Rezensionen
Rezensionen von Ryria
Autor: Nikki St. Crowe
(Zu lange) Einführung in die Welt von Oz - 4 Sterne
Man nehme die Geschichte vom Zauberer von Oz, forme sie neu und packe eine Menge typischer Romantasy-Elemente rein.
Im Ergebnis wird man viele Punkte der klassischen Geschichte hier auch wiedererkennen und ich fand es spannend zu sehen, wie diese eingebaut bzw. umgeändert wurden. So finden sich hier sowohl die bekannten Charaktere als auch Handlungsorte und Kernpunkte der Geschichte, manche hingegen werden aber erst angedeutet und kommen vermutlich im nächsten Band richtig vor.
Generell wirkte das ganze Buch sehr wie ein langer Prolog - man lernt Dorothy und ihr Leben in Kansas kennen, landet in Oz, trifft einige Charaktere und dann ist das Buch gefühlt auch schon wieder rum.
Besonders im Mittelteil ist nicht groß was passiert, dafür wirkte das Ende etwas überhastet.
Zwar begegnet man dort einigen Nebencharakteren, allerdings sind diese Beziehungen recht oberflächlich und bleiben kaum im Gedächtnis.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, was mir grundsätzlich auch gut gefallen hat, allerdings wird die Relevanz mancher Charaktere hierbei noch nicht so deutlich. Ich schätze dies wird in der Fortsetzung aufgeklärt bzw. ausgebaut, hier war es dadurch aber teilweise ein wenig überladen. Ich hätte es denke ich besser gefunden, wenn man mit weniger Perspektiven mehr in die Tiefe gegangen wäre.
Auch Dorothy konnte mich nicht immer überzeugen, ihre Handlungen waren für mich öfters nicht ganz nachvollziehbar, genau wie die Spice-Szenen zu unpassenden Momenten.
Sehr interessant fand ich hingegen den Blechmann, hier sehe ich durchaus großes Potential für Band 2, genau wie für die Antworten auf viele Fragen.
In diesem Sinne hat mir der Ausflug nach Oz überwiegend gut gefallen, jedoch hat es sich mehr wie eine lange Einleitung angefühlt und dementsprechend hoffe ich auf mehr Entwicklungen in der Fortsetzung - (aufgerundete) 3,5 Sterne.
Im Ergebnis wird man viele Punkte der klassischen Geschichte hier auch wiedererkennen und ich fand es spannend zu sehen, wie diese eingebaut bzw. umgeändert wurden. So finden sich hier sowohl die bekannten Charaktere als auch Handlungsorte und Kernpunkte der Geschichte, manche hingegen werden aber erst angedeutet und kommen vermutlich im nächsten Band richtig vor.
Generell wirkte das ganze Buch sehr wie ein langer Prolog - man lernt Dorothy und ihr Leben in Kansas kennen, landet in Oz, trifft einige Charaktere und dann ist das Buch gefühlt auch schon wieder rum.
Besonders im Mittelteil ist nicht groß was passiert, dafür wirkte das Ende etwas überhastet.
Zwar begegnet man dort einigen Nebencharakteren, allerdings sind diese Beziehungen recht oberflächlich und bleiben kaum im Gedächtnis.
Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, was mir grundsätzlich auch gut gefallen hat, allerdings wird die Relevanz mancher Charaktere hierbei noch nicht so deutlich. Ich schätze dies wird in der Fortsetzung aufgeklärt bzw. ausgebaut, hier war es dadurch aber teilweise ein wenig überladen. Ich hätte es denke ich besser gefunden, wenn man mit weniger Perspektiven mehr in die Tiefe gegangen wäre.
Auch Dorothy konnte mich nicht immer überzeugen, ihre Handlungen waren für mich öfters nicht ganz nachvollziehbar, genau wie die Spice-Szenen zu unpassenden Momenten.
Sehr interessant fand ich hingegen den Blechmann, hier sehe ich durchaus großes Potential für Band 2, genau wie für die Antworten auf viele Fragen.
In diesem Sinne hat mir der Ausflug nach Oz überwiegend gut gefallen, jedoch hat es sich mehr wie eine lange Einleitung angefühlt und dementsprechend hoffe ich auf mehr Entwicklungen in der Fortsetzung - (aufgerundete) 3,5 Sterne.
von Ryria - 2026-06-18 22:37:00
Autor: Annika Strauss
Willkommen im Horror-Game - 3 Sterne
Alysee programmiert zu Beginn des Buches für ihr Studium ein Horror-Game und immer wieder habe ich mich genau an ein solches bei der Handlung erinnert gefühlt.
Die Geschichte ist hierbei in zwei Abschnitte unterteilt, zunächst quasi die Einführung in die Handlung, Spannungsaufbau und zahlreiche Fragen. Dieser Teil hat mich an andere Fitzek-Bücher erinnert, in kurzen Kapiteln mit wechselnden Perspektiven wird durch kleine Cliffhanger Fahrt aufgenommen.
Im zweiten Teil übernimmt dann eher der Horroraspekt, man ist wie in einem Spiel in einem unheimlichen und tödlichen Hotel gefangen. Während die Charaktere versuchen zu überleben, wird dabei nach und nach die Wahrheit aufgedeckt.
Auch wenn ich Spiele dieser Art durchaus mag, mochte ich den ersten Teil jedoch weitaus mehr. In Buchform hatte dieses Setting irgendwie nicht den gleichen Effekt auf mich.
Dabei sind die Beschreibungen durchweg eigentlich ziemlich gelungen, man kann sich die (oft nicht so schönen) Szenen und Schauplätze gut vorstellen.
Das Tempo ist ebenfalls großartig, man fliegt durch die Seiten, ich habe das Buch am Stück an einem Tag ausgelesen.
Alysee als Protagonistin mochte ich auch, dafür sind mir die anderen Charaktere nicht so wirklich nahe gekommen, vieles war dann doch eher kurz und etwas oberflächlich.
Ohne zu viel zu verraten muss noch gesagt sein, dass die Auflösung meinen Geschmack leider nicht so ganz getroffen hat, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und fand es ein wenig skurril - überraschend war es aber auf jeden Fall!
Von daher, wer Horror(spiele) liebt, wird hier vielleicht auch Spaß dran haben, wer eher einen "klassischen" Fitzek ohne übernatürliche Elemente sucht, sollte vermutlich eher Abstand halten.
Die Geschichte ist hierbei in zwei Abschnitte unterteilt, zunächst quasi die Einführung in die Handlung, Spannungsaufbau und zahlreiche Fragen. Dieser Teil hat mich an andere Fitzek-Bücher erinnert, in kurzen Kapiteln mit wechselnden Perspektiven wird durch kleine Cliffhanger Fahrt aufgenommen.
Im zweiten Teil übernimmt dann eher der Horroraspekt, man ist wie in einem Spiel in einem unheimlichen und tödlichen Hotel gefangen. Während die Charaktere versuchen zu überleben, wird dabei nach und nach die Wahrheit aufgedeckt.
Auch wenn ich Spiele dieser Art durchaus mag, mochte ich den ersten Teil jedoch weitaus mehr. In Buchform hatte dieses Setting irgendwie nicht den gleichen Effekt auf mich.
Dabei sind die Beschreibungen durchweg eigentlich ziemlich gelungen, man kann sich die (oft nicht so schönen) Szenen und Schauplätze gut vorstellen.
Das Tempo ist ebenfalls großartig, man fliegt durch die Seiten, ich habe das Buch am Stück an einem Tag ausgelesen.
Alysee als Protagonistin mochte ich auch, dafür sind mir die anderen Charaktere nicht so wirklich nahe gekommen, vieles war dann doch eher kurz und etwas oberflächlich.
Ohne zu viel zu verraten muss noch gesagt sein, dass die Auflösung meinen Geschmack leider nicht so ganz getroffen hat, ich hatte etwas ganz anderes erwartet und fand es ein wenig skurril - überraschend war es aber auf jeden Fall!
Von daher, wer Horror(spiele) liebt, wird hier vielleicht auch Spaß dran haben, wer eher einen "klassischen" Fitzek ohne übernatürliche Elemente sucht, sollte vermutlich eher Abstand halten.
von Ryria - 2026-06-18 21:10:00
Autor: Andréa Ager-Hanssen
Kindheit und Studium im Chaos - 3 Sterne
Während Hedda in der Gegenwart mit ihrer Masterarbeit kämpft und frisch schwanger ist, erkunden wir in wechselnden Kapiteln ihre Vergangenheit und erfahren, wie sie aufgewachsen ist.
Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Zeitebenen haben mir hierbei grundsätzlich gut gefallen, durch vergangene Erlebnisse kann man oft ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen im Jetzt besser verstehen und schön interpretieren.
Gleichzeitig liegt hierin aber auch eine Schwachstelle des Romans: Passend zum Titel ist alles ein wenig chaotisch, teilweise wusste ich nicht direkt, in welcher Zeit wir uns gerade befinden, und musste mich erstmal wieder kurz orientieren.
Statt einer zusammenhängenden Erzählung gibt es oft eher nur fragmentarische Ausschnitte, kurze Szenen aus dem Leben der Protagonistin.
Eine wirkliche Beziehung habe ich zu ihr jedoch nicht aufbauen können, sie ist für mich auf Distanz geblieben, nur zwischendurch konnte ich ein wenig mitfühlen und auch mitleiden, da es teilweise sehr bedrückend und traurig wurde.
Die Nebencharaktere sind gar nicht im Gedächtnis geblieben, auch Heddas Beziehung blieb recht blass.
Sehr gelungen fand ich dagegen die Symbolik: Immer wieder werden spannende Metaphern eingebaut, die viel über die Charaktere verraten, hier hatte ich echt Spaß, diese zu finden und zu interpretieren.
Insgesamt erzähltechnisch eigentlich ein sehr interessantes Buch, dessen Handlung mich jedoch nicht übermäßig packen konnte.
Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Zeitebenen haben mir hierbei grundsätzlich gut gefallen, durch vergangene Erlebnisse kann man oft ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen im Jetzt besser verstehen und schön interpretieren.
Gleichzeitig liegt hierin aber auch eine Schwachstelle des Romans: Passend zum Titel ist alles ein wenig chaotisch, teilweise wusste ich nicht direkt, in welcher Zeit wir uns gerade befinden, und musste mich erstmal wieder kurz orientieren.
Statt einer zusammenhängenden Erzählung gibt es oft eher nur fragmentarische Ausschnitte, kurze Szenen aus dem Leben der Protagonistin.
Eine wirkliche Beziehung habe ich zu ihr jedoch nicht aufbauen können, sie ist für mich auf Distanz geblieben, nur zwischendurch konnte ich ein wenig mitfühlen und auch mitleiden, da es teilweise sehr bedrückend und traurig wurde.
Die Nebencharaktere sind gar nicht im Gedächtnis geblieben, auch Heddas Beziehung blieb recht blass.
Sehr gelungen fand ich dagegen die Symbolik: Immer wieder werden spannende Metaphern eingebaut, die viel über die Charaktere verraten, hier hatte ich echt Spaß, diese zu finden und zu interpretieren.
Insgesamt erzähltechnisch eigentlich ein sehr interessantes Buch, dessen Handlung mich jedoch nicht übermäßig packen konnte.
von Ryria - 2026-06-14 21:11:00
Autor: Jacqueline Harpman
Das Streben nach Wissen und Antworten - 5 Sterne
In einem unterirdischen Bunker sind 39 Frauen und ein Kind seit über zehn Jahren in einem Käfig gefangen, bewacht von wenigen Männern, die ihnen Essen bringen, aber ansonsten nicht mit ihnen interagieren. Durch einen Zufall können sie fliehen, aber wartet draußen wirklich die Freiheit oder nur ein neuer Käfig?
Diese kürzlich wieder bekannt gewordene Geschichte ist so ziemlich das Gegenteil eines Wohlfühlbuchs. Es ist alles sehr bedrückend, trostlos und deprimierend, nur unterbrochen von kleinen Lichtmomenten. Und trotzdem liest man weiter, genau wie die Charaktere immer auf der Suche nach Antworten und Erklärungen: Wer hat sie eingesperrt, sind sie noch auf der Erde, was ist passiert - und vor allem das große Warum?
Es soll vorweg gesagt sein: Es ist viel Platz für Spekulationen und Theorien, aber sichere Erklärungen wird man nicht bekommen, was durchaus frustrierend sein kann. Vor der persönlichen Geschichte der Autorin macht dies aber doch durchaus irgendwie Sinn. Harpman musste als Kind im zweiten Weltkrieg nach Marokko fliehen, ein großer Teil ihrer Familie wurde in Auschwitz ermordet. Wer könnte besser aus der Sicht eines Kindes schreiben, das in einer fremden Welt erwachsen wird, umgeben von Menschen, die ihr altes Leben vermissen, und dem allgegenwärtigen, sinnlosen Tod?
So betrachtet liest sich das Buch sehr persönlich, funktioniert aber auch unabhängig davon.
Die Nebencharaktere bleiben größtenteils eher blass, dafür taucht man tief in die Gedankenwelt der namenlosen Erzählerin ein.
Sie erkundet nicht nur die fremde Welt, sondern auch die Konzepte der Menschlichkeit und ihr neue Gefühle, immer begleitet von einem Durst nach Wissen.
Eine Geschichte, die unter die Haut geht und mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Diese kürzlich wieder bekannt gewordene Geschichte ist so ziemlich das Gegenteil eines Wohlfühlbuchs. Es ist alles sehr bedrückend, trostlos und deprimierend, nur unterbrochen von kleinen Lichtmomenten. Und trotzdem liest man weiter, genau wie die Charaktere immer auf der Suche nach Antworten und Erklärungen: Wer hat sie eingesperrt, sind sie noch auf der Erde, was ist passiert - und vor allem das große Warum?
Es soll vorweg gesagt sein: Es ist viel Platz für Spekulationen und Theorien, aber sichere Erklärungen wird man nicht bekommen, was durchaus frustrierend sein kann. Vor der persönlichen Geschichte der Autorin macht dies aber doch durchaus irgendwie Sinn. Harpman musste als Kind im zweiten Weltkrieg nach Marokko fliehen, ein großer Teil ihrer Familie wurde in Auschwitz ermordet. Wer könnte besser aus der Sicht eines Kindes schreiben, das in einer fremden Welt erwachsen wird, umgeben von Menschen, die ihr altes Leben vermissen, und dem allgegenwärtigen, sinnlosen Tod?
So betrachtet liest sich das Buch sehr persönlich, funktioniert aber auch unabhängig davon.
Die Nebencharaktere bleiben größtenteils eher blass, dafür taucht man tief in die Gedankenwelt der namenlosen Erzählerin ein.
Sie erkundet nicht nur die fremde Welt, sondern auch die Konzepte der Menschlichkeit und ihr neue Gefühle, immer begleitet von einem Durst nach Wissen.
Eine Geschichte, die unter die Haut geht und mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
von Ryria - 2026-06-14 20:05:00
Autor: Laura Willud
Zwischen gefühlvollen Songs und Freundschaften - 4 Sterne
Sowohl Olive als auch Drew kämpfen mit Verlusten in ihren Leben, als der Zufall sie in einer magischen Nacht zusammenführt. Genauso zufällig treffen sie sich einige Zeit später als neue Nachbarn wieder, mit dem kleinen Problem, dass ihre WGs eigentlich verfeindet sind...
Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven erzählt, was mir richtig gut gefallen hat, da man so beide Protagonisten und ihre Gefühle ausführlich kennenlernt, aber auch einen Einblick in beide WGs erhält.
Dies ist auch eine Stärke des Romans, beide Seiten wachsen einem irgendwie richtig ans Herz, sowohl die Männer- als auch die Frauengemeinschaft. Die Charaktere fühlen sich an wie alte Freunde, das Buch ist nicht nur auf die Liebesgeschichte fixiert, sondern erkundet so noch Freundschaften und Familienbeziehungen.
Aber auch Olive und Drew waren mir sympathisch, beide kämpfen mit ihrer ganz eigenen Trauer und verarbeiten diese in ihrer gemeinsamen Arbeit, dem Erschaffen von berührenden Liedern. Bei allem hat mir das Tempo gut gefallen, es wirkte realistisch: Songs entstehen nicht einfach so, die Beziehung ist nicht sofort da, alles ist ein langsamer Prozess und wir können der Entwicklung beiwohnen.
Das Thema Trauer wurde hier authentisch in die Handlung eingefügt und nicht nur als Aufhänger für Olives Umzug benutzt, sondern formt ihren Charakter und ihre Beziehungen.
Auch der Schreibstil war angenehm, man konnte ohne Probleme viele Seiten am Stück lesen, ohne zu stocken oder sich zu langweilen.
Lediglich diese leicht erzwungene Feindschaft zwischen den WGs fand ich nach einer Weile doch ein wenig überflüssig, aber gut.
Insgesamt eine süße Liebesgeschichte mit tollen Nebencharakteren und emotionalen Momenten.
Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven erzählt, was mir richtig gut gefallen hat, da man so beide Protagonisten und ihre Gefühle ausführlich kennenlernt, aber auch einen Einblick in beide WGs erhält.
Dies ist auch eine Stärke des Romans, beide Seiten wachsen einem irgendwie richtig ans Herz, sowohl die Männer- als auch die Frauengemeinschaft. Die Charaktere fühlen sich an wie alte Freunde, das Buch ist nicht nur auf die Liebesgeschichte fixiert, sondern erkundet so noch Freundschaften und Familienbeziehungen.
Aber auch Olive und Drew waren mir sympathisch, beide kämpfen mit ihrer ganz eigenen Trauer und verarbeiten diese in ihrer gemeinsamen Arbeit, dem Erschaffen von berührenden Liedern. Bei allem hat mir das Tempo gut gefallen, es wirkte realistisch: Songs entstehen nicht einfach so, die Beziehung ist nicht sofort da, alles ist ein langsamer Prozess und wir können der Entwicklung beiwohnen.
Das Thema Trauer wurde hier authentisch in die Handlung eingefügt und nicht nur als Aufhänger für Olives Umzug benutzt, sondern formt ihren Charakter und ihre Beziehungen.
Auch der Schreibstil war angenehm, man konnte ohne Probleme viele Seiten am Stück lesen, ohne zu stocken oder sich zu langweilen.
Lediglich diese leicht erzwungene Feindschaft zwischen den WGs fand ich nach einer Weile doch ein wenig überflüssig, aber gut.
Insgesamt eine süße Liebesgeschichte mit tollen Nebencharakteren und emotionalen Momenten.
von Ryria - 2026-06-13 23:40:00
Autor: Andreas Winkelmann
Spannung mit toller Atmosphäre - 5 Sterne
In einem nebligen Moor im Winter TikTok-Videos drehen ist eine grandiose Idee, was soll schon schiefgehen?
Leider so einiges, weshalb Kommissarin Malia ermitteln muss: Was ist mit den jungen Zwillingen passiert, wohin sind sie verschwunden?
Die Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen: Auf der einen Seite gab es das mysteriöse, gefährliche und neblige Moor, auf der anderen Seite die dörflich anmutende Kleinstadt, in der gefühlt jeder jeden kennt.
Beides sorgt für eine schön düstere und teilweise auch leicht unheimliche Stimmung, die richtig gut zur Handlung bzw. einem Thriller generell gepasst hat.
Auch die Einblicke und Infos zum Moor mochte ich, da konnte man nebenbei noch ein bisschen was lernen.
Der Aufbau ist ebenfalls gelungen, kurze Kapitel sorgen für einen schönen Lesefluss, wechselnde Perspektiven bringen einem die Charaktere näher und halten die Neugier aufrecht, immer neue Hinweise lassen den Leser miträtseln.
Durch falsche Fährten und Plottwists wird es auch fast nie wirklich langweilig.
Zu Beginn musste ich manchmal noch kurz zurückblättern, da ich mir nicht alle Namen auf Anhieb merken konnte, das wurde jedoch schnell besser.
Ich mochte auch die Mischung aus "Privatleben/Familie der Kommissarin" und den eigentlichen Ermittlungen, das Verhältnis ist hier gut getroffen und Malia sympathisch.
Manches erschien mir allerdings nicht so ganz realistisch, besonders bei den Ermittlungen, wobei allerdings ja auch im Buch schon nebenbei erwähnt wird, dass die Leute auch nicht unbedingt lesen wollen, wie die Polizisten Schreibtischarbeit leisten.
Insgesamt ein echt spannender Thriller, der zum Miträtseln einlädt und viele Geheimnisse verbirgt.
Leider so einiges, weshalb Kommissarin Malia ermitteln muss: Was ist mit den jungen Zwillingen passiert, wohin sind sie verschwunden?
Die Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen: Auf der einen Seite gab es das mysteriöse, gefährliche und neblige Moor, auf der anderen Seite die dörflich anmutende Kleinstadt, in der gefühlt jeder jeden kennt.
Beides sorgt für eine schön düstere und teilweise auch leicht unheimliche Stimmung, die richtig gut zur Handlung bzw. einem Thriller generell gepasst hat.
Auch die Einblicke und Infos zum Moor mochte ich, da konnte man nebenbei noch ein bisschen was lernen.
Der Aufbau ist ebenfalls gelungen, kurze Kapitel sorgen für einen schönen Lesefluss, wechselnde Perspektiven bringen einem die Charaktere näher und halten die Neugier aufrecht, immer neue Hinweise lassen den Leser miträtseln.
Durch falsche Fährten und Plottwists wird es auch fast nie wirklich langweilig.
Zu Beginn musste ich manchmal noch kurz zurückblättern, da ich mir nicht alle Namen auf Anhieb merken konnte, das wurde jedoch schnell besser.
Ich mochte auch die Mischung aus "Privatleben/Familie der Kommissarin" und den eigentlichen Ermittlungen, das Verhältnis ist hier gut getroffen und Malia sympathisch.
Manches erschien mir allerdings nicht so ganz realistisch, besonders bei den Ermittlungen, wobei allerdings ja auch im Buch schon nebenbei erwähnt wird, dass die Leute auch nicht unbedingt lesen wollen, wie die Polizisten Schreibtischarbeit leisten.
Insgesamt ein echt spannender Thriller, der zum Miträtseln einlädt und viele Geheimnisse verbirgt.
von Ryria - 2026-06-02 22:40:00
Autor: Florence Knapp
Kleine Entscheidung, große Auswirkungen - 5 Sterne
Dieses Buch ist ein berührendes Experiment: Wie unterschiedlich können Leben verlaufen, wenn eine kleine Entscheidung anders getroffen wird?
Ausgangspunkt ist hierbei die Wahl des Namens des neugeborenen Sohns - soll er Bear, Julian oder Gordon heißen?
Teilweise gab es hierbei Elemente, die darauf schließen ließen, dass der Name selbst den Charakter des Kindes beeinflusst hat, überwiegend resultierten die verschiedenen Lebenspfade jedoch aus der Beziehung der Eltern: Rebelliert die Mutter gegen den gewalttätigen Vater oder bleibt sie in der Ehe gefangen?
Als großer Fan von solchen Gedankenexperimenten und der Erkundung der Frage "Was wäre wenn" habe ich diese Geschichte und den Aufbau geliebt.
Wir befinden uns im gleichen Jahr, aber lesen die Erlebnisse der Familie hintereinander für jeden der drei Namen. Im Anschluss springen wir 7 Jahre in die Zukunft und erfahren so, wie es für alle weitergeht, von 1987 bis 2022.
Manchmal muss man sich nochmal kurz ins Gedächtnis rufen, was in dieser Realität vorher passiert ist, jedoch fand ich dies nicht sonderlich kompliziert.
Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, recht schlicht aber trotzdem ganz schön.
Die Charaktere sind mir teilweise echt ans Herz gewachsen, am Ende gab es auch die ein oder andere Träne, und ich war durchweg neugierig, wie es 7 Jahre später für alle weitergeht bzw. wie die Familie auf einer anderen "Namensebene" das entsprechende Jahr erlebt.
Gut gemacht fand ich hierbei auch, dass es keinen "richtigen" Weg gab, jeder Pfad hatte seine ganz eigenen Herausforderungen, glückliche Momente und Tragödien. Für mich wurde die Geschichte dadurch nochmal authentischer, man konnte null vorhersagen was passieren wird und selbst Tage nach der letzten Seite spuken mir die verschiedenen Wege noch im Kopf rum.
Ausgangspunkt ist hierbei die Wahl des Namens des neugeborenen Sohns - soll er Bear, Julian oder Gordon heißen?
Teilweise gab es hierbei Elemente, die darauf schließen ließen, dass der Name selbst den Charakter des Kindes beeinflusst hat, überwiegend resultierten die verschiedenen Lebenspfade jedoch aus der Beziehung der Eltern: Rebelliert die Mutter gegen den gewalttätigen Vater oder bleibt sie in der Ehe gefangen?
Als großer Fan von solchen Gedankenexperimenten und der Erkundung der Frage "Was wäre wenn" habe ich diese Geschichte und den Aufbau geliebt.
Wir befinden uns im gleichen Jahr, aber lesen die Erlebnisse der Familie hintereinander für jeden der drei Namen. Im Anschluss springen wir 7 Jahre in die Zukunft und erfahren so, wie es für alle weitergeht, von 1987 bis 2022.
Manchmal muss man sich nochmal kurz ins Gedächtnis rufen, was in dieser Realität vorher passiert ist, jedoch fand ich dies nicht sonderlich kompliziert.
Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, recht schlicht aber trotzdem ganz schön.
Die Charaktere sind mir teilweise echt ans Herz gewachsen, am Ende gab es auch die ein oder andere Träne, und ich war durchweg neugierig, wie es 7 Jahre später für alle weitergeht bzw. wie die Familie auf einer anderen "Namensebene" das entsprechende Jahr erlebt.
Gut gemacht fand ich hierbei auch, dass es keinen "richtigen" Weg gab, jeder Pfad hatte seine ganz eigenen Herausforderungen, glückliche Momente und Tragödien. Für mich wurde die Geschichte dadurch nochmal authentischer, man konnte null vorhersagen was passieren wird und selbst Tage nach der letzten Seite spuken mir die verschiedenen Wege noch im Kopf rum.
von Ryria - 2026-06-02 21:56:00
Autor: Kurt Prödel
Wie das Leben so spielt - 5 Sterne
Marko und Claire sind seit einigen Jahren schon zusammen, haben gerade Abi gemacht und träumen von einem gemeinsamen Umzug samt Studium nach München.
Doch für Marko gibt es nur Absagen, seine Alternative führt ihn nach Budapest, die Beziehung zu Claire wird beendet um eine Fernbeziehung zu vermeiden.
Und dann kommt auch dort alles ganz anders als geplant...
Salto ist ein Buch, das ich absolut verschlungen habe: Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil angenehm und die Sprache leicht verständlich. Dazu gab es zwar keine klassische Spannung, trotzdem wollte ich permanent wissen, wie es weitergeht.
Die Sprache war hierbei passend zum Alter des Protagonisten und Ich-Erzählers Marko, seine Formulierungen und Gedanken wirkten sehr authentisch und nicht künstlich. Anspielungen auf die heutige Jugendkultur wurden so eingebaut, dass es natürlich wirkt und dabei auch für andere Altersgruppen vermutlich gut nachvollziehbar bleibt.
Dabei werden immer wieder Sätze und Textstellen mit großer Wortgewalt eingebaut, wunderbare Abschnitte, die ich doppelt gelesen habe. Teilweise haben mich einzelne Zitate an eine Art Poetry Slam erinnert.
Es gibt nicht viele Charaktere, dafür lernen wir diese umso besser kennen bzw. Markos Beziehungen zu ihnen. Hier kann nicht nur die zarte und unaufdringliche Liebesgeschichte glänzen, sondern auch die Schilderung einer Vater-Sohn-Beziehung. Statt großer Dramatik wird alles in leisen Tönen erzählt, eine Geschichte, wie sie das Leben halt so spielt.
Die Handlung spielt über mehrere Monate hinweg, immer wieder gibt es kleine Zeitsprünge und man ist hautnah dabei, wenn sich die Charaktere mit gescheiterten Plänen, Krankheiten und der Ungewissheit nach der Schule auseinandersetzen müssen. Viele dieser Gefühle hallen dabei im Leser wider, man erinnert sich an seine eigenen Erfahrungen und kann gut mitfühlen, selbst wenn der eigene Weg anders aussah.
Eine authentische Coming-of-Age-Geschichte, über die unergründlichen Wege des Lebens, in beeindruckenden Worten erzählt!
Doch für Marko gibt es nur Absagen, seine Alternative führt ihn nach Budapest, die Beziehung zu Claire wird beendet um eine Fernbeziehung zu vermeiden.
Und dann kommt auch dort alles ganz anders als geplant...
Salto ist ein Buch, das ich absolut verschlungen habe: Die Kapitel sind kurz, der Schreibstil angenehm und die Sprache leicht verständlich. Dazu gab es zwar keine klassische Spannung, trotzdem wollte ich permanent wissen, wie es weitergeht.
Die Sprache war hierbei passend zum Alter des Protagonisten und Ich-Erzählers Marko, seine Formulierungen und Gedanken wirkten sehr authentisch und nicht künstlich. Anspielungen auf die heutige Jugendkultur wurden so eingebaut, dass es natürlich wirkt und dabei auch für andere Altersgruppen vermutlich gut nachvollziehbar bleibt.
Dabei werden immer wieder Sätze und Textstellen mit großer Wortgewalt eingebaut, wunderbare Abschnitte, die ich doppelt gelesen habe. Teilweise haben mich einzelne Zitate an eine Art Poetry Slam erinnert.
Es gibt nicht viele Charaktere, dafür lernen wir diese umso besser kennen bzw. Markos Beziehungen zu ihnen. Hier kann nicht nur die zarte und unaufdringliche Liebesgeschichte glänzen, sondern auch die Schilderung einer Vater-Sohn-Beziehung. Statt großer Dramatik wird alles in leisen Tönen erzählt, eine Geschichte, wie sie das Leben halt so spielt.
Die Handlung spielt über mehrere Monate hinweg, immer wieder gibt es kleine Zeitsprünge und man ist hautnah dabei, wenn sich die Charaktere mit gescheiterten Plänen, Krankheiten und der Ungewissheit nach der Schule auseinandersetzen müssen. Viele dieser Gefühle hallen dabei im Leser wider, man erinnert sich an seine eigenen Erfahrungen und kann gut mitfühlen, selbst wenn der eigene Weg anders aussah.
Eine authentische Coming-of-Age-Geschichte, über die unergründlichen Wege des Lebens, in beeindruckenden Worten erzählt!
von Ryria - 2026-05-26 23:38:00
Autor: Naomi Ishiguro
Eine ganz besondere Fantasy-Welt - 5 Sterne
Zunächst vorweg: Dies ist der erste Band einer Trilogie, jedoch war es der Autorin auch wichtig, dass man die Bücher auch einzeln lesen kann und nicht mit fiesen Cliffhangern gequält wird - und trotzdem kann ich es kaum erwarten, dass es weitergeht.
Naomi Ishiguro erschafft in ihrem Fantasy-Debüt eine ganz besondere Welt, die klassische sagenhafte Elemente mit modernen Twists kombiniert.
Als Halbjapanerin war sie bisher nur einmal als Kind im Land ihrer Vorfahren, hat sich für ihr Worldbuilding daher sehr von ihrer eigenen Vorstellung von Japan, fremden Erzählungen und Medien wie Anime und Ghibli inspirieren lassen.
Dies merkt man wunderbar an der Atmosphäre, die Stadt weist japanische Elemente auf, hat jedoch ihren ganz eigenen Charakter.
Gleichzeitig wird Magie mit modernster Technik kombiniert, Drachen mit Bots, das Alte mit dem Neuen.
All das funktioniert erstaunlich gut zusammen, die Beschreibungen sorgen zusätzlich dafür, dass man sich direkt in diese Welt versetzt fühlt.
Dazu beschränkt es sich nicht nur auf eine Stadt, die durch eine Karte auch toll dargestellt wird, sondern weitere Orte in der Welt finden Erwähnung und sind zukünftig noch relevant.
Der Schreibstil war durchweg sehr angenehm zu lesen und recht unkompliziert.
Anstatt zu Beginn direkt von Informationen erschlagen zu werden, wird die Welt und die Charaktere gemächlich vorgestellt, sodass man in einem tollen Tempo in die Geschichte eintauchen kann.
Auch passt sich der Stil an die jeweilige Erzählperspektive an, wirkt so beim jungen Prinzen entsprechend etwas kindlicher.
Die unterschiedlichen Perspektiven sorgen zusätzlich dafür, dass man alles aus ganz verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen kann, mir haben alle tatsächlich sehr gut gefallen.
Generell sind die Charaktere sehr liebenswert, jeder hat ganz eigene besondere Fähigkeiten und gerade für jüngere Leser können sie durchaus auch als Vorbilder dienen. Die Autorin hat sich hier von ihren eigenen Schülern inspirieren lassen, die schon im jungen Alter einen tollen Zusammenhalt und Charakterstärke zeigen. Dementsprechend kann man auch herauslesen, dass die Charaktere mit Liebe geschrieben wurden, besonders Fans des Found Family Tropes werden hier auch auf ihre Kosten kommen.
Naomi Ishiguro erschafft in ihrem Fantasy-Debüt eine ganz besondere Welt, die klassische sagenhafte Elemente mit modernen Twists kombiniert.
Als Halbjapanerin war sie bisher nur einmal als Kind im Land ihrer Vorfahren, hat sich für ihr Worldbuilding daher sehr von ihrer eigenen Vorstellung von Japan, fremden Erzählungen und Medien wie Anime und Ghibli inspirieren lassen.
Dies merkt man wunderbar an der Atmosphäre, die Stadt weist japanische Elemente auf, hat jedoch ihren ganz eigenen Charakter.
Gleichzeitig wird Magie mit modernster Technik kombiniert, Drachen mit Bots, das Alte mit dem Neuen.
All das funktioniert erstaunlich gut zusammen, die Beschreibungen sorgen zusätzlich dafür, dass man sich direkt in diese Welt versetzt fühlt.
Dazu beschränkt es sich nicht nur auf eine Stadt, die durch eine Karte auch toll dargestellt wird, sondern weitere Orte in der Welt finden Erwähnung und sind zukünftig noch relevant.
Der Schreibstil war durchweg sehr angenehm zu lesen und recht unkompliziert.
Anstatt zu Beginn direkt von Informationen erschlagen zu werden, wird die Welt und die Charaktere gemächlich vorgestellt, sodass man in einem tollen Tempo in die Geschichte eintauchen kann.
Auch passt sich der Stil an die jeweilige Erzählperspektive an, wirkt so beim jungen Prinzen entsprechend etwas kindlicher.
Die unterschiedlichen Perspektiven sorgen zusätzlich dafür, dass man alles aus ganz verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen kann, mir haben alle tatsächlich sehr gut gefallen.
Generell sind die Charaktere sehr liebenswert, jeder hat ganz eigene besondere Fähigkeiten und gerade für jüngere Leser können sie durchaus auch als Vorbilder dienen. Die Autorin hat sich hier von ihren eigenen Schülern inspirieren lassen, die schon im jungen Alter einen tollen Zusammenhalt und Charakterstärke zeigen. Dementsprechend kann man auch herauslesen, dass die Charaktere mit Liebe geschrieben wurden, besonders Fans des Found Family Tropes werden hier auch auf ihre Kosten kommen.
von Ryria - 2026-05-25 19:11:00
Autor: Iryna Fingerova
Tagebuch der Zerissenheit - 5 Sterne
Jeder kennt die Nachrichtenbilder des Ukrainekriegs, doch wenige werden die Menschen dahinter wirklich kennen, die Geflüchteten, aber auch die zuvor schon Ausgewanderten.
Was fühlen sie, welche Gedanken schwirren ihnen im Kopf rum, was lässt ihnen keine Ruhe, wie kommen sie in diesem neuen Leben klar?
Die Autorin erkundet diese Fragen in einer Geschichte, die sich sehr persönlich anfühlt und liest.
Die Gedanken der Protagonistin Mira, einer jungen Ärztin, die schon einige Jahre vor dem Krieg nach Deutschland gezogen ist, wirken so wie die Gefühle der Autorin selbst und sind dadurch besonders authentisch und bewegend.
Der Schreibstil ist dabei sehr poetisch, auf fast jeder Seite kann man schöne Zitate finden, die einen tief treffen und die man auch öfters lesen möchte.
Es wirkt teilweise ein wenig wie ein Tagebuch, als ob man all den Gefühlen im Kopf einen weiteren Raum geben möchte indem man sie auf Papier bannt.
Dabei lernt man natürlich Miras Sicht sehr eindrücklich kennen und kann gut nachvollziehen, wie es ihr mit der Situation und all den schlimmen Dingen geht.
Darf man noch glücklich sein, wenn in der Heimat Menschen sterben? Oder muss man es sogar? Wie soll man so seine Rolle als Mutter, Ehefrau oder Ärztin erfüllen?
Dazu erzählt sie zusätzlich noch von all den Menschen, die geflüchtet sind, von ihren kleinen und großen Problemen im neuen Alltag und der Kriegssituation.
Man fühlt sich den Ukrainer*innen mit jeder Seite näher, das was bisher in der Distanz war wird einem hier berührend nähergebracht.
Dies ist kein Buch, das man schnell nebenbei zur Unterhaltung liest, stattdessen ein wunderschön geschriebenes Werk voller Emotionen und Wortschätzen.
Was fühlen sie, welche Gedanken schwirren ihnen im Kopf rum, was lässt ihnen keine Ruhe, wie kommen sie in diesem neuen Leben klar?
Die Autorin erkundet diese Fragen in einer Geschichte, die sich sehr persönlich anfühlt und liest.
Die Gedanken der Protagonistin Mira, einer jungen Ärztin, die schon einige Jahre vor dem Krieg nach Deutschland gezogen ist, wirken so wie die Gefühle der Autorin selbst und sind dadurch besonders authentisch und bewegend.
Der Schreibstil ist dabei sehr poetisch, auf fast jeder Seite kann man schöne Zitate finden, die einen tief treffen und die man auch öfters lesen möchte.
Es wirkt teilweise ein wenig wie ein Tagebuch, als ob man all den Gefühlen im Kopf einen weiteren Raum geben möchte indem man sie auf Papier bannt.
Dabei lernt man natürlich Miras Sicht sehr eindrücklich kennen und kann gut nachvollziehen, wie es ihr mit der Situation und all den schlimmen Dingen geht.
Darf man noch glücklich sein, wenn in der Heimat Menschen sterben? Oder muss man es sogar? Wie soll man so seine Rolle als Mutter, Ehefrau oder Ärztin erfüllen?
Dazu erzählt sie zusätzlich noch von all den Menschen, die geflüchtet sind, von ihren kleinen und großen Problemen im neuen Alltag und der Kriegssituation.
Man fühlt sich den Ukrainer*innen mit jeder Seite näher, das was bisher in der Distanz war wird einem hier berührend nähergebracht.
Dies ist kein Buch, das man schnell nebenbei zur Unterhaltung liest, stattdessen ein wunderschön geschriebenes Werk voller Emotionen und Wortschätzen.
von Ryria - 2026-05-20 22:59:00











