Icon Kontrast wechseln

Rezensionen

Rezensionen von SalMar

Autor:

Spannende Reise um die Welt - 5 Sterne

Der Weltatlas von National Geographic Kids soll ein Nachschlagewerk für Kinder ab 8 Jahren sein. Tatsächlich birgt er aber einen richtigen Schatz an Informationen über die ganze Welt, der die ganze Familie zum Erkunden und Schmökern einlädt.

Es wird eine große Bandbreite an Themen aufgegriffen - vom Planeten Erde als Ganzem im Weltraum, über weltweite Aspekte wie Klima oder Weltenergie, bis hin zu den einzelnen Kontinenten, die jeweils allgemein und in Bezug auf die für sie jeweils wichtigen Themen behandelt werden.

Dabei wird der Inhalt immer auch für Kinder ansprechend aufbereitet (beispielsweise mit entsprechenden Infoboxen und Schaubildern), aber trotzdem auch eingehend und mit den korrekten Fachbegriffen.

Mir gefällt insbesondere, wie die unterschiedlichsten Karten eingebunden werden und auch aufgezeigt wird, wie diese erstellt werden und zu lesen sind. Es gibt auch immens viele Fotos, die besonders die Kinder begeistern und zum Weitererkunden animieren.

Insgesamt konnte uns der Atlas wirklich allesamt begeistern und wir werden sicherlich regelmäßig weiterhin darin stöbern.
von SalMar - 2026-04-24 12:23:00
Autor: Christin Bohnke

Wunderschön gestaltetes Länderporträt - 5 Sterne

Auf 81 Seiten hat das Autorin-Illustratorin-Duo Josephine Pauluth und Christin Bohnke ein ausführliches Länderporträt über Südkorea für Kinder ab 10 Jahren (und natürlich auch alle älteren Korea-Interessierten) geschaffen.

Von K-Pop und K-Drama über typisches koreanisches Essen bis hin zu den Regionen, Gebräuchen und der Geschichte des Landes – auf jeder Doppelseite gibt es neue interessante Informationen zu vielen verschiedenen Themen zu entdecken.

Dabei bekommt man einerseits einen guten Überblick über die Besonderheiten des Landes, in kleinen Infoboxen gibt es andererseits aber auch zusätzliche spannende und manchmal kuriose Details.

Die grafische Ausgestaltung ist unglaublich abwechslungsreich und eigentlich auf jeder Doppelseite ein kleines Kunstwerk. Da wir uns auch für die Sprache interessieren, fanden wir es besonders toll, dass diese nicht nur eine Doppelseite bekommen hat, sondern zu allen Themen auch immer wieder Begriffe auf Koreanisch angegeben sind.

Alles in allem hat das Buch auf jeden Fall unsere Erwartungen erfüllt und optisch auch übertroffen. Sowohl von mir als auch von meiner 10-jährigen Tochter gibt es daher eine klare Kauf- bzw. Leseempfehlung.
von SalMar - 2026-04-24 12:14:00
Autor: Inga Hanka

Ein langer Sommer und die Frage, was jetzt - 4 Sterne

Es sind die späten 90er und Leo hat gerade die Abiprüfungen hinter sich und einen langen Sommer vor sich. Neben dem schwierigen Alltag mit der Familie und dem ersten Verliebtsein drehen sich ihre Gedanken dabei hauptsächlich um die Frage: Und was kommt jetzt?

Als Kind der 80er gehöre ich wohl definitiv zur unmittelbaren Zielgruppe dieses Coming-of-Age-Romans, denn die vielen Erinnerungsdetails (von bestimmter Musik im Hintergrund bis hin zur Telefonzelle) sind bestimmt mit Bedacht platziert und haben so manches Mal ein „Ach Gott, stimmt, das gab’s damals!“ ausgelöst.

Große Spannung wird man hier vergebens suchen, aber die Autorin schafft es sehr gekonnt, dass man als Leser mit in diese heißen Sommertage und – dank Leos vielen Schwimmausflügen – in das kühle Wasser des Sees eintaucht. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin diese wackelige Zeit zwischen dem Wunsch, sich zuhause wohlzufühlen und dazuzugehören, und dem dringenden Bedürfnis, auszubrechen und sich endlich abzunabeln.

Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, ein wenig Zeit an Leos Seite zu verbringen und ihre Entwicklung im Laufe des Sommers mitzuerleben. Ein richtig schönes Debüt, das ich gerne weiterempfehle.
von SalMar - 2026-04-24 12:00:00
Autor: Vera Zischke

Ganz anders, aber unbedingt lesenswert - 5 Sterne

Pinas Leben gleicht einem Hamsterrad. Doch als die alleinerziehende Mutter eines Tages zusammenbricht und vollständig ausfällt, muss trotzdem alles irgendwie weitergehen. Bekommt ihr Umfeld es hin, sich um ihren erwachsenen Sohn zu kümmern, der eben nicht selbständig leben kann?
Der Erstling der Autorin, „Ava liebt noch“, hatte mich völlig überraschend umgehauen. Entsprechen hoch waren natürlich die Erwartungen bei diesem zweiten Buch von ihr. Und ich muss gestehen, beim ersten Reinlesen konnten mich Thematik und Geschichte nicht gleich packen – es war doch recht düster und trostlos, das hatte mich etwas abgeschreckt. Aber das Dranbleiben hat sich gelohnt, denn in Summe konnte mich auch diese Geschichte von Vera Zischke richtig begeistern.
Was dabei auf jeden Fall eine große Rolle gespielt hat, ist der wunderbare Schreibstil der Autorin: Schnörkellos, direkt und mit einem ganz besonderen Humor. So fiel der Einstieg nach ein paar weiteren Seiten doch noch leicht.
Begeistern konnte das Buch aber insbesondere auch mit seinen ganz besonderen Charakteren, die für sich schon eigen sind, aber im Zusammenspiel zu wirklich herrlichen (lustigen wie berührenden) Situation führen.
Besonders mochte ich außerdem, dass die Geschichte Zeit hatte, sich zu entwickeln – genau wie die Beziehungen der Personen untereinander. Hier wird nichts mal eben schnell abgehandelt und es gibt auch keine magische Komplettlösung, die einfach alle Probleme beseitigt. Wobei das Ende einen als Leser dennoch zufrieden zurücklässt!
Alles in allem ein wunderschönes zweites Buch der Autorin, das zwar ganz anders als ihr erstes, aber trotzdem unbedingt lesenswert ist.
von SalMar - 2026-04-24 11:46:00
Autor: Brooke Fast

Rasante Dystopie - 5 Sterne

Als eine Art Kopfgeldjägerin verdient sich Raven ihren Lebensunterhalt damit, die ins Gefängnis zu bringen, die gegen die Regeln von Dividium verstoßen haben. Als jedoch ihr eigener Bruder dort landet, lässt sie sich selbst einschleusen, um ihn zu beschützen – auch wenn sie weiß, dass man in diesem Gefängnis höchstens eine Weile überleben, es aber nie verlassen kann.
Bevor ich zu diesem Buch gegriffen habe, wusste ich lediglich, dass es eine Dystopie ist und bereits unglaublich viele Menschen begeistert hat. Gleich vorneweg: Es hat auch mich sehr begeistert!
Die Geschichte fängt einen als Leser wirklich innerhalb weniger Seiten, und dank der unglaublichen Spannung bis zum Schluss kann man es zwischendurch kaum beiseitelegen. Das World Building ist durchdacht und immer wieder kreativ, aber besonders gut gefallen hat mir die Art und Weise, wie die Autorin ihre Charaktere geschrieben und entwickelt hat – sowohl die Hauptfigur als auch die Nebenfiguren.
Ich gebe zu, was den Romance-Anteil im Buch angeht, hätte mir auch weniger gereicht – das hat die Geschichte meiner Meinung nach gar nicht gebraucht –, aber ich muss auch sagen, dass die Dynamik zwischen Raven und Vale toll geschrieben war und beide sympathische Charaktere sind.
Insgesamt wurde ich von dieser dystopischen Geschichte bestens unterhalten und dementsprechend freue ich mich, dass sie noch nicht auserzählt ist. Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht! Klare Leseempfehlung.
von SalMar - 2026-02-10 15:25:00
Autor: Colleen Hoover

Nicht mein Geschmack - 2 Sterne

Die Bestsellerautorin Petra Rose versucht in einer einsamen Hütte am See, wieder zu ihrer alten Form zurückzukehren und endlich ihr neues Buch zu schreiben. Das ruhige Schreibretreat bekommt jedoch dank einem plötzlich auf der Bildfläche auftauchenden, gutaussehenden Detective eine ganz neue Wendung.
Ich gestehe: Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich bereits einige Bücher der Autorin gelesen habe und bislang nie enttäuscht worden war. Die Idee, einen Blick hinter die Kulissen einer (fiktiven) Bestsellerautorin zu werfen, fand ich außerdem interessant. „Romantic Thriller“ trifft nicht so ganz meinen Geschmack, aber für Colleen Hoover wollte ich das Genre gerne mal ausprobieren.
Leider war das nichts. Lange passiert gefühlt überhaupt nichts, dann häufen sich unglaubwürdige Ereignisse. Die Hauptfigur verhält sich, aus meiner Sicht, kaum nachvollziehbar und so überhaupt nicht wie eine starke weibliche Protagonistin. Ich lese kein Dark Romance, aber diverse Begegnungen mit dem Detective fallen definitiv unter diese Bezeichnung. Hätte ich das gewusst, hätte ich das Buch nicht gelesen.
Gegen Ende, etwa im letzten Fünftel, gibt es eine Wendung, die toll geschrieben war und die mich mal kurz mitgerissen hat. Aber der Rest des Buches blieb für mich leider weit hinter den Erwartungen zurück.
von SalMar - 2026-02-10 14:08:00
Autor: S. F. Williamson

Keine 0815-Geschichte - 4 Sterne

Vivien lebt in London in den 1920ern, aber ihre Welt ist bevölkert von Menschen und Drachen. Das Friedensabkommen, das nach dem verheerenden Krieg zwischen beiden geschlossen wurde, scheint nun aber immer weniger haltbar. Vivien beherrscht dank ihrer Eltern Kenntnisse in der Drachensprache, die sie bald einsetzen muss, um zu überleben...

Dieser Fantasyroman ist definitiv keine 0815-Geschichte und entsprechend vielleicht auch nicht ganz leicht zu lesen. Es gibt mehrere Wendungen, nach denen sich die Atmosphäre jedes Mal völlig wandelt, und man kann nie vorhersagen, wie es weitergeht. Mir hat das gut gefallen und deswegen konnte ich auch über die gelegentlichen Ecken und Kanten hinwegsehen.

Ich fand es insbesondere toll, welchen Stellenwert Sprache in der Geschichte tatsächlich einnimmt. Bewundernswert, wie die Autorin diesbezüglich völlig neue Ideen entwickelt hat.

Der Showdown am Ende hat mich völlig atemlos zurückgelassen, weil ich eigentlich von einem Einzelband ausgegangen war. Gottseidank geht die Geschichte aber noch weiter - ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei!
von SalMar - 2025-09-08 18:08:00
Autor: Doris Knecht

Genau mein Fall - 5 Sterne

Die Protagonistin geht auf die 60 zu und hat sich in ihrem Leben eingerichtet. Aber dann scheint ihr genau dieses Leben immer wieder Hindernisse vor die Füße zu werfen: Ein Zahn, dessen Tage gezählt sind. Die Stadtwohnung, die auf einmal „belegt“ ist. Oder ein ehemaliger Liebhaber, der völlig unverhofft ihren Weg kreuzt. Und es kommt die Frage auf, ob sie sich nun von diesen Dingen aus der Bahn werfen lässt.
Dieses Buch habe ich einfach nur furchtbar gern gelesen. Schon nach den ersten Kapiteln war mir klar, dass die Erzählweise, der Schreibstil und der Humor der Autorin genau mein Fall sind. Bewundernswert aber auch, dass das Buch bis zum Schluss gleichermaßen unterhaltsam bleibt und der Text nicht ein einziges Mal schwächelt.
Als Leser verbringt man auf jeden Fall viel Zeit im Kopf der Protagonistin (was aber nie langweilig wird, denn ihre Gedanken drehen sich nicht im Kreis!), aber ganz nebenbei passiert auch noch so einiges, so dass der Input nie ausgeht. Unter anderem reflektiert sie über das Älterwerden, über vergangene Entscheidungen, Freundschaften, Familie und die Männer, die ihr in ihrem Leben begegnet sind – immer auf eine unaufdringliche Art und Weise, die Platz für eigene Gedanken lässt.
Zusammengefasst konnte mich „Ja, nein, vielleicht“ also durchweg begeistern – so sehr, dass ich mir fest vorgenommen habe, auch die anderen Werke der Autorin bald in die Hand zu nehmen. Absolute Leseempfehlung!
von SalMar - 2025-09-03 12:30:00
Autor: Marie Hermanson

Atmosphärisches Puzzle - 5 Sterne

Im Göteborg der 20er Jahre verschwindet bei einem Museumsausflug ein neunjähriges Mädchen spurlos. Der zuständige Kommissar stößt bei seinen Ermittlungen bald auf diverse Ungereimtheiten – im Museum, aber auch in der Familie des Mädchens.
Das Buch gehört zu einer Reihe der Autorin, die sich um den Polizisten Nils Gunnarsson dreht, von der mich bereits der erste Teil – Der Sommer, in dem Einstein verschwand – begeistern konnte. Tatsächlich stehen aber die einzelnen Geschichten bzw. Fälle stark im Vordergrund, so dass sie, meiner Meinung nach, problemlos einzeln gelesen werden können.
Die Geschichte in diesem Buch ist geprägt von einer recht düsteren Atmosphäre, und ich konnte mir insbesondere die Szenen im Naturhistorischen Museum, die geradezu gruselig waren, unheimlich gut vorstellen. Aber auch außerhalb dessen gibt es immer wieder beklemmende Momente, die doch des Öfteren Gänsehaut bei mir verursachten.
Neben der besonderen Atmosphäre ist aber in jedem Fall auch die Art und Weise, wie die Autorin nach und nach die Figuren und deren Beziehungen zueinander skizziert, hervorzuheben. Als Leser erhält man so ein Puzzlestück nach dem anderen, bis man erst ganz am Ende das ganze Bild vor sich hat. Ich fand es unheimlich spannend und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wie bereits beim ersten Buch von ihr konnte mich die Autorin auch mit diesem Werk vollauf begeistern. Im Gegensatz zum ersten wird dieses hier auf dem Cover als „Kriminalroman“ deklariert – aber ich finde, es ist viel mehr als nur das. Es ist alles andere als ein 08/15-Krimi, allein schon aufgrund des Schauplatzes im Göteborg der 20er Jahre, der außerordentlich gut recherchiert zu sein scheint. Absolute Leseempfehlung!
von SalMar - 2025-09-03 12:02:00
Autor: Lena Hach

Jahrmarktzauber - 4 Sterne

Das Zentrum von Livs Leben ist der Jahrmarkt, auch wenn es Momente gibt, in denen sie wünschte, es wäre anders. Ihrer Familie gehört das große, alte Karussell, und damit ziehen sie das ganze Jahr von Ort zu Ort – lediglich die Wintermonate verbringen sie in einem festen Zuhause. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, als ihr zwischen den Buden und Attraktionen, die sie wie ihre Westentasche kennt, immer öfter ein merkwürdiger Junge auffällt, der wie aus einer anderen Zeit scheint. Als auch noch der Kristall des Karussells gestohlen wird, will sie der Sache auf den Grund gehen…
Die Geschichte rund um Liv und das Leben auf dem Jahrmarkt ist auf alle Fälle eine sehr atmosphärische – man kann die Geräusche der Fahrgeschäfte und die Gerüche von Zuckerwatte und anderem Süßkram förmlich wahrnehmen. Dass der Einstieg in die Welt der Jahrmärkte so leichtfällt, liegt aber insbesondere auch an Liv selbst – an ihrer offenen Einstellung und ihren inneren Gedankengängen. Mit ihren oftmals witzig formulierten „Schaustellerregeln“ erklärt sie dem Leser ganz nebenbei, welche Besonderheiten ihr Leben ausmacht.
Vom Tempo her variiert die Geschichte – manchmal hat man viel Zeit, um neue Entwicklungen zu verarbeiten, gegen Ende wurde es etwas sprunghaft und ich hätte mir gerne etwas mehr Zeit mit den Charakteren gewünscht. An den Charakteren mochte ich besonders, dass sie – bis auf wenige Ausnahmen – nicht schwarz-weiß gezeichnet sind, sondern alle ihre Sonnen- und Schattenseiten haben. Das lässt sie echt wirken, hält aber auch gleichzeitig die Spannung hoch.
Insgesamt habe ich das neue Buch von Lena Hach wirklich sehr gerne gelesen, und deswegen freue ich mich sehr, dass der Cliffhanger am Ende eine Fortsetzung verspricht. Die Altersempfehlung des Verlags (ab 11 Jahre) finde ich angemessen; etwas jüngere Kinder haben wahrscheinlich auch schon viel Spaß an der fantastischen Geschichte, verstehen aber vermutlich nicht alle Anspielungen.
von SalMar - 2025-09-03 11:52:00