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Rezensionen

Kala
Sie war unser Zentrum, mit ihr waren wir unbesiegbar. Bis sie nach dem Sommer verschwand. | Der internationale Bestseller – »Ein unwiderstehlicher Krimi« Deutschlandfunk Kultur

Autor: Colin Walsh

Erschienen 2026 bei Gutkind Verlag
ISBN 978-3-9894113-0-2
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Besonders - 5 Sterne

Für mich war der Einstieg etwas holprig, denn zu Beginn hat mir der Schreibstil gar nicht zugesagt. Das hat sich aber nach ein paar Kapiteln gelegt und dann wurde es richtig gut.

Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Mush, Helen und Joe, bei Letzterem in Du-Form, was durchaus nicht alltäglich und auch etwas gewöhnungsbedürftig war. So schafft er nicht nur eine Distanz zum Leser, sondern auch zu sich selbst, was ich als sehr passend empfand.

Innerhalb der Kapitel gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit und insbesondere die Zeit vor Kalas Verschwinden, diese sind zwar nicht klar als solche gekennzeichnet, aber trotzdem gut zu erkennen und stimmig.
Sowieso fand ich den ganzen Aufbau der Geschichte richtig toll gemacht, man erfährt immer mehr Details auch von früher, ohne dass es irgendwie gezwungen wirkt oder ich das Gefühl hatte, mir werden aus Spannungsgründen Dinge nur angedeutet oder gar vorenthalten. Stattdessen lief der Erzählfluss ganz natürlich immer weiter.

Auch die Figuren fand ich toll und komplex gezeichnet, mit all ihren Fehlern und Schwächen, die viel auch von ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen geprägt sind. Ich fand sie sehr nahbar, vielleicht nicht unbedingt sympathisch, zumindest nicht alle, konnte aber trotzdem sehr viel Verständnis für sie aufbringen.

Ich muss gestehen, dass „Kala“ ganz anders war, als ich erwartet habe und das meine ich absolut positiv. Das Buch ist voller Weisheit und Lebensklugheit, würde ich besonders schöne oder nachdenkenswerte Stellen in Büchern markieren, dieses wäre voll davon.
Ich habe jede Sekunde der Lektüre genossen und kann es wirklich nur wärmstens empfehlen.
von Rinoa - 2026-05-25 17:23:00

Atmosphärisch & düster - 4 Sterne

Mit Kala legt Colin Walsh ein wirklich starkes Debüt vor, das mich vor allem durch seine dichte Atmosphäre und die gelungene Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart überzeugt hat. Die Geschichte rund um das Verschwinden von Kala und das Wiedersehen der alten Clique hat mich schnell in ihren Bann gezogen.

Was für mich besonders herausgestochen ist, war die Stimmung: Diese bedrückende Kleinstadtatmosphäre, das Gefühl, dass die Vergangenheit nie ganz ruht – das war unglaublich greifbar. Auch sprachlich bzw. bildlich ist der Roman sehr stark, viele Szenen konnte ich mir mühelos vorstellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Stoff auch als Verfilmung funktionieren würde.

Die Spannung war für mich definitiv gegeben, was bei einem Thriller natürlich essenziell ist. Auch wenn ich ab einem gewissen Punkt eine ziemlich klare Vermutung hatte, in welche Richtung sich die Auflösung entwickelt, blieb die Geschichte für mich durchgehend fesselnd und emotional aufgeladen.

Bei den Figuren bin ich ein bisschen zwiegespalten: Teilweise waren sie sehr tief und vielschichtig gezeichnet, dann gab es aber auch Momente, in denen sie etwas stereotyp wirkten. Hier hätte ich mir noch etwas mehr Feinarbeit gewünscht, um dieses Niveau konsequent zu halten.

Insgesamt hat mir Kala wirklich gut gefallen und ich finde es beeindruckend, wie gelungen dieser Roman für ein Debüt ist. Für ein absolutes Highlight hat mir persönlich noch das gewisse Etwas gefehlt – aber es ist definitiv ein Buch, das im Kopf bleibt und Lust auf mehr von Colin Walsh macht.
von Verena - 2026-04-11 10:51:00

Dunkle Machenschaften - 5 Sterne

Kala, Joe, Helen und Mush sind der Kern einer Clique in der irischen Stadt Kinlough im Sommer 2003. Doch am Ende des Sommers verschwindet Kala spurlos. 15 Jahre später treffen sich die verbliebenen Freunde wieder in Kinlough anlässlich einer Hochzeit. Da wird plötzlich eine Leiche gefunden. Schnell steht fest, dass es sich dabei um die menschlichen Überreste von Kala handelt.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der drei Freunde Helen, Joe und Mush erzählt. Außerdem wechselt die Erzählung ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bereits am Anfang der Geschichte ist klar, dass Kala umgebracht wurde. Doch die Einzelheiten werden erst im Verlauf der Handlung und ganz allmählich immer klarer.

Die etwa ersten 100 Seiten fand ich etwas schleppend. Doch als die ersten Hintergrundinformationen in den Fokus rücken und allmählich die dunklen Machenschaften, die nach und nach von einem Großteil der ganzen Stadtgemeinschaft Besitz ergreift, zur Sprache kommen wird es richtig spannend. Dies Spannung hält dann auch bis zur letzten Seite des Buches an. Immer tiefer wird man in den Sumpf eines organisierten Verbrechens gezogen, dass viel weiter als über den Tod Kalas hinausgeht.

Aber auch die inneren Gefühlregungen der handelnden Personen stehen im Mittelpunkt. So hat jeder der Freunde seine Geheimnisse und ist mit Schicksalsschlägen behaftet. Einfühlsam wird auf die Sorgen und Träume der vier Jugendlichen eingegangen.

Mich hat das Buch gut unterhalten. Es liest sich wie im Flug und man mag es vor lauter Neugierde wie es weitergeht gar nicht mehr weglegen. Teilweise sind die Handlungen und Beschreibungen sehr grausam-

Das auf den ersten Blick idyllisch erscheinende Cover, bereitet einem bei genauerem Hinsehen bereits ein unbehagliches Gefühl. Denn der Oberkörper der eine Person schein, wie in großer Wut, durchgekritzelt. Ein Gefühl das sich bei Lesen durch den ganzen Roman zieht.
von Wolle - 2026-03-21 16:49:00

Spannend und sehr dicht erzählt. - 4 Sterne

Irland 2003, die fünfzehnjährige Kala verschwindet spurlos. Ermittlungen werden angestellt, und verlaufen sich; das Verschwinden bleibt ungelöst.
Fünfzehn Jahre später treffen sich die damalige Freunde von Kala im Ort Kinlough wieder. Man merkt schnell, sie haben die Ereignisse immer noch nicht vollständig verarbeiten können. Mittlerweile ist einiges Geschehen, ein Mitglied der Clique ist verstorben, ein anderer Junge ist seitdem entstellt. Die Gründe hierfür erfahren wir nur langsam, alles verdichtet sich auf einen gewaltigen Showdown hin.
Und genau in dieser Zeit, als sich die „Freunde“ wieder vorsichtig annähern, wird eine Leiche gefunden – die skelettierten Überreste von Kala. Schnell tauchen Bilder von damals auf, Getuschel und Gemurmel ...
Der Roman baut vor allem auf den Beschreibungen der Hauptprotagonist*innen auf. Natürlich Kala, sie hatte Charisma. Oder Mush, der es allen recht machen möchte. Und so weiter – der Autor zeichnet uns hier sehr genaue Bilder und Charaktere. Für meinen Geschmack manchmal etwas zu viel des Guten, denn so verliert sich die Geschichte, die zwar auf diese Art und Weise einen besonderen Spannungsbogen aufbaut, dennoch an Fahrt. Auch wenn in den einzelnen Kapiteln, die jeweils den handelnden Personen gewidmet sind, vieles an Information zu Tage kommt. Vielleicht zu viel – ich fühlte mich da manchmal etwas überfordert. Letztendlich fügt sich alles zusammen, was zuvor mit Fragezeichen versehen war. Auch die Rolle von Kalas Freund*innen kommt dabei nicht zu kurz.
Der Sprachstil ist an die Jugend angepasst – rasant und schnell. Knappe Sätze, genaues Hinsehen des „Cliquenverhaltens“, detailreiche Szenen.
Trotz des Settings und Aufbaus dieses „Krimis“ fand ich mich manchmal verloren (oder überfordert) zwischen all den Minigeschichten der handelnden Personen, auch wenn die Auflösung und das Zusammensetzen der Puzzleteile am Ende versöhnlich stimmt. Auf jeden Fall hebt sich dieser Roman durch seinen Aufbau von der Masse anderer „Coming-of-Age-Krimis“ heraus.
von MarcoL - 2026-03-13 08:09:00

Kala - 5 Sterne

„Kala hat das Foto gemacht … Wir sehen jünger aus, als ich mich je gefühlt habe. So rein. Als könnten wir niemandem etwas zuleide tun. Als wären wir nicht das Leid persönlich.“

Als sie fünfzehn waren, waren sie „die Gang“: Aoife, Helen und Kala, Aidan, Mush und Joe. Damals waren sie unzertrennlich, bis zu der Halloweenfeier im Jahr 2003. Denn seit jener Nacht ist Kala spurlos verschwunden.
Fünfzehn Jahre später lebt nur noch Mush in Kinlough, der kleinen Stadt an der irischen Westküste. Zusammen mit seiner Familie bereitet er sich auf die Hochzeit seiner Tante Pauline mit Rossie Laughlin vor. Zu diesem Anlass reist auch Helen, Rossies Tochter, aus Kanada an – mit leichtem Widerwillen, das merkt man ihr an, aber auf das Wiedersehen mit Mush freut sie sich doch. Auch Joe ist seit einem Monat wieder in der Stadt, denn endlich wird das „Flangan“ wieder eröffnet und er hat seinen großen Auftritt, denn er ist jetzt ein Star, er ist „Joe fucking Brennan“.
Die Wiedersehensfreude wird bald getrübt und die Hochzeit platzt, denn in der großen Baugrube am Loch Kinlough werden menschliche Knochen gefunden. Zeitgleich mit der Erkenntnis, dass es sich um Kalas sterbliche Überreste handelt, verschwinden Paulines Töchter, die Zwillinge Donna und Marie.
Kann das ein Zufall sein?

Auf zwei Zeitebenen, jeweils aus der Sicht von Helen, Mush und Joe erhalten wir Einblick in die Geschehnisse von damals und in die Ereignisse von heute – in ein Geflecht aus Scham und Schuld, aus Lügen, wo man einst besser die Wahrheit gesagt hätte, und Schweigen, wo man besser gesprochen hätte, ein Geflecht aus Gewalt und Korruption. Und jeder ist darin verstrickt. Jeder muss sich der Vergangenheit stellen und der Tatsache, dass diese Katastrophe ihr Leben zerschnitten hat.
„Die Welt wird sich nach diesen Ereignissen nicht wieder in den Normalzustand zurücksetzen. Sie wird verändert sein, und wir mit ihr.“

„Kala“ ist ein rasanter Roman, an manchen Stellen voller Gewalt, brutal und roh; er erzählt die Geschichte eines Mädchens, das unbeirrt seinen Weg gegangen ist auf der Suche nach einer Wahrheit, die sein ganzes Leben verändert und letztlich zu seinem Tod geführt hat, denn „Kinlough hat seine Frauen schon immer fertig gemacht.“

Kala ist diejenige, deren Licht immer heller als das der anderen geleuchtet hat; jede Freundschaft, jede Leidenschaft wird an ihr gemessen – denn „Kala“ ist einfach eine Wucht, das Mädchen Kala und der Roman!
von Maxie Bantleon aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2026-03-10 17:33:09

Mehr als nur ein Thriller - 5 Sterne

Eine irische Kleinstadt, eine enge Freundesgruppe und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit: Kala wird im Englischen als Thriller vermarktet, aber das trifft es meiner Meinung nach nur teilweise. Ja, es gibt Mystery- und Spannungselemente, doch eigentlich ist es viel mehr als das. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, über das Erwachsenwerden und über eine Kleinstadt, in der nichts wirklich vergessen wird.

Im Mittelpunkt stehen Helen, Joe und Mush. Fünfzehn Jahre nachdem sie ihre Heimat verlassen haben, treffen sie wieder dort aufeinander. Helen ist wegen einer Hochzeit zurück, Joe ist inzwischen ein erfolgreicher Musiker und kommt zur Eröffnung eines Clubs in die Stadt, und Mush ist der Einzige, der geblieben ist und noch immer im Café seiner Mutter arbeitet. Früher gehörten sie zu einer größeren Clique, die unzertrennlich war, bis ihre Freundin Kala plötzlich spurlos verschwand. Was damals wirklich passiert ist, wurde nie aufgeklärt. Doch als Kalas Überreste gefunden werden, holt die Vergangenheit die drei wieder ein.

Der Einstieg in die Geschichte ist eher ruhig. Zunächst lernen wir die Figuren und ihr heutiges Leben kennen. Gleichzeitig gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, in denen sich nach und nach zeigt, wie die Freundesgruppe damals war und was sich in jenem Sommer ereignet hat. Obwohl die Handlung langsam beginnt, war ich sofort in der Geschichte drin. Das liegt vor allem am Schreibstil: sehr atmosphärisch, bildhaft und nah an den Figuren. Man hat das Gefühl, selbst durch die Straßen der Kleinstadt zu gehen und Teil dieser Gruppe zu sein.

Besonders gelungen fand ich die Charakterzeichnungen. Die Figuren werden Stück für Stück greifbarer, mit all ihren Erinnerungen, Schuldgefühlen und ungelösten Fragen. Gleichzeitig wächst die Spannung immer weiter, weil man unbedingt wissen will, was damals wirklich passiert ist. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto schneller und auch bedrohlicher wird sie.

Kala ist damit nicht nur spannend, sondern auch emotional sehr mitreißend. Für mich eine klare Leseempfehlung. 4,5/5 Sterne

von Alo - 2026-03-09 15:09:00

Zwischen Schuld und Erinnerung - 5 Sterne

Der Roman „Kala" wurde von Colin Wash verfasst und erschien am 26. Februar 2026 im Gutkind Verlag. Das Buch umfasst 512 Seiten und das Cover macht bereits neugierig. In der Geschichte geht es um drei Freunde, die nach fünfzehn Jahren in ihre irische Heimatstadt Kinlough zurückkehren. Sie waren einst eng mit der charismatischen Kala Lanann befreundet, bis diese plötzlich verschwand. Als nun menschliche Überreste im Wald gefunden werden, sehen sich Helen, Joe und Mush mit ihrer Vergangenheit und ihrer möglichen Schuld am Verschwinden von Kala konfrontiert. Der Autor überzeugt mit einem flüssigen, fesselnden und zugleich düsteren Schreibstil, der die Atmosphäre des Romans treffend einfängt. Die Spannung ist vielschichtig und stets spürbar, sodass das Buch bis zuletzt fesselt. Die Figuren wirken authentisch, ihre Entwicklungen und inneren Konflikte sind glaubwürdig und berührend dargestellt. Besonders die Auswirkungen von Kalas Verschwinden auf die ehemals enge Freundschaft werden eindrucksvoll beschrieben. Insgesamt ist das Buch ein empfehlenswerter Roman für alle, die psychologische Tiefe und eine dichte, atmosphärische Erzählweise schätzen.
von Odina - 2026-03-06 19:01:00

Ein Sommer, der alles verändert hat - 4 Sterne

Manchmal reicht ein Sommer, um alles zu verändern. Und manchmal reicht ein einziger Name, um fünfzehn Jahre später noch immer alles zum Einsturz zu bringen. „Kala“ von Colin Walsh beginnt im Sommer 2003 in Kinlough, einer irischen Kleinstadt, in der jeder jeden kennt – oder zumindest glaubt, es zu tun. Kala, Joe, Helen und Mush sind jung, ungestüm, voller Sehnsucht nach mehr als diesem Ort. Dann verschwindet Kala spurlos. Fünfzehn Jahre später führt eine Hochzeit die Zurückgebliebenen zurück in ihre Heimat – und mit dem Fund menschlicher Überreste wird klar, dass die Vergangenheit nie begraben war.

Was mich besonders gepackt hat, ist diese Erzählweise zwischen Damals und Heute. Die Perspektiven wechseln zwischen Helen, Joe und Mush, und mit jeder Stimme verschiebt sich das Bild ein Stück. Erinnerungen überlagern die Gegenwart, Wahrheiten bröckeln, neue Abgründe tun sich auf. Anfangs musste ich mich kurz sortieren – die Zeitsprünge und Perspektivwechsel fordern Aufmerksamkeit. Doch genau das macht den Reiz aus. Man spürt die Unbeholfenheit der Jugend, erste Liebe, Alkohol, Gruppendynamiken, dieses brennende Gefühl, dass das Leben endlich beginnen muss. Und dann sieht man dieselben Menschen als Erwachsene – gezeichnet von Entscheidungen, Schuld, Verlust. Nichts bleibt eindeutig. Niemand bleibt unschuldig.

Die Spannung baut sich leise auf. Es ist kein Thriller, der sofort lossprintet, sondern einer, der unter die Haut kriecht. Gerade der erste Teil nimmt sich Zeit für Atmosphäre und Figurenzeichnung. Manche Passagen hätten für meinen Geschmack etwas straffer sein dürfen, weil vieles lange angedeutet wird, bevor es greifbar wird. Aber sobald die dunklen Strukturen hinter der Fassade der Stadt sichtbar werden, entwickelt die Geschichte eine Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Es geht nicht nur um Kalas Tod, sondern um ein Geflecht aus Schweigen, Loyalität und Verdrängung – und darum, wie weit eine Gemeinschaft bereit ist zu gehen, um ihr eigenes Bild aufrechtzuerhalten.

Auch das Cover passt erschreckend gut zur Stimmung: dieses scheinbar harmlose Polaroid, das beim genaueren Hinsehen etwas Zerstörtes, Durchgestrichenes trägt. Genau so fühlt sich der Roman an – idyllisch auf den ersten Blick, zutiefst verstörend darunter. Für mich ist „Kala“ ein starkes Debüt mit kleinen Längen, aber großer emotionaler Intensität. Wer atmosphärische, charaktergetriebene Spannung mag, irisches Kleinstadtflair schätzt und Geschichten liebt, in denen sich Vergangenheit und Gegenwart schmerzhaft ineinander verschlingen, sollte hier unbedingt zugreifen.
von FogandBooks - 2026-03-05 09:59:00

Dunkel und atmosphärisch - 4 Sterne


Alles begann an einem heißen Sommertag im Jahr 2003 in Kinlough in Irland. Die sechs Freunde um die sich die Geschichte dreht, genossen den Sommer in vollen Zügen. Doch dann verschwand Kala, die dem Roman von Colin Walsh den Namen gibt, und nichts war mehr wie vorher.
Fünfzehn Jahre später, im Jahr 2018, holt die Vergangenheit einen Teil der Freundesgruppe wieder ein. Was ist damals wirklich geschehen?

In einzelnen, jeweils einer Person gewidmeten Kapiteln, erzählen die Mitglieder der "Gang" in ihren ganz eigenen Stimmen ihre Sicht der Dinge. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass in Kinlough etwas nicht stimmt. Eine düstere Ahnung liegt über der Geschichte, Erinnerungen kehren zurück und lange verborgene Geheimnisse kommen ans Licht. Walsh erzeugt dabei eine angespannte Atmosphäre, und die Figuren wirken mit all ihren Eigenheiten sehr lebendig. Gegen Ende, als sich die Hinweise verdichteten, nahm die Handlung an Fahrt auf und es wurde richtig spannend.

Auch wenn ich etwas Zeit brauchte, um ganz in die Geschichte einzutauchen und sie für mich nicht ganz an persönliche Favoriten heranreicht, kann ich den Roman allen empfehlen, die literarische Thriller mögen.
von Tinimore - 2026-03-02 11:05:00