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Rezensionen

Rezensionen von uncletom

Autor: Jochen Mariss

Eine bewegende Reise am Fluss - 4 Sterne

Tage am Fluss war mein erstes Buch von Jochen Mariss, und ich wurde positiv überrascht. Der Autor war mir bisher nicht bekannt, doch sein flüssiger und angenehmer Schreibstil hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Auch das Cover passt hervorragend zur Geschichte und fängt die ruhige, naturnahe Atmosphäre des Romans sehr gut ein.

Besonders gelungen fand ich die beiden Hauptfiguren Sara und Leon. Sara lebt zurückgezogen als Fährfrau am Fluss und hat sich nach schwierigen Erfahrungen eine schützende Mauer um ihr Herz aufgebaut. Leon, ein junger Umweltaktivist mit eigenen Verletzungen und Geheimnissen, tritt unerwartet in ihr Leben.
Der Konflikt um den geplanten Brückenbau verleiht der Handlung Spannung, ohne den zwischenmenschlichen Aspekt in den Hintergrund zu drängen.
von uncletom - 2026-06-18 19:07:00
Autor: Turid Müller

Wenn die Vergangenheit nicht ruht - 4 Sterne

Unter dem Strand zieht einen schon nach wenigen Seiten mit seiner dichten und geheimnisvollen Atmosphäre in den Bann. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und gleichzeitig unglaublich eindringlich, sodass man die Stimmung beinahe selbst spüren kann. Besonders die unterschwellige Spannung sorgt immer wieder für echte Gänsehautmomente, weil man ahnt, dass hinter der scheinbar ruhigen Oberfläche dunkle Geheimnisse verborgen liegen.

Die Figuren wirken vielschichtig und authentisch, wodurch ihre Ängste, Erinnerungen und Konflikte sehr nahbar werden. Gerade die emotionalen Szenen entfalten durch die feinfühlige Sprache eine starke Wirkung und bleiben lange im Kopf. Insgesamt ist es ein atmosphärischer Roman, der Spannung und Emotionen auf besondere Weise verbindet und einen nachdenklich zurücklässt. Empfehlung lesenswert.
von uncletom - 2026-05-24 09:55:00
Autor: Karine Tuil

Zwischen Liebe, Sehnsucht und Einsamkeit - 3 Sterne

Das Cover von Die Liebeshungrigen ist auf jeden Fall gelungen gestaltet und hat mich direkt angesprochen. Auch der Titel macht neugierig und verspricht eine emotionale, tiefgründige Geschichte. Leider konnte mich der Inhalt dann nicht wirklich überzeugen.

Der Schreibstil von Karine Tuil hat mich persönlich nicht abgeholt. Besonders die vielen Perspektivwechsel haben das Lesen für mich eher anstrengend gemacht, weil dadurch keine richtige Ruhe in die Handlung kam. Ich hatte oft das Gefühl, gerade erst in eine Szene oder Figur hineinzufinden, bevor schon wieder gewechselt wurde.

Dadurch bin ich insgesamt nicht richtig in die Geschichte reingekommen und konnte keine echte Verbindung zu den Figuren aufbauen. Schade, denn die Grundidee des Romans klang eigentlich sehr interessant. Wer gerne vielschichtige Erzählweisen mit verschiedenen Blickwinkeln mag, könnte das Buch vielleicht mehr schätzen – für mich war es jedoch eher enttäuschend.
von uncletom - 2026-05-16 09:56:00
Autor: Marceau Miller

Berge, Geheimnisse und Neuanfang - 5 Sterne

„Das letzte Buch von Marceau Miller“ überzeugt auf den ersten Blick: Das Cover ist ansprechend gestaltet, bleibt dabei jedoch eher unauffällig und drängt sich nicht in den Vordergrund.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Besonders positiv fällt auf, dass die Kapitel eine ideale Länge haben: Sie sind weder zu kurz noch zu lang, sodass ein gleichmäßiger Lesefluss entsteht und man immer wieder „noch ein Kapitel“ lesen möchte. Man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.

Die Spannung wird im Verlauf der Handlung gekonnt aufgebaut. Im Zentrum steht die Hauptfigur Sarah Miller, eine Witwe, deren Gefühlswelt und innere Entwicklung sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben werden. Freunde denen sie vertraut hat, werden zu unbekannten Größen in einer Rechnung um die Wahrheit und die Vergangenheit.

Ein weiteres Highlight ist die atmosphärische Darstellung der Schweizer Landschaft rund um den Genfer See. Die Beschreibungen sind so bildhaft und detailreich, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein – ein echter Mehrwert für die Geschichte.

Fazit: Ein gelungenes Buch mit stimmiger Atmosphäre, überzeugenden Charakteren und angenehmem Lesefluss – definitiv lesenswert.
von uncletom - 2026-04-21 19:43:00
Autor: Lilly Bogenberger

Gutes Thema, zäh erzählt - 2 Sterne

Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt gut zum ernsten Inhalt des Buches. Narbenmädchen erzählt die Geschichte eines Mädchens, das mit seelischen und körperlichen Narben kämpft und dabei versucht, in einer schwierigen Welt seinen Platz zu finden. Lara ist für einige Zeit in einer Kurklinik, weil sie sich selbst mit Rasierklingen verletzt. Das Thema ist spannend und sehr aktuell, was mich besonders interessiert hat. In der Klinik lernt sie andere Jugendliche kennen, die aus den unterschiedlichsten Gründen dort sind. Von den Erwachsenen und Therapeuten fühlt sie sich nicht verstanden. Sie lernt dort Freunde kennen, denen sie sich anvertrauen kann, ohne Scheu.

Leider wird die Geschichte langatmig erzählt, und zwischendurch habe ich den roten Faden verloren. Es ist wirklich schade, denn die Idee und das Thema hatten viel Potenzial – ich hatte mir mehr erhofft.
von uncletom - 2026-03-27 19:07:00
Autor: Frida Skybäck

Spannung kommt leider erst am Ende - 3 Sterne

Das Cover von Schattenmädchen ist sehr schön gestaltet und fällt sofort ins Auge. Es wirkt auffällig und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert, sodass es im Regal definitiv heraussticht und neugierig auf die Geschichte macht.

Die Autorin Frida Skybäck war mir bisher nicht bekannt. Beim Lesen habe ich außerdem festgestellt, dass Schattenmädchen bereits der dritte Fall des Ermittlerteams um Fredrika Storm und Henry Calment ist, was mir vorher nicht bewusst war. Das ist grundsätzlich kein großes Problem, allerdings hatte ich stellenweise das Gefühl, dass mir ein wenig Hintergrundwissen zu den Figuren fehlt.

Der Schreibstil von Frida Skybäck ist gut und angenehm zu lesen, jedoch hat er mich nicht komplett überwältigt. Die Geschichte lässt sich zwar flüssig lesen, aber die Spannung baut sich meiner Meinung nach recht langsam auf. Leider wurde das Buch für mich erst auf den letzten etwa 50 Seiten wirklich interessant und packend. Dort nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, allerdings hätte ich mir diese Spannung schon deutlich früher gewünscht.

Insgesamt bin ich daher ein wenig enttäuscht. Gerade von schwedischen Thrillern habe ich bisher meist mehr erwartet, da sie oft für besonders dichte Atmosphäre und überraschende Wendungen bekannt sind. Schattenmädchen hat zwar ein sehr ansprechendes Cover und einen soliden Schreibstil, konnte mich aber erst sehr spät wirklich fesseln.
von uncletom - 2026-03-08 10:04:00
Autor: Dita Zipfel

Wenn das Leben andere Pläne hat - 2 Sterne

Das Buch ist eine nachdenkliche Geschichte über zwei Frauen, deren Leben sich um das Thema Mutterschaft, Erwartungen und innere Konflikte dreht. Da ist Linn, die sich ein Kind wünscht, jedoch trotz verschiedener Bemühungen nicht schwanger wird. Auf der anderen Seite Eva, die mit 2 Kindern die perfekte Mutter zu sein scheint. Ihre Männer sind seit Kindertagen befreundet und beschließen, gemeinsam Urlaub zu machen. Während dieser Zeit erfährt der Leser einiges über die wirklichen Geschichten der Protagonisten.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man schnell Zugang zur Geschichte findet. Die Handlung ist insgesamt gut nachvollziehbar aufgebaut. Innere Zerrissenheit, Schuldgefühle und Ängste werden glaubwürdig und einfühlsam beschrieben. Die Protagonistinnen sind insgesamt sehr gut ausgearbeitet. Ihre Gedanken und Emotionen wirken authentisch, sodass man ihre Entscheidungen und Reaktionen gut nachvollziehen kann.

Weniger überzeugen konnte mich allerdings das Cover, das auf mich eher unscheinbar wirkt, und das offene Ende. Es lässt einen fragend zurück.
von uncletom - 2026-02-01 10:21:00