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Chloe DaltonHase und ich

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung | SPIEGEL-Bestseller

Hardcover

Klett-Cotta (2025)

304 Seiten; 21 cm x 12.8 cm

ISBN 978-3-608-96638-1

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Hase und ich

Text der Buchrückseite



Der
Sunday-Times
-Bestseller über eine lebensverändernde Begegnung von Mensch und Tier


Stellen Sie sich vor, Sie könnten ein Hasenbaby halten und mit der Flasche füttern. Es lebte unter Ihrem Dach, räkelte sich nachts auf dem Boden Ihres Schlafzimmers. Nach über zwei Jahren eilt es immer noch vom Feld herbei, wenn Sie es rufen. Genau das ist Chloe Dalton passiert. »Hase und ich« erzählt diese wahre, herzerwärmende Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einer Frau und einem Feldhasen.




Hauptbeschreibung



»Diese Begegnung beschert uns jetzt ein Buch, das zum Schönsten gehört, was seit Langem über das Verhältnis von Mensch und Tier geschrieben wurde.« Alexander Cammann, Die ZEIT






100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT


Nominiert für die Longlist »Die schönsten Deutschen Bücher«


Stellen Sie sich vor, Sie könnten ein Hasenbaby halten und mit der Flasche füttern. Es lebte unter Ihrem Dach, räkelte sich nachts auf dem Boden Ihres Schlafzimmers. Nach über zwei Jahren eilt es immer noch vom Feld herbei, wenn Sie es rufen. Genau das ist Chloe Dalton passiert. »Hase und ich« erzählt diese wahre, herzerwärmende Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einer Frau und einem Feldhasen.


Während des Corona-Lockdowns zieht sich die vielbeschäftigte Chloe aufs Land zurück. In der Nähe ihres Hauses findet sie eines Tages einen verwaisten Junghasen – allein und nicht größer als ihre Handfläche. Sie nimmt ihn zu sich, versorgt ihn und beschließt nach anfänglichem Zögern, den Hasen aufzuziehen und seine Rückkehr in die Wildnis vorzubereiten: Doch »Hase«, wie ihn Chloe nennt, bleibt bei ihr – zu seinen eigenen Bedingungen. Er ist nicht zahm, lässt sich nicht streicheln und liebt seinen Freiraum. Wir werden Zeugen eines unwahrscheinlichen Bandes von Vertrauen, geschildert mit einer einnehmenden Stille, Gefühl und Respekt vor einem wilden Geschöpf der Natur. Mehr als ein Memoir ist diese Geschichte ein lebensphilosophisches Meisterwerk, das über das Miteinander von Mensch und Tier nachdenkt, eingebettet in eine wunderschöne, nahezu poetische Sprache. 



»Mit lyrischer Zärtlichkeit geschrieben ... ein wunderschönes Buch.« Angelina Jolie



»Ein umwerfendes Buch. Es regt zum Nachdenken darüber an, wie wir die natürliche Welt um uns herum so oft ausblenden. Chloe Dalton verbindet ... die Leser mit der Wildnis, die wir Menschen einst so gut kannten.« Matt Haig



»Dies ist eine große und wichtige Geschichte für unsere Zeit.« Michael Morpurgo



»Ein Liebesbrief an die Natur.« The Times



»Daltons klare, umsichtig geschriebene Prosa [sorgt …] für ein wenig Trost in einer Welt, die sich nun in einem noch hektischeren Zustand befindet.« The New York Times





Chloe Dalton ist Autorin, politische Beraterin und Expertin für Außenpolitik. Sie war über ein Jahrzehnt lang im britischen Parlament tätig und hat zahlreiche prominente Persönlichkeiten beraten. Sie lebt abwechselnd in London und auf dem Land.



Claudia Amor, geboren 1978, studierte Translationswissenschaft an der Universität Wien und Literarisches Übersetzen an der LMU München. Nach mehreren Jahren in England und Norditalien lebt sie heute im Raum München und übersetzt Literatur aus dem Englischen und Italienischen. 2021/2022 war sie Gastdozentin für Literarisches Übersetzen an der FAU Erlangen-Nürnberg. 2023 wurde sie mit einem Arbeitsstipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet.




Hersteller: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77, 70178 Stuttgart DE
E-Mail: produktsicherheit@klett-cotta.de, Telefon: +49 711 6672-0


Herzerwärmende Geschichte
Hase und ich - ist ein wundervoll geschriebenes Buch, das perfekt in den Frühling passt und bei mir sofort Osterstimmung aufkommen lässt. Der leichte Schreibstil sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Besonders beeindruckend ist die herzerwärmende Geschichte von Chloe, die einen Hasen mit der Flasche großzieht. Es ist schön zu sehen, wie der kleine Findelhase wächst und sich entwickelt. Das Buch erzählt die Geschichte in der chronologischen Reihenfolge, sodass man alles gut mitverfolgen kann. Gleichzeitig schafft Chloe es, wissenschaftliche und lehrbuchartige Inhalte in das Buch einzubauen. So verbindet das Fakten und Wissenschaft mit einer herzerwärmenden Geschichte.

Auch die hochwertige Verarbeitung überzeugt. Das Buch besitzt ein praktisches Lesebändchen, ein wunderschönes Cover und eine Farbgestaltung, die perfekt zur Frühlingsstimmung passt.

Das Privileg einer außergewöhnlichen Erfahrung
Die Polit-Beraterin und Autorin Chloe Dalton hat sich zur Coronazeit in ihre Scheune auf dem Land zurückgezogen. Eines Tages findet sie ein mutterloses Feldhasenjunges. Sie transportiert es schließlich vorsichtig in ihr Haus und füttert Spezialnahrung mit der Pipette. In der Folgezeit liest sie Fachliteratur, um nichts falsch zu machen. Die versucht nie, das Wildtier zu vermenschlichen oder zu zähmen, gibt ihm nicht einmal einen Namen. Ihr neuer Mitbewohner bekommt so viel Freiraum, wie er oder sie benötigt. Das Tier wächst schnell und seine Retterin schafft bald die Möglichkeit, dass Hase ungehindert kommen und gehen kann. Der Leser verfolgt mit Erstaunen, in welchem Umfang Dalton bereit ist, sich auf Hases Bedürfnisse einzustellen und ihre eigenen als zweitrangig zu betrachten.
Die Geschichte zeichnet circa drei Jahre im Leben von Dalton und Hase nach. Das Tier wird nicht nur erwachsen, sondern bekommt in der Folge auch dreimal Nachwuchs, beim zweiten Mal im Haus. Die Autorin hat sich nicht nur sehr gründlich in der Fachliteratur informiert, sondern auch Poesie und Prosa aus fernen Jahrhunderten gelesen, wie die umfangreiche Auswahlbibliographie am Ende des Buches zeigt. Ihre Erfahrungen widersprechen häufig den dort dargelegten Aussagen.
Was das Buch so besonders macht, ist Chloes Weg der Selbstfindung und veränderten Einstellung zu Natur und Tierwelt. Sie stellt ihre eigene frühere Lebensweise total in Frage und weiß nun, was ein gutes Leben ausmacht. Sie sieht, wie der Mensch den natürlichen Lebensraum der Tiere immer weiter zerstört und riesige Erntemaschinen Wildtiere töten, dass Tiere wie der Feldhase nicht nur natürliche Feinde wie Fuchs, Dachs, Wiesel und große Vögel haben. Berührend ist auch, dass Dalton angesichts der geringen Lebenserwartung der Feldhasen jetzt schon weiß, dass Hase in naher Zukunft nicht mehr da sein wird und sie über den Verlust ihrer stillen und würdevollen Gefährtin große Trauer empfinden wird. Mir hat diese herzerwärmende, zum Nachdenken anregende Geschichte sehr gut gefallen. Sie hat mich auch sprachlich vollkommen überzeugt.

Natur erleben
von Petra
Autorin findet einen winzigen Feldhasen. Wir alle wissen wilde Waisenkinder sollte man nicht berühren sonst nimmt die Mutter sie nicht wieder an. Aber was kann man machen wenn es keine Mutter gibt oder wenn große Gefahr für das kleine Tier besteht. Die Frau nimmt das Tier mit und mit viel Aufwand und wenig Wissen zieht sie das Tier auf. Sie domestiziert es nicht, sie gibt ihm den nötigen Freiraum, immer die Grenze zwischen wildem Tier und sich selbst als einer der natürlichen Feinde des Hasens wahrend. Es entsteht eine Freundschaft die auf gegenseitigen Respekt fusst. Eine Beschreibung die durch das Bild von Albrecht Dürer in meinem Kopf entstanden ist. Der Maler hat den Hasen so natürlich gemalt als ob das Tier ihm Modell gestanden hat.
Die Autorin beschreibt das Tier so deutlich, das man es selber sieht, die Farben des Fells, die Bewegungsabläufe, alles ist neu und eigenartiger Weise auch spannend. Sie berichtet von ihren Recherchen und findet viele alte Berichte wenig Neues.
Sie beschreibt den Frieden, die Ruhe die das Tier ihr vermittelt es entschleunigt ihren Alltag und beim Lesen ihrer Geschichte kann ich es vollkommen nach fühlen.

Freundschaft
*Hase und ich* von Chloe Dalton ist eines dieser Bücher, die man in die Hand nimmt, durchblättert und spürt: Das ist etwas Besonderes. Es erzählt die wahre Geschichte einer Frau, die während des Lockdowns einen kleinen Hasen findet und ihm hilft – und wie diese Begegnung ihr Leben verändert.

Was mich sofort angesprochen hat, war die Zärtlichkeit, mit der Dalton über den Hasen schreibt. Sie beobachtet ihn mit so viel Liebe zum Detail, dass man ihn förmlich vor sich sehen kann – seine langen Ohren, das Zucken seiner Nase, seine vorsichtigen, aber doch bestimmten Bewegungen. Und gleichzeitig beschreibt sie auch sich selbst, ihr Leben, ihre Unsicherheiten. Es ist nicht nur eine Geschichte über einen Hasen, sondern auch eine über Einsamkeit, Verbindung und darüber, wie wir manchmal genau das finden, was wir gerade brauchen.

Die Sprache ist wunderschön – fast poetisch, ohne jemals kitschig zu sein. Dazu kommen die zarten Illustrationen von Denise Nestor, die das Ganze noch magischer machen. Ich habe oft innegehalten, um mir eine Zeichnung genauer anzusehen oder um über einen Satz nachzudenken.

Aber – und das muss ich ehrlich sagen – es ist kein Buch für jeden. Wer eine spannende Handlung erwartet oder große emotionale Dramen, wird hier nicht fündig. Es ist ruhig, fast meditativ, und manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Dynamik gewünscht. Es gibt Stellen, die sich wiederholen, Gedanken, die sich im Kreis drehen. Doch irgendwie passt genau das auch zu der Geschichte: Die Beziehung zwischen Dalton und dem Hasen ist eben nicht aufregend im klassischen Sinn, sondern sanft, leise und voller kleiner, kostbarer Momente.

Am Ende habe ich das Buch mit einem warmen Gefühl im Herzen zugeklappt. *Hase und ich* ist eine Liebeserklärung an die Natur, an die Zufälle des Lebens und an die kleinen Wunder, die passieren, wenn wir ihnen Raum geben. Es ist ein Buch, das nicht laut ruft, sondern leise flüstert – aber wenn man sich darauf einlässt, hört man etwas Wunderschönes.

Sehr schön und berührend
von Kunde
Cloe Dalton findet im Corona Lockdown am Straßenrand einen kleinen Feldhasen, den sie aufzieht. Sie muss sich erst ihr Wissen für Hasen aneignen und herausfinden, welche Nahrung sie ihm gibt. Daraus entwickelt sich eine bewegende Freundschaft.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Diese berührende Freundschaft ist mir sehr zu Herzen gegangen. Dass es so eine bezaubernde Freundschaft zwischen Mensch und Tier gibt, finde ich fantastisch. Der Schreibstil ist leicht und poetisch. Ich konnte mich sehr in Cloe hineinversetzen, wie liebevoll sie den Hasen aufgezogen hat. Man erfährt auch einiges Wissenswertes über Hasen im Allgemeinen, was ich sehr interessant gefunden habe. Wunderbare Illustrationen von Denise Nestor zieren den Text. Sie sind einfach zauberhaft. Ich empfehle diese wunderbare Geschichte allen, die sehr gerne etwas über Tierfreundschaften und eine herzzerreißende Geschichte lesen möchten.

Berührende Freundschaft zwischen einem Menschen und einem Hasen.

Begegnung mit einem Feldhasen
Die Autorin Chloe Dalton ist aufs Land gezogen und hat die außergewöhnliche Begegnung mit einem Feldhasen aufgeschrieben, dem sie in der Not geholfen hat. «Hase und ich» schildert in fünfzehn Kapiteln über mehrere Jahre die vorsichtige Begegnung zwischen Mensch und Wildtier, in der auch Distanz gewahrt wird, die nötig ist, damit der Hase überleben kann, trotzdem entsteht ein zartes Band. Diese Verbindung ist so herzerwärmend und nachvollziehbar geschrieben, dass ich es sehr genossen haben, an diesem Erlebnis teilzuhaben.

Chloe Daltons genauen Beobachtungen sind aus der Ich-Perspektive geschildert und man merkt, mit wie viel Demut, Respekt und Dankbarkeit sie diese ungewöhnliche Freundschaft betrachtet. Und sie versteht es, interessante Fakten einzubauen, die auch die Gefahren einschließen, denen die Hasen ausgesetzt sind. Die zarten Bleistift-Illustrationen passen hervorragen und verleihen dem Roman eine angenehme Harmonie, die zu dem entspannenden Leseerlebnis passt, welches von Achtsamkeit und Naturverbundenheit geprägt ist. Auf dem Vor- und Nachsatz findet sich eine Zeichnung vom Grundstück.

Sehr lesenswert für alle, die sich ein eindrucksvolles Leseerlebnis wünschen und mehr über Feldhasen erfahren möchten.

Berührend und herzerwärmend
Schon beim Blick auf das Cover mit dem wunderschönen Tier hatte ich Lust auf dieses Buch. Ich bin absolut keine Coverkäuferin, aber hier haben mich Titel und Cover sofort gefangen genommen. Ich mochte Hasen schon immer und diese Geschichte ist einfach zauberhaft. Ja, anfangs ist die Autorin auch ein bisschen naiv, dass sie ein wildes Tierkind einfach aus der Natur mitnimmt ... aber sie hat es ja gut gemeint. Und zum Glück ist auch alles gut ausgegangen.

Ich glaube, viele Menschen haben während der Pandemie vieles überdacht und auch Chloe Dalton hat das getan. Sie lebt plötzlich auf dem Land und hat viel Natur um sich. Und dann taucht der kleine Hase auf ... Wer Tiere mag und sich für die Natur interessiert, wird sich bestens unterhalten fühlen. Man kann richtig mitfiebern, schmunzeln und lachen, weinen und nachdenken.

Gleichzeitig werden viele Fragen aufgeworfen, zum Beispiel die, wie wir auf Dauer mit unserer Natur umgehen wollen, was wir tun können, um Tiere zu schützen, ihnen Nahrung und Rückzugsorte anzubieten ... und vieles mehr. Eine wirklich herzerwärmende, bezaubernde und berührende Geschichte!

eine Hasenliebe
Was – schon zu Ende das Buch? Schade, ich hätte gerne noch weitergelesen.
Während der Corona-Pandemie zieht sich die Autorin aufs Land zurück. In der kalten Jahreszeit findet sie ein Häschen, ganz alleine, keine Mutter weit und breit. Sie beschließt, den Hasen aufzuziehen. Es entwickelt sich fast so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden. Beide vertrauen sich und respektieren das Anderssein des Anderen.
Die Geschichte folgt der Autorin, die sich liebevoll um den kleinen Hasen kümmert, die Zeit mit ihm genießt und sogar seine Jungen kennenlernen darf. Es zeigt auch, wie diese Begegnungen ihr Leben verändern.
Auch wenn teilweise viel Wissen in das Buch gepackt ist, spürt man die Begeisterung, die die Autorin entwickelt.
Hase und ich – ein berührendes Buch. Es stellt eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier dar, die es in dieser Weise nicht oft gibt. Auch die Schwierigkeiten, die mit der Pflege und Aufzucht eines Wildtiers verbunden sind, schildert die Autorin authentisch und eindrucksvoll.
Fazit: Hase und ich ist eine sehr liebevolle, aber auch nachdenklich machende Lektüre.


Das Privileg einer außergewöhnlichen Erfahrung
von cosmea
Die Polit-Beraterin und Autorin Chloe Dalton hat sich zur Coronazeit in ihre Scheune auf dem Land zurückgezogen. Eines Tages findet sie ein mutterloses Feldhasenjunges. Sie transportiert es schließlich vorsichtig in ihr Haus und füttert Spezialnahrung mit der Pipette. In der Folgezeit liest sie Fachliteratur, um nichts falsch zu machen. Die versucht nie, das Wildtier zu vermenschlichen oder zu zähmen, gibt ihm nicht einmal einen Namen. Ihr neuer Mitbewohner bekommt so viel Freiraum, wie er oder sie benötigt. Das Tier wächst schnell und seine Retterin schafft bald die Möglichkeit, dass Hase ungehindert kommen und gehen kann. Der Leser verfolgt mit Erstaunen, in welchem Umfang Dalton bereit ist, sich auf Hases Bedürfnisse einzustellen und ihre eigenen als zweitrangig zu betrachten.
Die Geschichte zeichnet circa drei Jahre im Leben von Dalton und Hase nach. Das Tier wird nicht nur erwachsen, sondern bekommt in der Folge auch dreimal Nachwuchs, beim zweiten Mal im Haus. Die Autorin hat sich nicht nur sehr gründlich in der Fachliteratur informiert, sondern auch Poesie und Prosa aus fernen Jahrhunderten gelesen, wie die umfangreiche Auswahlbibliographie am Ende des Buches zeigt. Ihre Erfahrungen widersprechen häufig den dort dargelegten Aussagen.
Was das Buch so besonders macht, ist Chloes Weg der Selbstfindung und veränderten Einstellung zu Natur und Tierwelt. Sie stellt ihre eigene frühere Lebensweise total in Frage und weiß nun, was ein gutes Leben ausmacht. Sie sieht, wie der Mensch den natürlichen Lebensraum der Tiere immer weiter zerstört und riesige Erntemaschinen Wildtiere töten, dass Tiere wie der Feldhase nicht nur natürliche Feinde wie Fuchs, Dachs, Wiesel und große Vögel haben. Berührend ist auch, dass Dalton angesichts der geringen Lebenserwartung der Feldhasen jetzt schon weiß, dass Hase in naher Zukunft nicht mehr da sein wird und sie über den Verlust ihrer stillen und würdevollen Gefährtin große Trauer empfinden wird. Mir hat diese herzerwärmende, zum Nachdenken anregende Geschichte sehr gut gefallen. Sie hat mich auch sprachlich vollkommen überzeugt.

Wie ein Feldhase das Leben einer Frau verändert
Chloe Dalton, engagierte Politik-Beraterin, zieht sich während des Corona-Lockdowns in ihr Haus auf dem Land zurück und findet ein verwaistes Hasenjunges. Trotz ihrer anfänglichen Bedenken und fehlender Erfahrung beschließt sie, das Tier zu Hause zu versorgen, es aufzuziehen und später in die Freiheit zu entlassen.

Chloe findet keine Informationen über die Aufzucht von Hasen, so tastet sie sich behutsam an den Umgang mit dem Feldhasen heran und allmählich entsteht ein Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Wildtier, zu Hases Bedingungen, wie die Autorin schreibt.

Chloe Dalton erzählt in der Ich-Perspektive lebendig und anschaulich von ihrem Leben mit Hase und beschreibt sowohl das Tier als auch die umgebende Natur bildhaft und teilweise poetisch, und immer genauer mit zunehmender Faszination und wachsenden Kenntnissen. Chloe fühlt nun, ganz anders als früher, eine intensive Verbindung zur Tierwelt um sie herum und es entsteht ein neues, erweitertes Verständnis der Natur.

Neben der berührenden wie unterhaltsamen Beschreibung ihres Lebens mit dem ungewöhnlichen Mitbewohner, teilt die Autorin Wissen über die Biologie der Hasen, die Jagd auf sie, erzählt von Mythen und Aberglauben, schreibt über die zunehmende Zerstörung von tierischem und pflanzlichem Lebensraum durch menschliche Infrastruktur und intensive Landwirtschaft. Sie verändert ihren Garten, lässt Brennnesseln stehen, macht aus einem vertrockneten Schlammloch wieder einen Teich und pflanzt eine neue Hecke.

Hase hat das Leben der Autorin verändert, sie Geduld und Ruhe gelehrt und zu einer Neubewertung und dem Verschieben von Prioritäten geführt. Chloes Dankbarkeit für die Zeit mit Hase wird in dem Buch sehr deutlich und ich habe es mit Freude gelesen.

Das grüne Cover mit der Illustration eines Hasen ist passend gewählt und auch jedes Kapitel wird mit einer der zarten, realitätsgetreuen Zeichnungen von Denise Nestor eingeleitet, die Hase von klein auf bis zum erwachsenen Muttertier zeigen.

Hase und ich
Von „H wie Habicht“ ist es zu „H wie Hase“ ja eigentlich nicht mehr weit. Stimmt inhaltlich auch soweit, die Memoiren von Chloe Dalton darüber wie sie ein Hasenjunges aufzieht fallen ebenfalls in die Kategorie Nature Writing, wenn auch noch nicht so populär wie das Werk von Helen MacDonald. Allerdings habe ich „Hase und ich“ um einiges lieber gelesen, als die Geschichte über den Habicht, einfach weil Chloe Dalton weniger ausschweifend erzählt. Sie nimmt sich zwar Zeit für einige Infos über die Beschreibung von wilden Hasen und diverse Details über die Natur und Hasenlebensraum im Allgemeinen, bleibt aber stets nah an der Haupthandlung. Diese beschreibt sie ruhig, in klarer Sprache und lädt wirklich dazu ein etwas über die Natur zu sinnieren. Zwar bräuchte ich kein Hasenbaby um zu erkennen, das ein hektisches Berufsleben ohne Natur nicht als Non-Plus-Ultra anzusehen ist, die Autorin aber eben schon – und das bringt sie auch ohne Kitsch auf den Punkt. Eine ruhige und zärtliche Erzählung – nicht nur für die Osterzeit.