erst mal haben.

Der titelgebende Hund wurde bereits als Außenseiter in eine dysfunktionale Familie geboren. Schon früh ist er auf sich selbst gestellt. Erst als er auf den stinkenden, schmutzigen Obdachlosen Marder trifft, beginnt er zu begreifen, dass die Welt auch schön sein kann. Dass es so etwas wie Liebe, Freundschaft und einfach nur Akzeptanz gibt.

Das Buch beschönigt nichts. Vor allem die Szene, in der Katze und Marder sich gegenseitig mit den abwertenden Bezeichnungen, die sie von der Gesellschaft immer wieder an den Kopf geworfen bekommen, beschreiben, hat mich mal schlucken lassen.

“Ein Hund namens Katze” ist ein unglaublich mutiges Kinderbuch. Es zeigt, dass die Würde eines Menschen nicht von seiner Herkunft oder seiner Stellung innerhalb der Gesellschaft abhängt. Ein Thema, das man seinen Kindern auch schon zumuten kann.

Andere Rezensenten bekritteln die teils recht harte Sprache, die auch Bezeichnungen wie “Alki” enthält. Aber früher oder später werden Kinder noch weit schlimmeres zu hören bekommen. Wobei die Altersgrenze mit 6 bei manchen Kindern schon etwas optimistisch ist. Mein Älterer hätte es in diesem Alter noch nicht verstanden. Aber das macht nichts, das Buch ist ein Gewinn bis ins Erwachsenenalter.

Natürlich muss ich auch noch die wunderschönen Illustrationen von Elina Warsta erwähnen. Diese machen das Buch zu einem wahren Kunstwerk und Schatz. Warsta schafft es den titelgebenden Katze gleichzeitig verlottert und süß darzustellen. Fast schon zärtlich wird die harte Geschichte dargestellt. Auch feiner Humor blitzt immer wieder durch.
von tinten_fischchen - 2026-03-14 14:14:00