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Rezensionen

Rezensionen von Karo

Autor: Teju Cole

Sprunghafte Themenwechsel - 3 Sterne

"Tremor" von Teju Cole dreht sich um Tunde, der an einer amerikanischen Universität als Dozent für Fotografie tätig ist. Seine Kindheit hat er in Lagos verbracht und er nutzt seine Arbeiten und seine Kunstwerke, um die Kontraste zwischen seiner Heimat und seiner neuen Welt aufzuzeigen. Zudem nutzt er die Fotografie, um Kritik an der westlichen Welt zu äußern und ihre Brutalität und Ungerechtigkeit aufzuzeigen.

Durch "Tremor" erfährt man eine Perspektive, die ich so noch nicht vorher kennengelernt habe. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit spannenden und aktuellen Themen, aber es erscheint mir leider so, als hätte der Autor möglichst viele Themen in das Buch bringen wollen. Dadurch wirkt alles etwas überladen und das Lesen ist stellenweise mit Anstrengung und Überforderung verbunden. Das liegt auch daran, dass diese vielen Themen nicht angenehm miteinander verbunden wurden, sondern in schnellen Sprüngen zwischen ihnen gewechselt wird. Man hat sich gerade in ein Thema eingearbeitet und wird dann wieder herausgebracht, da der Autor sich für etwas Neues entschieden hat. Alles in allem hatte "Tremor" viel Potenzial. Der Autor hat einen interessanten Blickwinkel geschaffen und zudem einen sehr interessanten Charakter kreiert. Leider wird das Leseergebnis durch die Sprunghaftigkeit der Themenwechsel ziemlich gestört und man immer wieder aus dem Lesefluss gebracht.
von Karo - 2024-03-12 18:23:00
Autor: Marie Benedict

Interessantes Thema aber eine schlechte Umsetzung - 2 Sterne

Marie Benedict nutzt "Das verborgene Genie", um die Geschichte von Rosalind Franklin zu erzählen. Ich gebe ehrlich zu, dass ich ihren Namen vor Beginn der Lektüre noch nie gehört habe und mir auch nicht bewusst war, welche Bedeutung sie in der wissenschaftlichen Welt hat und welche wichtigen Forschungsergebnisse ihr zuzuschreiben sind. Rosalind Franklin ist nämlich die Entdeckerin der Doppelhelixstruktur unserer DNA - sie konnte diese nach jahrelanger Forschung entdecken - ihre Forschungsergebnisse wurden jedoch Männern zugeschrieben, die die Lorbeeren hierfür geerntet haben.

Wie schon angemerkt, hat sich Rosalind ganz der Wissenschaft verschrieben und zieht hierfür extra von England nach Frankreich, da sie sich hier eine tolerantere Gesellschaft und bessere Chancen für ihre Forschung verspricht. Anfänglich scheint es auch so auszusehen, als würde sie von ihren (männlichen) Kollegen akzeptiert und für ihre Forschung geschätzt, doch schnell wird deutlich, dass dieser erste Eindruck täuscht und die Wissenschaftswelt in Frankreich auch nicht wirklich fair ist. Neben der unfairen Wissenschaftswelt muss sie auch noch Probleme mit ihren Eltern sowie echte Konflikte mit männlichen Forschern ertragen. Es wird wirklich deutlich, dass Rosalind Franklin kein einfaches Leben hatte und für jeden ihrer Schritte und Erfolge kämpfen musste.

Ich hatte mich wirklich sehr auf "Das verborgene Genie" gefreut. Die Handlung hat mich direkt angesprochen und ich wollte unbedingt mehr über Rosalind Franklin lernen, da sie ja ganz bedeutende Forschungsergebnisse erreicht hat - ich aber noch nie von ihrer Bedeutung für die Wissenschaft gehört habe. Meine Freude auf das Buch konnte dann jedoch nicht erfüllt werden. Der Schreibstil der Autorin konnte mich gar nicht abholen; es erschien mir eher monoton und es konnte keinerlei Spannung aufgebaut werden. Natürlich habe ich bei einem Werk, das auf einer Biografie basiert, keine große Spannung erwartet, aber etwas mehr hätte man durch den Schreibstil und die Gestaltung der Handlung schon aus der Geschichte herausholen können. Viele Entscheidungen der Autorin - aus schriftstellerischer Sicht, aber auch hinsichtlich der Handlung - konnte ich gar nicht nachvollziehen. An manchen Stellen wollte ich das Buch am liebsten abbrechen, an anderen Stellen war ich dann aber doch sehr fasziniert. Leider kann ich jedoch nach der Lektüre nicht nachvollziehen, ob die Momente, die mir gefallen haben, wirklich tatsächliche Berichte aus dem Leben von Rosalind Franklin sind oder ob die Autorin hier ihre künstlerische Freiheit genutzt und weitergearbeitet hat. Hier hätte es unbedingt ein längeres Nachwort gebraucht, in dem die Handlung des Buches und die schriftstellerischen Entscheidungen kontextualisiert und in die Lebensgeschichte von Rosalind Franklin eingeordnet werden. Da das Ende des Buches dann auch noch sehr enttäuschend war und hier nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen wurden, bin ich einfach nur froh, dass ich das Buch jetzt weglegen kann. Mehr als zwei Sterne kann ich leider wirklich nicht vergeben.
von Karo - 2024-03-12 18:12:00
Autor: Sarah Saxx

Flache Charaktere und oberflächlicher Schreibstil - 2 Sterne

"Everything I Hate about You" ist eine Rockstar-Romance von Sarah Saxx. Tessa trift in einem Pub auf den attraktiven Alexander, der dort den Gig eines Freundes besucht. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen und verbringen eine heiße Nacht miteinander. Als Tessa dann einige Zeit später einen Song im Radio hört, kommt dieser ihr erstaunlich bekannt vor. Sie hat den Text geschrieben und ihn in einem Notizbuch festgehalten, das sie in Alexanders Hotelzimmer vergessen hat. Dieser hat ihren Songtext geklaut und dadurch den Durchbruch seiner Band Mighty Bastards geschafft. Alexander verkauft den Song und den Text jedoch als sein Werk und Tessa will Rache. Sie bewirbt sich als Tourbusfahrerin der Mighty Bastards und will der Gruppe, aber besonders Alexander, einen Denkzettel erteilen.

Ich hatte mir viel von "Everything I Hate about You" versprochen. Es klang nach einer sehr spannenden und explosiven Handlung, bei der starke Charaktere aufeinandertreffen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Charaktere waren eher flach beschrieben und es fehlte eindeutig an Charakterentwicklung - obwohl das in diesem Setting so wichtig gewesen wäre. Außerdem erschien mir auch die Handlung nicht besonders gelungen ausgearbeitet. Es wurde viel über den Konflikt nachgedacht und philosophiert, die eigentliche Handlung war dann jedoch sehr flach gehalten und es traten keine großen Konflikte auf. Wenn man bedenkt, dass die gesamte Prämisse des Buchs auf diesem Streit beruht, war diese schriftstellerische Entscheidung dann doch sehr enttäuschend. Der wenig emotionale und flache Schreibstil sowie die eher oberflächlich ausgearbeitete Handlung haben mich dann doch sehr enttäuscht und ich habe mich stellenweise doch sehr durch das Buch quälen müssen. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.


Ich hatte mir viel von "Everything I Hate about You" versprochen. Es klang nach einer sehr spannenden und explosiven Handlung, bei der starke Charaktere aufeinandertreffen. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Charaktere waren eher flach beschrieben und es fehlte eindeutig an Charakterentwicklung - obwohl das in diesem Setting so wichtig gewesen wäre. Außerdem erschien mir auch die Handlung nicht besonders gelungen ausgearbeitet. Es wurde viel über den Konflikt nachgedacht und philosophiert, die eigentliche Handlung war dann jedoch sehr flach gehalten und es traten keine großen Konflikte auf. Wenn man bedenkt, dass die gesamte Prämisse des Buchs auf diesem Streit beruht, war diese schriftstellerische Entscheidung dann doch sehr enttäuschend. Der wenig emotionale und flache Schreibstil sowie die eher oberflächlich ausgearbeitete Handlung haben mich dann doch sehr enttäuscht und ich habe mich stellenweise doch sehr durch das Buch quälen müssen. Von mir gibt es keine Leseempfehlung.
von Karo - 2024-03-12 18:08:00
Autor: Emily Wibberley; Austin Siegemund-Broka

Fehlende Handlung mit schönem Schreibstil - 2 Sterne

"The Breakup Tour" dreht sich um die Singer-Songwriterin Riley. Diese ist für ihre Alben und Songs bekannt, in denen sie ihren Liebeskummer und Trennungen verarbeitet. Ihre Songs berühren die Zuhörerinnen und Zuhörer und sie wird zu einem globalen Superstar. Insbesondere ihre Scheidung sowie eine Trennung in ihren Jugendtagen bewegen sie noch heute und spiegeln sich immer wieder in ihren Songs wider. Eines Tages behauptet ihr Ex-Mann öffentlich, dass er die Inspiration hinter ihrem größten Hit ist und versucht so, erneut von ihrem Rampenlicht und ihrer Prominenz zu profitieren. Riley ist hiervon sehr getroffen, da der Song nicht um ihren Ex-Mann dreht, sondern stattdessen von Max, ihrer Jugendliebe, inspiriert wurde. Um ihrem Ex-Mann die Prominenz zu nehmen und zu beweisen, dass sich der Song nicht um ihn dreht, sucht sie ihre Jugendliebe Max auf. Aber Max will sich nur als ihre einstige große Liebe outen, wenn sie ihn als Keyboarder mit auf Tour nimmt. Und so beginnt der Sound ihrer Liebe von Neuem.

"The Breakup Tour" hatte mich interessiert, da die Geschichte und Handlung doch sehr an einige sehr bekannte Popstars - insbesondere auch Taylor Swift erinnern und ich diese Welt der globalen Prominenz sehr interessant finde.  Der Schreibstil der Autoren hat mir ebenfalls zugesagt - er ist sehr poetisch/melodisch und erinnert sehr an Musik, eine wirklich passende Entscheidung für dieses Werk. Obwohl mir der Schreibstil sehr zugesagt hat, bin ich mit dem Buch nicht ganz warm geworden. Die Handlung fand ich sehr vorhersehbar und es fehlte mir einfach an mehr Spannung und einem besser ausgearbeiteten Handlungsbogen. Aus diesem Grund gehe ich nicht so glücklich aus der Lektüre. Ich hatte mir echt mehr versprochen und bin enttäuscht, dass die Handlung nicht wirklich durchdacht war. 
von Karo - 2024-02-14 12:15:00
Autor: Jens Henrik Jensen

Spannend - 4 Sterne

"Oxen. Pilgrim" ist ein Skandinavien-Thriller und der sechste Teil in der Thriller-Reihe von Jens Henrik Jensen.

Es geht um den ehemaligem Elite-Soldat Niels Oxen, welcher wochenlang in feindlicher Gefangenschaft verbringen musste. Während dieser Zeit hat er Grauenhaftes erlebt und musste Kämpfe in den Katakomben führen. Im Rahmen dieser Kämpfe musste er sogar jemanden töten - eine Entscheidung, die ihn verändert hat. Nach Ende seiner Gefangenschaft beginnt er eine Pilgerreise, um Abstand von den Ereignissen zu erhalten und mit seinem Gewissen zurechtzukommen.

Doch die Ruhe seiner Pilgerreise hält nicht lange an. Er wird in den Fall von Margarethe Frank verstrickt und steht plötzlich mächtigen Gegnern gegenüber.



Ich habe die anderen fünf Bände der Reihe nicht gelesen, konnte aber ohne Probleme in das Werk einsteigen und der Handlung folgen. Der Autor schafft es, die Handlung durchweg spannend zu gestalten und trägt sowohl durch die Konzeption des Werkes als auch durch seinen Schreibstil dazu bei, dass diese Spannung durchweg gehalten wird. Durch den realitätsnahen Schreibstil des Autors kann man in die Handlung einsteigen und die Gedanken und Entscheidungen der Charaktere nachvollziehen.
von Karo - 2024-01-24 10:37:00
Autor: Thilo Falk

Nicht überzeugend umgesetzt - 3 Sterne

"White Zero" ist ein spannender Umweltthriller, der ein düsteres Szenario zeichnet. So herrscht eine neue Eiszeit über Mitteleuropa und diese stellt eine große Bedrohung für das Leben in der Region dar. So wurde die Infrastruktur durch Schnee und Eis zerstört und die Versorgung der Bevölkerung kann nicht mehr garantiert werden. Auf der Suche nach den Ursachen der Eiszeit stoßen die Forscher - unter Leitung der Geophysikerin Dr. Jana Hollmer auf eine erschreckende Entdeckung.



Das Thema des Buches und das vom Autor durchgeführte Gedankenexperiment fand ich unglaublich spannend, weshalb ich "White Zero" unbedingt lesen wollte. Der Einstieg in das Buch ist mir auch sehr leicht gefallen, jedoch hat mich der Schreibstil des Autors ab einem bestimmten Zeitpunkt verloren. So scheint der Autor ein großer Freund von Perspektivwechseln zu sein und er wechselt diese sehr häufig und innerhalb kürzester Zeit - eine Entscheidung, die mich ab einem gewissen Zeitpunkt einfach verloren hat, denn ich konnte der Handlung und den Perspektiven einfach nicht mehr folgen. Durch diese ständigen Perspektivwechsel konnte ich auch keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, sodass mir ihr Schicksal und ihre Entwicklungen am Ende eher egal waren. Leider konnte mich "White Zero" am Ende nicht überzeugen, obwohl es aufgrund der Handlung eigentlich viel Potenzial hatte.
von Karo - 2024-01-24 10:23:00
Autor: Greta Milán

Gut aber nichts besonderes - 3 Sterne

"Christmas at Tiffany's" dreht sich um die Protagonistin Ally. Ally ist Tochter aus reichem Haus und war bis vor Kurzem Stammkundin bei Tiffany, einem der edelsten Schmuckläden in New York. Nun hat sie jedoch mit ihrer Familie gebrochen und kann nicht mehr auf das Familienvermögen zurückgreifen. Sie entscheidet sich, ihre Liebe für Tiffanys mit der Notwendigkeit des Geldverdienens zu verbinden und fängt als Verkäuferin bei Tiffany an. Zudem hat sie der Liebe abgeschworen und sich fest vorgenommen, niemanden mehr nah an sie heranzulassen. Doch dann trifft sie den angehenden Parfümeur Lucien, der ihr Herz berührt. Wie wird es mit Ally und Lucien weitergehen und wie wird sich ihre Familie in ihr Leben einmischen?

"Christmas at Tiffanys" ist eine ganz süße und niedliche Weihnachtsgeschichte, die beim Lesen zwar Spaß gemacht hat, aber mich nicht nachhaltig berührt hat. Der Liebesgeschichte fehlt es einfach an Emotionalität/Spannung, sodass ich sie zwar ganz gerne gelesen habe aber ich auch schon deutlich bessere Liebesgeschichten kennenlernen durfte. Auch fand ich das Versteckspiel zwischen den Charakteren teilweise sehr anstrengend, was meiner Stimmung gegenüber des Buches ebenfalls gestört hat. 
von Karo - 2024-01-04 18:24:00
Autor: Lea Adam

Bedrückend und dunkel - 4 Sterne

Bei Agonie handelt es sich um den zweiten Fall aus der Reihe "Milosevic und Frey ermitteln". Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, aber das hatte keine negativen Auswirkungen und ich konnte diesen zweiten Teil auch ohne Vorwissen genießen. 
In Agonie müssen die Ermittler Jagoda Milosevic und Vincent Frey den Mord an einer bekannten Umwelt-Influencerin untersuchen. Diese wurde auf brutalste Weise umgebracht - ihre Hinrichtung erinnert an die Art und Weise, wie Schlachtvieh umgebracht wird. Während der Ermittlungen wird schnell deutlich, dass sich die Influencerin viele große Feinde gemacht hat, so legte sie sich öffentlich mit Großkonzernen an und zögerte nie ihre Meinung offen darzulegen - egal wie unpopulär diese war. Es zeigt sich, dass die junge Frau Erpressungsmaterial gesammelt hat und einem großen Fleischkonzern richtig schaden könnte. Doch handelt es sich bei diesem Fleischkonzern wirklich um den Täter? Und wieso wird auch Milosevic entführt?


Ich habe zwar mit einem spannenden und brutalen Thriller gerechnet, aber Agonie hat alle meine Erwartungen übertroffen.  Der Thriller ist wirklich brutal und blutig. Die Schreibweise der Autorinnen ist sehr lebhaft, sodass man sich viele der Handlungen genau vorstellen kann und von den eigenen Gedanken überrumpelt wird. Neben den schonungslosen Mordbeschreibungen zögern die Autorinnen auch nicht, genaue Beschreibungen der Massentierhaltung anzubieten, sodass man sich auch hierdurch sehr unwohl fühlt - ein Gefühl, das sich durch die ganze Lektüre zieht. Bevor man mit der Lektüre beginnt, sollte man sich wirklich bewusst machen, dass man hier mit brutalen und bedrückenden Beschreibungen konfrontiert wird. Kann man allerdings damit leben, kann ich jedem zu dieser Lektüre raten. 
von Karo - 2024-01-04 17:35:00
Autor: Rød-Larsen Hilde

Muss im richtigen Moment gelesen werden - 4 Sterne

"Diamantnächte" ist einer dieser Romane, bei der die Inhaltsbeschreibung gar nicht so einfach ist. Es dreht sich um die Protagonistin Agnete, die auf den ersten Blick ihr Leben wirklich im Griff hat. Sie hat sich eine Routine und Struktur geschaffen und jeder Tag folgt genau diesem Ablauf. Doch dann kommt es zum Moment, an dem Agnetes Struktur gestört wird. An einem Tag fallen ihr plötzlich die Haare aus, kurz danach teilt ihr Mann ihr mit, dass er für längere Zeit ins Ausland fährt und erst an Weihnachten zurückkommen wird. Agnete nutzt die neugewonne Freiheit und Ruhe, um über sich selbst und ihr Leben nachzudenken und eine Erklärung für ihren Haarausfall zu finden. Dabei reist sie zurück in ihre Vergangenheit und untersucht, welche Entscheidungen der Vergangenheit ihr eher geschadet haben. 

"Diamantnächte" ist eine anspruchsvolle und schwere Lektüre. Ich habe es bei der ersten Lektüre nach wenigen Seiten abgebrochen, da ich einfach zu dem Zeitpunkt nicht in der richtigen Verfassung für so ein anspruchsvolles Werk war. Ich bin jedoch sehr froh, dass ich dem Werk noch eine zweite Chance gegeben habe - im richtigen Moment hat es mich definitiv nicht enttäuscht. Man begleitet Agnete auf ihrem emotionalen Weg und ihrer emotionalen Suche nach sich und das hat mich das ein oder andere Mal sehr berührt. Man fängt selbst an über sich, seine Vergangenheit und seine Mitmenschen nachzudenken und meine Gedanken sind das ein oder andere Mal vom Buch hin zu meinem Privatleben abgeschweift. Es ist definitiv ein Buch, welches zum Nachdenken anregt und man sollte sich vor der Lektüre bewusst sein, dass es sich um ein eher bedrückendes Thema dreht. Doch geht man mit diesen Kenntnissen in das Werk, kann man sehr viel aus der Lektüre mitnehmen. 
von Karo - 2023-10-27 20:33:00
Autor: Carolin Wahl

Gut aber nicht besonders - 3 Sterne

In Skogen Dynasty treffen Aleksander Skogen und Norah aufeinander. Aleksander ist Erbe einer norwegischen Dynastie; Norah arbeitet für das Familienunternehmen und führt Treckingtouren durch die Wildnis Norwegens durch. Während Aleksanders Leben normalerweise von Formel 1 Rennen in Monaco, seinem Masterstudium in Cambridge oder Treffen mit dem Kronprinzen bestimmt ist, ist sein Leben in der letzten Zeit ziemlich aus den Fugen geraten. So tauchte ein ziemlich skandalöses Video von ihm auf und zum Selbstschutz flieht er in die Wildnis Norwegens - direkt zu einer Treckingtour von Norah. Norah ist das komplette Gegenteil von Aleksander, doch die beiden scheinen sich anzuziehen und sie müssen sich überlegen, ob sie nicht doch zueinander passen. 

Skogen Dynasty versetzt einen auf ganz wunderbare Art nach Norwegen. Man erhält einen kurzen Einblick in das Leben in Oslo und steigt dann ganz tief in die wunderschöne Wildnis des skandinavischen Landes ein. Während ich mich auf jeden Fall in das Setting verliebt habe, konnten mich die Charaktere und die Beziehung zwischen Norah und Aleksander leider nicht so ganz überzeugen. Man merkt zwar, dass die Autorin viel Zeit in ihre Charaktere gesteckt hat, für mich blieben aber viele Aspekte zu oberflächlich und auch die Beziehung zwischen den Beiden konnte mich nicht so ganz berühren. Gelungen fand ich jedoch die individuelle Auseinandersetzung mit den Problemen und Sorgen, die sowohl Aleksander als auch Norah prägen.  An einigen Stellen habe ich mir gedacht, dass ich das so schon in vielen anderen New Adult Romanen gelesen habe, hier hat mir einfach ein bisschen ein Alleinstellungsmerkmal gefehlt.  
Alles in allem ist Skogen Dynasty ein guter Einstieg in eine New Adult Reihe und wird bestimmt ganz viele Liebhaber finden. Mir war es aber nicht berührend und besonders genug, weshalb ich die weiteren Teile nicht mehr lesen werden. Trotzdem vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar!
von Karo - 2023-09-04 19:41:00