Rezensionen
Rezensionen von Ele95
Autor: Lena Kupke
Hanna macht Pause - 4 Sterne
Pause, Roman von Lena Kupke, 320 Seiten, dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem Hanna wieder zu ihren Eltern gezogen ist.
Hanna erleidet mitten in einer geschäftlichen Besprechung eine Panikattacke und wird ohnmächtig, sie wird sofort ins Krankenhaus eingeliefert, Von da aus wird sie von ihren Eltern erst mal mit nach Hause genommen Hilfsbedürftig und instabil wie sie ist, wird sie in ihrem ehemaligen Kinderzimmer untergebracht, welches inzwischen das Arbeitszimmer ihres Vaters ist. Es ist schwierig für sie im Augenblick ihr eigenes Leben wieder aufzunehmen. Aber mit sechsunddreißig Jahren wieder, wie ein Kind mit den Eltern zusammenzuleben ist für alle drei nicht leicht.
Am Anfang habe ich mich etwas schwergetan, ins Buch und in Lesefluss zu kommen. Die Handlung setzt mitten im Geschehen ein, Chaos und Panik herrscht und was eigentlich genau los ist, erfährt der Leser während des ganzen Buches nicht. Irgendwann habe ich mir zusammengereimt, was im Vorfeld passiert ist, doch ganz genau weiß ich es auch nach der Lektüre noch nicht.
Die Autorin schreibt diese eigentlich tragische Geschichte mit viel Humor. Furchtbare unfassbare Abgründe, abwechselnd mit, ich würde es Galgenhumor nennen. Eine bittere Heiterkeit mit der die Protagonistin im Ich-Stil erzählt. Deshalb ist es auch möglich, ganz tief bis ins Innerste von Hanna zu blicken. Alle Figuren sind ausführlich und tiefgründig charakterisiert. Die Eltern und auch Schwester Sara. 24 pralle und aktionreiche Kapitel, in einer sehr modernen Sprache mit vielen lebendigen Dialogen. Whats App und Sprachnachrichten, auch Eigennamen sind kursiv hervorgehoben und deutlich gemacht.
Ich konnte mich mit der Protagonistin immer wieder identifizieren, zurück in die Kindheit und bei den Eltern wohnen, wie sich das anfühlen kann, hat sie hervorragend geschildert. Manche Dinge die sich niemals ändern, oder die man mit den Augen eines mittlerweile Erwachsenen sieht, hat die Autorin nachvollziehbar geschildert. Auch aus der Sicht der Eltern, kann ich mittlerweile die überraschende Anwesenheit eines erwachsenen Kindes, verstehen. Der Roman beschreibt Situationen die direkt aus dem Leben gegriffen sind, voller Emotionen und viel Liebe und absolut realistisch.
Dieser Roman hat mich tief berührt, die Ausweglosigkeit, die Hilflosigkeit und die Trauer von Hanna war so gut geschildert ich habe jedes Wort geglaubt. An manchen Stellen z.B. von der Vorgeschichte hätte ich gerne mehr Informationen gehabt. Ob sich Hanna, in ihrem Zustand, so prompt in eine neue Liebesbeziehung fallen lassen kann bezweifle ich jedoch. Gerne hätte ich etwas mehr erfahren, mir fehlt ein befriedigendes Ende.
Das Buch ist sehr tiefgründig und emotional bewegend. Ein Beispiel wie Unaussprechliches unausgesprochen bleibt. Trotzdem ist es kein trauriges Buch. 4 Sterne
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem Hanna wieder zu ihren Eltern gezogen ist.
Hanna erleidet mitten in einer geschäftlichen Besprechung eine Panikattacke und wird ohnmächtig, sie wird sofort ins Krankenhaus eingeliefert, Von da aus wird sie von ihren Eltern erst mal mit nach Hause genommen Hilfsbedürftig und instabil wie sie ist, wird sie in ihrem ehemaligen Kinderzimmer untergebracht, welches inzwischen das Arbeitszimmer ihres Vaters ist. Es ist schwierig für sie im Augenblick ihr eigenes Leben wieder aufzunehmen. Aber mit sechsunddreißig Jahren wieder, wie ein Kind mit den Eltern zusammenzuleben ist für alle drei nicht leicht.
Am Anfang habe ich mich etwas schwergetan, ins Buch und in Lesefluss zu kommen. Die Handlung setzt mitten im Geschehen ein, Chaos und Panik herrscht und was eigentlich genau los ist, erfährt der Leser während des ganzen Buches nicht. Irgendwann habe ich mir zusammengereimt, was im Vorfeld passiert ist, doch ganz genau weiß ich es auch nach der Lektüre noch nicht.
Die Autorin schreibt diese eigentlich tragische Geschichte mit viel Humor. Furchtbare unfassbare Abgründe, abwechselnd mit, ich würde es Galgenhumor nennen. Eine bittere Heiterkeit mit der die Protagonistin im Ich-Stil erzählt. Deshalb ist es auch möglich, ganz tief bis ins Innerste von Hanna zu blicken. Alle Figuren sind ausführlich und tiefgründig charakterisiert. Die Eltern und auch Schwester Sara. 24 pralle und aktionreiche Kapitel, in einer sehr modernen Sprache mit vielen lebendigen Dialogen. Whats App und Sprachnachrichten, auch Eigennamen sind kursiv hervorgehoben und deutlich gemacht.
Ich konnte mich mit der Protagonistin immer wieder identifizieren, zurück in die Kindheit und bei den Eltern wohnen, wie sich das anfühlen kann, hat sie hervorragend geschildert. Manche Dinge die sich niemals ändern, oder die man mit den Augen eines mittlerweile Erwachsenen sieht, hat die Autorin nachvollziehbar geschildert. Auch aus der Sicht der Eltern, kann ich mittlerweile die überraschende Anwesenheit eines erwachsenen Kindes, verstehen. Der Roman beschreibt Situationen die direkt aus dem Leben gegriffen sind, voller Emotionen und viel Liebe und absolut realistisch.
Dieser Roman hat mich tief berührt, die Ausweglosigkeit, die Hilflosigkeit und die Trauer von Hanna war so gut geschildert ich habe jedes Wort geglaubt. An manchen Stellen z.B. von der Vorgeschichte hätte ich gerne mehr Informationen gehabt. Ob sich Hanna, in ihrem Zustand, so prompt in eine neue Liebesbeziehung fallen lassen kann bezweifle ich jedoch. Gerne hätte ich etwas mehr erfahren, mir fehlt ein befriedigendes Ende.
Das Buch ist sehr tiefgründig und emotional bewegend. Ein Beispiel wie Unaussprechliches unausgesprochen bleibt. Trotzdem ist es kein trauriges Buch. 4 Sterne
von Ele - 2026-06-12 17:48:00
Autor: Lenz Koppelstätter
Pasternak am Gardasee - 4 Sterne
Wenn der Sturm ruht, Gardasee-Krimi von Lenz Koppelstätter, EBook Kiepenheuer&Witsch.
Gianna Pitti ermittelt, ihr 3.Fall.
Gianna, Elvira Arnaldo und der Marchese, sie alle haben den neuen Messagero auf den Weg gebracht, modern mit den neuesten Methoden teils als EPaper und am Sonntag als Printausgabe, die Geschäftsräume sind wieder in der alten Rilke-Villa am Seeufer angesiedelt, doch schon am Tage nach der Eröffnungsfeier gibt es einen Toten am Schreibtisch von Arnaldo. Der Unbekannte war Gast im besten Haus am Westufer in Gargnano: der Villa Feltrinelli. Er recherchierte rund um den mysteriösen Tod des ehemaligen Besitzers und legendären Verlegers Giangiacomo Feltrinelli vor über fünfzig Jahren. Gianna und ihre Kollegen beginnen zu ermitteln, wollen schneller sein als die Polizei. Dadurch kommen Gianna und der Marchese, sowie Arnaldo in Lebensgefahr, ein spannendes Szenario beginnt. Nach der Hälfte des Krimis wurde es dann richtig spannend und aufregend, da ging es mir dann fast etwas zu schnell.
Die Handlung erstreckt sich über drei Tage, so sind auch die Teile des Buches gegliedert. Der Erzählstil ist auktorial jeweils aus der Sicht von Elvira, Gianna, Arnaldo oder Francesco. Koppelstätter erzählt zügig, man muss schon sehr aufpassen um dem Geschehen folgen zu können. Durch die diversen Erzählstränge und Sichtwechsel habe ich mitunter den Faden ganz verloren und brauchte eine Weile bis ich wieder orientiert war. Das ist mir bei den vergangenen Bänden auch schon passiert und es hat sich leider nicht gebessert. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ich einige Seiten überlesen habe, was sich jedoch nicht bestätigt hat. Die Stimmung am See und die italienische Lebensart jedoch sind wieder einmal sehr gut eingefangen. Atmosphärisch erzählt, dem Leser ist jederzeit bewusst wo er sich befindet. Interessante Einblicke in die italienische Geschichte. Die Fährten führen vom Nobelpreisträger Boris Pasternak zum kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und in die Zeit des Links- und Rechtsterrorismus im Italien während des Kalten Krieges. Dazu ganz viel italienische Atmosphäre, italienische Phrasen, Musik, Speisen und Weine schaffen das. Das liebe ich an diesen Krimis, da ich die Gegend um den Gardasee sehr schätze.
Die Figuren sind echt, sie denken und fühlen und das kommt auch im Buch deutlich zur Sprache. Vor allem meine Lieblingsfigur, vom ersten Buch an, nicht die Protagonistin, sondern ihr Onkel, der Marchese, sein Stil und seine Eleganz und die Lebensweise eines italienischen Aristokraten die er so feudal lebt. Diese Figur ist dem Autor vortrefflich gelungen, ihn habe ich direkt vor Augen, wenn zur Sprache kommt, welche Weine er zum Essen auswählt, wie er seine Krawattenknoten bindet, welche Werke er liest, Opern er hört und wie er seinen in die Jahre gekommenen Porsche fährt oder parkt. Ein Schlitzohr durch und durch.
Und so geht es mir wie in jedem Band, gerne würde ich mehr um den Fall und die Zusammenhänge wissen, da kämpfe ich mich regelrecht durch. Aber das wird jedes Mal, vom Marchese und seiner liebenswerten Art ausgeglichen, da möchte ich schon gerne wissen wie es mit ihm und auch den anderen Figuren weitergeht, ich könnte mir diese Garda-Krimis gut als Filme vorstellen. In diesem Band sind am Ende schon die Weichen für eine Fortsetzung gestellt. Vermutlich werde ich auch im nächsten Band wieder dabei sein. Von mir 4 Sterne.
Gianna Pitti ermittelt, ihr 3.Fall.
Gianna, Elvira Arnaldo und der Marchese, sie alle haben den neuen Messagero auf den Weg gebracht, modern mit den neuesten Methoden teils als EPaper und am Sonntag als Printausgabe, die Geschäftsräume sind wieder in der alten Rilke-Villa am Seeufer angesiedelt, doch schon am Tage nach der Eröffnungsfeier gibt es einen Toten am Schreibtisch von Arnaldo. Der Unbekannte war Gast im besten Haus am Westufer in Gargnano: der Villa Feltrinelli. Er recherchierte rund um den mysteriösen Tod des ehemaligen Besitzers und legendären Verlegers Giangiacomo Feltrinelli vor über fünfzig Jahren. Gianna und ihre Kollegen beginnen zu ermitteln, wollen schneller sein als die Polizei. Dadurch kommen Gianna und der Marchese, sowie Arnaldo in Lebensgefahr, ein spannendes Szenario beginnt. Nach der Hälfte des Krimis wurde es dann richtig spannend und aufregend, da ging es mir dann fast etwas zu schnell.
Die Handlung erstreckt sich über drei Tage, so sind auch die Teile des Buches gegliedert. Der Erzählstil ist auktorial jeweils aus der Sicht von Elvira, Gianna, Arnaldo oder Francesco. Koppelstätter erzählt zügig, man muss schon sehr aufpassen um dem Geschehen folgen zu können. Durch die diversen Erzählstränge und Sichtwechsel habe ich mitunter den Faden ganz verloren und brauchte eine Weile bis ich wieder orientiert war. Das ist mir bei den vergangenen Bänden auch schon passiert und es hat sich leider nicht gebessert. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ich einige Seiten überlesen habe, was sich jedoch nicht bestätigt hat. Die Stimmung am See und die italienische Lebensart jedoch sind wieder einmal sehr gut eingefangen. Atmosphärisch erzählt, dem Leser ist jederzeit bewusst wo er sich befindet. Interessante Einblicke in die italienische Geschichte. Die Fährten führen vom Nobelpreisträger Boris Pasternak zum kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und in die Zeit des Links- und Rechtsterrorismus im Italien während des Kalten Krieges. Dazu ganz viel italienische Atmosphäre, italienische Phrasen, Musik, Speisen und Weine schaffen das. Das liebe ich an diesen Krimis, da ich die Gegend um den Gardasee sehr schätze.
Die Figuren sind echt, sie denken und fühlen und das kommt auch im Buch deutlich zur Sprache. Vor allem meine Lieblingsfigur, vom ersten Buch an, nicht die Protagonistin, sondern ihr Onkel, der Marchese, sein Stil und seine Eleganz und die Lebensweise eines italienischen Aristokraten die er so feudal lebt. Diese Figur ist dem Autor vortrefflich gelungen, ihn habe ich direkt vor Augen, wenn zur Sprache kommt, welche Weine er zum Essen auswählt, wie er seine Krawattenknoten bindet, welche Werke er liest, Opern er hört und wie er seinen in die Jahre gekommenen Porsche fährt oder parkt. Ein Schlitzohr durch und durch.
Und so geht es mir wie in jedem Band, gerne würde ich mehr um den Fall und die Zusammenhänge wissen, da kämpfe ich mich regelrecht durch. Aber das wird jedes Mal, vom Marchese und seiner liebenswerten Art ausgeglichen, da möchte ich schon gerne wissen wie es mit ihm und auch den anderen Figuren weitergeht, ich könnte mir diese Garda-Krimis gut als Filme vorstellen. In diesem Band sind am Ende schon die Weichen für eine Fortsetzung gestellt. Vermutlich werde ich auch im nächsten Band wieder dabei sein. Von mir 4 Sterne.
von Ele - 2026-06-08 20:18:00
Autor: Gudrun Lochte
Caro bricht aus - 4 Sterne
Au revoir und tschüss, Roman von Gudrun Lochte, 320 Seiten, Vani Verlag.
Manchmal muss man erst gehen um anzukommen.
In Caros und Holgers Ehe läuft es nicht mehr so richtig, sie haben sich auseinandergelebt. Deshalb kommt Caro auf die Idee einmal etwas für sich zu tun. Eingelaufene Wege zu verlassen, etwas Neues beginnen. Und so bucht sie einen Sprachkurs, gegen den Willen ihres Mannes, vier Wochen alleine in Südfrankreich. Dort findet sie eine neue Leichtigkeit, neue Herausforderungen und Menschen die eine andere Sicht auf das Leben haben. Auch einen Menschen der ihr Herz höherschlagen lässt. Reicht das alles für einen Neuanfang?
Das Buch ist in 43 Kapitel aufgeteilt. Die Erzählung erscheint aus der Sicht der Protagonistin, deshalb fühlt sich der Leser auch mittendrin im Geschehen. Die Autorin erzählt ihre Geschichte flüssig und interessant, obwohl es keine besonders erschütternden Szenen gibt, fühlte ich mich von der Story ab der ersten Seite an mitgenommen. Immer wieder war ich erstaunt, wie mühelos und wie von selbst sich das Buch gelesen hat. Eine ganz besondere Leichtigkeit die mich erfasst hat. Manchmal konnte ich Parallelen zu meinem Leben entdecken. Gerne hätte ich soviel Mut wie Caro gehabt um einmal komplett auszusteigen, etwas nur für mich zu tun. Ich habe Caro bewundert, ihr gerne dabei zugesehen wie sie immer selbstbewusster und selbstbestimmter ihr Leben in Angriff nimmt und einen Plan für ein neues Lebensmodell entwirft. Mitreißende spannende Szenen habe ich keine entdeckt. Das Intermezzo in Paris mit Ada hätte ich nicht gebraucht, etwas mehr Information über die anderen Figuren z.B. Holly habe ich vermisst.
Gut gefallen hat mir die bildhafte Beschreibung des Settings, zu jeder Zeit ist dem Leser bewusst wo er sich befindet, die Tage in Paris und besonders in Uzès, ich bin mit Caro über den Place aux Herbes gelaufen, habe die Kräuter gerochen und den Wein geschmeckt, das leckere französische Gebäck genossen. Und dazwischen immer wieder französische Phrasen, das französische Lebensgefühl war richtig greifbar, das hat Gudrun Lochte wirklich reell dargestellt.
Die Figuren sind echt, sie handeln nachvollziehbar und glaubhaft. Die Protagonistin hat eine echte Entwicklung geschafft. Mir hat es gefallen sie dabei zu begleiten. Ein Buch wie für den Urlaub gemacht. Für alle die die französische Lebensart mögen, ein wenig hat mich der Roman hauptsächlich am Anfang, an das Buch Bonjour Agneta erinnert.
4 Sterne
Manchmal muss man erst gehen um anzukommen.
In Caros und Holgers Ehe läuft es nicht mehr so richtig, sie haben sich auseinandergelebt. Deshalb kommt Caro auf die Idee einmal etwas für sich zu tun. Eingelaufene Wege zu verlassen, etwas Neues beginnen. Und so bucht sie einen Sprachkurs, gegen den Willen ihres Mannes, vier Wochen alleine in Südfrankreich. Dort findet sie eine neue Leichtigkeit, neue Herausforderungen und Menschen die eine andere Sicht auf das Leben haben. Auch einen Menschen der ihr Herz höherschlagen lässt. Reicht das alles für einen Neuanfang?
Das Buch ist in 43 Kapitel aufgeteilt. Die Erzählung erscheint aus der Sicht der Protagonistin, deshalb fühlt sich der Leser auch mittendrin im Geschehen. Die Autorin erzählt ihre Geschichte flüssig und interessant, obwohl es keine besonders erschütternden Szenen gibt, fühlte ich mich von der Story ab der ersten Seite an mitgenommen. Immer wieder war ich erstaunt, wie mühelos und wie von selbst sich das Buch gelesen hat. Eine ganz besondere Leichtigkeit die mich erfasst hat. Manchmal konnte ich Parallelen zu meinem Leben entdecken. Gerne hätte ich soviel Mut wie Caro gehabt um einmal komplett auszusteigen, etwas nur für mich zu tun. Ich habe Caro bewundert, ihr gerne dabei zugesehen wie sie immer selbstbewusster und selbstbestimmter ihr Leben in Angriff nimmt und einen Plan für ein neues Lebensmodell entwirft. Mitreißende spannende Szenen habe ich keine entdeckt. Das Intermezzo in Paris mit Ada hätte ich nicht gebraucht, etwas mehr Information über die anderen Figuren z.B. Holly habe ich vermisst.
Gut gefallen hat mir die bildhafte Beschreibung des Settings, zu jeder Zeit ist dem Leser bewusst wo er sich befindet, die Tage in Paris und besonders in Uzès, ich bin mit Caro über den Place aux Herbes gelaufen, habe die Kräuter gerochen und den Wein geschmeckt, das leckere französische Gebäck genossen. Und dazwischen immer wieder französische Phrasen, das französische Lebensgefühl war richtig greifbar, das hat Gudrun Lochte wirklich reell dargestellt.
Die Figuren sind echt, sie handeln nachvollziehbar und glaubhaft. Die Protagonistin hat eine echte Entwicklung geschafft. Mir hat es gefallen sie dabei zu begleiten. Ein Buch wie für den Urlaub gemacht. Für alle die die französische Lebensart mögen, ein wenig hat mich der Roman hauptsächlich am Anfang, an das Buch Bonjour Agneta erinnert.
4 Sterne
von Ele - 2026-05-30 23:15:00
Autor: Bettina Seidl
In den Bergen ist die Freiheit - 5 Sterne
Im Jahr der Waldblüte, Familiensaga, EBook, dtv Verlag
Zwei ergreifende Frauenschicksale.
Babette und Burgi sind Freundinnen, sie wurden in den frühen 40er Jahren im Berchtesgadener Land geboren. Babette beugt sich dem willen ihrer Mutter und heiratet in eine angesehene Berchtesgadener Familie, Während Burgi dem ihr angedachten und von den Eltern ausgesuchten, um einige Jahre älteren Mann verschmäht und von daheim flüchtet. Beide Frauen zahlen einen hohen Preis um ein eigenständiges Leben zu führen, doch entgegen aller Widerstände halten sie an ihrem selbstbestimmten Leben fest.
Als Babette geboren wird blühte der Wald und immer wieder, wenn bedeutende Wendungen in ihrem Leben anstanden, hat der Wald geblüht. Bettina Seidl kann hervorragend erzählen, über das Leben im Einklang mit der Natur, über das harte und schwierige Leben in vergangener Zeit, auf einem Einödhof, hoch in den Bergen, gerade für Frauen. Bildhaft schildert sie über die traditionelle Arbeit im Berchtesgadener Land. Spanschachteln zu bemalen, über das Imkern, das Gärtnern und das Versorgen der Familie, die Stellung einer verheirateten Frau. Dazu im Gegensatz, das Leben von Burgi, in einer großen Stadt als junges Mädchen, ohne Angehörige, die als Krankenschwester großstädtisch und alleinstehend ihr Leben lebt.
Das Buch handelt von einer großen Liebe die niemals erfüllt wird, das war sehr emotional und traurig. Mich hat das Schicksal beider Frauen zutiefst berührt, ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich keine Stelle gefunden habe, an der ich es aus der Hand legen wollte. Der Roman besteht aus 74 Kapiteln, in mehreren Zeitebenen, jedes Kapitel ist mit Zeitangabe versehen, damit der Leser den Überblick nicht verliert. Schwer getan habe ich mich mit den Frauen in Babettes Familie, immer wieder musste ich überlegen wer nun Mutter Oma oder Tochter ist, mit der Zeit konnte ich mich jedoch orientieren, und Babette erst als Mädchen, dann als Frau und später als Oma einordnen. Dazwischen immer wieder Kapitel mit der Überschrift „heute“. Den Übergang von damals in die Gegenwart, den hat die Autorin gefühlvoll und authentisch erzählt. Neuerungen, vom Kohleherd zum elektrischen Herd. Kleidung, Fahrzeuge, Fremdenverkehr, die Entwicklung um Berchtesgaden ist nachvollziehbar und interessant geschildert. Dazu passt auch, wie sich die bemalten Spanschachteln mit der Zeit verändert haben.
Die Figuren sind so echt geschildert, man meint sie persönlich zu kennen. Leni Babette und auch Rosa, die sind mir so lieb geworden, vor allem Babette wie sie konsequent ihr Leben gemeistert hat, hat mir viel Hochachtung abverlangt. Dagegen Irmingard, die die böse Schwiegermutter gibt, mit ihrer gesamten Familie, haben mich mitunter sehr zornig gemacht.
Ich habe schon die Dorflehrerin-Bücher von Seidl, die in der gleichen Gegend spielen, genossen. Diese beschriebene Region ist mir selber lieb und vertraut. Genauso wunderschön, wild und atmosphärisch hat die Autorin, die Landschaft ihre Heimat, bildhaft dargestellt. Das prägt auch den Charakter der Handelnden.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung
Zwei ergreifende Frauenschicksale.
Babette und Burgi sind Freundinnen, sie wurden in den frühen 40er Jahren im Berchtesgadener Land geboren. Babette beugt sich dem willen ihrer Mutter und heiratet in eine angesehene Berchtesgadener Familie, Während Burgi dem ihr angedachten und von den Eltern ausgesuchten, um einige Jahre älteren Mann verschmäht und von daheim flüchtet. Beide Frauen zahlen einen hohen Preis um ein eigenständiges Leben zu führen, doch entgegen aller Widerstände halten sie an ihrem selbstbestimmten Leben fest.
Als Babette geboren wird blühte der Wald und immer wieder, wenn bedeutende Wendungen in ihrem Leben anstanden, hat der Wald geblüht. Bettina Seidl kann hervorragend erzählen, über das Leben im Einklang mit der Natur, über das harte und schwierige Leben in vergangener Zeit, auf einem Einödhof, hoch in den Bergen, gerade für Frauen. Bildhaft schildert sie über die traditionelle Arbeit im Berchtesgadener Land. Spanschachteln zu bemalen, über das Imkern, das Gärtnern und das Versorgen der Familie, die Stellung einer verheirateten Frau. Dazu im Gegensatz, das Leben von Burgi, in einer großen Stadt als junges Mädchen, ohne Angehörige, die als Krankenschwester großstädtisch und alleinstehend ihr Leben lebt.
Das Buch handelt von einer großen Liebe die niemals erfüllt wird, das war sehr emotional und traurig. Mich hat das Schicksal beider Frauen zutiefst berührt, ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich keine Stelle gefunden habe, an der ich es aus der Hand legen wollte. Der Roman besteht aus 74 Kapiteln, in mehreren Zeitebenen, jedes Kapitel ist mit Zeitangabe versehen, damit der Leser den Überblick nicht verliert. Schwer getan habe ich mich mit den Frauen in Babettes Familie, immer wieder musste ich überlegen wer nun Mutter Oma oder Tochter ist, mit der Zeit konnte ich mich jedoch orientieren, und Babette erst als Mädchen, dann als Frau und später als Oma einordnen. Dazwischen immer wieder Kapitel mit der Überschrift „heute“. Den Übergang von damals in die Gegenwart, den hat die Autorin gefühlvoll und authentisch erzählt. Neuerungen, vom Kohleherd zum elektrischen Herd. Kleidung, Fahrzeuge, Fremdenverkehr, die Entwicklung um Berchtesgaden ist nachvollziehbar und interessant geschildert. Dazu passt auch, wie sich die bemalten Spanschachteln mit der Zeit verändert haben.
Die Figuren sind so echt geschildert, man meint sie persönlich zu kennen. Leni Babette und auch Rosa, die sind mir so lieb geworden, vor allem Babette wie sie konsequent ihr Leben gemeistert hat, hat mir viel Hochachtung abverlangt. Dagegen Irmingard, die die böse Schwiegermutter gibt, mit ihrer gesamten Familie, haben mich mitunter sehr zornig gemacht.
Ich habe schon die Dorflehrerin-Bücher von Seidl, die in der gleichen Gegend spielen, genossen. Diese beschriebene Region ist mir selber lieb und vertraut. Genauso wunderschön, wild und atmosphärisch hat die Autorin, die Landschaft ihre Heimat, bildhaft dargestellt. Das prägt auch den Charakter der Handelnden.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung
von Ele - 2026-05-24 20:04:00
Autor: Greta Herrlicher
Erinnerungen und Wahrheiten - 5 Sterne
Der Sommer der uns blieb, Roman von Greta Herrlicher, EBook, Vani Verlag
Drei Freunde eine alte Schuld und ein Sommer der alles veränderte.
Pia Britta und Martin sind allerbeste Freunde, sie wachsen zusammen in einer idyllischen Kleinstadt auf, als Kinder sind sie unzertrennlich obwohl sie grundverschieden sind. Erst als sie erwachsen werden, bekommt die Freundschaft Risse. Sie entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen und dann passiert etwas, was den Freundschaftsbund der Kameraden zerstört. Doch nach vielen Jahren treffen sie sich an ihrem Heimatort wieder und endlich als es schon fast zu spät ist, werden alle Wahrheiten ausgesprochen.
Coming of Age-Roman in zwei Zeitebenen, in der Gegenwart und was in der Vergangenheit geschah. Einzelne Kapitel sind mit Zitaten und Namen überschrieben. Dazu kommen die Jahreszahlen der jeweiligen Zeit in der das Kapitel geschieht, die drei Freunde erzählen die Story aus der Sicht des jeweiligen Charakters, was meinen Lesefluss anfangs etwas gehemmt hat. Wenn man die Figuren dann besser kennt, ist der Wechsel der Perspektive leicht zu bewältigen und dem flüssigen weg Lesen steht nichts im Wege.
Die Erzählung verbindet die Geschehnisse aus der Jugendzeit mit den Schicksalen denen sich die drei Figuren als Erwachsene in der Gegenwart stellen müssen. Dadurch ergibt sich die Frage die sich mir gestellt hat – War und ist die Freundschaft stark genug für eine 2. Chance? Und was muss Schlimmes geschehen sein, um eine solche Freundschaft zu zerstören? Immer mehr erfährt der Leser und nähert sich im Laufe der Lektüre immer mehr der Auflösung. Zum Ende hin zeichnet sich ab, dass es wohl in einer Hinsicht nicht mehr gut werden kann und das hat mich wirklich sehr erschüttert, am Ende habe ich noch ein paar Tränen vergossen. Ein wirklich feinfühliger und atmosphärischer Roman.
Die Figuren sind sehr liebevoll charakterisiert, sie sind authentisch und sie handeln nachvollziehbar, eine Lieblingsfigur, wenn ich benennen müsste, könnte es sich um die immer kümmernde und sorgende Britta handeln. Eine Person die ich nicht ausstehen konnte war Margot, die Mutter von Martin, die sich wegen ihrer bösen und kalten Art, wohl selbst um einen schönen Lebensabend betrogen hat.
Es kommen so viele Themen in diesem Buch zur Sprache, das Leben das Sterben, Jugendprobleme und Jugendsünden. Krebs Demenz etc. Eine Geschichte wie sie das Leben hätte selbst schreiben können.
Ich habe mich langsam herangetastet und konnte am Ende nicht mehr aufhören, ich hätte noch weiterlesen mögen, denn ich denke die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt. An die Fans von Coming of Age-Romanen eine Leseempfehlung. Alle, die emotionale Familien-Geschichten mögen sollten hier zugreifen.
Von mir 5 Sterne.
Drei Freunde eine alte Schuld und ein Sommer der alles veränderte.
Pia Britta und Martin sind allerbeste Freunde, sie wachsen zusammen in einer idyllischen Kleinstadt auf, als Kinder sind sie unzertrennlich obwohl sie grundverschieden sind. Erst als sie erwachsen werden, bekommt die Freundschaft Risse. Sie entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen und dann passiert etwas, was den Freundschaftsbund der Kameraden zerstört. Doch nach vielen Jahren treffen sie sich an ihrem Heimatort wieder und endlich als es schon fast zu spät ist, werden alle Wahrheiten ausgesprochen.
Coming of Age-Roman in zwei Zeitebenen, in der Gegenwart und was in der Vergangenheit geschah. Einzelne Kapitel sind mit Zitaten und Namen überschrieben. Dazu kommen die Jahreszahlen der jeweiligen Zeit in der das Kapitel geschieht, die drei Freunde erzählen die Story aus der Sicht des jeweiligen Charakters, was meinen Lesefluss anfangs etwas gehemmt hat. Wenn man die Figuren dann besser kennt, ist der Wechsel der Perspektive leicht zu bewältigen und dem flüssigen weg Lesen steht nichts im Wege.
Die Erzählung verbindet die Geschehnisse aus der Jugendzeit mit den Schicksalen denen sich die drei Figuren als Erwachsene in der Gegenwart stellen müssen. Dadurch ergibt sich die Frage die sich mir gestellt hat – War und ist die Freundschaft stark genug für eine 2. Chance? Und was muss Schlimmes geschehen sein, um eine solche Freundschaft zu zerstören? Immer mehr erfährt der Leser und nähert sich im Laufe der Lektüre immer mehr der Auflösung. Zum Ende hin zeichnet sich ab, dass es wohl in einer Hinsicht nicht mehr gut werden kann und das hat mich wirklich sehr erschüttert, am Ende habe ich noch ein paar Tränen vergossen. Ein wirklich feinfühliger und atmosphärischer Roman.
Die Figuren sind sehr liebevoll charakterisiert, sie sind authentisch und sie handeln nachvollziehbar, eine Lieblingsfigur, wenn ich benennen müsste, könnte es sich um die immer kümmernde und sorgende Britta handeln. Eine Person die ich nicht ausstehen konnte war Margot, die Mutter von Martin, die sich wegen ihrer bösen und kalten Art, wohl selbst um einen schönen Lebensabend betrogen hat.
Es kommen so viele Themen in diesem Buch zur Sprache, das Leben das Sterben, Jugendprobleme und Jugendsünden. Krebs Demenz etc. Eine Geschichte wie sie das Leben hätte selbst schreiben können.
Ich habe mich langsam herangetastet und konnte am Ende nicht mehr aufhören, ich hätte noch weiterlesen mögen, denn ich denke die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt. An die Fans von Coming of Age-Romanen eine Leseempfehlung. Alle, die emotionale Familien-Geschichten mögen sollten hier zugreifen.
Von mir 5 Sterne.
von Ele - 2026-05-18 18:13:00
Autor: Rafik Schami
Mosaik der Liebe - 5 Sterne
Das Mosaik der Frauen, Roman von Rafik Schami, 304 Seiten Carl Hanser Verlag
Eine Hommage an die Kraft der Frauen
Am Ende seines Lebens blickt Nadim Suri zurück. Ganz besonders auf die Frauen, die Lieben seines Lebens, jede einzelne von Ihnen hat ein Mosaiksteinchen in seiner Seele hinterlassen. Er erinnert sich auch an seine Jugend in Damaskus, als Sohn eines christlichen Syrers und einer deutsch-jüdischen Mutter. An seine gefakte Beerdigung und seine Flucht über Beirut nach Deutschland. Wie er in Heidelberg als Dolmetscher arbeitete. Doch immer wieder haben die Beziehungen zu Frauen, die besten Eigenschaften bei ihm hervorgeholt.
Ich habe mich so sehr auf das neue Buch von Rafik Schami gefreut und ich bin nicht enttäuscht worden. Er ist und bleibt mein liebster orientalischer Geschichtenerzähler, und genau auch so liest sich das Buch, wie eine Geschichte die man in einer arabischen Teestube erzählt bekommt. Schamis flüssige und orientalisch opulente Art bezaubert mich stets auf Neue. Der Autor holt gerne weit aus, schweift ab, kommt aber letztendlich immer wieder zum ursprünglichen Thema zurück.
Mit viel Humor und einem Augenzwinkern, gelingt es ihm auf charmante Art und Weise, auch über Krieg Folter und Korruption zu erzählen, dazwischen immer wieder Anekdoten und lustige Stücke bildhaft und flüssig, die er zum Besten gibt.
In diesem Roman geht es hauptsachlich über die Liebschaften und Frauen von Nadim Suri, die nicht immer gut enden. Tragisch oder traurig und jeder dieser Frauen ist ein Kapitel in diesem Buch gewidmet. Zitate und Ansichten sind dazwischen eingestreut weise Gedanken denen ich nur beipflichten kann, viele der Gleichnisse, so kann man diese Erzählweise schon nennen, haben mich zum Nachdenken gebracht, zwischendurch musste ich immer wieder das Buch sinken lassen und über das Gelesene nachdenken. R. Schami erreicht mich total
Ich werde sicher, falls R. Schami eine Lesung in meiner Nähe hält, wieder dabei sein, denn noch schöner als diese besonderen Bücher zu lesen, ist, sie von ihm erzählt zu bekommen.
Von mir 5 Sterne und eine umfassende Leseempfehlung.
von Ele - 2026-05-13 19:21:00
Autor: Matthias Melich
Die seltsame Puppe - 3 Sterne
Tödliche Nachlese, Krimi von Matthias Melich, 311 Seiten, Draupadi Verlag
Der nächste Putt könnte der letzte sein.
Im Weinort Malsch, im beschaulichen Kriechgau bringt eine Voodoo-Puppe, die auf der Kirchentreppe liegt, die Mesnerin und den Lektor Tobias durcheinander. Handelt es sich um ein Überbleibsel von der feuchtfröhlichen Faschingseröffnung am Abend davor? Gibt es in Malsch einen Voodoo-Kult oder handelt es sich um eine Warnung? Ein Jahr zuvor hatte Tobias und sein Tennisfreund Dominik, einen Mordserie aufgeklärt die den ruhigen Ort in Aufruhr gebracht hat. Es erhärtet sich der Verdacht, dass sich der Bruder des Täters, für den Tod seines Bruders, an den beiden rächen will.
M. Melich schreibt den Kriminalroman aus der Sicht der beiden Freunde, abwechselnd lässt er Dominik und auch Tobias zu Wort kommen, ganz nah ist der Leser da dran an der Geschichte, erfährt die Vorkommnisse direkt aus erster Hand. Sehr viel Dialoge, machen die Erzählung lebendig, der Autor verwendet in seinem Buch etliche Stilmittel die die Stimmung direkt implizieren. Je nachdem ob die Figuren schreien, flüstern oder zeitverzögert sprechen hat der Autor diverse Schriftarten gewählt, selbst die Gedanken des Killers sind kursiv hervorgehoben. Dies habe ich bisher noch nie so deutlich erfahren, es gefällt mir wirklich gut und kommt an. Es zeiht den Leser tatsächlich noch intensiver in die Abläufe und Geschehnisse.
Insgesamt war der Kriminalroman verhalten spannend, hat aber leider immer wieder Szenen bei denen ich mich nicht wohl gefühlt habe, denn unsere beiden „Helden“ benehmen sich mitunter sehr komisch, zum Teil hysterisch, linkisch, sie übertreiben maßlos. Auch Nebenfiguren wie Hitman Hartmann (Höhöhö), waren nach einiger Zeit nicht mehr lustig. Immer wieder kamen alltägliche Szenen die so ausführlich beschrieben waren, dass ich sie nur überflogen habe, z.B. das Aufladen eines E-Autos über 11 Zeilen.
Die letzten 50 Seiten haben mir besser gefallen, da zieht die Spannung an, da wird es nochmal richtig brenzlig. Letztendlich hat mich auch das Ende nicht zufriedengestellt. Eine nachvollziehbare Aufklärung habe ich vermisst, das war den involvierten „Hobbyermittlern“ wohl selbst nicht ganz klar, bzw. es wurde dem Leser nicht erklärt. Die Figur Ritter kann und konnte ich auch nicht so ganz einordnen.
Ich habe für meine Verhältnisse lange am Buch gelesen, konnte es auch jederzeit und mitten im Kapitel zur Seite legen. Insgesamt vergebe ich 3 Sterne
Der nächste Putt könnte der letzte sein.
Im Weinort Malsch, im beschaulichen Kriechgau bringt eine Voodoo-Puppe, die auf der Kirchentreppe liegt, die Mesnerin und den Lektor Tobias durcheinander. Handelt es sich um ein Überbleibsel von der feuchtfröhlichen Faschingseröffnung am Abend davor? Gibt es in Malsch einen Voodoo-Kult oder handelt es sich um eine Warnung? Ein Jahr zuvor hatte Tobias und sein Tennisfreund Dominik, einen Mordserie aufgeklärt die den ruhigen Ort in Aufruhr gebracht hat. Es erhärtet sich der Verdacht, dass sich der Bruder des Täters, für den Tod seines Bruders, an den beiden rächen will.
M. Melich schreibt den Kriminalroman aus der Sicht der beiden Freunde, abwechselnd lässt er Dominik und auch Tobias zu Wort kommen, ganz nah ist der Leser da dran an der Geschichte, erfährt die Vorkommnisse direkt aus erster Hand. Sehr viel Dialoge, machen die Erzählung lebendig, der Autor verwendet in seinem Buch etliche Stilmittel die die Stimmung direkt implizieren. Je nachdem ob die Figuren schreien, flüstern oder zeitverzögert sprechen hat der Autor diverse Schriftarten gewählt, selbst die Gedanken des Killers sind kursiv hervorgehoben. Dies habe ich bisher noch nie so deutlich erfahren, es gefällt mir wirklich gut und kommt an. Es zeiht den Leser tatsächlich noch intensiver in die Abläufe und Geschehnisse.
Insgesamt war der Kriminalroman verhalten spannend, hat aber leider immer wieder Szenen bei denen ich mich nicht wohl gefühlt habe, denn unsere beiden „Helden“ benehmen sich mitunter sehr komisch, zum Teil hysterisch, linkisch, sie übertreiben maßlos. Auch Nebenfiguren wie Hitman Hartmann (Höhöhö), waren nach einiger Zeit nicht mehr lustig. Immer wieder kamen alltägliche Szenen die so ausführlich beschrieben waren, dass ich sie nur überflogen habe, z.B. das Aufladen eines E-Autos über 11 Zeilen.
Die letzten 50 Seiten haben mir besser gefallen, da zieht die Spannung an, da wird es nochmal richtig brenzlig. Letztendlich hat mich auch das Ende nicht zufriedengestellt. Eine nachvollziehbare Aufklärung habe ich vermisst, das war den involvierten „Hobbyermittlern“ wohl selbst nicht ganz klar, bzw. es wurde dem Leser nicht erklärt. Die Figur Ritter kann und konnte ich auch nicht so ganz einordnen.
Ich habe für meine Verhältnisse lange am Buch gelesen, konnte es auch jederzeit und mitten im Kapitel zur Seite legen. Insgesamt vergebe ich 3 Sterne
von Ele - 2026-05-08 20:18:00
Autor: Jasmin
Die Großen in der Kita - 5 Sterne
Die Vorschulprofis, Kinderbuch ab 5 Jahre, von Jasmin Schaudinn und Sandy Thißen, 144 Seiten, Baumhaus-Verlag
Vorlesegeschichten mit Spielideen und Tipps für Kita-Abschied und Schulstart.
Dieses Buch ist rundherum gelungen, schon die Umschlaginnenseiten machen Lust dieses Buch anzusehen und sich vorlesen zu lassen. Vorne kann das Buch personalisiert werden, Namen und Lieblingsdinge können hier eingetragen werden, damit wird ganz klar, welchem Vorschulprofi das Buch gehört. Auf den hinteren Umschlagseiten sind die Protagonisten des Buches vorgestellt.
11 Kapitel mit diversen Themen weisen auf den Inhalt des Kapitels hin, am Kapitelende findet sich eine Seite, die wie eine Pinnwand gestaltet ist. Hier finden sich Hinweise und Tipps für Eltern und Erzieher. Was mit dem Thema im Kapitel geübt und trainiert wird, welche Fähigkeiten außerdem gefördert werden. Die einzelnen Spiele werden nochmals erklärt auch welches Material dazu gebraucht wird.
Dazwischen befinden sich QR Codes, damit kann man kleine Videos ansehen, wie z.B. das Vorschullied. Ich persönlich finde, dass in diesem Buch sehr oft Handy/Smartphone zum Einsatz kommt, als Stoppuhr, für Videos etc. das finde ich ein wenig schade, das schon im Vorschulalter auf solche Geräte wie selbstverständlich zurückgegriffen wird. Vielleicht bin ich hier auch ein wenig überempfindlich.
Besonders gut fand ich, z.B. die Episode mit Emils Cochlea-Implantat, oder mit Almas Augenproblemen, ganz natürlich werden körperliche Einschränkungen da zur Sprache gebracht. Verschiedene Ethnien, körperliche Einschränkungen, queere Elternschaft, all das ist so selbstverständlich behandelt wie es auch im echten Leben vorkommt. Vielfältig und alltagsnah.
Und so werden aus den Großen in der Kita, die Vorschulprofis und dann ist er auch schon da, der letzte Tag in der Kita. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge und viel Vorfreude auf den Schulstart, wird das Thema sehr liebevoll und einfühlsam behandelt. Die verschiedenen Profis sind so unterschiedlich wie Kinder halt sind, sie sind gut charakterisiert und authentisch, eben richtig echt. Überzeugt hat mich auch die liebevolle Illustration von S. Thißen, und die lebensfrohen Texte von J. Schaudinn.
Ich habe dieses Exemplar auch an mein Nachbar-Vorschulkind weitergegeben, die Eltern sind ebenfalls begeistert und der Vorschulprofi hat schon viele Spiele und Basteleien ausprobiert, am besten kam natürlich der Vulkan an, der war echt der Renner auf seiner Geburtstagsparty.
Ich finde jedes Vorschulkind sollte dieses Buch besitzen, es bereitet die Kinder spielerisch und liebevoll auf die Einschulung vor. Die beschriebenen Spiele sind wirklich toll, da bekommt man Lust sie auch auszuprobieren. Ich bin überzeugt vom Buch und werde es sicher auch bei passenden Gelegenheiten verschenken. Eine Empfehlung und 5 Sterne von mir.
Vorlesegeschichten mit Spielideen und Tipps für Kita-Abschied und Schulstart.
Dieses Buch ist rundherum gelungen, schon die Umschlaginnenseiten machen Lust dieses Buch anzusehen und sich vorlesen zu lassen. Vorne kann das Buch personalisiert werden, Namen und Lieblingsdinge können hier eingetragen werden, damit wird ganz klar, welchem Vorschulprofi das Buch gehört. Auf den hinteren Umschlagseiten sind die Protagonisten des Buches vorgestellt.
11 Kapitel mit diversen Themen weisen auf den Inhalt des Kapitels hin, am Kapitelende findet sich eine Seite, die wie eine Pinnwand gestaltet ist. Hier finden sich Hinweise und Tipps für Eltern und Erzieher. Was mit dem Thema im Kapitel geübt und trainiert wird, welche Fähigkeiten außerdem gefördert werden. Die einzelnen Spiele werden nochmals erklärt auch welches Material dazu gebraucht wird.
Dazwischen befinden sich QR Codes, damit kann man kleine Videos ansehen, wie z.B. das Vorschullied. Ich persönlich finde, dass in diesem Buch sehr oft Handy/Smartphone zum Einsatz kommt, als Stoppuhr, für Videos etc. das finde ich ein wenig schade, das schon im Vorschulalter auf solche Geräte wie selbstverständlich zurückgegriffen wird. Vielleicht bin ich hier auch ein wenig überempfindlich.
Besonders gut fand ich, z.B. die Episode mit Emils Cochlea-Implantat, oder mit Almas Augenproblemen, ganz natürlich werden körperliche Einschränkungen da zur Sprache gebracht. Verschiedene Ethnien, körperliche Einschränkungen, queere Elternschaft, all das ist so selbstverständlich behandelt wie es auch im echten Leben vorkommt. Vielfältig und alltagsnah.
Und so werden aus den Großen in der Kita, die Vorschulprofis und dann ist er auch schon da, der letzte Tag in der Kita. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge und viel Vorfreude auf den Schulstart, wird das Thema sehr liebevoll und einfühlsam behandelt. Die verschiedenen Profis sind so unterschiedlich wie Kinder halt sind, sie sind gut charakterisiert und authentisch, eben richtig echt. Überzeugt hat mich auch die liebevolle Illustration von S. Thißen, und die lebensfrohen Texte von J. Schaudinn.
Ich habe dieses Exemplar auch an mein Nachbar-Vorschulkind weitergegeben, die Eltern sind ebenfalls begeistert und der Vorschulprofi hat schon viele Spiele und Basteleien ausprobiert, am besten kam natürlich der Vulkan an, der war echt der Renner auf seiner Geburtstagsparty.
Ich finde jedes Vorschulkind sollte dieses Buch besitzen, es bereitet die Kinder spielerisch und liebevoll auf die Einschulung vor. Die beschriebenen Spiele sind wirklich toll, da bekommt man Lust sie auch auszuprobieren. Ich bin überzeugt vom Buch und werde es sicher auch bei passenden Gelegenheiten verschenken. Eine Empfehlung und 5 Sterne von mir.
von Ele - 2026-04-23 22:48:00
Autor: Regina Denk
Düster und beklemmend - 5 Sterne
Der Fährmann, Historischer Roman, Regina Denk Ebook, Droemer-Verlag
Schicksal, Freundschaft, Leidenschaft und Liebe. Dazu die Naturgewalt des Flusses, es hat mich förmlich mitgerissen.
Elisabeth genannt Lisi, Annemarie und Hannes sind von Kindesbeinen an befreundet, die drei waren unzertrennlich, bis die Liebe, Eifersucht und Gehorsam bzw. Pflicht der Familie gegenüber, alles zerstört. Die Großbauersttochter Lisi und Hannes lieben sich, schon als er im Kindesalter beinahe gestorben wäre, hat sie sich um ihn gesorgt. Aus Pflichtgefühl und weil es die Eltern so bestimmten, soll sie Josef heiraten, damit Geld zu Geld kommt. Josef, ein reicher Bauernsohn, der vom Vater ohne Liebe und mit starker Hand erzogen wurde jedoch, gefällt die forsche Annemarie, die schneidige und wilde Wirtstochter, die schwer schuften muss und von den Eltern angehalten wird, sich bei den männlichen Gästen anzuschmeicheln. Annemarie jedoch ist heimlich auch in den blondgelockten, fröhlichen Hannes verliebt Hannes letztendlich ist der Fährmann, der die Fähre auf der Salzach zwischen Bayern und Österreich betreibt. Der Fährmann allerdings muss ledig bleiben so will es das Gesetz, denn dieser Beruf ist so gefährlich und die Gemeinden wollen für die möglichen hinterbliebenen Angehörigen nicht aufkommen müssen. Dazwischen die Salzach, bedrohlich und reißend die, was sie einmal in ihren Fluten mitgenommen hat, sich nicht mehr entreißen lässt.
Ich habe „Der Fährmann“ geliebt, ich habe das Buch von der ersten Zeile bis zum Schlusspunkt in einem Rutsch durchgelesen, die halbe Nacht hindurch, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Schicksale der Personen haben mich so sehr berührt, ich habe mit ihnen gelitten und geliebt und geweint. Das Buch hat mich ordentlich mitgenommen und aufgewühlt, dies ist mir auch bei der Schwarzgeherin von selbiger Autorin passiert, hier noch etwas mehr. Unglaublich mit welcher Kraft, mit welcher Gewalt, Denk zu schreiben vermag. So bildgewaltig und stark in der Sprache, ist mir nur selten untergekommen. Ich wünschte mir, dass diese beiden Bücher verfilmt würden. Alle Figuren, die guten wie auch die Bösen sind so echt, so unglaublich gut gezeichnet, so authentisch, dass es mich z.B. bei der Beschreibung von Josef, nach seinen Kriegsverletzungen, einfach nur überzeugt hat, ich habe direkt mitgelitten. Ich habe die Angst von Lisi gespürt, die Zweifel und den Kummer vom Hannes, dies alles hat die Autorin mit einer Wortgewalt beschrieben, es hat mich zutiefst beeindruckt. Auch die Beschreibungen des Settings war überzeugend, die Hütte des Fährmanns, Kleidung und nicht zuletzt die Naturbeschreibungen haben die Bilder im Kopf befeuert. Die Kapitel „Anderswo“ die dazwischen platziert sind, sind m. E. aus der Sicht des Flusses, eine Naturgewalt aufs Papier gebracht, haben mich regelrecht mitgerissen.
Alle Figuren sind hervorragend charakterisiert, so echt und glaubwürdig, das hat mich immer wieder verblüfft, denn selbst die bösen Figuren kommen authentisch rüber, ihre Gründe für ihr Verhalten sind so glaubhaft begründet. Diese Schicksale haben mich richtig aufgewühlt. Als Warnung sollte angeführt werden, dass es sich hier um häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen handelt.
Der Fährmann kann ich jedem empfehlen, der authentische historische Bücher schätzt, natürlich all jenen die die Schwarzgeherin genossen haben, ich warte schon auf ein neues Buch der Autorin in diesem Genre. Der Fährmann wird sicherlich eines der Highlights in meinem Lesejahr sein. Leider darf ich nur 5 Sterne vergeben.
Schicksal, Freundschaft, Leidenschaft und Liebe. Dazu die Naturgewalt des Flusses, es hat mich förmlich mitgerissen.
Elisabeth genannt Lisi, Annemarie und Hannes sind von Kindesbeinen an befreundet, die drei waren unzertrennlich, bis die Liebe, Eifersucht und Gehorsam bzw. Pflicht der Familie gegenüber, alles zerstört. Die Großbauersttochter Lisi und Hannes lieben sich, schon als er im Kindesalter beinahe gestorben wäre, hat sie sich um ihn gesorgt. Aus Pflichtgefühl und weil es die Eltern so bestimmten, soll sie Josef heiraten, damit Geld zu Geld kommt. Josef, ein reicher Bauernsohn, der vom Vater ohne Liebe und mit starker Hand erzogen wurde jedoch, gefällt die forsche Annemarie, die schneidige und wilde Wirtstochter, die schwer schuften muss und von den Eltern angehalten wird, sich bei den männlichen Gästen anzuschmeicheln. Annemarie jedoch ist heimlich auch in den blondgelockten, fröhlichen Hannes verliebt Hannes letztendlich ist der Fährmann, der die Fähre auf der Salzach zwischen Bayern und Österreich betreibt. Der Fährmann allerdings muss ledig bleiben so will es das Gesetz, denn dieser Beruf ist so gefährlich und die Gemeinden wollen für die möglichen hinterbliebenen Angehörigen nicht aufkommen müssen. Dazwischen die Salzach, bedrohlich und reißend die, was sie einmal in ihren Fluten mitgenommen hat, sich nicht mehr entreißen lässt.
Ich habe „Der Fährmann“ geliebt, ich habe das Buch von der ersten Zeile bis zum Schlusspunkt in einem Rutsch durchgelesen, die halbe Nacht hindurch, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Schicksale der Personen haben mich so sehr berührt, ich habe mit ihnen gelitten und geliebt und geweint. Das Buch hat mich ordentlich mitgenommen und aufgewühlt, dies ist mir auch bei der Schwarzgeherin von selbiger Autorin passiert, hier noch etwas mehr. Unglaublich mit welcher Kraft, mit welcher Gewalt, Denk zu schreiben vermag. So bildgewaltig und stark in der Sprache, ist mir nur selten untergekommen. Ich wünschte mir, dass diese beiden Bücher verfilmt würden. Alle Figuren, die guten wie auch die Bösen sind so echt, so unglaublich gut gezeichnet, so authentisch, dass es mich z.B. bei der Beschreibung von Josef, nach seinen Kriegsverletzungen, einfach nur überzeugt hat, ich habe direkt mitgelitten. Ich habe die Angst von Lisi gespürt, die Zweifel und den Kummer vom Hannes, dies alles hat die Autorin mit einer Wortgewalt beschrieben, es hat mich zutiefst beeindruckt. Auch die Beschreibungen des Settings war überzeugend, die Hütte des Fährmanns, Kleidung und nicht zuletzt die Naturbeschreibungen haben die Bilder im Kopf befeuert. Die Kapitel „Anderswo“ die dazwischen platziert sind, sind m. E. aus der Sicht des Flusses, eine Naturgewalt aufs Papier gebracht, haben mich regelrecht mitgerissen.
Alle Figuren sind hervorragend charakterisiert, so echt und glaubwürdig, das hat mich immer wieder verblüfft, denn selbst die bösen Figuren kommen authentisch rüber, ihre Gründe für ihr Verhalten sind so glaubhaft begründet. Diese Schicksale haben mich richtig aufgewühlt. Als Warnung sollte angeführt werden, dass es sich hier um häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen handelt.
Der Fährmann kann ich jedem empfehlen, der authentische historische Bücher schätzt, natürlich all jenen die die Schwarzgeherin genossen haben, ich warte schon auf ein neues Buch der Autorin in diesem Genre. Der Fährmann wird sicherlich eines der Highlights in meinem Lesejahr sein. Leider darf ich nur 5 Sterne vergeben.
von Ele - 2026-04-21 17:58:00
Autor: Maxim Leo
Spitzenmanagerin beim Achtsamkeitstraining - 5 Sterne
Einatmen ausatmen, Roman von Maxim Leo, EBook von Kiepenheuer & Witsch
Marlene findet den Sinn des Lebens
Marlene soll die Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Sie hat sich durch Disziplin und Verbissenheit nach oben gearbeitet, hat die Verkaufszahlen in ungeahnte Höhen gebracht. Doch menschlich hat sie gehörige Defizite. Bevor sie zum CEO des Konzerns ernannt wird, erwartet die Konzernleitung, dass sie ein Achtsamkeitstraining in einem Brandenburger Schloss absolviert. Und zwar beim berühmten und stets erfolgreichen Seelencoach Alex Crow.
Keiner ahnt, dass Crow selbst vor einem Burnout steht und die Academy kurz vor dem Bankrott. Marlene ist Crows Rettungsanker, denn falls er es schafft, Marlene zu mehr Achtsamkeit zu bringen, dann winkt ein Großauftrag von Aviola, dies könnte ihn und seine Einrichtung retten. Zunächst zeigt sich Marlene jedoch wandlungsresistent. Nach einer Reihe von einschneidenden Erlebnissen, beginnt Marlenes Panzer zu bröckeln.
Maxim Leo schreibt witzig, flüssig und extrem bildmalerisch. Die Figuren die in der Academy zugegen sind, sind so hervorragend charakterisiert und beschrieben, sie wirken echt und real, mit feinen Übertreibungen manchmal schon etwas skurril. Auch die Tier- und Naturbeschreibungen konnten mich überzeugen. Deshalb liest sich das Buch weg wie nichts, man mag es gar nicht zur Seite legen. Ungeahnte Wendungen und ein unerwartetes, jedoch offenes Ende konnten mich überraschen. 256 Seiten so prall voll mit Geschehnissen, eine herrlich amüsante und unterhaltsame Lektüre. Obwohl Marlene und auch Alex, so ihre Eigenarten und Defizite haben, mochte ich sie wirklich sehr gerne. Beide haben sich positiv entwickelt haben sich zum Besseren verändert. Doch auch die anderen Figuren im Buch sind genauestens beschrieben, sind gut charakterisiert und äußerst interessant. Alle handeln authentisch und nachvollziehbar. Ich habe mochte sie alle.
Mit ganz feinem Humor hat der Autor Achtsamkeits-Training und Coaching auf die Schippe genommen. Lifestyle- Leiden, Traumata mit was auch für welchem Hintergrund, der Wirtschaftszweig Mental-Health und das alles mit einem Augenzwinkern. Die Geschichte erscheint aus der Sicht von Alex und Marlene im Wechsel. Deshalb fühlt sich der Leser ganz nah dran an den Figuren. Ein Überblick über das gesamte Geschehen ist stets gewährleistet. Die schlagfertigen Dialoge haben mir viel Vergnügen bereitet.
Ein liebenswertes Buch, gute humorvolle Unterhaltung, mit einem Schluss, den sich jeder nach seinen Wünschen zu Ende denken kann. Spannend und auch berührend. Moderne Sprache und lebensnahe Figuren, das Thema trifft m.E. voll den Zeitgeist. Eine Botschaft die ankommt.
Dafür von mir 5 Sterne
Marlene findet den Sinn des Lebens
Marlene soll die Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Sie hat sich durch Disziplin und Verbissenheit nach oben gearbeitet, hat die Verkaufszahlen in ungeahnte Höhen gebracht. Doch menschlich hat sie gehörige Defizite. Bevor sie zum CEO des Konzerns ernannt wird, erwartet die Konzernleitung, dass sie ein Achtsamkeitstraining in einem Brandenburger Schloss absolviert. Und zwar beim berühmten und stets erfolgreichen Seelencoach Alex Crow.
Keiner ahnt, dass Crow selbst vor einem Burnout steht und die Academy kurz vor dem Bankrott. Marlene ist Crows Rettungsanker, denn falls er es schafft, Marlene zu mehr Achtsamkeit zu bringen, dann winkt ein Großauftrag von Aviola, dies könnte ihn und seine Einrichtung retten. Zunächst zeigt sich Marlene jedoch wandlungsresistent. Nach einer Reihe von einschneidenden Erlebnissen, beginnt Marlenes Panzer zu bröckeln.
Maxim Leo schreibt witzig, flüssig und extrem bildmalerisch. Die Figuren die in der Academy zugegen sind, sind so hervorragend charakterisiert und beschrieben, sie wirken echt und real, mit feinen Übertreibungen manchmal schon etwas skurril. Auch die Tier- und Naturbeschreibungen konnten mich überzeugen. Deshalb liest sich das Buch weg wie nichts, man mag es gar nicht zur Seite legen. Ungeahnte Wendungen und ein unerwartetes, jedoch offenes Ende konnten mich überraschen. 256 Seiten so prall voll mit Geschehnissen, eine herrlich amüsante und unterhaltsame Lektüre. Obwohl Marlene und auch Alex, so ihre Eigenarten und Defizite haben, mochte ich sie wirklich sehr gerne. Beide haben sich positiv entwickelt haben sich zum Besseren verändert. Doch auch die anderen Figuren im Buch sind genauestens beschrieben, sind gut charakterisiert und äußerst interessant. Alle handeln authentisch und nachvollziehbar. Ich habe mochte sie alle.
Mit ganz feinem Humor hat der Autor Achtsamkeits-Training und Coaching auf die Schippe genommen. Lifestyle- Leiden, Traumata mit was auch für welchem Hintergrund, der Wirtschaftszweig Mental-Health und das alles mit einem Augenzwinkern. Die Geschichte erscheint aus der Sicht von Alex und Marlene im Wechsel. Deshalb fühlt sich der Leser ganz nah dran an den Figuren. Ein Überblick über das gesamte Geschehen ist stets gewährleistet. Die schlagfertigen Dialoge haben mir viel Vergnügen bereitet.
Ein liebenswertes Buch, gute humorvolle Unterhaltung, mit einem Schluss, den sich jeder nach seinen Wünschen zu Ende denken kann. Spannend und auch berührend. Moderne Sprache und lebensnahe Figuren, das Thema trifft m.E. voll den Zeitgeist. Eine Botschaft die ankommt.
Dafür von mir 5 Sterne
von Ele - 2026-04-17 11:33:00











